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DE858788C - Insektentoetende Mittel - Google Patents

Insektentoetende Mittel

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Publication number
DE858788C
DE858788C DEP4773A DE0004773A DE858788C DE 858788 C DE858788 C DE 858788C DE P4773 A DEP4773 A DE P4773A DE 0004773 A DE0004773 A DE 0004773A DE 858788 C DE858788 C DE 858788C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
particles
soluble
solution
insoluble
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP4773A
Other languages
English (en)
Inventor
Franz Dr Duspiva
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pest Control Ltd
Original Assignee
Pest Control Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pest Control Ltd filed Critical Pest Control Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE858788C publication Critical patent/DE858788C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N25/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
    • A01N25/26Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests in coated particulate form

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf insektentötende Mittel. In den englischen Patentschriften 505 853 und 601 558 wird beschrieben, daß viele insektentötende Mittel, die normalerweise für die meisten Insekten tödlich sind,' selektiver gestaltet werden können, indem man die Teilchen der insektentötenden Mittel mit Überzügen eines wasserunlöslichen Materials, z. B. Cellulose, Hemicellulose und vegetabilischen Eiweißstoffen, versieht, die durch die Verdauungssäfte einiger Insekten, aber nicht durch die anderer Insekten aufgelöst oder abgebaut werden. Insbesondere findet die Verdauung von Überzugsmaterialien vegetabilischen Ursprungs in dem Darm von pflanzenfressenden Insekten schneller statt als in dem von fleischfressenden Insekten. Auf diese Weise wird eine erwünschte Selektivität der toxischen Wirkung eines sonst nicht selektiven insektentötendes Mittels erreicht.
Die obenerwähnte selektive Auflösung oder der Abbau der Cellulose, Hemicellulosen und vegetabilischen Eiweißstoffe erfolgte infolge der Einwirkung von Enzymen, die in dem Darm von einigen Insekten oder in den normalerweise den Darm bewohnenden Bakterien vorhanden sind.
Gemäß vorliegender Erfindung wird von weiteren Unterschieden zwischen den Verdauungssäften der meisten pflanzenfressenden Insekten, insbesondere Lepidoptera einerseits und denen der meisten fleischfressenden Insekten andererseits, insofern Gebrauch gemacht, daß die ersteren im allgemeinen beträchtlich alkalischer sind als die letzteren, wobei die pH-Werte ungefähr 7,5 bis 9,5 bzw. 4,5 bis 7,5 betragen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung besteht das insektentötende Mittel aus Teilchen eines im Magen wirkenden insektentötenden Stoffes, der mit einer

Claims (3)

  1. organischen Substanz mit einem Molekulargewicht von mindestens io ooo überzogen ist. Diese organische Substanz enthält schwache Säurereste, die jedoch in wäßrigen sauren Lösungen nicht löslieh sind.
    Solche schwachen organischen Säuren, die als solche in Wasser unlöslich sind, haben eine Dissoziationskonstante von weniger als ΐσ~* und werden in alkalischen Lösungen zu Salzen umgewandelt, wobei diese Salze löslich sein können. Ein Beispiel dieser Substanzen ist die natürlich vorkommende Alginsäure, die man aus Seetang gewinnt und die als solche in Wasser unlöslich ist, die aber in verdünnten Lösungen von Alkalimetallhydroxyden oder -carbonaten löslich ist. Sie kann aber in das unlösliche Calciumsalz umgewandelt werden, falls Calciumionen in genügender Konzentration vorhanden sind. Ein weiteres Beispiel ist das saure Celluloseacetatphthalat, das ein gemischter Phthalsäureessigsäureester der Cellulose ist und an sich in Wasser unlöslich ist, aber in verdünnten Lösungen von Alkalimetallcarbonaten oder -hydroxyden oder Erdalkalihydroxyden löslich ist. Es ist bekannt, saures Celluloseacetatphthalat als Überzugsmaterial für gewisse pharmazeutische Präparate zu verwenden, um deren Löslichkeit in den sauren Magensäften zu verhindern. Dieses Überzugsmaterial erlaubt andererseits die Lösung der Arzneimittel in den alkalischen Säften des Dünndarms, wie es C. Lee Huyck, Journal of the American Pharmaceutical Association, Practical Pharmaceutical Edition (1946), Bd. 7, S. 86, beschrieben hat. Beispiele der im Magen wirkenden insektentötenden Mittel sind 4, 4'-Dichlordiphenyl- ß> β ,/»-trichloräthan und j'-Benzolhexachlorid, wobei dieser Ausdruck das j'-Isomere oder seine Gemische mit einem oder mehreren der α-, β- und ό-Isomeren bedeutet, i, 2, 3, 4, 6, 8, ro, io-Octachlor-6, 7-dihydrodicyclopentadien, 1, 2, 3, 4, ro, 10-Hexachlori, 4, 4a, 5, 8, 8a-hexahydro-1, 4, 5, 8-dimethanonaphthalin
    Cl H H
    Cl
    Cl H H
    und ι, 2, 3, 4, ίο, io-Hexaclilor-6, 7-lepoxy-i, 4, 4a, 5, 6, 7, 8, 8a-octahydro:ι, 4, 5, 8-dimethanonaphthalin
    Cl H H H
    [Cl-C-Cl HCH
    Cl H H H
    Das insektentötende Mittel kann durch Vermählen des im Magen wirkenden insektentötenden Stoffes in einer alkalischen Lösung der schwachen organischen Säure und durch Spritzen des Gemisches auf einer Oberfläche einer bewegten, wäßrigen, Mineralsäure enthaltenden Lösung hergestellt werden. Durch die Einwirkung der Säure wird die J freie organische Säure gebildet und koaguliert'als unlöslicher Überzug um die Teilchen oder Gruppen von Teilchen des im Magen wirkenden insektentötenden Mittels.
    Die auf diese Weise erhaltenen unlöslichen Überzüge können im allgemeinen widerstandsfähiger durch nachfolgendes Trocknen, z. B. Trocknen durch Versprühen, gemacht werden. Die in Form der löslichen Salze vorliegenden Überzugssubstanzen können ebenfalls auf den Teilchen durch Versprühen getrocknet und gleichzeitig in die freie Säure übergeführt werden, indem man den Dampf einer flüchtigen Säure, wie z. B. Salzsäure oder Essigsäure, in die Sprühkammer einleitet, oder sie können in die Säure nach der üblichen Trocknung durch nachfolgende Behandlung mit Säuredampf oder Säurelösungen übergeführt werden.
    Beispiele
    i. 2 g Dichlordiphenyltrichloräthan wurden in einer kleinen Kugelmühle mit iooccm einer 4%igen wäßrigen Lösung von Natriumalginat vermählen, bis die meisten Teilchen die Größenordnung von ι bis 5 μ Durchmesser hatten. Mittels eines feinen Luftzerstäubers üblicher Art wurde diese Suspension in ein langes, weites, senkrechtes Rohr eingespritzt, an dessen Wänden eine 1 %ige 'Lösung von Essigsäure herunterfloß. Die zur Koagulierung dienende Flüssigkeit wurde mittels einer Pumpe von dem Boden des Rohres nach oben gebracht. Die Untersuchung des Endproduktes, in dem die insektentötende Suspension durch Sedimentation konzentriert werden konnte, zeigte, daß die Teilchen von D'ichlordiphenyltrichloräthan in flachen Scheiben der gelatinösen Alginsäure eingebettet waren.
  2. 2. Ein ähnliches Resultat wurde durch Verwendung einer 4°/oigen Lösung des sauren Celluloseacetatphthalats in einer verdünnten Lösung von Natriumcarbonat an Stelle des Natriumalginats des Beispiels 1 erhalten.
  3. 3. Eine Suspension von Dichlordiphenyltrichloräthan in Natriumalginat wie in Beispiel 1 wurde in eine Kammer eingespritzt, durch die Dampf von konzentrierter Essigsäure mittels einer Saugpumpe gesaugt wurde. Diese saugte vorher trockene Luft durch ein Gefäß, das Eisessig enthielt. Auf diese Weise sammelte sich am Boden der Reaktionskammer ein anscheinend trockener fester Niederschlag an, der weiter vollständig durch fortgesetztes Umrühren in trockener Atmosphäre getrocknet wurde. Die Untersuchung unter dem Mikroskop zeigte Teilchen von Dichlordiphenyltrichloräthan, die in mehr oder weniger durchsichtigen Körnern zusammen mit Kristallen, wahrscheinlich aus Natriumacetat, eingebettet waren. Nachfolgendes vorsichtiges Mahlen unter Wasser ergab eine ziemlieh feine Suspension von Dichlordiphenyltrichloräthan, das mit löslichem Alginat überzogen war.
    Pat ε nta nsprüche:
    i. Insektentötende Mittel, bestehend aus mit einem Überzug versehenen Teilchen von im
    Magen wirkenden insektentötenden Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß diese Teilchen mit einem organischen, eine schwache Säure darstellenden Stoff mit einem Molekulargewicht von mindestens ioooo, vorzugsweise Alginsäure oder saurem Celluloseacetatphthalat, überzogen sind, der in wäßrigen sauren Lösungen nicht löslich ist.
    2. Verfahren zur Herstellung der insektentötenden Mittel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die im Magen wirkenden insektentötenden Mittel mit einer alkalischen Lösung des organischen Stoffes mit einem ' Molekulargewicht von mindestens ioooo vermählen werden und das Gemisch auf die Oberfläche einer bewegten, wäßrigen, Mineralsäure enthaltenden Lösung gespritzt und getrocknet oder in Gegenwart von Dämpfen einer flüchtigen Säure, wie Salz- oder Essigsäure, durch Versprühen getrocknet oder getrocknet und das getrocknete Produkt mit Säuredampf oder -lösung behandelt wird.
    © 5551 11.52
DEP4773A 1949-12-14 1950-12-14 Insektentoetende Mittel Expired DE858788C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB291125X 1949-12-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE858788C true DE858788C (de) 1952-12-08

Family

ID=10286349

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP4773A Expired DE858788C (de) 1949-12-14 1950-12-14 Insektentoetende Mittel

Country Status (7)

Country Link
US (1) US2585755A (de)
BE (1) BE500032A (de)
CH (1) CH291125A (de)
DE (1) DE858788C (de)
FR (1) FR1030723A (de)
GB (1) GB673166A (de)
NL (2) NL157815B (de)

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Publication number Publication date
NL77761C (de)
BE500032A (de)
US2585755A (en) 1952-02-12
CH291125A (de) 1953-06-15
GB673166A (en) 1952-06-04
FR1030723A (fr) 1953-06-16
NL157815B (nl)

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