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DE1086301B - Lauffeldroehre mit einem gefalteten Hohlleiter als Verzoegerungsleitung - Google Patents

Lauffeldroehre mit einem gefalteten Hohlleiter als Verzoegerungsleitung

Info

Publication number
DE1086301B
DE1086301B DES53255A DES0053255A DE1086301B DE 1086301 B DE1086301 B DE 1086301B DE S53255 A DES53255 A DE S53255A DE S0053255 A DES0053255 A DE S0053255A DE 1086301 B DE1086301 B DE 1086301B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
detour
waveguide
electron beam
transverse walls
opening
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES53255A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Dr Franz Gross
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES53255A priority Critical patent/DE1086301B/de
Priority to FR1194903D priority patent/FR1194903A/fr
Publication of DE1086301B publication Critical patent/DE1086301B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J23/00Details of transit-time tubes of the types covered by group H01J25/00
    • H01J23/16Circuit elements, having distributed capacitance and inductance, structurally associated with the tube and interacting with the discharge
    • H01J23/24Slow-wave structures, e.g. delay systems

Landscapes

  • Microwave Tubes (AREA)

Description

DEUTSCHES
BlBUOTHEK DES DEUTSCHEN PATENTAMTES ^1
Die Erfindung bezieht sich auf eine Lauffeldröhre mit einem gefalteten Hohlleiter als Verzögerungsleitung, die aus einem im wesentlichen geschlossenen und sich in Elektronenstrahlrichtung erstreckenden Hohlkörper mit rechteckförmigern Querschnitt besteht, in dem in Elektronenstrabiriichtung in gleichem Abstand Querwände eingesetzt sind, die jede für sich nur eine Umwegöffnung abwechselnd an gegenüberliegenden Seiten des Hohlleiterkörpers besitzen, so daß in dem Hohlleiterkörper ein gefalteter Hohlleiter entsteht, bei dem die £,s-Kompanente des elektrischen Feldes in Ausbreitungsrichtung in aufeinanderfolgenden, durch die Querwände gebildeten Umwegkammern räumlich um 180° gedreht wird und bei der die Querwände Öffnungen zum Durchschießen der Elektronen des Elektronenstrahls besitzen.
Es sind bereits Hohllaiterumwegleitungen bekannt, die so ausgebildet sind, daß in einem Rechteckhohlleiter gleiche Abstände voneinander besitzende' Querstege abwechselnd so an gegenüberliegenden Wänden befestigt sind, daß gegenüber der Befestigungsstelle zwischen der Querwand und der Hohlleiterwand eine Öffnung entsteht, die ungefähr dieselbe Höhe besitzt, wie die Querwände voneinander Abstände aufweisen. Dadurch entsteht ein gefalteter Hohlleiter, der in bezug auf den Elektronenstrahl die elektromagnetische Welle verzögert. Bekanntlich besitzt ein Hohlleiter eine untere Grenzfrequenz. Dementsprechend verläuft die Dispersionskurve einer solchen Verzögerungsanordnung, abgesehen von der Umgebung der Grenzfrequenz,, ähnlich wie bei der Interdigitalleitung. Zur Verstärkung braucht man über ein gewisses Frequenzband eine geringe Dispersion, d. h., die Verzögerungsleitung soll über einen breiten Bereich dispersionsfrei sein. Obwohl Interdigitallaitungen und die eben als bekannt beschriebene Hohlleiterumwegleitung gegenüber anderen Verzögerungsleitungen den Vorteil besitzen, daß mit ihnen höchste Frequenzen (Millimeterwellen) erzeugt werden können, weisen sie den großen Nachteil auf, daß sie nur für Selbsterregung (Oszillatorbetrieb) verwendet werden können, da der Verlauf der Dispersionskurve keinen zur Verstärkung günstigen, flachen Bereich aufweist.
Deshalb bestand die Aufgabe der Erfindung darin, eine solche Hohlleiterumwegleitung für die Verstärkung von Millimeterwellen so zu verbessern bzw. abzuändern, daß die Verstärkung über ein breites Frequenzband unter Ausschaltung der Selbsterregung möglich ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Lauffeldröhre mit einem gefalteten Hohlleiter als Verzögerungsleitung, die aus einem im wesentlichen geschlossenen und sich in Elektronenstrahlrichtung erstreckenden Hohlkörper mit rechteckförmigem Querschnitt
Lauffeldröhre mit einem gefalteten
Hohlleiter als Verzögerungsleitung
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Wittelsbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Dr. Franz Groß, München,
ist als Erfinder genannt worden
besteht, in dem in Elektronenstrahlrichtung in gleichem Abstand Querwände eingesetzt sind, die jede für sich nur eine Umwegöffnung abwechselnd an gegenüberliegenden Seiten des Hohlkörpers besitzen, so daß in dem Hohlleiterkörper ein gefalteter Hohlleiter entsteht, bei dem die Es-Komponente des elektrischen Feldes in Ausbreitungsrichtung in aufeinanderfolgenden, durch die Querwände gebildeten Umwegkammern räumlich um 180° gedreht wird und bei der die Querwände Öffnungen zum Durchschießen der Elektronen des Elektronenstrahls besitzen, erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Umwegöffnungsbreite in den Querwänden kleiner als die Breite der Umwegkammern zu machen und die Höhe der Umwegkammern so den Breiten der Umwegöffnungen und der Umwegkammern anzupassen, daß die Dispersion der vorwärts laufenden ersten Teilwelle klein ist.
Es ist eine Wanderwellenröhre bekannt, bei der der Elektronenstrahl nacheinander eine Reihe von aneinanderliegenden miteinander gekoppelten Resonatorkammern durchsetzt. Dabei werden die rotationssymmetrisch ausgebildeten Resonatorkammern dadurch miteinander gekoppelt, daß in den Trennwänden der Kammern kreisbogenförmige Schlitze vorgesehen sind.
Diese bekannte Anordnung unterscheidet sich von einer Lauffeldröhre nach der Erfindung dadurch, daß die Verzögerungsleitung aus Hohlraumresonatorketten besteht und daß die einzelnen Resonatorkammern kreisförmigen Querschnitt besitzen.
Bei der Erfindung ist es besonders vorteilhaft, daß die im Hohlleiter angeordneten Querwände im wesentlichen aus einem die Umwegöffnung begrenzenden Steg und zwei Stegen, die den zum Durchschießen des Elektronenstrahls vorgesehenen Schlitz begrenzen und
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3 4
die von der Hohlleiterwandung bis zum Steg der Um- mit ihrer Phasengeschwiindigkeit den Umweg 10 ent-
wegöffnung reichen, gebildet ist. lang und erreicht über die Umwegöffnung 12 ebenfalls
Die vor allen Dingen im Rechteckhohlleiter befind- den zweiten Wechselwirkungsraum. Der Umweg der liehen komplizierten Anordnungen der Querwände Welle über den Hohlleiter ist so dimensioniert, daß am können fabrikatorisch dadurch leicht hergestellt wer- 5 zweiten Ort der Wechselwirkung die vorher an dem den, daß 'die Hohlleiterumwegleitung aus gestanzten ersten Ort der Wechselwirkung bereits 'beeinflußten Blechen so zusammengesetzt ist, daß das eine gestanzte Elektronen erneut phasenrichtig eintreffen. Dabei muß Blech der Querwand und dem dazugehörigen Teil 'des die räumliche Phasendrehung ψ des Feldvektors Es Rechteckhohlleiters und 'das andere gestanzte Blech beachtet werden. Die gesamte Phasendrehung ψ der dem Teil des Hohlleiters, der die Umwegkammer 'be- ίο Welle auf dem Umweg 10 von der ersten bis zur zweigrenzt, entspricht. ten Wechselwirkungszone ward ohne Berücksichtigung
An Hand der Zeichnung soll die Erfindung näher des Stoßes an der Umwegöffnung 12 durch folgende
erläutert werden. Die Figuren zeigen in einfacher, Gleichung bestimmt:
zum Teil schematischer Darstellung Ausführungs- 2 π (h 4- L)
beispiele, bei denen alle Teile, die nicht unbedingt zum 15 ψ = j l· π (2 k — 1).
Verständnis der Erfindung notwendig sind, wegge- °
lassen wurden.
In Fig. 1 a ist eine erfindungsgemäße Verzögerungs- In 'dieser Beziehung ist Xg die Phasenwellenlänge im leitung dargestellt, mit der eine wirkungsvolle Ver- Hohlleiter auf dem Umweg 10; k ist eine ganze positive Stärkung von Millimeterwellen vorgenommen werden 20 oder negative ZaM; h ist die Höhe einer Umwegkann, ohne das Selbsterregung auftritt. Die Fig. Ib kammer; L ist die Länge einer Periode,
zeigt einen Schnitt A-A der Fig. 1 a. In den Fig. 1 c Durch die unterschiedliche Bemessung der Breite a bis 1 e sind einzelne, gestanzte Bleche gezeigt, aus der Umwegöffnung 12 und der Breite b der Umwegdenen die in Fig. 1 a gezeigte Leitung zusammengesetzt kammer 13 erhält die Umwegleitung zwei Grenzwird. In den Fig. 1 a bis 1 e sind gleiche Teile mit 25 frequenzen und stellt somit eine Bilteranordnung mit gleichen Bezugszeichen versehen. Bandpaßcharakter dar. Um den Kopplungsfaktor
Die in Fig. 1 a gezeigte Hohlleiterumwegleitung ist zwischen Elektronenstrahl und elektromagnetischer aus den charakteristischen Stanzblechen I1 2, 3 so zu- Welle bei Verwendung von Teilwellen w>0 möglichst sammengesetzt, daß in Entladungsrichtung die Reihen- groß zu machen (er ist bei der Kopplung der Hauptfolge der Teile 1, 2, 3 jeweils wiederkehrt. Zwischen 30 welle mit dem Elektronenstrahl am größten), ist es zwei Blechen 1 und 3 wird die Umwegkammer 13 ge- zweckmäßig, die periodische Struktur so auszubilden, bildet. An der Einkoppelstelle befinden sich die Bleche 4, daß die Hauptwelle rückwärts laufend ist. Man hat 5 und 6, die eingangsseitig verlängert sind. An der damit erreicht, daß der Kopplungsfaktor noch verhält-Ausgangsseite sind die gleichen Bleche in umgekehrter nismäßig gut im Verhältnis zu dem Kopplungsfaktor Reihenfolge 6, 5, 4 ebenfalls angeordnet. Der Elek- 35 der Teilwellen mit höherer Ordnungszahl ist. Da nun tronenstrahl, der durch die Pfeile 8 angedeutet ist, in den Fig. 1 a bis 1 e die Umwegöffnung 12 eine kleiwird durch die Öffnungen 7 der einzelnen Querwände neue Breite α als die Breite b der Umwegkammer 13 geschossen. Die elektromagnetische Welle wird ein- hat, ist erreicht worden, daß eine obere Grenzfrequenz gangsseitig, angedeutet durch den Pfeil 9, in die Um- besteht.
wegleitung eingekoppelt und legt einen Weg zurück, 4° In der Fig. 2 ist der Dispersionsverlauf der in den der durch die Umwegpfeile 10 gekennzeichnet ist. Am Fig. 1 a bis 1 e dargestellten Anordnung in der ausAusgang, gekennzeichnet durch den Pfeil 11, tritt die gezogenen Kurve dargestellt. Zum Vergleich ist die verstärkte Weile aus der Umwegleitung aus. Das in gestrichelte Dispersionskurve einer Interdigitalleitung Fig. Ic gezeigte Stanzblech 1 stellt im wesentlichen oder bekannten Hohlleiterumwegleitung gezeichnet, die Querwand der Hohlleiterumwegleitung und die 45 ^ OnK te zd t das Verzögerungsmaß -£- an, auf dazugehörigen Teile des Rechteckhohlleiters dar. In ° ° ν
dem Stanzblechl ist die Umwegöffnung 12 einge- der Abszisse ist die Wellenlänge im Vakuum XO aufstanzt, deren Breite mit α bezeichnet ist. In der Fig. 1 d getragen. Bei der gestrichelten Kurve ist ersichtlich, ist ein weiteres Stanzblech 2 dargestellt, das dem Teil daß die zu dieser Dispersionskurve gehörende Anorddes Rechteckhohlleiters entspricht, das die Umweg- 5° nung gut als Oszillator betrieben werden kann, da die kammer 13 begrenzt. Die Innenbreite ist mit b und die rückwärts laufende Hauptwelle kräftig angeregt wird. Innenhöhe mit h bezeichnet. In der Fig. 1 e ist das Bei Verstärkerbetrieb besteht die Gefahr der Anregung gleiche Stanzblech wie in der Fig. 1 c dargestellt, mit der n = —l Teilwelle. Durch die unterschiedliche Bedem Unterschied, daß bei der Fig. 1 e die Umweg- messung der Umwegöffnung 12 und der Hohlleiter-Öffnung^ unten angebracht ist. Sie hat aber die 55 kammer 13 ergeben sich die Grenzwellenlängen Xa und gleiche Breite a. Xb. Xa ist die untere und Xb die obere Grenzwellen-
Der physikalische Vorgang innerhalb der Verzöge- länge. In dem Bereich c ist bei der dem Verzögerungs-
rungsleitung wird im wesentlichen durch die bei o /c\„ i_j -c-i 1... ι. · j· 1 -*.
,j,- j r 1 j »1 1. 1 . „r , , ■ , . , maß —)E entsprechenden Elektronengeschwindigkeat
Wanderfeldrohren ibekannte Wechselwirkung zwischen \v j ^ ° ö
Elektronenstrahl und elektromagnetischer Welle be- 60 über ein breites Frequenzband Verstärkung erreichbar,
stimmt. Am Eingang 9 wird eine H10-Welle einge- wobei eine Selbsterregung ausgeschlossen ist, da weder
speist. Der elektrische Feldvektor Ez muß mit dem die Hauptwelle noch die n = —\ Teilwelle angeregt
Elektronenstrahl gleiche Richtung haben. Die von der wird. Wie weiter aus der Fig. 2 ersichtlich ist, kann
Umwegleitung geführte Welle tritt in äquidistanten der Abstand zwischen Xa und Xb vergrößert werden,
Zonen (öffnungen 7) in Wechselwirkung mit dem 65 wodurch die Bandbreite der Verzögerungsleitung er-
Elektronenstrahl. Während die in dem ersten Wechsel- weitert wird. Dabei wird aber der Bereich c nicht
wirkungsbereich von der elektrischen Feldkomponente mehr so horizontal verlaufen, wie er in der Fdg. 2
Es der Welle angestoßenen Elektronen durch die dargestellt ist, sondern erhält eine Neigung, die sich
Strahlöffnungen 7 des Bleches nach dem zweiten der Neigung der Geraden ψ —π nähert. Dadurch ent-
Wechselwirkungsraum wandern, läuft die H 10-Welle 70 stehen, wie oben geschildert, die Nachteile der Selbst-
erregung. Wie aber aus der Gleichung der Phasendrehung ψ zu ersehen ist, kann bei der Vergrößerung der Bandbreite der Anordnung der abfallende Verlauf der Dispersionskurve im Bereich c durch die Bemessung der Höhe/t der Umwegkammern kompensiert werden, so daß wieder ein waagerechter Verlauf des Bereiches c erreicht ist. Wie aus der Lauffeldröhrentechnik bekannt ist, wird eine Erhöhung des Verstärkungsfaktors dadurch erreicht, daß der Kopplungsfaktor zwischen Elektronenstrahl und elektromagnetischer Welle erhöht wird. Der Kopplungsfaktor kann z. B. durch Erhöhung des Wellenwiderstandes der Leitung vergrößert werden. Durch die Verkleinerung der Schldtzbreiten α wird der Wellenwiderstand dieser Leitung erhöht. So hat es sich z. B. bei der in der Fig. 1 a dargestellten Anordnung ergeben, daß bei einer Bemessung von a = 0,6 b der Wellenwiderstand verdoppelt wird.
In den Fig. 4 bis 6 sind weitere Abbildungen der Querwände 1 der Fig. 1 a gezeigt. In der Fig. 3 'besitzt die aus gestanztem Blech hergestellte Querwand 21 zum Durchschießen des Elektronenstrahls einen länglichen Schlitz 23, der von dem Teil des Bleches, das die Rechteckhohlleiterwandung ersetzt, bis in die Nähe der Umwegöffnung 22 reicht. Die Umwegöffnung besitzt wieder die Breite a. Bei der Fig. 4 reicht der Schlitz von dem Teil des Stanzbleches 31, das die Rechteckhohlleiterwandung darstellt, bis in die Umwegöffnung 32. Bei Anwendung dieser Querwände 21 und 31 an Stelle der Querwände 1 in der Fig. 1 a wird an dem Aufbau der Verzögerungsleitung nichts geändert. In der Fig. 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für das die Querwände darstellende Blech der Fig. la dargestellt. Das Blech41 ist jetzt so ausgebildet, daß der Schlitz 43 durch zwei Stege 45 und
46 gebildet ist, wobei die Stege durch Ausnehmungen
47 und 48 entstanden sind. Die Umwegöffnung 42 besitzt an der dem Schlitz zugewandten Seite ebenfalls einen Steg 44. Durch die in der Fig. 5 dargestellte Ausbildung der Querwände wird der Kopplungsfaktor durch Herabsetzung des Kapazitätsbelages der Leitung und der Erhöhung des Induktivitätsbelages stark erhöht, wodurch sich eine Vergrößerung des Verstärkungsfaktors ergibt.
Eine weitere Verbesserung der Hohlleiterumwegleitung gemäß der Fig. 1 a wird durch die Anwendung der in der Fig. 6 dargestellten Querwand 51 erreicht. Die Querwand 51 entspricht im wesentlichen der Querwand 41 in Fig. 5 mit dem Unterschied, daß der Steg 44 der Fig. 5 bei der Querwand 51 in Teilstege 54 und 59 unterteilt ist. Die Ausnehmungen neben den Stegen 55 .und 56 sind mit 57 und 58 bezeichnet. Zwischen den Stegen 55 und 56 befindet sich der durchgehende Schlitz 53. Die Umwegöffnung 52 ist entgegen den Ausbildungen nach Fig. 1 c, 1 e und 3 bis 5 nicht mehr α breit, .sondern ebenso groß wie die Kammerbreite b bemessen. Vorteilhaft ist es, wenn die
Länge der Teilstege 54 und 59 kleiner als — der eingespeisten elektromagnetischen Welle ist. Durch die Maßnahme der Einfügung der Ausnehmungen 57, 58 und der speziellen Bemessung der Teilstege 54 und 59 wird die Kapazität der Hohlleitung vermindert und die Induktivität, insbesondere durch die Bemessung der Teilstege, vergrößert. Dadurch ergibt sich eine rückwärts laufende Hauptwelle, eine große Bandbreite zu Verstärkungszwecken und eine Erhöhung des Wellenwiderstandes, der wesentlich mit zur Erhöhung des Verstärkungsfaktors beiträgt. Der Wellenwiderstand kann noch weiter erhöht werden, wenn das Verhältnis der Länge der Teilstege 54 und 59 zu der Länge der Stege 55 und 56 kleiner als 1 ist.
Eine weitere Ausbildung des die Querwand enthaltenden Bleches 71 ist in Fig. 7 dargestellt. Zwischen den beiden Ausnehmungen 77 und 78 befindet sich nur ein Steg 76, der für den Elektronenstrahl eine öffnung 73 besitzt. Die Teilstege 74 und 79, die die Umwegöffnung 72 begrenzen, sind durch den Steg 76 verbunden. Die öffnung 73 für den Elektronenstrahl kann auch weggelassen werden. Der Steg 76 ist dann glatt durchgehend auszubilden. Zur Kopplung des Elektronenstrahls mit der elektromagnetischen Welle sind dann zwei Flachstrahlen beiderseits des Steges 76 vorzusehen.
Bei der Verwendung von kleinsten Verzögerungsstrukturen für Millimeterwellen ist es vorteilhaft, die in den Fig. 5 bis 7 dargestellten Querwände nicht aus einem Stück zu stanzen, sondern lediglich den in Fig. Id dargestellten Rahmen aus Blech herzustellen und die in den Fig. 5 bis 7 erläuterten Stege 44 bis 46, 54 bis 56, 59, 74, 76 und 79 durch Aufwickeln dünner Drähte anzuordnen. Die Stege 45, 46, 55, 56 und 76 können dabei über die Umwegöffnungen 42, 52 und 72 bis zum Rahmen gehen, ohne die elektrischen Eigenschaften der Strukturen wesentlich zu verändern.
Die in der Fig. 1 a gezeigte Anordnung stellt eine wärmetechnisch vorteilhafte Ausführungsform der Verzögerungsleitung dar, die eine große Wärmekapazität und eine stabile Struktur besitzt. Außerdem kann sie durch die Anwendung gestanzter Bleche leicht hergestellt werden und ermöglicht es, die Toleranzen, die gerade bei Millimeterwellen sehr eng bemessen sind, einzuhalten. Es ist aber auch möglich, den Erfmdungsgedanken bei anderen Ausführungsformen anzuwenden. Es ist z. B. in Fig. 8 eine Ausführungsform gezeigt, die im wesentlichen eine Hälfte der Hohlleiterumwegleitung nach Fig. 1 a darstellt, bei der die Querwände nach der Fig. 6 verwendet sind.
Die in der Fig. 8 gezeigte Anordnung kann man sich dadurch hergestellt denken, daß man die Anordnung der Fig. 1 a, bei der die Querwände der Fig. 6 eingesetzt sind, in der durch den Elektronenstrahl und durch die Schlitze 53 bestimmten Ebene geteilt denkt. Bei der Anordnung der Fig. 8 wird der Elektronenstrahl 68 über die Stege 64 der hintereinander angeordneten Bleche 62 und 63 geschossen. Die elektromagnetische Welle wird am Eingang 65 eingespeist und legt die durch die Pfeile 69 gekennzeichneten Umwege zurück. Zwischen den Blechen 62 und 63 ist das Distanzblech 61 angeordnet, das der halben Rechteckhohlleiterwandung entspricht. Zur weiteren Erhöhung des Kopplungsfaktor« zwischen Elektronenstrahl 68 und der verzögerten elektromagnetischen Welle können die Stege 64 in Elektronenstrahlriühtung öffnungen aufweisen, durch die der Elektronenstrahl 68 hindurchgeschossen wird. Die Anordnung der Fig. 8 hat im wesentlichen dieselben Vorteile wie die in den vorangehenden Ausführungsformen.
Die 'dargestellten Anordnungen können genausogut zur Erzeugung elektromagnetischer Wellen im Millimetergebiet verwendet werden, wenn die Elektronengeschwindigkeit so bemessen ist, daß die rückwärts laufende Hauptwelle mit dem Elektronenstrahl gekoppelt wird.
Der Erfmdungsgedanke bezieht sich nicht allein auf die in den Figuren dargestellten Aus f uhr ungs formen, sondern kann überall dort vorteilhaft angewendet werden, wenn es sich darum handelt, mit einer Um-
1 Q86
weghohlleiteranordmmg Milimeterwellen zu verstärken oder zu erzeugen. Es ist auch möglich, die Bemessungsvorschrift α <C b umzukehren

Claims (12)

Patentansprüche:
1. Lauffeldröhre mit einem gefalteten Hohlleiter als Verzögerungsleitung, die aus einem im wesentlichen geschlossenen und such in Elektronenstrahlrichtung erstreckenden Hohlkörper mit rechteckförmigem Querschnitt besteht, in dem in Elektronenstrahlrichtung in gleichem Abstand Querwände eingesetzt sind, die jede für sich nur ■eine Umwegöffnung abwechselnd an gegenüberliegenden Seiten des Hohlkörpers besitzen, so daß in dem Hohlleiterkörper ein gefalteter Hohlleiter ■entsteht, bei dem die ^-Komponente des elektrischen Feldes in Ausbreitungsrichtung in aufeinanderfolgenden, durch die Querwände gebildeten Umwegkammern räumlich um 180° gedreht wird, und bei der die Querwände öffnungen zum Durchschießen der Elektronen des Elektronenstrahls besitzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Umwegöffnungsbreite (a) in den Querwänden kleiner ist als die Breite (&) der Umwegkammern und daß die Höhe {h) der Umwegkammern so den Breiten der Umwegöffnungen und der Umwegkammern angepaßt ist, daß die Dispersion der vorwärts laufenden ersten Teilwelle klein ist.
2. Lauffeldröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen in den Querwänden zum Durchschießen des Elektronenstrahls als rechteckige Schlitze ausgebildet sind.
3. Lauffeldröhre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze von der Rechteckhohlleiterwandung bis in die Nähe der Umwegöffnung reichen.
4. Lauffeldröhre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze von der Rechteckhohlleiterwandung bis in die Umwegöffnung reichen.
5. Lauffeldröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querwände im wesentlichen aus einem die Umwegöffnung begrenzenden Steg und zwei den zum Durchschießen des Elektronenstrahls vorgesehenen Schlitz begrenzenden Stegen, die von der Hohlleiterwandung bis zum Steg der Umwegöffnung reichen, gebildet sind.
6. Lauffeldröhre nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die den Schlitz begrenzenden Stege zu einem Steg vereinigt sind und der Elektronenstrahl in Form zweier Flachstrahlen beiderseits des Steges vorbeigeführt ist.
7. Lauffeldröhre nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der die Umwegöffnung begrenzende Steg durch den Schlitz in zwei gleich lange Teilstege unterbrochen ist.
8. Lauffeldröhre nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge eines Teilsteges
kleiner als — ist.
4
9. Lauffeldröhre nach Anspruch 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Länge der Teilstege zu der Länge der (des) Stege(s) kleiner als 1 ist.
10. Lauffeldröhre nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 und 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Verzögerungsleitung eine Hälfte der Hohlleiterumwegleitung verwendet ist, die in der durch den Elektronenstrahl und durch den Schlitz bestimmten Ebene geteilt ist.
11. Lauffeldröhre nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlleiterumwegleitung aus zwei Arten von gestanzten Blechen zusammengesetzt ist, die verschiedene Öffnungen bzw. Durchbrechungen aufweisen.
12. Lauffeldröhre nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Art von gestanzten Blechen der Querwand und dem dazugehörigen Teil des Rechteckhohlleiters und die andere Art von gestanzten Blechen dem Teil des Rechteckhohlleiters, der die Umwegkammer begrenzt, entspricht.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 841 766, 853 011;
schweizerische Patentschriften Nr. 275 950,298 283; französische Patentschriften Nr. 861 404, 1 006 336, 018 906.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©009 569/308 7.60
DES53255A 1957-04-25 1957-04-25 Lauffeldroehre mit einem gefalteten Hohlleiter als Verzoegerungsleitung Pending DE1086301B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES53255A DE1086301B (de) 1957-04-25 1957-04-25 Lauffeldroehre mit einem gefalteten Hohlleiter als Verzoegerungsleitung
FR1194903D FR1194903A (fr) 1957-04-25 1958-04-19 Tube à propagation de champ ralentisseur d'onde

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