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DE860006C - Konvexer Spiegel zur Beobachtung des Verkehrs an einem Kraftfahrzeug, an einer Strassenkreuzung usw. - Google Patents

Konvexer Spiegel zur Beobachtung des Verkehrs an einem Kraftfahrzeug, an einer Strassenkreuzung usw.

Info

Publication number
DE860006C
DE860006C DEO77A DEO0000077A DE860006C DE 860006 C DE860006 C DE 860006C DE O77 A DEO77 A DE O77A DE O0000077 A DEO0000077 A DE O0000077A DE 860006 C DE860006 C DE 860006C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mirror
traffic
intersection
motor vehicle
observing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEO77A
Other languages
English (en)
Inventor
Johan Aake Odelberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE860006C publication Critical patent/DE860006C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R1/00Optical viewing arrangements; Real-time viewing arrangements for drivers or passengers using optical image capturing systems, e.g. cameras or video systems specially adapted for use in or on vehicles
    • B60R1/006Side-view mirrors, e.g. V-shaped mirrors located at the front or rear part of the vehicle

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Rear-View Mirror Devices That Are Mounted On The Exterior Of The Vehicle (AREA)
  • Optical Elements Other Than Lenses (AREA)

Description

  • Konvexer Spiegel zur Beobachtung des Verkehrs an einem Kraftfährzeug, an einer Straßenkreuzung usw. Gegenstand der Erfindung ist ein Spiegel zur Beobachtung des Verkehrs, welcher entweder stationär, in einer Straße oder in einer Wasserstraße, oder beweglich an einem Fahrzeug, z. B. einem Automobil oder einem Schiff, verwendbar ist.
  • Konvexe Spiegel zur Beobachtung des Verkehrs sind bekannt. So hat man schon früher die Verwendung sphärischer Konvexspiegel an Automobilen vorgeschlagen. Derartige Spiegel haben aber den Nachteil, daß sie gute verkleinerte Bilder nur von Gegenständen geben können, die sich in oder sehr nahe der gegen das Auge des Beobachters gerichteten Verlängerung des Krümmungshalbmessers der Spiegeloberfläche befinden. Der Beobachter kann also hierbzi ein gutes verkleinertes Bild von seinem eigenen Auge und dessen nächste Umgebung in den zentralen Teilen des sphärischen Konvexspiegels erhalten, während die von den Randteilen des Spiegels reflektierten Bilder nach diesen Randteilen zu mehr und mehr deformiert werden, und in einem größeren Winkelabstand zwischen der Sichtlinie zum Spiegel und dem zu beobachtenden Gegenstand werden schließlich die Bilder allzu verzerrt und undeutlich, um zur Beobachtung des Verkehrs Dienst leisten zu können.
  • Verzeichnung des Bildes des konvexen Spiegels, die durch eine gewisse Winkelstellung des Spiegels im Verhältnis zu der Sichtlinie zwischen dem Auge des Beobachters und dem Spiegel entstanden ist, kann bei geeigneter Wahl der Krümmungshalbmesser in zwei gegen den Spiegel winkelrechten Normalebenen, die zweckmäßig auch Symmetrieebenen sind, kompensiert werden.
  • Der Erfinder hat früher in der schwedischen Patentschrift 98 2=8 eine wenigstens theoretisch befriedigende Spiegelform vorgeschlagen, und zwar einen Ellipsoidspiegel. Dieser Spiegel läßt sich jedoch nur schwer mit genügender Genauigkeit herstellen.
  • Zweck der Erfindung ist nun, einen Spiegel zur Beobachtung des Verkehrs zu schaffen, der gute reflektierte Bilder auch von Gegenständen gibt, die sich in einer großen Winkeldistanz von der Sichtlinie zwischen dem Spiegel und dem Auge des Beobachters befinden, und welcher infolge seiner Form bedeutend leichter als der obengenannte Ellipsoidspiegel herzustellen ist.
  • Der Spiegel ist dadurch gekennzeichnet, daß er bei konvexer Ausbildung die Form eines Ausschnittes aus einem Toroid hat. Der Spiegel hat folglich verschiedene kreisförmige Schnitte in zwei gegeneinander senkrechten Ebenen, und zwar größeren Krümmungshalbmesser in waagerechter als in lotrechter Ebene.
  • Dieser Spiegel kann daher die optischen Anforderungen an einen Verkehrsbeobachtungsspiegel erfüllen und gute Bilder ergeben, die in großem Winkelabstand zwischen einerseits der Sichtlinie Spiegel - Auge des Beobachters und anderseits der Sichtlinie Spiegel -Gegenstand liegen.
  • Hierbei gilt folgende mathematische Regel: worin v den Winkel zwischen der Mittelpunktsnormalen der Spiegeloberfläche und der Sichtlinie zwischen dem Auge und dem Mittelpunkt des Spiegels, a den Krümmungshalbmesser der Spiegeloberfläche in einer Ebene durch diese Linien und b den Krümmungshalbmesser der Spiegeloberfläche in einer gegen diese Ebene winkelrechten Normalebene bezeichnen. Beispiel Wünscht man in einer Stadt von einer Querstraße aus den Verkehr in einer kreuzenden Straße im rechten Winkel zu der Querstraße zu betrachten, muß die Mittelpunktsnormale der Spiegeloberfläche im 45°-Winkel im Verhältnis zu der Sichtlinie Auge -Spiegel liegen, und man erhält die Gleichung Wird der Spiegel gegebenenfalls nur 30° gedreht, wird das Verhältnis Die Mittelpunktswinkel der Spiegeloberfläche werden nach der Größe des gewünschten Sehfeldes, in Graden ausgedrückt, angepaßt.
  • Die wirklichen Dimensionen des Spiegels werden dem Abstand angepaßt, aus welchem man die Bilder im Spiegel zu betrachten wünscht. Hierbei kann beobachtet werden, daß die Dimensionen und Krümmungshalbmesser des Spiegels direkt proportional zu dem berechneten Abstand zwischen dem Auge und dem Spiegel zunehmen oder abnehmen und daß die Spiegeloberfläche nicht unter einem kleineren Winkel als 3° betrachtet werden kann.
  • Die Spiegeloberfläche sollte erforderlichenfalls an der Rückseite schwach erwärmt werden können, um Eisüberzug zu vermeiden, und der Spiegel kann daher mit einer zweckmäßig elektrischen Erwärmungsvorrichtung ausgerüstet werden.
  • Der neue Spiegel ist besonders zur Erhöhung der Verkehrssicherheit durch vermehrte Beobachtungsmöglichkeiten in Fällen, wo die Sicht nicht frei ist, geeignet.
  • Seine Verwendungsmöglichkeiten sind unter anderm die folgenden z. Als fester Straßenspiegel aufgestellt, entweder in der Mitte des Schnittpunktes zwischen zwei sich kreuzenden Straßen oder an den Häusern dicht neben der Straßenkreuzung, wenn der Raum keine bessere Lage gestattet. Der Spiegel sollte so hoch angebracht werden, daß störende Sonnenreflexe nicht entstehen können, und kann gegen Regen und Schnee mittels eines Schutzbleches unmittelbar oberhalb der Spiegeloberfläche geschützt werden. 2. Als verstellbare Spiegel, möglichst weit vorn an Motorwagen angebracht. Die Spiegel können beweglicher angebracht werden und mit einem Bedienungsorgan so verbunden sein, daß sie mit einem einfachen Handgriff vom Führerplatz aus in Beobachtungslage aufgeklappt werden können, wenn das Fahrzeug aus einem Torweg in eine Straße hinausfährt, oder über eine Straßenkreuzung geführt wird. Vorteilhaft werden die Spiegel mit einem einfachen Handgriff vom Führerplatz aus gegen den Vorderteil des Motorfahrzeuges niedergeklappt, so daß keine Bilder gegen den Führerplatz reflektiert werden, wenn es nicht erforderlich ist. Hierdurch werden die Spiegel gegen Regen und gegen Anlaufen geschützt.
  • 3. Als Rückblickspiegel für Motorwagen besonders in den Fällen, wo ein solcher wegen sichtverhindernder Last nicht im Führerhaus angebracht werden kann, sondern auf einem Halter an der Seite des Führerhauses angebracht werden muß. Es ist klar, daß der Spiegel in diesem Fall ein besseres Bild und ein besseres Sehfeld als ein gewöhnlicher sphärischer Spiegel ergeben wird. q.. Als einfaches; in der Herstellung billiges Periskop für verschiedene Zwecke, wo man ein großes Sehfeld mit vermindertem Bildmaßstab wünscht. Also wenn man z. B. von dem- Führerplatz eines Lastwagens aus den Verkehr hinter dem Wagen von einem Punkte höher als die Last zu beobachten wünscht, oder wenn man die ganze Last zu überwachen wünscht, so daß nichts davon während des Transportes verlorengeht. Das Periskop kann auch als Vorbeifahrtspiegel benutzt werden, wenn man an ein Fuhrwerk vorbeizufahren wünscht und die Sicht über den Verkehrsweg von diesem Fuhrwerk verdeckt ist.
  • 5. Als Beobachtungsspiegel neben unbewachten Eisenbahnübergängen, um rechtzeitig über einen Zug Auskunft zu geben, der nicht direkt vom Wege aus beobachtet werden kann. Vom Zuge aus können auch die Wegebenutzer im Spiegel bemerkt werden. Dies sind nur einige Beispiele, wo der neue Verkehrsspiegel mit Vorteil benutzt werden kann.
  • In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt: Abb. i ist eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Spiegel; Abb. 2 ist eine Seitenansicht dazu in Richtung der Querachse; Abb. 3 ist eine Seitenansicht dazu in Richtung der Längsachse; Abb. 4 zeigt einen an einer Straßenkreuzung angeordneten Spiegel zur Beobachtung des Verkehrs; Abb. 5 zeigt eine Spiegelanordnung am Kühler eines Motorfahrzeuges; Abb. 6 zeigt eine solche Anordnung im Moment, wo ein Automobil eine zwischen zwei Häusern verlaufende Straße verläßt; Abb.7 zeigt einen als Periskop angeordneten Spiegel.
  • Der Krümmungshalbmesser des toroidförmigen, beispielsweise aus Metall bestehenden Spiegels L in der Normalebene durch die Längenachse x des Spiegels ist mit a bezeichnet, und der Krümmungshalbmesser in der Normalebene durch die Querachse y des Spiegels ist mit b bezeichnet. In einem Fall kann z. B. a etwa = 2 b sein.
  • Abb. 4 zeigt eine Spiegelgruppe als festen Verkehrsspiegel auf einer Straßenkreuzung angeordnet. Hierbei sind vier Spiegel in rechtem Winkel gegeneinander mit horizontalen Längsachsen angeordnet, so daß die Mittelpunktsnormale =o jedes Spiegels etwa einen 45°-Winkel mit einer entsprechenden Straßenrichtung bildet. 2 bezeichnet das Auge des Beobachters, und die Linien 3, 4 begrenzen das durch den Spiegel beobachtete Gebiet.
  • Abb.5 und 6 illustrieren eine Spiegelanordnung an einem Automobil. Zwei Spiegel i sind am Vorderteil des Motorwagens z. B. über dem Kühler, mit den etwa horizontalen Längsachsen gegeneinander nach hinten konvergierend, angebracht. Die Spiegel i sind nach Abb. 5 bei 5 an einem an .dem Automobil zu befestigenden Teil 6 angebracht und können mit einer Manövriervorrichtung z. B. mittels eines über eine Seilscheibe 8 laufenden Seiles vom Führerplatz des Wagens aus betätigt werden, so daß sie je nach Bedarf in und aus der Beobachtungslage auf- und niedergeklappt werden können.
  • Wie aus Abb. 6 ersichtlich, sind die Spiegel derart am Automobil angebracht, daß ihre Längsachsen einen Winkel, und zwar etwa 30° gegen die gegen das Auge 2 des Führers gerichtete Winkelhalbierende des Winkels zwischen den beiden Spiegeln bilden. Aus dem Bild geht die Wirkung der Spiegelanordnung hervor, wenn das Automobil aus einem Torweg hinaus oder die Mündung der Passage zwischen zwei Gebäuden 9 passiert, wobei die Linien 3, 4: den durch den Spiegel beobachtbaren Bereich begrenzen.
  • Abb. 7 schließlich zeigt einen Spiegel als Teil eines Periskopes. 12 ist ein winkelförmiges Rohr mit beispielsweise einem vertikalen und einem horizontalen Rohrschenkel. Oben an diesem Rohr ist ein Toroidspiegel der beschriebenen Art angebracht, und das Bild dieses Spiegels wird von einem Planspiegel 18 oder einem Prisma zum Beobachter reflektiert.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Konvexe Spiegel zur Beobachtung des Verkehrs an einem Kraftfahrzeug,.an einer Straßenkreuzung usw., dadurch gekennzeichnet, daß er die Form eines Ausschnittes aus einem Toroid mit größerem Krümmungshalbmesser in waagerechter als in lotrechter Ebene hat.
  2. 2. Spiegel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für die Spiegelform die Gleichung cos2 v = ä gilt, worin v einen im voraus bestimmten Beobachtungswinkel zwischen der Mittelpunktsnormalen der. Spiegeloberfläche und der Sichtlinie zum Mittelpunkt der Spiegeloberfläche, a den Krümmungshalbmesser des Spiegels in waagerechter Ebene und b den Krümmungshalbmesser des Spiegels in lotrechter Ebene bedeuten.
DEO77A 1948-01-28 1949-01-28 Konvexer Spiegel zur Beobachtung des Verkehrs an einem Kraftfahrzeug, an einer Strassenkreuzung usw. Expired DE860006C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE860006X 1948-01-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE860006C true DE860006C (de) 1952-12-18

Family

ID=20363032

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEO77A Expired DE860006C (de) 1948-01-28 1949-01-28 Konvexer Spiegel zur Beobachtung des Verkehrs an einem Kraftfahrzeug, an einer Strassenkreuzung usw.

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE860006C (de)

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