DE851320C - Einrichtung zur Beheizung von Wehrkanten - Google Patents
Einrichtung zur Beheizung von WehrkantenInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Description
- Einrichtung zur Beheizung von Wehrkanten Bei Wehranlagen besteht die Gefahr, .daß die beweglichen Teile (Walzen, Schwitzen usw.) im Winter festfrieren. Es ist dann eine Regulierung nicht mehr möglich, was unter Umständen eine große betriebliche Behinderung bedeutet. Es .gibt Einrichtungen, um die Kanten und Dichtungsleisten so zu beheizen, daß eine Eisbildung unmöglich wird, und zwar benützen die seither üblichen elektrischen Heizungen meist die Dichtungsschiene als Leiter für einen Strom von großer Stromstärke. Der Größe das Widerstands der Schiene entsprechend wird eine bestimmte Wärmemenge erzeugt. Der iBau dieser Heizungen stößt wegen der Beschaffung der dazu notwendigen Kupfermengen auf gewisse Schwierigkeiten und ist sehr teuer im Betrieb.
- Nach der Erfindung sind die Wehrkanten, Dichtungsschienen od. dgl. als Hohlkörper ausgebildet, und die zur Verhütung der Eisbildung notwendige Wärmemenge wird mit einem Lufterhitzer einem Luftstrom mitgeteilt, der mit einem Ventilator durch die Schiene gepumpt wird. Es ergeben sich durch diese Anordnung folgende Vorteile gegenüber anderen Wärmeträgern.
- Bei Wasser besteht Frostgefahr bei Betriebsunterbrechung, bei Sole besteht Korrosionsgefahr und bei 01 die Gefahr der Zerstörung des Betons bei Undichtheiten. Außerdem ist 01 Sparstoff, ebenso wie Glycerin.
- ,Bei Verwendung von Dichtungsschienen mit eingeschweißten Stegen erfolgt außerdem noch eine willkommene Versteifung dieser Schiene.
- Die Anordnung kann auch zur Beheizung breiter Flächen angewandt werden. Hierbei geht der erhitzte Luftstrom nicht durch die Dichtungsschiene, sondern durch ein an der zu beheizenden Fläche angeordnetes Rohrsystem oder durch Kanäle, die an der zu beheizenden Fläche durch eingeschweißte Stege gebildet werden.
- Die Temperatur, auf die sich die Luft bei Annahme einer bestimmten zuzuführenden Wärmemenge erhitzt, ist abhängig von der sich einstellenden Wärmeübergangszahl und damit von der gewählten Luftgeschwindigkeit.
- In den Zeichnungen sind einige Ausführungsformen der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen Abb. i und 2 eine sehematieche Darstellung einer Warmluftheizanlage, Abb. 3 eine Schützenwehranlage im Schnitt, Abb. 4 Teilschnitt einer Schützenwehranlage, Abb. 5 einen Schnitt eines Klapperwehrs, Abb. 6 einen Querschnitt der Abb. 7, Abb. 7 Teilschnitte einer DoppelschÜtzenwehranlage.
- In Abb. i und 2 ist mit i die zu beheizende Schiene bezeichnet, die durch Einschweißen der Stege 2 mit zwei Kaniäden versehen ist. ARn Ende 3 ist der mittlere Steg derart verkürzt, daß die Luft in die seitliche Rückströmkammer Übertreten .kann. Der Luftstrom wird mit dem Ventilator 4 durch einen Lufterhitzer 5 :gedrückt und der Schiene zugeführt. Durch die Leitung 6 saugt der Ventilator die Abluftwieder an. Durch diesen Umlaufbetrieb werden lästige Kondensationserscheinungen vermieden.
- Eine Wehranlage mit zwei Schützen ist in Abb. 3 dargestellt. Der linke Verschluß 7° ruht auf zwei Armierungen 8, die z. B. nach Abb. 2 Hohlräume enthalten, durch die warme Luft gepumpt wird. Der rechte Verschluß 7b ruht auf Rollen g. Die Dichtung wird durch ein Schild io bewirkt, das am Ende einen Dichtungsbalken i i .trägt, der auf der Armierung 12 schleift. Auch diese .Armierung ist mit Hohlräumen versehen, durch die erhitzte Luft geblasen wird. In A'bb. 4 ist diese Dichtung vergrößert dargestellt. Die Abb. 5 und 6 lassen erkennen, wie bei einem Klappenwehr 13, das bekanntlich bei 14 drehbar ist und eine Sohlendichtung 15 aufweist, die seitliche Dichtungswand 16 als Hohlkörper ausgebildet ist. Hier befindet sich hinter der eisernen Vorderwand ein schmaler Raum, der durch Stege 17 in mehrere Kanäle unterteilt ist, durch welche die im Heizkörper 5 erhitzte Luft mit einem Ventilator 4 gepumpt wird.
- Steht zum Antrieb der Luftpumpe (Ventilator oder Kapselpumpe) nur elektrische. Energie zur Verfügung, so kommt für die iErwärmung der Luft zweckmäßi.gerweise nur ein elektrischer Winderhitzer in Anwendung. Die Zuführung der Luft erfolgt bei allen Ausführungen stets .durch isolierte Rohrleitungen.
- Außer den obererwähnten Fällen, in denen die zu beheizenden Armierungen fest mit dem Bauwerk verbunden sind, kann auch der Fall auftreten, daß die Dichtungsstelle zwischen :zwei beweglichen Schützen 18 und i9 eisfrei gehalten werden soll. In der Skizze ist ein Schnitt durch die Oberschütze i8 und die Unterschütze i9 dargestellt. Die Luftkanäle 20 sind hier durch eine vornehmlich im Winter anzubringende Konstruktion am besten aus Holz gebildet, .die im Sommer wieder abgenommen werden kann. An den Luftkanälen sitzt die Dichtungsleiste 21. Es kann unter Umständen die Gefahr entstehen, daß der Hohlraum, durch den die :Luft gepumpt wird, bei Nichtgebrauch der .Anlage feucht wird und dadurch ;Anrostungen entstehen, die das Bauwerk im Laufe -der :Zeit beschädigen. Es ist nun möglich, durch Einbau einer Trockenpatrone (z. B. Chlorcalcium) an irgendeiner Stelle der Rohrleitung die Luft trocken zu halten und das @Schwitzen der Leitung wirksam zu verhindern. Da ein Zutritt neuer Luft nur beim Abstellen eintritt (durch die Albkühlung des Luftinhalts), kann mit einer praktisch unbegrenzten Lebensdauer der Trockenpatrone gerechnet werden.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Verhindern des Festfrierens der beweglichen Teile von Wehranlagen, bestehend aus beheizten Wehrkanten, Dichtungsleisten od. dgl., dadurch .gekennzeichnet, daß durch hohl ausgebildete Kanten, Leisten, Flächen od. dgl. ein warmer Luftstrom geführt wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Warmluft im Kreislauf umgewälzt wird.
- 3. Vorrichtung nach .Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Dichtungsleisten od. dgl. an Warmluftkanäle angesetzt sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Schützen auf mit Hohlräumen bzw. Kanälen ausgestalteten Armierungen geführt sind, durch welche die Warmluft strömt.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit Rollenführungen versehene Schützen mit .besonderen Dichtungsleisten auf in den Warmluftstrom eingeschalteten hohlen Schienen schleifen.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungswandungen von Klappen-, Walzenwehren od. dgl. hohl ausgebildet und gegebenenfalls durch Stege in mehrere Umleitungskanäle unterteilt sind.
- 7. Vorrichtung nach ,Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Trockenhaltung der Warmluft und Verhinderung des Schwitzens der Warmluftleitungen an einer oder mehreren Stellen derselben Trockenpatronen, z. B. mit Chlorealciumfüllung od. dgl., eingesetzt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM1645D DE851320C (de) | 1943-07-18 | 1943-07-18 | Einrichtung zur Beheizung von Wehrkanten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM1645D DE851320C (de) | 1943-07-18 | 1943-07-18 | Einrichtung zur Beheizung von Wehrkanten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE851320C true DE851320C (de) | 1952-10-02 |
Family
ID=7291330
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM1645D Expired DE851320C (de) | 1943-07-18 | 1943-07-18 | Einrichtung zur Beheizung von Wehrkanten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE851320C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE977667C (de) * | 1954-09-12 | 1968-03-14 | Ernst Dipl-Ing Rosenkranz | Regelbare Heizvorrichtung zum Schutz gegen Vereisen der Flaechen von Schleusentoren oder einem Wasserstand ausgesetzten Hallentoren |
-
1943
- 1943-07-18 DE DEM1645D patent/DE851320C/de not_active Expired
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
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