DE861267C - Hauptverteiler in Telefonzentralen - Google Patents
Hauptverteiler in TelefonzentralenInfo
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Description
In Fernmeldeanlagen, beispielsweise Telefonzentralen, ist es üblich, einen Hauptverteiler zu verwenden,
der meistens aus vertikalen Reihen von Verbindungs- bzw. Verteilerklinken besteht, denen
manchmal auch die Leitungssicherungen zugeordnet sind. Mit der einen Seite, der sogenannten Leitungsoder Vertikalseite werden die von außen kommenden
Leitungen verbunden, während die Horizontaloder Zentraleniseite, die mandhmal auch mit
Prüfklinken versehen wird, mit den S'chalteinrichtungen der Zentrale verkabelt ist. Die Verdrahtung
auf der Vertikalseite des Verteilers kann dabei mit der Art übereinstimmen, in der die Leitungen in
den abgehenden Kabeln verteilt sind. Die Verdrahtung auf der Horizontalseite entspricht andererseits
der Schaltungsapparatur der Zentrale, wobei Kreuzverbindungen zwischen der Horizontal- und
der Vertikalseite vorgesehen sind, durch welche die Zentaalenverkabelung mit 'dem Ausgang der einkommenden
Kabel verbunden werden kann.
Ähnliche Verteiler sind bei Handbedienungsämtern und älteren Schaltungen der automatischen
Telefonie bekannt. Sie sind dort zwischen der Anrufschaltung und den Leitungssuchern einerseits
und der Vielfacheinrichtung und den Endwählern andererseits angeordnet. Sie dienen entsprechend
dem Verkehrsvolumen zum Verändern der Anzahl der Leitungen, die mit jedem Abfrageabschnitt
bzw. mit jeder Leitungssuchergruppe verbunden werden, um zwischen den verschiedenen Bedienungsplätzen
oder Leitungswählergruppen eine möglichst gleichförmige V'erkehrsverteilung herzustellen.
Dieser Verteiler, der Zwischenverteiler genannt wird, wird bei den jüngeren automatischen Zentralen
jedoch auf zweierlei Arten vermieden. Bei der
einen Anordnung wird der Zwischenverteiler ausgelassen,
damit dadiurdh die bequeme Verbindung durch Klinkenschnüre am Oberteil des Schrankes
aufrechterhalten werden kann, an dem die Leitungssucher- und Ettidwählerklinken angeordnet
sein können. Diese Klinken sind so angeordnet, daß sich die Verbindungssteckerreihen an ihrer Oberseite
befinden und mit den Klinkenleisten verbunden sind, die über den Schrankaufbau herausragen.
ίο In jüngerer Zeit hat man die Mittel zur Leitungsverbindung
vom oberen Rahmenteil entfernt" und in zahlreichen Fällen völlig fortgelassen, indem man
eine Verkabelung unmittelbar zwischen den Leitungssucher- und Endwählereinheiten vorsah, die
in gewissen Fällen, besonders dann, wenn man dieselben Apparatetypen für beide Zwecke benutzte,
auf der gleichen Klinke sitzen und so eine Mehrfacheinheit bilden.
In jeder der beschriebenen und in allen anderen nicht ausdrücklich erwähnten bekannten Anordnungen
bildet die Zentralenausrüstung, beispielsweise die Leitungs- und Unterbrecherrelais und die
damit verbundenen Geräte, einen Teil des Verteilerschrankes. In manchen Fällen ist die Leitungsa5
anordnung auf gewissen Relaisanordnungen dicht am Zwischenverteiler befestigt und durch Schalttafelkabel
oder bewegliche Wechselschalter mit der nächstliegenden Verteilerleiste verbunden.
In anderen Fällen sind diie Leitung«- und Unterbredierrelais
über dien Leitungssudheridinkeii angeordnet
und durch eine Verkabelung für Vielfaöhleitungswä'hlerklinken.
mit dem Verbindungsleisten oberhalb der Kliniken verbunden.
Gegen alle diese Anordnungen kann folgendes eingewendet werden:
i. Für die Zentraleneinrichtung ist eine Menge Verkabelung nötig, auch ergibt sich für jeden einzelnen
Leitungskreis eine große Anzahl von Lötstellen.
4.0 2. Durch die Leitungsrelaisaufbauten und die Leitungswähler oder entsprechende im automatischen
Wählergestell vorgesehene öffnungen verliert man einen Teil des Montageraumes. Alles dies
vermehrt die Umständlichkeit der Selbstwähleinrichtung.
3. Zwecks Verbindung mit Spezialapparaten ist manchmal eine Verbindung von Sonderleitungen
mit diesen Apparaten und/oder eine andere Anordnung der Kreisverbindungen nötig. In solchen
Fällen ist es wünschenswert, daß die Verbindungsänderungen
mittels eines einzelnen Ortswechsels durchgeführt werden köinnen, um Irrtümer durch
Übersehen einer von mehreren notwendigen Änderungen zu vermeiden. Die Trennung der Leitungsanordnung
von dem Hauptverteiler entspricht diesem Wunsche nicht.
4. Solche Änderungswünsche nach 3. bestehen nicht bei der automatischen Apparatur, sondern
ausschließlich bei den Verteilern, die sich hierfür ihrer Natur nach besser eignen. Bei einer Trennung
der Leitungsanordnung von dem Verteiler kann diesem Wunsche aber nicht entsprochen
" werden.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Anordnung, die die Montage und Verbindung des Leitungsnetzes
einer Telefonzentrale erleichtert, die vorerwähnten Nachteile ausschaltet und eine Reihe
nachstehend beschriebener Vorteile bringt.
Erßndungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die jeder einzelnen Teilnehmerleitung in der Zentrale
zugeordneten Elemente zur Herstellung der Verbindungen ankommender und abgehender Gespräche
von und nach den betreffenden Amtsleitungen und die Anzeigeglieder für Art und Zustand
der Leitungen alle ohne Ausnahme auf der nach der Zentrale zu gerichteten Seite des Hauptverteilers
angebracht sind.
Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung sind die jeder Teilnehmerleitung in der Zentrale zugeordneten
Elemente mittels Stecker- und Klinkenverbindungen an zugehörige Lötfahnenklemmen für
den Anschluß einer abgehenden Leitung und für den Anschluß von Wählern gelegt, wobei von diesen
Verbindungen die Klinken für eine bestimmte Anzahl Teilnehmerleitungen zu einem Block zusammengefaßt
sind, in denen ferner noch weitere Lötfahnen zur Verbindung bestimmter Klinken mit
für eine Anzahl Teilnehmerleitungen gemeinschaftlichen Punkten, z. B-. Erde, Batterie usw., vorgesehen
sind.
Gemäß einem weiteren Gedanken der Erfindung sind für jede Art von Teilnehmerleitungen Stecker
vorhanden, in denen die Elemente mit ihren Querverbindungen untergebracht sind.
Diese Gedanken der Erfindung werden an Hand der Figuren, die beispielsweise Ausführungsformen
der Erfindung darstellten, näher erläutert. Es zeigt: Fig. ι einen Leitungsstromkreis eines Teilnehmers
in einer automatischen Telefonzentrale,
Fig. 2 eine Darstellung der Verkabelung gemäß der Erfindung für die Schaltung nach Fig. 1,
Fig. 3 ein Teilnehmerstromkreis, der von einem Überwachungsplatz aus beaufsichtigt werden soll,
Fig. 4 eine Schaltungsanordnung gemäß1 der Erfindung
für den Stromkreis nach Fig. 3.
Die Fig.'"i" zeigt, einen bereits bekannten Teilnehmerstromkreis.
Der Kreis-enthäit einen geerdeten Widerstand χ von 1S 000 Ohm an der Leitung
av einen anderen Widerstand χ des gleichen
Wertes zwischen den Leitungen b± und cv einen
Widerstand y von 30000 Ohm zwischen der Batterie
und der Leitung C1 und ein Widerstand z, der durch die Leitung dt gebildet wird und dessen
anderes Ende wie dargestellt entweder zur Erde oder zur Batterie führt, wobei sein Wert bei den
einzelnen Leitungsgruppen verschieden ist und beispielsweise folgende Werte annimmt: für eine isolierte
oder innere Amtsleitung 19000 Ohm gegen
Erde; für eine innere Amts-a-Leitung 43oo<
Ohm
egen Erde; für eine Leitung bei abwesendem Teil- iao
nehmer Erde frei; für eine Leitung, deren Nummer gewählt ist, 10 000 Ohm an der Batterie.
Der Kreis enthält einen Gleichrichter R1, der
zwischen dem Verbindungspunkt des zweiten Widerstandes χ und des Widerstandes y und dem
Sammelpunkt DT angeordnet ist und zu einem wie
üblich für fünfzig Leitungen gemeinschaftlichen Anrufdetektor führt. Dieser Detektorkreis kann bekannter
Art sein. Zwischen der Leitung c und den Widerständen χ und y liegt ein Gleichrichter R2,
wobei die Leitung 5 in dem Falle einer beschränkt bedienten Leitung geöffnet ist.
Wenn eine Nummer geändert wird, sind die Widerstände χ und y und die Gleichrichter R1 und
R2 getrennt, während bei einer teilnehmerfreien
Leitung auch noch der Widerstand s abgetrennt ist.
Die obenerwähnten vier Leitungen sind mit allen
Anruf Suchern av bv C1, dx und den· die Leitung L
speisenden Endwählern a2, b2, C2, d2 verbunden.
Darüber hinaus besteht noch ein fünfter An-Schluß e2,· der mit einer Wechselstromquelle verbunden
ist und die Einstellung des Endwählers überwacht. An diese mit den Anrufsuchern verbundene
fünfte Leitung ist ein Gesprächszähler SM angeschlossen.
Um schließlich die Bedienung abwesender Teilnehmer sicherzustellen, kann die betreffende Teilnehmerleitung
durch Verbindung der Klemmen 3 und 4 an den Kontakt g2 eines Relais GT (Fig. 1 a)
geführt werden. Die Kontakte i< und 2 der Fig. 1 a
sind über den Wähler auf den Bedienungsplatz für abwesende Teilnehmer geschaltet.
Die Fig. 2 zeigt die Ausführung einer Einrichtung und Verkabelung gemäß der Erfindung. In ihr
stellen A die Klemmen der Vertikalseite des Haupt-Verteilers dar, an die die Außenleitungen -geführt
werden. B ist die Horizontalseite mit einer kombinierten Stecker- und Klinkenleiste zur Speisung
einer Leitung. Mit C1 D, E1 F sind verschiedene
Arten von Steckern bezeichnet, die die für verschiedene Leitungsklassen notwendigen Widerstände
und Kreiselemente enthalten. G ist eine Klinkenkombination der Leitungswähler (obere
Hälfte) und der Endwähler (untere Hälfte), die die in der Zeichnung dargestellte Leitung speisen. Mit
H ist der Gesprächszähler dieser Leitung bezeichnet. / (Fig. 2 a) bezeichnet ein Relais Gn von dem
ein Kontakt gegebenenfalls zwecks Bedienung eines abwesenden Teilnehmers mit der Leitung verbunden
werden kann. Der mit B bezeichnete Teil umfaßt fünf Lötfahnen a-d und s, von denen vier, a-d,
nach unten und alle fünf nach oben herausragen und die für z. B. zwanzig Leitungen in einer Anschlußleiste
zusammengefaßt werden können, die an der Horizontalseite des Hauptverteilers angebracht
ist.
Andererseits sind für jede Teilnehmerleitung· bei B vor der Anschlußleiste sieben Klinken vorgesehen,
die in der Zeichnung mit 1 bis 7 bezeichnet sind. Von diesen sieben Klinken sind fünf über
Metallbänder mit den entsprechenden Lö^fahnen 1,
2, 3, 4 und 7 verbunden. Die Metallbänder liegen rechtwinklig zu den Lötfahnen in einer zu ihnen
parallelen Ebene. Nur zwischen einem Band und einer Löltfahne kann eine Verbindung hergestellt
werden. Die Metallbänder der drei Kontakte 1, 5 und 7 setzen sich hinter der Anschlußleiste fort.
Man kann auch verschiedene Bänder gleichen Ranges untereinander hinter der Anschlufileiste
durch eine Verbimdiungssöhnur od. dgl. verbinden.
Auf diese Weise können· diie Kontakte 1, 5 und 7
gemeinsam für jede Gruppe von, fünfzig Leitungen (Sammelpunkt DT) mit Erde und über eine
Schmelzsicherung zur Speisung von fünfzig Leitungen
mit der Batterie verbunden werden.
Die KHnkenkontakte können jede beliebige Form haben; sie können z. B. aus metallischen in Isolierstoff
versenkten Rohren bestehen oder auf irgendeine Weise kombiniert sein, um zwei oder drei
Steckbuchsen zu bilden.
Die Lötfahnen an der Oberseite der Anschlußleisten dienen zur Anbringung der Verbindungsdrähte. In Fig. 2 wird eine Verbindung durch die
Klemmen α und b zur Auß'enleitung A der Vertikalseite
des Hauptverteilers dargestellt. Um schließlich eine Bedienung des abwesenden Teilnehmers
sicherzustellen, kann die Klemme 8 gegebenenfalls mit der Lötfahne d der Leitung verbunden sein.
Der untere Teil der Anschlußleiste dient zur Verbindung der Verkabelung der Horizontalseite
mit den Leitungs- und Endwählern, die mit G bezeichnet
sind.
Solange keiner der durch C, D, E und F bezeichneten
Stecker in die Klinken eingeführt is^, ist die
Leitung außer Gebrauch und wirkt als unbenutzte Nummer. Man sieht, daß' in dem Falle, in dem das
Mehrfachkabel d geöffnet ist und ein Anruf über eine der Leitungen kommt, der Selbstwähler den
Anruf an einen Arbeitsplatz leitet oder aber dem anrufenden Teilnehmer ein besonderes Zeichen
sendet. Durch Einführung der entsprechenden Steckkontakte C, D oder E kann eine Leitung in
Betrieb genommen werden.
C ist ein Stecker für uneingeschränkten Verkehr.
Die Schaltglieder, die in dem Stecker sitzen, sind durch die gleichen Bezugszeichen bezeichnet wie in
Fig. ι und man sieht, daß, wenn der Stecker eingeführt ist, die Verbindungen des entsprechenden
Stromkreises eine Leitung für uneingeschränkten Verkehr bilden. Der Widerstandswert von 2 kann
verschieden sein, je nachdem, ob es sich um eine Teilnehmerleitung oder um die erste oder letzte
Leitung einer örtlichen Zwischenverbindung handelt. Dementsprechend sind drei verschiedene
Stecker für C vorgesehen, in denen der Widerstandswert ζ entsprechend 19 000, 4300 oder
iiooo Ohm sein kann.
Die Stecker sind markiert oder gefärbt, so daß· man jederzeit erkennen kann, für welche Leitungsart sie vorgesehen sind. Sie können ζ. ΒΊ. grau,
himmelblau oder hellgrün gefärbt sein, um die drei genannten verschiedenen Leitungsarten zu kennzeichnen.
Der mit D< bezeichnete Stecker unterscheidet sich von dem mit C bezeichneten durch die Zuführung
eines Gleichrichters R2. Wenn man diesen Stecker benutzt, hat die Leitung beschränkte Verbindungsmöglichkeiten.
Es gibt drei verschiedene Arten für die mit D bezeichneten Stecker, die Teilnehmerleitungen oder ·
örtlichen Zwistihenverbindungen entsprechen,
letztere noch unterschieden in a- und ^-Leitungen.
Entsprechendes gilt auch für die Stecker D, die gleichfalls markiert oder gefärbt sind. Es kann von
Vorteil sein, die gleiche Farbverteilung wie für die
Stecker C zu benutzen, jedoch eine verschiedene Farbtönung zur Bezeichnung des Unterschiedes
zwischen den Leitungen für unbeschränkten und den Leitungen für beschränkten Verkehr. Wenn
z. B. die Verteilung der Farben auf den Steckern C heller ist, so werden die Stecker D schwarz, dunkelblau
und dunkelgrün für die drei verschiedenen Leitungen gefärbt. Mit E ist ein Stecker bezeichnet,
der zur Bedienung eines abwesenden Teilnehmers während einer bestimmten Zeit benutzt
wird. In diesem Falle ist der Widerstand s fortgelassen und eine freie Erde über den Draht d mit
der Teilnehmerleitung verbunden.
Um die Leitungen zu abwesenden Teilnehmern erkennen zu können, hat der Stecker E eine Markierung
oder eine Farbe, die sich von denen der Stecker C bis D unterscheidet. Er ist z. B. weiß, da
dies eine besonders leicht erkennbare Färbe ist.
Man erkennt, daß dies bequem Leitungen zu abwesenden Teilnehmern erkennen läßt. Die einzige
noch verbleibende Arbeit ist der Ersatz eines normalen Steckers durch einen mit E bezeichneten
Stecker für die Dauer der Bedienung eines abwesenden Teilnehmers und die Wiederauswechslung
des Steckers am Ende dieser Zeit.
Diese Einrichtung ist von Vorteil, da manche Teilnehmer verhältnismäßig lange Zeit über an den
Dienst für abwesende Teilnehmer angeschlossen sein müssen. Wenn andererseits die Leitung
dauernd zwischen normalen Dienst und dem Dienst für abwesende Teilnehmer wechselt, wie dies z. B.
bei einem Arzt als Teilnehmer vorkommt, welcher den Dienst für abwesende Teilnehmer mehrmals
am Tage in Anspruch nimmt, kann die Einrichtung 7 (Fig. 2 a) benutzt werden.
In diesem Falle bleibt der Stecker der normalen Leitung, wie er mit C und D angegeben ist, eingesteckt,
jedoch wird ein Relais GT an diese Leitung angeschlossen und eine Verbindung der
Klemme 8 in J und der Klemme d der Teilnehmerleitung vorgesehen. Wenn das Relais Gr anspricht,
um auf den Bedienungsplatz für abwesende Teilnehmer zu schalten, wird eine freie Erde auf den
Draht d der Teilnehmerleitung parallel zum Widerstand s gelegt und dadurch die notwendigen Bedingungen
für diesen Dienst hergestellt. Das Relais Gn entweder zum Anzug oder Abfall
gebracht, kann einen Anruf auf die Klemmen 9 und 10' leiten und z. B>. bei seinem Anzug die Erde
mit der Klemme 9 oder beim Abfall mit der Klemme 10 verbinden.
Mit F ist ein Stecker bezeichnet, der benutzt
wird, wenn eine Teilnehmernummer geändert worden ist und die erste Leitung während einer bestimmten
Zeitdauer noch in Betrieb bleiben muß, um Anrufe, welche auf dieser Leitung ankommen,
an einen Arbeitsplatz führen zu können. Stecker für « eine geänderte Teilnehmernummer sind oben be-•
schrieben. Wie im Falle des Steckers E kann auch der Stecker F eine Markierung oder eine bestimmte
Farbe, z. B. Rot, haben, um ihn aus allen anderen Steckern herauszukennen und ihn genügend kenntlieh
zu machen.
Fig. 3, die nunmehr besprochen werden soll, zeigt das Beispiel einer Teilnehmerleitung in einem
System, bei dem zum Zwecke der Bedienungserleichterung die gemäß- den Fig. 1 und 2 vor-
gesehenen Leitungen vereinigt sind, z. B·. um Teilnehmerleitungen
zu überwachen, Nebenanschlüsse zu schaffen, einen Programmdienst einzuführen, Sperr- und Meßkreise in Versuchsplätzen zu bilden,
böswillige Anrufe zu verhindern, Spezialleitungen für Leitungsfehlersuche anzuschließen usw.
Die Zeichnung stellt schematisch ein Beispiel für den Anschluß eines Überwachungsplatzes dar. An
Stelle der Leitungskreise, die die Widerstände χ und y der Fig. 1 enthalten, sind Leitungs- und
Unterbrechungsrelais vorgesehen, weiche die zur Überführung der Leitung an dem Überwachungsplatz notwendigen! Kontakte tragen, sowie getrennt
davon Kontakte zur Aussendung und Beendigung von Anrufen. Am Überwachungsplatz ist eine
Klinke OJ vorgesehen, über die auf der Leitung mit der Aufsicht gesprochen werden kann und die
gleichzeitig mit einer Aufzeichnungseinrichtung verbunden sein kann, wie die gewünschte Nummer
vermerkt. Bei uneingeschränktem Verkehr werden die Klinken 1 und 3 miteinander verbunden,
während für beschränkten Betrieb die Klinke 1 mit der Klinke 2 verbunden ist.
Die Fig. 4 zeigt die Anwendung des Gedankens der Erfindung bei einer Anordnung, bei der die
Teilnehmerkreise gemäß- Fig. 3 geschaltet sind. In Fig. 4 liegt bei A das Ende einer Teilnehmerleitung
an der Vertikalseite des Verteilers, der mit Verbindungsschnüren mit der kombinierten Bucl·
sen- und Steckerleiste B, die auf der Horizontalseite des Verteilers sitzt, verbunden wird.
Eine der Überwachungsleitungen ist mit C (Fig. 4) bezeichnet. Sie dient im allgemeinen zur
\^erbindung mit einer Teilnehmerleitung und wird durch ein Verteilerkabel mit einer kombinierten
Buchsen- und Steckerleiste D verbunden, die auf
der Horizontalseite des Verteilers liegt. Die Verbindung zwischen den Teilnehmerklinken bei B und
der Klinkenleiste D kann auf verschiedene Art erfolgen. Zwei dieser Möglichkeiten sind in der
Zeichnung dargestellt. Die erste Methode rechts besteht darin, die Überwachungsleitung mit der
Teilnehmerleitung durch ein Vierfachkabel zu verbinden, dessen vier Enden in Buchsen 1, 2, 3 und 4
der Teilnehmer und der Überwachungsleitung passenden Steckern versehen sind. Eine andere
links gezeigte Art besteht darin, an der oberen Klemmenleiste- der Teilnehmerleitung angelötete
Steckerschnüre mit der oberen Lötfahnenleiste der Überwachungsleitung zu verbinden. Die erste An-Ordnung
wird vorzugsweise gebraucht, wenn die Überwachunig kurzzeitig unnötig ist, andere, wenn
die Leitung dauernd oder für längere Zeit überwacht werden muß.
Um schließlich die Anwendung allzu langer Verteilungsschnüre zu vermeiden, die sich mit der An-
Schlußverkabelung verwickeln könnten, wird jede kombinierte Anschlußklinkenleiste, die zu zwanzig
Teilnehmern führt, auf der Horizontalseite des Verteilers mit einer einundzwanzigsten Klinke versehen,
die ähnlich der in Fig. 4 dargestellten Klinke D ist, aber oben nicht mit Lötfahnen versehen
ist. Die vier Klemmen jedes einundzwanzigsten Anschlusses können über den Wähler mit einer
analogen Einrichtung auf einer Anzahl kombinierter Büchsen- und Steckerleisten verbunden sein,
wobei alle einundzwanzigsten Anschlüsse zusammengeführt sind. In der Nähe dieser Leisten
können andere mit D bezeichnete Klemmenleisten angebracht sein, auf denen die verschiedenen Sonderleitungen
verkabelt sind. Hierdurch ist es möglich, mit nur zwei Verbindungsschnüren auszukommen,
deren erste die Teilnehmerleitung mit der Klinke 21 verbindet, über die diese Leitung an die kombinierte
Prüfleiste angeschlossen ist und deren zweite
to die entsprechende Stellung auf der zentralisierten
Leiste mit der entsprechenden Leiste D verbindet, wodurch eine Verbindung zwischen einer Teilnehmerleitung
und einer mit D bezeichneten Leitung hergestellt wird.
Jedesmal, wenn eine Teilnehmerleitung mit einer Sonderleitung verbunden ist, z. B'. mit der mit C, D
bezeichneten, sei es durch Verbindungsschnüre, sei es durch die oben beschriebenen Klinkenverbindungen,
muß ein kleiner Zusatzstecker in die Teilnehmerverbindungsleiste eingeführt werden, um
eine Verbindung mit den Kontakten sicherzustellen, die mit 5, 6 und 7 bezeichnet sind. Ein Stecker
dieser Art ist mit G bezeichnet und enthält nur den Widerstand z, dessen Wert für die verschiedenen
Fälle bereits angegeben wurde. Es soll nochmals betont werden, daß' es Stecker mit drei Widerstandswerten
gibt und daß diese Stecker zur Anzeige der Leitungsart Markierungen oder kennzeichnende
Farben haben. Die Stecker haben am besten sechs verschiedene Markierungen oder Farben,
die identisch sind mit denjenigen, die für die mit C und D in Fig. 2 bezeichneten Stecker vorgesehen
sind. Auf diese Weise ist es möglich, die bei C und D dargestellten Stecker (Fig. 2) durch
eine über einen kleinen Stecker mit einer Spezialleitung verbundene Teilnehmerleitung zu ersetzen,
wie es bei G in Fig. 4 gezeigt ist. Sie hat dann der betreffenden Leitungsklasse entsprechende Markierungen
oder Farben, so daß selbst dann, wenn die Leitung in ihren ursprünglichen Zustand
zurückversetzt wird, der richtige Einsatz der Stecker sofort wiederhergestellt werden kann, ohne
auf die Aufzeichnungen zur Bestimmung der Leitungsklasse Rücksicht nehmen zu müssen.
In Fig. 4 zeigt B darüber hinaus bei E eine Leitungssperre
auf einer kombinierten Stecker- und Buchsenleiste des Hauptverteilers bei F. Wie bekannt,
wird eine Leitungssperre in den Fällen benutzt, in denen eine Leitung eine Unterbrechungsstörung
zeigt, um den genauen Punkt der Unterbrechung zu erhalten. Entsprechend der üblichen
Praxis besteht die Sperre aus zwei Teilen, von denen der eine mit der Außenleitung verbunden ist,
um die Störung aufzufinden, während der andere mit der Zentrale verbunden ist, um der B'edienungsperson
zu erlauben, auf Anrufe, die über diese Leitung kommen, zu antworten. Zu diesem Zweck ist es
notwendig, die Sperre mit der Teilnehmerleitungseinrichtung so zu verbinden, daß; eine Teilung zwischen
dem Innen- und dem Außenteil besteht. Gemaß der Erfindung wird die Aufteilung vermieden
und die Sperre umfaßt nur einen der genannten Teile, nämlich die Auß'enleitungseinrichtung. Gleichzeitig
hat die Einrichtung aber noch weitere Vorteile, die im folgenden dargelegt werden:
Wenn eine Leitung anscheinend Unterbrechungsstörungen
hat, wird der normale Leitungsstecker, in Fig. 2 mit C oder D bezeichnet, herausgezogen
und die Leitung mittels einer Schnur Η (Fig. 4) mit einer Sperre verbunden, 'die in Fig. 4 mit E
und F bezeichnet ist. Darüber hinaus wird ein kleiner Stecker / oder K in die Kontakte der genannten
Buchsen 5, 6 oder 7 eingeführt. Der Stecker H wird in den Fällen benutzt, in denen einzelne
Leitungen oder Zentralenleitungen in Frage kommen, der Stecker J1 wenn die Zentralenleitungen,
der Stecker K, wenn die i>-Zentralenleitungen in Frage kommen. Der mit H bezeichnete Stecker verbindet
eine Batterie über einen Widerstand W1 von 10 000 Ohm mit der Leitung des Teilnehmers und
ruft eine automatische Wiederholung des Anrufs hervor, der auf die Teilnehmerleitung über die Bedienungsperson
der Leitungen mit geänderter Nummer zugeführt ist. Die Bedienungsperson muß natürlich darüber unterrichtet sein, daß· die Leitung
gesperrt ist, und kann die anrufenden Teilnehmer dementsprechend unterrichten. Wenn eine a-Zentralenleitung
in Frage kommt, benutzt man einen mit / bezeichneten! Stecker. Er enthält zwei Widerstände
w2—4300 Ohm und w4=5700 Ohm. Er !bringt
ein Potential auf die Teilnehmerleitung b unidi setzt
sie in die Lage einer besetzten a-Zentralenileitung.
Wenn dementsprechend ein Anruf auf diese Leitung kommt, wird die automatische Sudheinrichtunig, die
die Auswahl der a-Zentralenleitungen trifft, diese
besetzt finden. Nachdem die Leitung als eine a-Zentralenleitung erkannt ist, wird die Sucheinrichtung
nach einer freien Leitung dieser Gruppe suchen. In diesem Falle wird der Anruf nicht über eine Bedienungsperson
geführt.
In dem Falle einer ö-Zenträlenleitung, die mit der
Sperre verbunden ist, benutzt man einen Stecker K,
■er enthält einen Widerstand W3 — 1000 Ohm
und einen Widerstand W4 = 5700 Ohm. Er
bringt ein Potential auf die Leitung d, die eine fr-Zentralenleitung ist. Wenn ein Endwähler auf
diese Leitung einstellt, nachdem er auf allen vorhergehenden Leitungen erfolglos gesucht hat, wird
diese Leitung ausgewählt werden. Der Wähler wird die Leitung als besetzte ö-Zentralenleitung erkennen.
Die Suche wird abgebrochen und auf der Leitung für den anrufenden Teilnehmer das Besetztzeichen
hervorgerufen. Auch in diesem Falle wird der Ruf nicht zu einer Bedienungsperson geleitet.
Die mit H1 J und K bezeichneten Stecker können
auch markiert oder gefärbt sein, um sie sofort als
Angehörige der Leitungsklasse zu kennzeichnen, für die sie gebraucht werden.
Die Trennung zwischen dem Außen- und dem Innenteil der Verkabelung der Leitung auf dem
Hauptverteiler kann in diesem Fälle unterbleiben, denn wenn ein Anruf auf einer mit einer blockierten
Leitung verbundenen Leitung in der beschriebenen Weise ankommt, so kann er nicht auf die Leitungen α
und b des Teilnehmers kommen, d. h. es kann kein
ίο Rufstrom abgesandt und keine Gesprächsverbindung
hergestellt werden, man erhält den zusätzlichen Vorteil, daß' die einmal verbundene Sperre
nicht nur die Uhterbrechungsstörung der Außenleitung
erkennbar macht, sondern auch die Unter-
brechungsstörungen in dem zentralen Teil der Leitungsverkabelung, d. h. in der Verkabelung der
Vielfacheinheiten, dfe mit dem Hauptverteiler verbunden sind, der Leitungswähler, der Endwähler
und die Anschlußleisten.
ao Die in Fig. 3 und 4 gezeigten Einrichtungen sind lediglich beispielsweise angegeben, und es ist klar,
daß in dem Falle der Verbinidung von anderen Sonderleitungen
als die obenerwähnten die Art und Weise der Verbindung von Fall zu Fall etwas geändert
werden muß. Jedoch sind die beiden in Fig. 4 gegebenen Beispiele und die zusätzliche Einrichtung
der Fig. 2 bei / gute Beispiele gemäß! der Erfindung.
Man erkennt bei idler beschriebenen Einrichtung
eine derartige völlige Vermeidung einer Leitungsverkabelung, daß1 eine bemerkenswerte Verminderung
des Montageraumes sowohl für den Aufbau von Spezialleitungen als auch für den automatischen
Wähler erreicht werden kann, und daß alle die neuen für die Verbindung der Leitungskreise
notwendigen Einrichtungen durch einfache und wirksame Mittel auf dem Hauptverteiler zusammengefaßt
werden können und ein Minimum von Arbeit seitens des Personals benötigen. Es ist gleichermaßen
klar, daß die Einrichtung nicht auf die mechanische Ausführung der Anschlußleisten und
der kombinierten Prüfklinken, auch nicht auf die elektrischen Bedingungen des Kreises oder die Verhältnisse
der Teilnehmerleitungen, welche lediglich zum Zwecke des besseren Verständnisses dargestellt
sind, begrenzt ist.
Claims (3)
1. Schaltungsanordnung für einen Hauptverteiler in einer Telefon- oder ähnlichen Anlage,
dadurch gekennzeichnet, daß die jeder einzelnen Teilnehmerleitung in der Zentrale zugeordneten
Elemente zur Herstellung der Verbindungen ankommender und abgehender Gespräche von
und nach den betreffenden Amtsleitungen und die Anzeigeglieder für Art und Zustand der
Leitungen alle ohne Ausnahme auf der nach der Zentrale zu gerichteten Seite des Hauptverteilers
angebracht sind.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i-, dadurch
gekennzeichnet, daß die jeder Teilnehmerleitung in der Zentrale zugeordneten Elemente
mittels Stecker- und Klinkenverbindungen an zugehörige Lötfahnenklemmen für den Anschluß
einer abgehenden Leitung und für den Anschluß· 6g
von Wählern gelegt sind, wobei von diesen Verbindungen die Klinken für eine bestimmte Anzahl,
z. B. 20, Teilnehmerkittingen zu einem Block zusammengefaßt sind, in denen ferner
noch weitere Lötfahnen zur Verbindung bestimmter Klinken mit für eine Anzahl Teilnehmerleitungen
gemeinschaftlichen Punkten,
z. B. Erde, Batterie usw., vorgesehen sind.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für jede
Art von Teilnehmerleitungen Stecker vorhanden sind, in denen die Elemente mit ihren Querverbindungen
untergebracht sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 5587 12.52
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|---|---|---|---|
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1048295B (de) * | 1957-01-10 | 1959-01-08 | Hans Widmaier | Verteiler bzw. Rangier- und Trennsteckverteilerstreifen |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE974428C (de) * | 1953-08-08 | 1960-12-22 | Siemens Ag | Anordnung zur Vielfachschaltung von auswechselbaren Fernmeldegeraeten, insbesondere in Anlagen des Eisenbahnsicherungswesens |
-
0
- BE BE461662D patent/BE461662A/xx unknown
-
1943
- 1943-10-29 NL NL113730A patent/NL66012C/xx active
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1944
- 1944-10-23 FR FR907369D patent/FR907369A/fr not_active Expired
-
1950
- 1950-10-01 DE DEB10792A patent/DE861267C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1048295B (de) * | 1957-01-10 | 1959-01-08 | Hans Widmaier | Verteiler bzw. Rangier- und Trennsteckverteilerstreifen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL66012C (de) | 1950-07-15 |
| FR907369A (fr) | 1946-03-11 |
| BE461662A (de) |
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