DE8532808U1 - Lichtelektrische Positionsmeßeinrichtung - Google Patents
Lichtelektrische PositionsmeßeinrichtungInfo
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Description
DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH 13.11.1985
Lichtelektrische Positionsmeßeinrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine lichtelektrische Positionsmeßeinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 .
Positionsmeßeinrichtungen, die mit Phasengittern arbeiten, sind beispielsweise aus der DE-AS 15 48 707
und der DE-OS 23 16 248 bekannt.
Des weiteren wird in der nicht vorveröffentlichten europäischen Patentanmeldung Nr. 85301077.5 der
Anmelderin eine Positionsmeßeinrichtung beschrieben, bei der vorgeschlagen wird, eine Phasenverschiebung
zwischen den am Indexgitter gebeugten Strahlenbündeln dadurch zu erzeugen, daß bei gegebener Gitterkonstante
die Breite eines Steges des als Phasengitter ausgebildeten Indexgitters von der Breite einer
Furche abweicht, daß also das Steg-/Furche-Verhältnis von 1:1 abweicht.
Mit Hilfe der mittels eines solchen Phasengitters gewonnenen - zueinander phasenverschobenen - Teilstrahlenbündeln
verschiedener Ordnungen kann die Richtung der RelatiwerSchiebung zwischen dem Maßstabgitter
und dem Indexgitter ermittelt werden.
Die Modulationsgrade der Signale nullter und ± erster Ordnung in Auflicht-Phasengittermeßsystemen mit
parallel angeordnetem Index- und Maßstabgitter mit ungleich breiten Stegen bzw. Furchen des Indexgitters
sind allerdings unterschiedlich und ändern sich bei Abstandsänderung, Verschmutzung des Gitters etc.
ungleich»
Dies ist bedingt durch das Dreigitter-Abtastprinzip und die unvermeidbare geometrisch-optische Abbildung
der Lichtquelle auf den Photodetektor der nullten Ordnung.
Die unterschiedlichen Änderungen der Modulationsgrade führen zur ungenauen und/oder unsicheren elektronischen
Auswertung der Signale.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Positionsmeßeinrichtungen
dieser Art die Empfindlichkeit gegenüber Abstandsänderungen, Abweichungen von
der Parallelität der Gitter, Verschmutzung und dgl. zu verringern.
Diese Aufgabe wird durch eine Positionsmeßeinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Positionsmeßeinrichtung
liegen in der einfachen Erzeugung der phasenverschobenen Abtastsignale zur Richtungserkennung
in Verbindung mit der einfachen Erzeugung von Gegentaktsignalen und deren elektrischer Zusammenfassung
zur Kompensation von Abtaststöreinflüssen.
I- 51 -
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.
Mit Hilfe von Ausführungsbeispielen soll die Erfindung
anhand der Zeichnungen noch näher erläutert werden, wobei die Darstellungen zum besseren Verständnis
stark vereinfacht wurden.
Es zeigt
Figur 1 eine schematische Darstellung
Figur 1 eine schematische Darstellung
einer Meßeinrichtung im Auflicht arbeitend;
Figur 2 ein Abtastgitter in vergrößerter
Figur 2 ein Abtastgitter in vergrößerter
Ansicht aus Richtung II von Figur 1; Figur 3 ein nochmals vergrößerter Ausschnitt
eines Phasengitters gemäß Figur 2 als Fragment;
Figur 4a nochmals die Darstellung aus Figur 1; Figur 4b eine um 90° gedrehte Ansicht der
Meßeinrichtung aus Figur 4a, mit
Prismen;
Figur 4c eine Variante der in Figur 4b dargestellten Meßeinrichtung mit dezentrierten
Linsen. 25
Der im folgenden verwendete Ausdruck "Licht" umfaßt ultraviolette und infrarote Strahlung sowie die im
sichtbaren Bereich liegende Strahlung.
In Figur 1 ist eine Längenmeßeinrichtung 1 nach dem sogenannten Dreigitter-Auflichtprinzip dargestellt.
Die Strahlung einer Lichtquelle L wird von einem Kondensor 2 kollimiert und an Phasengittern A und B
gebeugt und reflektiert.
IZ
Beim Phasengitter B ist das Verhältnis von Stegbreite zu Furchenbreite 1:1; es stellt das Maßstabgitter
dar. Das Abtastgitter A wird von zwei als Phasengitter ausgebildeten Abtastfeldern AP
und ÄF gebildet. Im Gegensatz zum Maßstabgitter B-weicht
das Steg-/Furchefibreiten-Verhältnis aSb
der Abtastfelder AF und ÄF von 1:1 ab, was besonders aus den Figuren 2 und 3 gut ersichtlich ist.
Dabei ist zu beachten, daß die Phasengitter des Maßstabgitters B und des Abtastgitters A die gleiche
Gitterkonstante GK haben. Das Maßstabgitter B und das Abt^stgitter A sind parallel zueinander angeordnet
und das Maßstabgitter B ist in dieser parallelen Ebene senkrecht zum Verlauf der Teilungsmarkierungen
verschieblich.
Die von der Lichtquelle L ausgehende Strahlung wird von dem in Lichtrichtung ersten (Abtast)-gitter A
und vom zweiten (Maßstab)-qitter B gebeugt und am Abtastgitter A wiedervereinigt und zur Interlierenz
gebracht.
Bei gleicher Gitterkonstante GK des Maßstabgitters B und des Aotastgitters A unterscheiden sich - wie
bereits erwähnt - bei diesen beiden Gittern die Steg-/Furchenbreiten-Verhältnisse. Beim Maßstabgitter
B ist das Steg-/Furchenbreiten-Verhältnis 1:1, beim Abtastgitter beträgt es beispielsweise
1:1,5. Diese Maßnahme führt dazu, daß die gebeugten Teilstrahlenbündel verschiedener Beugungsordiiungen
in ihrer Phasenlage gegeneinander verschoben sind.
In der Brennebene des Kondensors 2 befinden sich Photodetektoren DO, D+1, D-1 und DO, D+1, D-1, die
entsprechend der Beugungstheorie an Gittern justiert
— · ■ «
I I 111
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sind, und in Figur 1 - in die Zeichnungsebene ge-
klappt - links von der Meßeinrichtung gezeigt sind. |
Aus den phasenverschobenen Teilstrahlenbündeln f die |
auf die Photodetektoren D-1, DO, D+1 fallen, läßt sich die Richtung der Relativbewegung zwischen dem
Abtastgitter A und dem Maßstabgitter B bestimmen, was durch das von 1:1 abweichende Steg-/Furchenbreiten-Verhältnis
des Abtastgitters A ermöglicht wird (s. Fig. 3).
Das Abtastgitter A ist ferner mit selektiv wirkenden optischen Mitteln K1, K2 versehen, die es im Zusammenwirken
mit den zwei Abtastfeldern AF und ÄF
j 15 ermöglichen, zu den vorgenannten Teilstrahlenbündeln
j gegenphasige Teilstrahlenbündel zu erzeugen.
Die Abtastfelder AF und AF sind dazu in Meßrichtung um einen Bruchteil, beispielsweise um 1/4 der Gitterkonstante
GK zueinander versetzt. Den einzelnen Abtastfeldern AF bzw. ÄF sind Prismen K2 bzw. K1 zugeordnet,
die die Teilstrahlbündel gegensinnig ablenken.
Diese Maßnahme ist in den Figuren 4a bis 4b verdeutlicht. In Figur 4a ist dabei nochmals die aus Figur
1 bereits bekannte Positionsmeßeinrichtung dargestellt, von der in Figur 4b eine Draufsicht gezeigt
ist.
30
Die Draufsicht in Figur 4b ; -Igt, daß die beiden
Prismen K1 und K2/ die den nUtastfeidern ÄF und AF
zugeordnet sind, die gegenphasigeh Tellsfcrahlen·*
bündel auf die zugehörigen Photodetektoren DO*, D+1 ,
D-1 und DO, D+1, D-1 lenken. Die Anordnung der Photo-
■ I «ti
detektoren DO, D+1, D-1 und DO, D+1, D-1 zeigt
jeweils der linke Teil der Figuren 4a und 4b, wobei die Brennebene des Kondensors 2 jeweils in
die Zeichnungsebene geklappt wurde. In der Realität liegt sie senkrecht zur Zeichnungsebene.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist in Figur 4c gezeigt, die ebenfalls
stark schematisiert wurde. Hier werden zwei gegensinnig dezentriert angeordnete Linsen Z1 und Z2 den
Abtastfeldern ÄF und AF zugeordnet, um das Licht zu kollimieren und auf die entsprechenden Photodetek-
toren DO, D+1, D-1; DO, D+1, D-1 abzulenken. Da die Lage der genannten Photodetektoren prinzipiell
der Darstellung von Figur 4b entspricht, wurde auf eine separate Zeichnung verzichtet. Durch die beschriebene
Anordnung der dezentrierten Linsen Z1 und Z2 kann der Kondensor entfallen.
In der Auswahl der selektiv wirkenden optischen Mittel ist der Fachmann durch die aufgeführten Beispiele
nicht eingeschränkt. So ist es ins Belieben des Fachmannes gestellt, daß er die Prismen oder
die dezentrierten Linsen nicht gegensinnig justiert, sondern entsprechende optische Bauelemente auswählt,
die zwar gleichsinnig ablenken, jedoch unterschiedliche Ablenkwinkel aufweisen. Als selektiv wirkende
optische Mittel sind in diesem Sinne besonders gut Echelettegitter mit unterschiedlicher Gitterkonstante
und/oder Auslenkrichtung geeignet.
Desgleichen können die selektiv wirkenden optischen Mittel durch Bauelemente mit unterschiedlichen
spektralen und/oder polarisationsöptischen Eigenschaf' ten gebildet werden, worauf selbstverständlich die
Photodetektoren abgestimmt sein müssen.
Des weiteren liegt es im Ermessen des Fachmannes, die Techniken der Faseroptik für die Beleuchtung
und die Photodetektoren anzuwenden.
Durch die geometrische Gestaltung der Abtastfelder AF und AF (Steg-ZFurchenbreiten-Verhältnis a:b und
Furchentiefe h) kann die Phasenverschiebung zwischen D+1 und D-I genau, z.B. auf 90° eingestellt werden.
Durch antiparalleles Zusammenschalten der Photodetektoren D+1 mit D+1 und D-1 mit D-1 wird ein Gegentaktsignal
erzeugt.
Besondere "orteile ergeben sich hinsichtlich des Wirkungsgrcides
&tgr; wenn die nullte Ordnung mit ausgewertet wird. Zur Erzeugung des O°-Signales werden dazu die
Photodetektoren DO und M antiparallel geschaltet.
Eine stabile Phasenverschiebung von 90° zum 0°-Signal
erhält man, wenn aus der antiparallelen Zusammenschaltung der Photoelemente D+1 mit D+1 und der antiparallelen
Zusanunenschaltung von D-1 mit D-1 die Differenz gebildet wird. Fehler des Abtastgitters A
wirken sich bei einer derartigen Auswertung nicht mehr stark aus.
Claims (7)
1. Lichtelektrische Positionsmeßsinrichtung, bei der die Meßteilung und die Abtastteilung von
parallel zueinander angeordneten und relativ zueinander verschieblichen Gittern gleicher Gitterkonrtanten
gebildet werden, wobei wenigstens t eines der Gitter - vorzugsweise das Abtastgitter -
als Phasengitter derart ausgebildet ist, daß mittels einem von 1:1 abweichenden Verhältnis
von Stegbreite zu Furchenbreite des Phasengitters ph isenverschobene Teilstrahlenbündel verschiedener
Beugungsordnungen zur Erkennung der Bewegungsrichtung erzeugt werden können, und
daß Detektoren zum Empfang der gebeugten Teilstrahlenbündel vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß das Abtastgitter (A) wenigstens zwei, in Meßrichtung um einen Bruchteil der Gitterkonstanten
(GK) zueinander verschobene Abtastfelder (AF, AF) aufweist, denen selektiv wirkende optische Mittel (K1, K2; Z1, Z2) zugeordnet
sind, so daß zu den vorgenannten gebeugten Teilstrahlenbündeln weitere gebeugte Teilstrahlenbündel
erzeugt werden, die zu den vorgenannten Teilstrahlenbündeln jeweils im wesentlichen gegenphasiq
sind, und daß sowohl den vorgenannten gebeugten Teilstrahlenbündeln als auch den dazu
gegenphasigen Teilstrahlenbündeln jeweils eigene Detektoren (DO, D+1, d-1 bzw. DO, D+1, D-i)
optisch zugeordnet sind«
2. Lichtelektrische Positionsmeßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastfelder
(AF, ÄF) um (n+1/4)-GK(n=0,1,2,3,...} der Gitterkonstante (GK) in Meßrichtung zueinander
versetzt sind.
3. Lichtelektrische Positionsmeßeinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
den Abtastfwidern (AF, AF) als selektiv wirkende optische Mittel Prismen (K1, &Kgr;2) zugeordnet
sind.
4. Lichtelektrische Positionsmeßeinrichtung licch
Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Prismen (K1, K2) gegensinnig ablenkend den Abtastfeidern
(AF, AF) zugeordnet sind.
5. Lichtelektrische Positonsmeßeinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
den Abtastfeldern (AF, ÄF) als selektiv wirkende optische Mittel dezentriert angeordnete Linsen
(Z1, Z2) zum Kollimieren und Ablenken des Lichtes zugeordnet sind.
6. Lichtelektrische Positionsmeßeinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
den Abtastfeldern (AF, ÄF)als selektiv wirkende optische Mittel Echelettegitter für unterschiedliche
Auslenkrichtungen zugeordnet sind.
7. Lichtelektrische Positionsmeßeinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
den Abtastfeidern (AF, ÄF) als selektiv wirkende optische Mittel Elemente mit unterschiedlichen
spektralen und/oder polarisationsoptisohen Eigenschaften zugeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19858532808 DE8532808U1 (de) | 1985-11-21 | 1985-11-21 | Lichtelektrische Positionsmeßeinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19858532808 DE8532808U1 (de) | 1985-11-21 | 1985-11-21 | Lichtelektrische Positionsmeßeinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8532808U1 true DE8532808U1 (de) | 1988-03-24 |
Family
ID=6787455
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19858532808 Expired DE8532808U1 (de) | 1985-11-21 | 1985-11-21 | Lichtelektrische Positionsmeßeinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8532808U1 (de) |
-
1985
- 1985-11-21 DE DE19858532808 patent/DE8532808U1/de not_active Expired
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