DE86616C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H85/00—Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
- H01H85/02—Details
- H01H85/36—Means for applying mechanical tension to fusible member
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
SIEMENS & HALSKE in BERLIN. Schmelzsicherung mit Fallschieber.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Juni 1895 ab.
Bei Sicherungen für elektrische Anlagen, insbesondere für Hauseinrichtungen, welche
nicht unter beständiger Aufsicht stehen und doch die gröfste Sicherheit gegen Feuersgefahr
gewähren sollen, erweist es sich als durchaus erforderlich, dafs der beim Schmelzen nothwendigerweise
auftretende Lichtbogen unbedingt zuverlässig zum Erlöschen gebracht wird.
Die Längen der gebräuchlichen Schmelzstreifensicherungen , d. h. die Entfernungen
ihrer Pole von einander, sind aber zu klein, als dafs die möglicherweise vorkommenden
Energiemengen, namentlich wenn es sich um Kurzschlufs mit höherer Spannung handelt,
,beim Schmelzen des Sicherungsstreifens nicht einen Lichtbogen verursachen sollten, welcher
zwischen den' Polen der Sicherung weiter brennt.
Einer Vergröfserung dieser Längen aber, wodurch wohl am einfachsten jenem Uebelstande
vorgebeugt werden könnte, stellen sich gewisse praktische Bedenken entgegen, welche
auf andere Mittel sinnen lassen, vermöge deren unter Beibehaltung der auch vom Verbände
Deutscher Elektrotechniker beschlossenen Normalabmessungen eine schnelle und zuverlässige
Unterdrückung des Lichtbogens erzielt werden kann.
Wie bei sogen. Starkstromausschaltern ein mechanisches Spannwerk elektromagnetisch zur
Auslösung gebracht wird, so kann auch bei Schmelzsicherungen durch ein mechanisches
Spannwerk der entstehende Lichtbogen abgeschnitten und so der Stromkreis unterbrochen
werden.
In Fig. ι und 2 ist die Anordnung einer solchen Spannwerk - Schmelzsicherung in gesperrtem
und in Fig. 3 in ausgelöstem Zustande dargestellt.
In dem Sockel A, welcher aus Isolationsstoff besteht, ist ein Einschnitt B angebracht, über
welchem ein ebenfalls aus Isolationsstoff bestehender Schieber T schwebt, indem er einerseits
durch eine um ihn herumgelegte und mit ihren Enden am Sockel A befestigte
Schraubenfeder C nach unten gedrückt und andererseits durch einen Schmelzdraht- S, welcher
wie ein Steg über den Einschnitt B hinweggeht, getragen oder gesperrt wird. Wenn
nun der Schmelzdraht S durch elektrischen Strom überlastet, stark erhitzt wird und schmilzt,
was voraussichtlich an der Stelle geschieht, wo der Schieber T auf ihm lastet, so fällt dieser
in demselben Augenblicke in den Einschnitt B hinab (Fig. 3), um so als mechanisches Hindernifs
den im Entstehen begriffenen Lichtbogen sofort abzuschneiden.
Gegen diese Anordnung wäre nichts einzuwenden, wenn nicht durch die mechanische
Belastung des Schmelzdrahtes dieser in Bezug auf seine physikalische Wirkungsweise wesentlich
beeinträchtigt würde. Während eine in der gewöhnlichen Weise nur durch Stromerwärmung
beanspruchte Schmelzsicherung innerhalb gewisser zulässiger.Grenzen in Bezug
auf Querschnitt und Stromstärke genau bestimmt werden kann, ist der Zeitpunkt, wann
ein in gedachter Weise zwiefach beanspruchter Schmelzstreifen den stromleitenden Zusammenhang
zwischen seinen Molecülen aufgeben wird, eine höchst verwickelte und kaum irgend welcher
vorauszubestimmenden Gesetzmäfsigkeit unterliegende Function aus der mechanischen
Belastung und aus der Stromstärke, wobei
beide Factoren in gegenseitiger Beziehung auf ihren gesammten, zeitlich wechselnden Verlauf
in Frage kommen und zufällige Erschütterungen und augenblickliche Stromstöfse von erheblichem
Einflufs sein können.
Es sei noch bemerkt, dafs dieselben unübersehbaren Verhältnisse ebenso gut wie bei der
Beanspruchung des Schmelzstreifens auf Biegung oder Abscheerung, auch bei der Beanspruchung
auf Zug in seiner Längsrichtung ihre Geltung behalten.
Um daher die Schmelzsicherung nicht in ihrer Wirkung zu beeinträchtigen, ist es'nothwendig,
den Schmelzstreifen an der Stelle, wo sein Querschnitt eingeschnürt ist, von jeder
anderen als der rein physikalischen Beanspruchung zu entlasten.
Um diese Forderung aber auch bei Anwendung eines mechanischen Gesperres, wie es in
der vorbeschriebenen Anordnung enthalten ist, zu erfüllen, erscheint es nothwendig, den
physikalischen Vorgang des infolge Temperaturerhöhung eintretenden Schmelzens des
Sicherungsdrahtes nicht unmittelbar auslösend auf das in dem Fallschieber enthaltene mechanische
Spannwerk einwirken zu lassen, sondern letzteres erst durch einen secundär auftretenden
Vorgang, nämlich die Lichtbogenbildung, zu bethätigen'.
Letztere ist vermöge der durch sie plötzlich erzeugten hochgradigen Wärmeentwickelung
im Stande, zu wesentlich stärkeren Wirkungen benutzt zu werden, als das nur bei Fernhaltung
aller schädlichen Einflüsse mit der beabsichtigten Genauigkeit erfolgende Schmelzen des Sicherheitsstreifens,
ohne jene als die vorangehende Erscheinung beeinträchtigen zu können.
Auf dieser Grundlage also, eine Schmelzsicherung auf ein Spannwerk höherer Ordnung
einwirken zu lassen, welches durch die Glut des Schmelzlichtbogens zur Auslösung gebracht
wird, lassen sich Anordnungen begründen, bei welchen beliebige Wirkungen von dem Durchschmelzen
einer Sicherung abhängig .gemacht werden, ohne dafs die ursprüngliche primäre
Wirkung der Sicherung irgendwie beeinflufst wird.
Um nun das hier Entwickelte für die weiter oben erläuterten Zwecke praktisch nutzbar zu
machen, läfst sich unter Beibehaltung der übrigen Anordnung, wie Fig. 4 zeigt, der
Schmelzdraht in der Mitte, wo er, den Einschnitt B überbrückend, den Schieber T zu
tragen hat, dermafsen verstärken, dafs eine Beeinflussung der physikalischen Einwirkung
auf die nun zu beiden Seiten befindlichen dünneren Sehmelzstellen durch den mechanischen
Druck ausgeschlossen erscheint.
Bei nun etwa unter heftiger Lichtbogenbildung stattfindendem Durchschmelzen der
dünneren Stellen des Drahtes wird auch das stärkere Mittelstück ohne Weiteres von der
Gluthitze des Flammenbogens zum Schmelzen gebracht bezw. verflüchtigt, so dafs seine
stützende Wirkung auf den Schieber T aufhören mufs und dieser, dem Zuge der Feder C
folgend, in den Einschnitt B hinabschnellen wird, um so den Luftweg, welcher zur Unterhaltung
des Lichtbogens vor allem erforderlich ist, durch sein Dazwischentreten als fester
Körper zu unterbrechen. ·
Was bei dieser Anordnung noch bedenklich und verbesserungsfähig erscheinen mag, ist der
Umstand, dafs ebenso wie die Mitte, so auch die Enden des Sicherungsdrahtes, also die Polklemmen
von der auf beiden Seiten auftretenden Feuererscheinung in Mitleidenschaft gezogen
werden; auch erscheint es wünschenswerth, nur eine Schmelzstelle in dem Streifen
zu haben und in dieser Beziehung von der üblichen Form der Schmelzstreifen mit eingeschnürter
Mitte nicht abzuweichen.
Eine diesen Bedürfnissen recht gut entsprechende Einrichtung ist in Fig. 5 bis 7 dargestellt
, wo zwei Fallschieber in derselben Weise wie vorher, jetzt aber auf den verstärkten
Enden des Schmelzstreifens ruhend, nicht nur den in der Mitte entstehenden und nach beiden Seiten hinüber brennenden Lichtbogen
je nach Umständen einfach oder doppelt abschneiden, sondern auch die Enden des Schmelzstreifens und die Klemmschrauben
möglichst gegen Brandverletzung schützen.
Zur Erneuerung des verbrauchten Schmelzstreifens werden die Fallschieber gehoben und
ein neuer Einsatz in der bekannten Weise zwischen die Pole der Sicherung eingefügt.
Selbstverständlich wird die Sicherung bei weniger starken Energiemengen auch nur in
der Mitte durchschmelzen und der Lichtbogen von selbst erlöschen können, ohne die Fallschieber
in Thätigkeit zu setzen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Sicherung für elektrische Stromkreise, bei welcher zur Unterdrückung eines Lichtbogens beim Schmelzen . des Sicherheitsstreifens ein auf demselben ruhender Schieber herabfällt, dadurch gekennzeichnet, dafs der bezw. die Theile des Schmelzdrahtes, auf welchen der Schieber ruht, einen gröfseren Querschnitt besitzen, als der Sicherheitsdraht selbst.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE86616C true DE86616C (de) |
Family
ID=358655
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT86616D Active DE86616C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE86616C (de) |
-
0
- DE DENDAT86616D patent/DE86616C/de active Active
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