DE853011C - Verfahren zur Phasen- oder Frequenzmodulation einer ultrakurzen Traegerwelle - Google Patents
Verfahren zur Phasen- oder Frequenzmodulation einer ultrakurzen TraegerwelleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Phasenoder Frequenzmodulation einer ultrakurzen Trägerwelle.
In einem reinen Phasenmodulationssystem ist es notwendig, daß die Phase der Trägerwelle eine
Kreisfunktion der Zeit ist, deren Periode für jeden Augenblick bestimmt ist durch die Frequenz der
Modulation, die augenblicklich zu übertragen ist. Die Frequenzmodulation ist ein spezieller Fall der
ίο Phasenmodulation, bei der die Phase der Trägerwelle direkt proportional der Amplitude der Frequenzmodulation
und umgekehrt proportional der Schwankung dieser letzteren ist.
Die vorliegende Erfindung hat ein neues Verfahren zur Phasen- oder Frequenzmodulation zum
Gegenstand, das ganz besonders im Gebiet der Dezimeter- und Zentimeterwellen anwendbar ist.
In Übereinstimmung mit der Erfindung wird die Phasen- oder Frequenzmodulation der Trägerwelle
von Ultrahochfrequenz dadurch erreicht, daß man eine Übertragungsleitung anwendet, die von einem
elektrischen Strom in Form eines Elektronenbündels durchflossen wird und die nachstehenden
Eigenschaften besitzt:
Die elektromagnetische Welle, die sich längs der Leitung fortpflanzt, besitzt eine Geschwindigkeitskomponente in Richtung des Elektronenstrahls und
von etwa gleichem Betrage wie die Geschwindigkeit der Elektronen.
Der elektrische Vektor der vorgenannten elektromagnetischen Welle ist in Richtung des Elektronenstrahls
dirigiert.
Unter diesen Bedingungen findet ein Übergang von Leistung zwischen dem Elektronenstrahl und
853 Oil
der elektromagnetischen Welle statt, und umgekehrt Der Übergang der wattlosen Leistungskomponente
hat eine Veränderung in der Phasengeschwindigkeit der Welle zur Folge. Daraus folgt, daß jeder Änderung
der Geschwindigkeit der Elektronen eine Änderung der übertragenen wattlosen Leistung der
elektromagnetischen Welle entspricht und infolgedessen eine Variation der Phasengeschwindigkeit
dieser Welle, d. h. der Phase, und damit der Trägerl.o welle.
Die Erfindung wird besser dargelegt an Hand der Zeichnungen und der Beschreibung, die sich
hierauf beziehen und die als mehrere Ausführungsbeispiele zu werten sind und keinerlei Beschränkung
darstellen.
Abb. ι zeigt die Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung auf eine Wanderfeldröhre;
Abb. 2 stellt die Änderung der Phase einer Trägerwelle und der Wattleistung als Funktion der
Modulationsspannung dar;
Abb. 3 stellt eine Anwendung des Verfahrens auf Hohlrohrleiter im senkrechten Schnitt dar;
Abb. 4 zeigt eine Abänderung der Erfindung für den Fall, daß der Hohlrohrleiter gekröpft ist.
Die Abb. 1 stellt eine Wanderfeldröhre dar, die eine Elektronenquelle ο und eine Wendel 1 enthält,
welche zur Leitung der elektromagnetischen Welle dient und in deren Innerm sich der Elektronenstrahl
2 in Richtung der Achse bewegt. Am Ende ihres Weges werden die Elektronen durch die Auffangelektrode
3 aufgefangen. Die Trägerwelle wird am Eingang der Röhre durch eine Hohlrohrleitung
oder eine koaxiale Leitung 4 eingeführt. Die Wendel 1 besitzt die Gleichspannung V0, über
welche sich die Modulationsspannung Vs mit der Frequenz ojs überlagert. Man erhält alsdann in
der Hohlrohrleitung oder der Leitung 5, die an den Ausgang der Röhre gekoppelt ist, eine Ultrahochfrequenzwelle,
die in der Phase moduliert ist. Die Abb. 2, welche mit 1 die Variationen der
Phase als Funktion der Modulationsspannung darstellt, zeigt, daß es für eine Spannung Vs, die z. B.
zwischen —150 und + 150 Volt variiert, möglich
ist, die Phase im Umlauf eines Modulationszyklus von +4« bis —4« zu variieren. Um jede Verzerrung
zu vermeiden, ist es notwendig, daß die Variation der Phase als Funktion der Modulationsspannung linear ist. Die Kurve 1 zeigt, daß dieses
Resultat zu erreichen ist, wenn man für Vs z. B.
eine Variation zwischen —100 und +100 Volt innehält.
Die Änderungen der Leistung als Funktion der Modulationsspannung sind durch die Kurve 2 der
Abb. ι dargestellt. Sie entsprechen einer Störmodulation der Trägerwelle in der Amplitude,
deren Wirkungen in einem Empfänger durch einen Amplitudenbegrenzer unterdrückt werden können,
wie es wohlbekannt ist. Die Form der Kurve 2 zeigt andererseits, daß, wenn man für die Modulationsspannung
Vs einen hinreichend engen Variationsbereich wählt, z. B. — 50 bis + 50 Volt, die
Leistung sich sehr wenig beim Umlauf der Modulation ändert.
Die Abb. 3 stellt eine Hohlrohrleitung 1 dar, in deren Innerm die elektromagnetische Welle durch
eine gewisse Anzahl von Querwänden 6 verzögert ist. Der Elektronenstrahl 2 durchsetzt die Leitung
in Richtung ihrer Achse. Die Trägerwelle wird am Eingang 4 zugeführt, die in der Phase modulierte
Welle wird am Ausgang 5 der Hohlrohrleitung abgenommen.
Die Modulation der Phase wird gemäß der Erfindung erhalten, indem die Geschwindigkeit der
Elektronen mittels der Modulationsspannung Vs variiert wird, die der kontinuierlichen Spannung V0
überlagert wird.
Eine weitere Abänderung ist in der Abb. 4.gezeigt. Eine Welle H1, die einen elektrischen Vektor
senkrecht zur Fortpflanzungsrichtung besitzt, durchläuft eine gekröpfte Hohlrohrleitung 1, die
von dem Elektronenstrahl 2 durchflossen wird. Die Zeit des Durchgangs der Welle zwischen zwei
Punkten, wie etwa A und B, kann durch zweckentsprechende Wahl der Speisespannungen annähernd
gleichgemacht werden derjenigen der Elektronen. Die Überlagerung der Modulationsspannung hat
dann wie in den voranstehenden Beispielen eine Phasenmodulation am Ausgang der Hohlrohrleitung
zur Folge.
Die beschriebenen Verfahren zur Modulation sind nur anwendbar auf relativ kleine Ausgangsleistungen.
Für den Fall hoher Leistungen kann man Wanderfeldröhren
mit transversalem magnetischem Feld verwenden, die sich von der durch die Abbildungen
dargestellten, durch die Verwendung einerseits eines konstanten elektrischen Feldes zwischen den Leitern
der Hohlrohrleitung, welche durch den Elektronenstrahl durchsetzt wird, und andererseits eines konstanten
magnetischen Feldes, welches senkrecht zu dem vorgenannten und zur Fortpflanzungsrichtung
des Elektronenstrahls ist, unterscheidet. In derartigen Röhren ändert sich die Fortpflanzungsgeschwindigkeit
der Welle mit der des Elektronenstrahls. Es ist also möglich, eine Modulation der
Phase am Ausgang dieser Röhren zu erhalten, wenn man die Geschwindigkeit der Elektronen variiert.
Die beschriebenen Verfahren sind ohne Abänderung auf die Frequenzmodulation anwendbar. Es
genügt, die periodische Zeitfunktion, welche die Spannungsmodulation darstellt, entsprechend zu
wählen und dann die Aufgabe mittels eines bekannten Verfahrens zu behandeln.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: "5i. Verfahren zur Phasen- oder Frequenzmodulation einer ultrakurzen Trägerwelle, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Modulationsspannung die Geschwindigkeit eines Elektronenbündels beeinflußt wird, welches eine Verzögerungsleitung durchsetzt, in der sich die zu modulierende Welle in gleicher Richtung und mit etwa der gleichen Geschwindigkeit wie der Elektronenstrahl fortpflanzt, und daß die zu modulierende Welle der Verzögerungs-853 Oilleitung an ihrem der Elektronenquelle näheren Ende zugeführt und die modulierte Welle am entgegengesetzten Ende entnommen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Modulationsspannung der Vorspannung, die die Verzögerungsleitung gegenüber der Elektronenquelle aufweist, überlagert wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungsleitung die Form einer Wendel hat.
- 4. Verfahren nach Anspruch τ und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungsleitung die Form einer Hohlrohrleitung mit Querwänden hat.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungsleitung in Form einer Serpentine gekröpft ist.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein magnetisches Feld senkrecht zur Fortpflanzungsrichtung des Elektronenstrahls steht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5423 10.52
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR853011X | 1948-09-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE853011C true DE853011C (de) | 1952-10-20 |
Family
ID=9326901
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC2928A Expired DE853011C (de) | 1948-09-04 | 1950-10-01 | Verfahren zur Phasen- oder Frequenzmodulation einer ultrakurzen Traegerwelle |
Country Status (3)
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| CH (1) | CH280043A (de) |
| DE (1) | DE853011C (de) |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971349C (de) * | 1952-11-22 | 1959-01-15 | Dieter Weber Dipl Phys Dr | Einrichtung zur Frequenz- und Phasenmodulation mit einer Wanderfeldroehre |
| DE1086301B (de) * | 1957-04-25 | 1960-08-04 | Siemens Ag | Lauffeldroehre mit einem gefalteten Hohlleiter als Verzoegerungsleitung |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| GB707027A (en) * | 1952-03-24 | 1954-04-07 | Gen Electric Co Ltd | Improvements in or relating to arrangements for supplying phase modulated electric oscillations |
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1948
- 1948-09-04 FR FR973949D patent/FR973949A/fr not_active Expired
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- 1949-07-08 CH CH280043D patent/CH280043A/fr unknown
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1950
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971349C (de) * | 1952-11-22 | 1959-01-15 | Dieter Weber Dipl Phys Dr | Einrichtung zur Frequenz- und Phasenmodulation mit einer Wanderfeldroehre |
| DE1086301B (de) * | 1957-04-25 | 1960-08-04 | Siemens Ag | Lauffeldroehre mit einem gefalteten Hohlleiter als Verzoegerungsleitung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH280043A (fr) | 1951-12-31 |
| FR973949A (fr) | 1951-02-16 |
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