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DE859454C - Verfahren zur Herstellung von Wasch-, Schaum-, Reinigungs-, Netz- und Dispergiermitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wasch-, Schaum-, Reinigungs-, Netz- und Dispergiermitteln

Info

Publication number
DE859454C
DE859454C DEH2943D DEH0002943D DE859454C DE 859454 C DE859454 C DE 859454C DE H2943 D DEH2943 D DE H2943D DE H0002943 D DEH0002943 D DE H0002943D DE 859454 C DE859454 C DE 859454C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
agents
compounds
dispersants
detergents
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH2943D
Other languages
English (en)
Inventor
Rene Hirth
Ludwig Dr Mannes
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel AG and Co KGaA filed Critical Henkel AG and Co KGaA
Priority to DEH2943D priority Critical patent/DE859454C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE859454C publication Critical patent/DE859454C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren- zur Herstellung von Wasch-, Schaum-, Reinigungs-r ' Netz- und Dispergiermitteln Es wurde gefunden; daß man ausgezeichnete Wasch-, Schaum-, Reini.gungs-, Netz- und Ditspergiermi.ttel erhält, wenn män reaktionsfähige Hydroxylgruppen oder Estergruppen nicht -enthaltende organische Verbindungen mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen, die aliphatische oder eycloaliphati.sche Doppelbindungen zwischen ä Kohlen.-stoffatomen (besitzen, zusammen mit mindestens zwei Hydroxylgruppen tragenden aliphatischen oder cycloaliphatischen Verbindungen oder solchen, die -befähigt sind, unter. den Reaktionsbedingungen in mehrwertige Hydroxylvenbindungen überzu-
    gehen, nütsulfonierend wirkenden Mitteln be-
    handelt und,die Sulfonierumg,sprodukte iri üblicher
    Weise neutralisiert. _ _
    Die als Ausgangsstoffe des Verfahrens dienen-:
    den, reaktionsfähige Hy dzoxylgruppen öder- Ester.-
    grüppen .nicht enthaltenden organischen Verbin-
    dangen mit mindestens- 6 Kohlenstoffatomen, die
    aliphatische oder cycloalipbatisohe Doppelbindun-
    gen zwischen 2 Kohlernstoffatomen besitzen, können
    reine Kohlenwasiserstoffedarstellen. -Solche sind
    beispielsweise Hexen, Isoocten, Decen, Dödecen,
    Octodecen, Cyclohexen, Styrol u. dbl. Die unge-
    sättigten Kohlenwasserstoffe können beispielsweise aus natürlichen Erdöldestillaten oder aus den sogenannten Di°selölanteilen der Kohlenoxydhvdri-erung stammen oder auch durch Kracken gesättigter Kohlenwasserstoffe, durch Dehydratisierung von Alkoholen und anderen sauerstoffhaltigen N eutraIverbindungen, durch Dehydrahalogenierung von Halogenkohlenwasserstoffen und durch andere in der Technik übliche Verfahren erhalten worden sein.
  • Ebenso sind aliphatische oder cycloaliphatische Doppelbindungen zwischen a Kohlenstoffatomen enthaltende organische Verbindungen brauchbar, die außer hohlenstoffatomen Heteroatome, z. B. Halogen-, 'Schwefel-, Sauerstoff- und Stickstoffatome, enthalten. Die Doppelbindung in den aliphatischen Ketten kann sich sowohl am Ende der Katten als auch an beliebigen anderen Stellen derselben befinden.
  • Man kann auch mehrfach ungesättigte organische Verbindungen der genannten Art verwenden. Man kann auch statt der reinen ungesättigten Verbindungen Gemische -derselben miteinander und mit anderen Verbindungen, z. B. gesättigten Kohlenw-asserstoffen, anwenden.
  • Zusammen mit den genannten ungesättigten Verbnidungen werden mindestens zwei Hydroxylgruppen tragende aliphatische oder cycloaliphatische Verbindungen als Ausgangsstoffe des Verfahrens verwendet. Solche Verbindungen sind z. B. Äthylenglykol, PropyIenglykol, Butylen.glykol und Amylenglyltol sowie die .entsprechenden Polvglykoläther, ferner Glycerin und seine Polymeren, Trioxybutan, Tri- und Tetraoxypentan, Arabit, Kylit, Sorbit, Mannit, Inosit, Cyclohexandiole, beispielsweise Chinit, Di- und Polyoxyverbindun-5en des Tetra- und Dekahydronaphthalins u. dgl.
  • Die genannten Hydroxylverbindungen können beispielsweise außer durch Äthergruppen durch Aldehyd-, Keto-, Carbonsäure- oder Carbonsäureestergruppen sowie durch andere Heteroatome, wie Halogen-, Schwefel- oder Stickstoffatome, substituiert sein.
  • Statt der mindestens zwei Hydroxylgruppen tragenden aliphatischen und cycloaliphatisch,en Verbindungen können mit Vorteil solche Verbindungen angewendet werden, die befähigt sind, unter den Bedingungen der Sulfonierung in mehrwertige Hydroxylv erbindungen überzugehen. Solche sind z. B. Furan und seine Derivate und Hydrierungsprodukte, wie Tetrahydrofurfurylalkohol, ferner Äthylenoxyd, Glycid, Epichlorhydrin, Zucker verschiedenster Art, Pyranderivate u. a. m.
  • Die Sulfonierung der genannten Gemische wird mit Sulfonierungsmitteln üblicher Art, wie konzentrierter Schwefelsäure, Schwefelsäuremonohydrat, Schwefeltrioxyd, Chlorsulfonsäure, rauchender Schwefelsäure mit verschiedenstem Schwefeltrioxydgehalt, Am@idosulfonsäure, Anlagerungsprodukten des Schwefeltrioxyds an Äther und organischen Basen u. dgl., durchgeführt. Sie kann auch in Gegenwart von Lösungs- und/oder Verdünnungsmitteln, wie gesättigten ali,p:hatischen Kohlenwasserstoffen und Halogenkohlenwasserstoffen, Äthern, aromatischen Ko,hlenwasserstoffen u. a. m., erfolgen.
  • Die Menge der Sulfonierungsmittel sowie der übrigen Reaktionsteilnehmer kann in weiten Grenzen schwanken. So kann die Sulfonierung z. B. sowohl mit molaren. Mengen Sulfonierungsmittel durchgeführt werden, als auch mit einem LTberschuß desselben erfolgen. Ebenso gilt dies für die ungesättigten und Hydroxylverbindungen; doch etrrpfiehlt es sich, einen überschuß der ersteren anzuwenden.
  • Im allgemeinen läßt man das Sulfonierungsmittel auf das Gemisch der anderen Komponenten einwirken, doch kann es unter Umständen zweckmäßig sein, zunächst eine kleine Menge des ersteren eine Zeitlang einwirken zu lassen und dann erst die Hauptmenge .desselben zuzugeben. DieReaktion kann sowohl .bei niederen Temperaturen, z. B. bei -5 bis +io°, bei mittleren Temperaturen, z. B. 10 -bis 4o°, als auch bei Temperaturen zwischen 40 und ioo° durchgeführt werden. Dies richtet sich ebenso wie die Reaktionsdauer nach der Menge und Art der Reaktionskomponenten und gegebenenfalls der Verdünnungsmittel.
  • Nach beendeter Sulfonierung «-ird in üblicher Weise .mit Hydroxyden oder Carbonaten der . Alkalien oder mit organischen Basen neutralisiert.
  • Gegebenenfalls kann man die neutralisierten Produkte durch Ausziehen oder Umkristallisieren mit bzw. in. geeigneten Lösungsmitteln von unsulfonierten und anorganischen Anteilen befreien.
  • Die nach -dem Verfahren erhältlichen farblosen öder doch nur leicht gefärbten Erzeugnisse sind klar in Wasser löslich und stellen kapillaraktive Stoffe von .hervorragenden Wasch-, Reinigungs-,. Schaum-, Netz- und Dispergierwirkungen dar, die in ihrer Wirkung Seife nicht nur ersetzen, sondern übertreffen, zumal sie hervorragende Kalk-, Alkali- und Säurebeständigkeit aufweisen. Aber auch anderen Sulfonierungspro-dukten, z. B. denen von Olefinen allein, sind sie nicht nur in Schaumvermögen und Schaumbeständigkeit, :sondern auch in ihrer Säure- und Alkalibeständigkeit klar überlegen. Man kann sie vorteilhaft als Hilfsmittel in der Textil-, Leder- und Papierindustrie, z. B. beim Waschen und Färben, zur Herstellung von pharmazeutischen und kosmetischen Zubereitungen sowie Schädlingsbekämpfungsmitteln und zur Her-Stellung von Dispersionen überall dort verwenden, wo man kapillaraktive Stoffe benötigt.
  • Es ist bereits bekanntgeworden, Fettsäuren, Fettalkohole und ihre Ester mit i, q.-Butylenoxydverbindungen in Gegenwart sulfonierend wirkender Mittel umzusetzen. Diese Verbindungen enthalten reaktionsfähige Hydroxylgrüppen oder -deren Ester. Demgegenüber werden bei der -vorliegenden Erfindung Olefine benutzt, die keine reaktionsfähigen Hydroxylgruppen aufweisen.
  • Beispiele i. Zu einem Gemisch von 115 Gewichtsteilen Glycerin und 2io Gewichtsteilen Dodecen-(i) läßt man unter Rühren 63o Gewichtsteile Schwefelsäuremonohydrat zufließen, wobei man durch Kühlung die Temperatur nur bis 40° ansteigen läßt. Dann wird noch 2 Stunden bei 5o° nachgerührt. Das in Wasser leicht lösliche Sulfonierungsgemisch wird darauf mit Natronlauge neutralisiert und durch Zerstäuben in ein trockenes, gut schüttfähiges Pulver übergeführt, dessen wäßrige Lösung hervorragende Wascheigenschaften besitzt.
  • 2. In ein Gemisch von 415 Gewichtsteilen Dodecen-(1) und 255 Gewichtsteilen Tetrahydrofurfurylalkohol werden unter starkem Rühren bei ungefähr 25° 225o Gewichtsteile Schwefelsäure-,monohydrat allmählich eingetragen, worauf noch 3 Stunden bei 5o bis 6o° nachgerührt wird. Mit Natronlauge neutralisiert und durch Zerstäuben getrocknet, erhält man ein farbloses Pulver, dessen wäßrige Lösung stark schäumt und einen Schaum von großer Beständigkeit gibt.
  • 3. Zu 51 Gewichtsteilen Tetrahydrofurfurylalkohol und 21o Gewichtsteilen eines Olefin-Paraffin-Gemisches mit 1o bis 2o C-Atomen, das durch C O-Hydrierung gewonnen wurde und etwa 43 % ungesättigte Kohlenwasserstoffe enthält, läßt man unter Rühren 3oo Gewichtsteile Chlorsulfonsäure zufließen. Bei schwacher Kühlung steigt die Temperatur bis etwa 5o°. Es wird 3 Stunden bei 65° nachgerührt. Das Sulfonierungsgemisch wird dann mit Eiswasser verdünnt, wobei sich nach einigem Stehen rund 85 % der nicht in Reaktion getretenen Paraffinkohlenwasserstoffe als ölige Schicht abscnei-den, die durch Zentrifugieren abgetrennt werden. Die wäßrige .schwefelsaure Lösung wird mit Natronlauge neutralisiert und durch Zerstäuben entwässert. Es entsteht ein farbloses Pulver mit hervorragenden Schaumeigenschaften.
  • 4. Zu 3o Gewichtsteilen einer Fraktion von gekracktem Petroleum, die etwa 45 0% Olefine enthält und von Zoo bis 300° siedet, und 8 Gewichtsteilen Glykol läßt man 2o Gewichtsteile rauchende Schwefelsäure (S03-Gehalt etwa :2o %) unter Rühren zufließen und trennt nach 2stündigem Nachruhren bei 75° die nicht umgesetzten Kohlenwasserstoffe, wie in obigem Beispiel beschrieben, ab. Nach Neutralisieren der blanken wäßrigen Lösung mit Natronlauge erhält man durch Zerstäubungstrocknung ein farbloses schüttfähiges Pulver, das als Wasch- oder Emulgiermittel Verwendung finden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Wasch-, Schaum-, Reinigungs-, Netz- und Dispergiermitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man reaktionsfähige Hydroxylgruppen oder Estergruppen nicht enthaltende organische Verbindungen mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen, die aliphatische oder cycloaliphatische Doppelbindungen zwischen zwei Kohlenstoffatomen besitzen, zusammen mit mindestens zwei Hydroxylgruppen tragenden aliphatischen oder cycloaliphatischen- Verbindungen oder solchen, die befähigt sind, unter den Reaktionsbedingungen in mehrwertige Hydroxylverbindungen überzugehen, mit sulfonierend wirkenden Mitteln behandelt und die Sulfonierungsprodukte in üblicher Weise neutralisiert. Angezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 863 o18.
DEH2943D 1943-10-08 1943-10-08 Verfahren zur Herstellung von Wasch-, Schaum-, Reinigungs-, Netz- und Dispergiermitteln Expired DE859454C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH2943D DE859454C (de) 1943-10-08 1943-10-08 Verfahren zur Herstellung von Wasch-, Schaum-, Reinigungs-, Netz- und Dispergiermitteln

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DEH2943D DE859454C (de) 1943-10-08 1943-10-08 Verfahren zur Herstellung von Wasch-, Schaum-, Reinigungs-, Netz- und Dispergiermitteln

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE859454C true DE859454C (de) 1952-12-15

Family

ID=7143334

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DEH2943D Expired DE859454C (de) 1943-10-08 1943-10-08 Verfahren zur Herstellung von Wasch-, Schaum-, Reinigungs-, Netz- und Dispergiermitteln

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DE (1) DE859454C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR863018A (fr) * 1939-02-11 1941-03-21 Colgate Palmolive Peet Co Composé détersif et son procédé de fabrication

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR863018A (fr) * 1939-02-11 1941-03-21 Colgate Palmolive Peet Co Composé détersif et son procédé de fabrication

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