DE8612768U1 - Raumzelle für eine Sauna-Anlage - Google Patents
Raumzelle für eine Sauna-AnlageInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Raumzelle für eine Sauna-Anlage oder dergleichen, mit Seitenwänden, einer Decken-Wand
und einem Fußboden, die einen abgegrenzten Raum bilden, sowie mit einem Zugang zur Raumzelle.
fein entscheidender Faktor beim Saunieren ist neben dem Schwitzvorgang bekanntlich die anschließende Abkühlung
Gowohl der Haut als vor allem auch der Lunge und der A.temwege.
ftach dem Aufenthalt und dem Schwitzen in dem Saunaraum
begibt sich der Besucher daher zunächst an die frische Luft, um die Lunge abzukühlen und anschließend
wird die Haut mit kalten Wasser unter einer Schwallbrause oder dergleichen gekühlt.
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Während sich nun die Abkühlung der Haut leicht erzielen läßt, da die Bereitstellung von normalem kalten
Wasser keine Schwierigkeit bereitet, ist die daneben unerläßliche Abkühlung der Lungen häufig problematisch.
Im Winter genügt es zwar, wenn sich der Sauna- ^.ast einfach ins Freie und in die der Jahreszeit entsprechende
kalte Luft begibt, allerdings ist die angestrebte Kühlwirkung etwa im Sommer bei warmer Lufttemperatur
kaum zu erzielen.
Der Saunagast, der aus dem üblicherweise mit 80° C-90° C beheizten Saunaraum ins Freie tritt und beispielsweise
eine Lufttemperatur von 25° C bis 30° C vorfindet, wird eine kühlende Wirkung der Lunge kaum
verspüren, und tatsächlich läßt sich bei den angenommenen Temperaturwerten auch eine optimale Abkühlung
nicht durchführen.
Die fehlende Kühlung der Lunge und der Atemwege führt aber dazu, daß die beim Saunieren angestrebte Wirkung,
die gerade auf den extremen Temperaturunterschieden basiert, nicht eintritt. Der Saunagast fühlt sich weniger
entspannt und erholt, als er es bei richtiger Abkühlung gewohnt ist.
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AIs Folge der geschilderten Umstände ist in den Sauna-Anlagen
ein beachtlicher Besucherrückgang zu beobachten, wenn die Lufttemperatur erhöhte Werte annimmt.
Viele Saunagäste verzichten dann auf die Möglichkeit des Saunierens und unterbrechen damit einen zuvor eingehaltenen
Rythmus.
Hierbei besteht nun die Gefahr, daß der vorher aufgrund regelmäßiger Saunabesuche erzielte gesundheitliche Effekt
- vor allem eine Abwehr gegen Erkältungskrankheiten wegen der Unterbrechung wieder verloren geht und die
vorangegangenen Saunabesuche insofern nutzlos gewesen sind. Es ist nämlich davon auszugehen, daß der Erfolg
des Saunierens dann am größten ist, wenn die Saunabesuche in einer gewissen Regelmäßigkeit erfolgen.
Den beschriebenen Nachteilen wird bei der Erfindung durch eine Raumzelle der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten
Art entgegengetreten, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Raumzelle als integrierte Bestandteile
ein Rohr einer Schneekanone sowie ein Kühlaggregat für die Kühlung der Raumzelle enthält.
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Durch die Erfindung wird mit einfachen Maßnahmen überraschend eine für Sauna-Anlagen hervorragend
geeignete Raumzelle geschaffen, die man auch als Schneezelle bezeichnen kann. Der Erfindung liegt
nämlich der Gedanke zugrunde, unter Ausnutzung einer an sich bekannten Schneekanone zur künstlichen
Erzeugung von Schnee sowie unter Verwendung eines Kühlaggregats eine einheitlich und in sich geschlossene
Raumzelle (Schneezelle) zu schaffen, die dem Saunagast die Möglichkeit bietet, unabhängig von
der Temperatur der Außenluft die angestrebte Abkühlung der Lungen und der Atemwege bei einem Saunabesuch
durchführen zu können.
Mit der Schneekanone kann innerhalb der neuen Raumzelle künstlich Schnee erzeugt werden, und mit Hilfe
des Kühlaggregats lassen sich die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt halten. Damit findet der Besucher
einer Sauna im Anschluß an den Schwitzvorgang geradezu ideale Verhältnisse in der Raumzelle vor, und
zwar völlig unabhängig von der Jahreszeit und den Lufttemperaturen.
Bei großer Schneemenge innerhalb der Raumzelle be-
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steht sogar die Möglichkeit, sich im Schnee zu wälzen,
um so auch die Haut abkühlen zu können. Solche ideale Bedingungen sind normalerweise nur in ganz seltenen
,Fällen im Winter anzutreffen.
Die Erfindung bietet also den Vorteil, daß der Saunagast auch im Sommer an seinen regelmäßigen Saunabe-Buchen
festhalten kann und daß er dabei optimale Verhältnisse vorfindet, wie sie sonst nur ganz selten im
Winter gegeben sind.
Die Erzeugung von künstlichem Schnee ist beispielsweise beim Bau von Sprungschanzen usw. an sich bekannt,
so daß auf diesen Aspekt hier nicht eingegangen zu werden braucht. Ebenso bereitet auch die Kühlung
der Raumzelle mit an sich bekannten Mitteln keihe weiteren Schwierigkeiten. Gleichwohl wird durch
die Kombiantion aller Merkmale überraschend eine neuartige Raumzelle geschaffen, die in idealer Weise in
Sauna-Anlagen eingesetzt werden kann.
Die komplette Raumzelle mit der Schneekanone zur Erzeugung des künstlichen Schnees und mit dem Kühl-
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aggregat kann als eine integrierte Einheit ausgebildet werden. Es ist aber auch möglich, die zur
Schneekanone gehörenden Bestandteile: Verdichter, Kälteaggregat und Vorkühler außerhalb in einem gesonderten
Maschinenraum anzuordnen und lediglich das Rohr der Schneekanone in der Seitenwand der Raumzelle
zu befestigen, fiber eine Schlauchverbindung läßt sich in einfacher Weise der Anschluß zu dem genannten
Aggregaten herstellen.
Das Schneerohr ist in zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung verschwenkbar innerhalb einer Seitenwand
der Raumzelle angeordnet, so daß es möglich ist, durch unterschiedliche Ausrichtung und durch
unterschiedliche Stellungen des Schneerohres möglichst viele Bereiche innerhalb der Raumzelle mit
dem künstlichen Schnee zu versorgen.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist in der dem Rohr der Schneekanone gegenüberliegenden Seitenwand ein Ventilator angeordnet, der einen
Luftstrom in Richtung auf das genannter Rohr zu erzeugt. Dadurch wird eine Verwirbelung des künstlichen
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Schnees mit der Folge erreicht, daß sich alle Bereiche
innerhalb der neuen Raumzelle mit Schnee be- s legen lassen. I
Der Fußboden der neuen Raumzelle besteht in vorteil- |
hafter Weise aus Edelstahl und ist mit Abflüssen |
nach Art eines Gully's versehen, um einen Wasser- I
ablauf beim Reinigen bzw. beim Schmelzen des Schliees |
zu ermöglichen. Durch die Verwendung von Edelstahl |
wird verhindert, daß der Fußboden rosten kann. |
Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen angegeben und der Zeich- '
nung zu entnehmen. ,
Nachfolgend wird die Erfindung zum besseren Verständnis anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausfüh- j
ft rungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen: §
Fig. 1 eine schematische perspektivische \
Darstellung einer Raumzelle, und
Fig. 2 als Querschnitt eine Draufsicht der
Raumzelle gemäß Fig. 1.
Raumzelle gemäß Fig. 1.
- 12 -
Die zeichnerisch dargestellte Räumzelle 1Ö umfaßt
vier Seitenwände 12, 14, 16 und 18, eine Dedkenwand 20 sowie einen Fußboden 22. Als Zugang zur
Raumzelle 10 ist eine Tiefkühlraumtür 24 vorgesehen, die in an sich bekannter Weise eine Türrah^
menheizung besitzt. Ferner können in den Seitenwänden 12 - 18 noch Fenster 26 angeordnet werden.
Innerhalb der Seitenwand 18 ist ein Rohr 28 einer Schneekanone nach allen Richtungen verschwenkbar
gelagert. Der Rohraustritt befindet sich im Inneren der Raumzelle 10, und außerhalb der Seitenwand
bzw. der Raumzelle 10 besitzt das Rohr 28 einen Anschluß 30 für eine Schlauchverbindung 32 zur eigentlichen
Schneekanone mit einem Verdichter 34, einem Kälteaggregat 36 und einem Vorkühler 38.
Weiterhin umfaßt die Raumzelle 10 an den Seitenwänden
12 - 18 angeordnete statische Verdampfer 44 als Bestandteil eines Kühlaggregsts 40. Somit kann die
Raumzelle 10 - einem Kühlhaus vergleichbar - auf Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes abgekühlt
werden.
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An ds?r dem Rohr 28 der Schneekanone gegenüberliegenden
Seitenwand 14 befindet sich ein Ventilator 42, der eihen
Luftstrom in Richtung auf das Rohr 28 erzeugt. Dadurch läßt sich eine Verwirbelung und gleichmäßige
Verteilung des aus dem Rohr 28 austretenden künstlichen Schnees erzeugen.
Die Seitenwände 12 - 18 der Raumzelle 10 weisen eine Dämmung 46 auf und sind innen und außen mit einer
Holzverkleidung 48 versehen. Besonders zweckmäßig ist es, jeweils zwischen den Holzverkleidungen 48
und der Dämmung 46 eine Aluminium-Panele vorzusehen,
um eine besonders günstige Isolierung zu erzielen.
Weiterhin umfaßt die Raumzelle in die hintere Seitenwand 15 integriert einen künstlichen Wasserfall
\ mit einem Wasserzulauf 54 und treppenförmigen Absätzen
56. Das die treppenförmigen Absätze 56 hinunterfließende
Wasser gefriert unterhalb von 0° C, wodurch sich Eiszapfen bilden, die den Gesamteindruck
des Innenraumes der Raumzelle 10 verschönern.
Der Fußboden 22 der Raumzelle 10 besteht aus Edel-
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stahl und besitzt mehrere Abläufe 50, durch die
\ Schmelzwasser abfließen kann. Dies ist von Bedeu-
: tung bei der Reinigung der Raumzelle 10, wenn das
s Kühlaggregat 40 abgeschaltet und der innerhalb der
Raumzelle 10 befindliche Schnee gescholzen wird.
Eine solche Reinigung ist aus hygienischen Gründen
erforderlich.
Für die Inbetriebnahme der neuen Raumzelle 10 wird der Innenraum zunächst abgekühlt, beispielsweise auf
- 2° C bis etwa - 10° C. Im Anschluß daran wird die Echneekanone in Betrieb genommen, wobei durch das
Rohr 28 künstlicher Schnee austritt, der durch Verschwenken des Rohres und unter der Einwirkung des
Ventilators 22 gleichmäßig verteilt werden kann.
Claims (12)
1. Raumze?vle für eine Sauna-Anlage oder dergleichen,
mit Seitenwänden, einer Deckenwand und einem Fußboden, die einen abgegrenzten Raum bilden, sowie
mit einem Zugang zur Raumzelle, dadurch gekennzeichnet, daß die Raumzelle (10) als integrierte Bestandteile
ein Rohr (28) einer Schneekanone sowie ein Kühlaggregat (40) für die Kühlung der Raumzelle (10)
enthält.
2. Raumzelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rohr (28) der Schneekanone verschwenkbar in einer Seitenwand (18) gelagert ist.
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3. Raumzelle nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das RGhr (28) der Schneekanone mit einem Anschluß (3 0) zur Verbindung mit dem
Verdichter (34), dem Kälteaggregat (36) und dem Vorkühler (38) der Schneekanone versehen ist.
4. Raumzelle nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die komplette Schneekanone mit Rohr (28), Verdichter (34), Kälteaggregat (36)
und Vorkühler (38) integrierter Bestandteil der Raumzelle (10) ist.
5. Raumzelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß an den Seitenwänden
(12 - 18) statische Verdampfer (44) des Kühlaggregats (40) angeordnet sind.
6. Raumzelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlaggregat
(40) mitsamt den statischen Verdampfern (44) als integrierter Bestandteil der Raumzelle (10) ausgebildet
ist.
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7. Raumzelle nadh einem der vorhergehenden. Ansprüche
1-6, dadurch gekennzeichnet, daß in der dem Rohr (28) der Schneekanone gegenüberliegenden Seitenwand
(14) ein Ventilator (42) angeordnet ist.
8. Raumzelle nach einem der vorhergehenden An^
Sprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb
der Raumzelle (10) ein künstlicher Wasserfall (52)
angeordnet ist.
der Raumzelle (10) ein künstlicher Wasserfall (52)
angeordnet ist.
9. Raumzelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche
1-8, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (12 - 18) und die Deckenwand (20) mit einer
Dämmung (46) versehen sind.
Dämmung (46) versehen sind.
10. Raumzelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche
1-9, dadurch gekennzeichnet, daß der Fußboden (22) aus Edelstahl besteht und mindestens einen
Wasserabfluß (50) besitzt.
Wasserabfluß (50) besitzt.
11. Raumzelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche
1 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß als Zugang eine Tiefkühlraumtür (24) mit einer Rahmenheizung vorgesehen
ist.
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12. Raumzelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche
1-11, dadurch gekennzeichnet/ daß die Seitenwände
(18 - 20) innen und außen mit Holz (48) verkleidet sind.
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