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Patronenmagazin für automatische Feuerwaffen Die Erfindung bezieht
sich auf ein Patronenmagazin für automatische Feuerwaffen, welches mit nicht miteinander
verbundenen Patronen gespeist wird. Diese Magazinart wird im allgemeinen durch einen
geraden, kreisförmigen oder spiralförmigen Kanal gebildet, in welchem die Patronen
in einer oder mehreren Reihen in direkter Berührung miteinander gelagert sind. Eine
Ladevorrichtung sichert die Bewegung der Patronen in Richtung der Feuerwaffe.
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Bei bisher verwendeten Konstruktionen dieser Art werden die Beschleunigungen,
welchen die erste Patrone beim Austritt aus dem Magazin unterworfen ist, unmittelbar
auf alle im Magazin befindlichen Patronen übertragen. Im Augenblick, wenn die erste
Patrone durch die Ladevorrichtung der Feuerwaffe aus dem Magazin herausgenommen
wird, verursacht die Ladevorrichtung die Beschleunigung aller im Magazin enthaltenen
Patronen, um der ersten Patrone eine Beschleunigung zu geben und die zweite Patrone
an die Stelle der ersten zu bringen. Sobald die zweite Patrone ihre Lage erreicht
hat, muß die Ladevorrichtung plötzlich die Bewegung aller im Magazin enthaltenen
Patronen abstoppen. Beim Schießen werden alle Patronen des Magazins so vielen positiven
und negativen Beschleunigungen unterworfen, wie Schüsse abgefeuert werden. Wenn
die Bewegung zum Einführen der Patrone in die Feuerwaffe in zwei Stufen erfolgt,
so verdoppelt sich die Zahl der Beschleunigungen.
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Im Hinblick darauf, daß automatische Feuerwaffen in ihrer Schußfolge
mehr und mehr gesteigert werden, was zur Verwendung von Magazinen großen Fassungsvermögens
führt, ist es klar, daß die Aufeinanderfolge von positiven und negativen Beschleunigungen
aller im Magazin enthaltenen Patronen eine Reihe Nachteile hat. Einerseits
erfordert
dies eine sehr kräftige Ladevorrichtung, und andererseits wird der Lademechanismus
der Feuerwaffe Kräften unterworfen, welche dazu f;iliren, zwischen der Regelmäßigkeit
der Wirkung und der Grenze der Schußfolge einen Kompromiß zu schließen.
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D_e Erfindung vermeidet diese Nachteile. Sie besteht aus einem Patronenmagazin
fürautomatische Feuerwaffen, in dem die Patronen nicht miteinander verbunden sind,
aber dauernd auf ein starkes Mundstück zu getrieben «-erden, das in die Waffe eindringt,
und kennzeichnet. sich dadurch, daß das Magazin oberhalb und vorzugsweise in der
unmittelbaren Nähe dieses Mundstückes einenTeil aufweist, dessen. Fassungsvermögen
sich gegen die Kraft der elastischen RückfÜhrmittel vergrößern kann.
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In der Zeichnung sind mehrere als Ausführungsbeispiele dienende Konstruktionsformen
des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen Fig. i einen Querschnitt
einer Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, Fig. 2 eine Draufsicht auf die
Ausführungsform nach Fig. i, Fig.3 und d. z,cvei Querschnitte durch andere Ausführungsformen
der Konstruktion.
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ach der ersten Ausführungsform besteht das Magazin aus einem Körper
i i in gerader Ausführung, der zur Aufnahme einer Patronenreibe 12 dient. Das Vorderende
des Körpers wird durch eine Mündung 13 abgeschlossen, welche unmittelbar mit der
Feuerwaffe verbunden ist, von der das Verschlußgehäuse 14 und ein Verschlußblock
15 teilweise sichtbar sind. Zwischen dem Körper i i und der Mündung 13 ist das Magazin
mit einem erweiterten Teil 16 versehen, dessen Wandungen 17 derart unterbrochen
sind, daß sie den bei i9 angelenkten Hebeln 18 Durchtritt geben. Die Hebel unterliegen
der Wirkung von Federn 2o, welche versuchen, sie gegen die Patronen im Teil 16 zu
drücken. Ein unter der Wirkung einer Feder 22 stehender Stößel 21 bildet die Nachschubvorrichtung
für die Patronen 12 in Richtung auf die Feuerwaffe.
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Das Magazin arbeitet folgendermaßen: Wenn die Feuerwaffe in Ruhe ist,
versucht der Stößel 21 alle Patronen miteinander in Berührung zu halten und die
erste Patrone 23 gegen den Rücken des Verschlußblockes 15 zu drücken. In dem erweiterten
Teil 16 nehmen die Patronen eine Zickzacklage ein und versuchen, die Hebel 18 zu
spreizen, deren Öffnungsweite durch Anschläge 2q. begrenzt ist. Im Anfang des Schießens
wird der Verschlußblock 15 zurückgezogen, um die Patrone 23 in die Feuerwaffe einzuführen.
Das Einführen dieser Patrone wird durch die Wirkung der Hebel i8 erleichtert, die,
sobald sie sich einander nähern, den zwischen dem Teil 16 und dem Verschlußblock
liegenden Patronen eine plötzliche Beschleunigung erteilen. Während dieser Periode
setzt der Stößel 21 alle im Magazin enthaltenen Patronen in Bewegung. Trotz der
Verzögerung der zweiten Patrone 25 vor ihrer Zufuhr in die Feuerwaffe können alle
Patronen des ':Magazins ihrer Bewegung in Richtung der Feuerwaffe folgen. Wenn die
Patrone 25 gestoppt wird und gegen den Rücken des Verschlußblockes liegt, übt der
durch den Stöße121 auf die Patronen sich auswirkende Druck eine Spreizhewegung der
Hebel 18 aus und läßt eine vorher festgesetzte Anhäufung von Patronen im Innern
des Teiles 16 zu. Die Federn 2o und 22 und der Teil 16 sind so ausgebildet, daß
während des Schießens alle im Körper i i des Magazins liegenden Patronen sich in
Richtung der Feuerwaffe mit einer praktisch konstanten Geschwindigkeit bewegen können.
Nur einige in unmittelbarer Nähe des Magazinauslasses liegende Patronen, d. h. diejenigen,
die zwischen (lern Teil 16 und der Mündung 13 liegen, werden einer Aufeinanderfolge
von positiven und negativen Beschleunigungen unterworfen. Am Ende des l,' euerris
wirken die Federn 2o als Stoßdämpfer und bewirken das progressive Abstoppen der
Patronen-Durch diese Vorrichtung absorbiert das Einschieben der Patronen in das
Innere des Magazins viel weniger Kraft, weil es nicht notwendig ist, alle Patronen
ein oder mehrere Male zu beschleunigen. Weiterhin braucht der Lademechanismus der
Feuerwaffe, ob dies der Verschlußblock selbst oder ein anderes ausweichendes Glied
ist, nicht die wiederholt aufeinanderfolgenden Stöße beim plötzlichen Abstoppen
aller Patronen des Magazins auszuhalten. Diese Vorrichtung ermöglicht also, daß
alle schädlichen Wirkungen zur Betätigung der Feuerwaffe und bei der Feuergeschwindigkeit
vermieden werden.
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Bei der oben beschriebenen Ausführungsform der Konstruktion ist es
erforderlich, die Hebel auf entgegengesetzten Seiten des Teiles 16 anzuordnen, jedoch
kann das gleiche Ergebnis dadurch erreicht «-erden, daß die Hebel nur auf einer
Seite dieses Teiles 16 angeordnet werden. An Stelle der Betätigung der Hebel i8
durch Federn 20 ist- es auch möglich, die Bewegung dieser Hebel synchron mit der
Ladevorrichtung der Feuerwaffe zu steuern, indem man veranlaßt, sie mittels eines
beweglichen Gliedes der Feuerwaffe über eine geeignete üb ertragungsvorrichtung
zu betätigen.
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Anstatt Hebel zu verwenden, die durch Öffnungen in der Wandung des
Teiles 16 fassen, ist es auch möglich, die ganze Wandung beweglich zu machen. Anstatt
Hebel oder feste Wandungen zu verwenden, die der Wirkung von Federn unterliegen,
ist es auch möglich, Wandungen aus nachgiebigem Material zu verwenden, die durch,
einen elastischen Körper gehalten werden.
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Die zweite Ausführungsform nach Fig. 3 ist mit einem bogenförmigen
Teil 16 versehen, der den Magazinkörper mit der Mündung 13 verbindet. Die äußere
Wandung dieses Teiles ist durchbrochen, urn einen Hebel 18 durchgreifen zu lassen,
der unter der Wirkung einer Feder2o steht. Wenn der Hebel nach außen bewegt wird,
wächst der Inhalt des Teiles 16, während die Arbeitsweise genau die gleiche ist
wie bei der ersten Ausführungsform.
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Die dritte Ausführungsform nach Fig. q.- bezieht sich auf ein Magazin,
dessen Körper i i so ausgebildet
ist, daß er zwei Patronenreihen
in zickzackförmiger Anordnung aufnimmt. während die Mündung 13 nur eine einzige
Reihe durchlaufen läßt. Die Vorrichtung, welche die Bewegung der Patronen regelt,
ist am Teil 16 vorgesehen, der den Körper ii mit der Mündung i3 verbindet. Die Hebel
18 sind in derselben Weise angeordnet und befestigt wie diejenigen in Fig. i und
liegen im Teil 16, und wie zu dieser Figur beschrieben ist, läßt sie die Verminderung
der Weite dieses Teiles zu, sobald eine Patrone in den Verschluß eintritt, während
dieser Teil sich wieder erweitert, sobald die folgenden Patronen sich bewegen.
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In den drei beschriebenen Ausführungsformen ,vird die Umwandlung der
plötzlichen Patronenbewegung beim Verlassen des Magazins in eine im wesentlichen
kontinuierliche Bewegung für die Mehrzahl derselben dadurch erhalten, daß man in
Nähe der Auslaßöffnung des Magazins einen Teil mit veränderlichem Ouerschnitt anordnet.
Als eine Alternativform kann z.13. ein Teil mit bogenförmiger Gestalt vorgesehen
werden, dessen innere und äußere Wandung fähig sind, sich sowohl in bezug auf den
Radius als auch auf die Länge zu ändern.