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DE859891C - Verfahren zum Zerlegen von organischen Stoffgemischen - Google Patents

Verfahren zum Zerlegen von organischen Stoffgemischen

Info

Publication number
DE859891C
DE859891C DEB8046A DEB0008046A DE859891C DE 859891 C DE859891 C DE 859891C DE B8046 A DEB8046 A DE B8046A DE B0008046 A DEB0008046 A DE B0008046A DE 859891 C DE859891 C DE 859891C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compounds
thiourea
mixtures
urea
addition
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB8046A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Dr Schlenk
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB8046A priority Critical patent/DE859891C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE859891C publication Critical patent/DE859891C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62DCHEMICAL MEANS FOR EXTINGUISHING FIRES OR FOR COMBATING OR PROTECTING AGAINST HARMFUL CHEMICAL AGENTS; CHEMICAL MATERIALS FOR USE IN BREATHING APPARATUS
    • A62D2101/00Harmful chemical substances made harmless, or less harmful, by effecting chemical change
    • A62D2101/20Organic substances

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Zerlegen von organischen Stoffgemischen, Im Patent 856 296 wird ein Verfahren beschrieben, das es ermöglicht, Gemische aus Kohlenwasserstoffen oder Kohlenwasserstoffderivaten mit verzweigten Kohlenstoffketten und bzw. oder cycloaliphatischen Verbindungen einerseits und geradkettigen aliphatischen Kohlenwasserstoffen oder aromatischen Verbindungen ohne verzweigte oder cycloahphatische Seitengruppen anderseits in einzelne Bestandteile zu zerlegen. Man bedient sich dabei der Eigenart des Thioharnstoffs, mit den erstgenannten Kohlenstoffverbindungen feste Additionsverbindungen zu bilden. Es wtlrde nun gefunden, daß die Zerlegung der erwähnten Gemische noch vollkommener durchgeführt werden kann, wenn man die Gemische mit Thioharnstoff und anschließend die von festen Additionsprodukten befreite Flüssigkeit mit Harnstoff behandelt und diese Behandlung gegebenenfalls wiederholt. Die Reihenfolge der Anwendung von Harnstoff und Thioharnstoff kann auch umgekehrt sein.
  • Bei dem Verfahren nach dem Patent 856 296 kann man wohl auch durch wiederholtes Behandeln mit Thioharnstoff eine weitgehende Abtrennung einzelner Kohlenstoffverbindungen erzielen. Nach einer - Anreicherung der mit Thiohamstoff nicht reagierenden Stoffe bis zu einem gewissen Grad bilden sich jedoch die Additionsverbindungen schwerer, und es gelingt dann nicht in allen Fällen, diese Stoffe restlos abzuscheiden. Behandelt man nun ein solches von den Thioharnstoffadditionsverbindunger, befreites Gemisch, das Verbindungen enthält, die mit Hamstoff Additionsverbindungen bilden (s. Liebigs Annalen der Chemie, Bd. 565, S. 2o4), mit Harnstoff, so.bilden sich aus diesen Verbindungen Additionsverbindungen, nach deren Abtrennung aus dem Gemisch eine Anreicherung an den Kohlenstoffverbindungen erfolgt ist, die mit Thioharnstoff Additionsverbindungen bilden. Gibt man nun erneut Thioharnstoff zu, so kann man nochmals einen erheblichen Teil der letztgenannten Verbindungen aus dem Gemisch entfernen, da sich jetzt wieder leicht Additionsverbindungen bilden. Das gleiche gilt entsprechend, wenn die Behandlung mit Hamstoff begonnen wird.
  • Die Behandlung wird in stetigem Wechsel von Harnstoff und Thioharnstoff so lange fortgesetzt, bis die einzelnen Stoffe mit der gewünschten Vollständigkeit abgeschieden sind. Dabei kann es zweckmäßig sein, in der zweiten und bzw. oder in weiteren Stufen jeweils nur mit so viel Harnstoff- oder Thioharnstoffzusatz zu arbeiten, daß die Zusammensetzung des Gemisches nach Abtrennung der Additionsverbindungen wieder der der Ausgangsmischung entspricht, und, um das Flüssigkeitsvolumen in der Apparatur gleichzuhalten, eine solche Menge frisches Ausgangsgemisch zuzusetzen, wie den -in Form von Additionsverbindungen abgetrennten Stoffen entspricht. Beispiel Ein Gemisch, das neben 66 0/, Isooktan 34 % n-Heptan enthält, wird mit gepulvertem, mit Methylalkohol durchfeuchtetem Harnstoff geschüttelt. Nach-Abtrennung der entstandenen Harnstoffadditionsverbindungen erhält man ein Gemisch, das neben 8o 0/, Isooktan 2o 0/, n-Heptan enthält. Dieses Gemisch behandelt -man nun gemäß Hauptpatent mit Thioharnstoff. Man verwendet so viel davon, daß nach Abtrennung der Isooktanadditionsverbindungen das Gemisch wieder etwa 66 0/, Isooktan neben etwa 34 0/, n-Heptan enthält. Dieses wird dann entweder zusammen mit frischem Ausgangsgemisch oder für sich mit Harnstoff behandelt, wodurch der Heptangehalt wieder verringert wird. Die Behandlung wird mehrmals wiederholt, Als Endprodukte erhält man reines n-Heptan (iz#,1 = 1:,38774; d',' = o,6838; Kp7" = 98') und hochprozentiges Isooktan, dessen Brechungsindex (nw, = 1,39125) und spezifisches Gewicht (d-" = o,6913) anzeigen, daß nur etwa 5 0/, n-Heptan beigemengt sind.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE-. i. Verfahren zum Zerlegen von organischen Stoffgemischen, die neben Kohlenwasserstoffen oder Kohlenwasserstoffderivaten mit verzweigten Kohlenstoffketten und bzw. oder cycloaliphatiKhen Verbindungen geradkettige aliphatische Kohlenwasserstoffe oder aromatische Verbindungen ohne verzweigte oder cycloaliphatische Seitengruppen enthalten, nach Patent 856296, dadurch gekennzeichnet, daß man die Gemische mit Thioharnstoff und anschließend mit Harnstoff oder umgekehrt behandelt und zwischen den Behandlungsstufen die Additionsverbindungen abtrennt, die dann in ihre Komponenten zerlegt werden.
  2. 2. Verfähren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, -daß man in der zweiten und bzw. oder weiteren Stufen durch die Behandlung mit Harnstoff oder Thioharnstoff jeweils nur eine solche Menge Additionsverbindungen herstellt, daß nach deren Abtrennung das Gemisch etwa wieder die Zusammensetzung des Ausgangsgemisches hat.
DEB8046A 1950-07-08 1950-07-08 Verfahren zum Zerlegen von organischen Stoffgemischen Expired DE859891C (de)

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DE859891C true DE859891C (de) 1952-12-18

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR961883A (de) * 1947-02-21 1950-05-24

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR961883A (de) * 1947-02-21 1950-05-24

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