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DE854601C - Zweitakt-Brennkraftmaschine - Google Patents

Zweitakt-Brennkraftmaschine

Info

Publication number
DE854601C
DE854601C DEP9166A DEP0009166A DE854601C DE 854601 C DE854601 C DE 854601C DE P9166 A DEP9166 A DE P9166A DE P0009166 A DEP0009166 A DE P0009166A DE 854601 C DE854601 C DE 854601C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air
injection
piston
fuel
scavenging
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP9166A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Dipl-Ing Elwert
Adolf Dr-Ing Schnuerle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEP9166A priority Critical patent/DE854601C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE854601C publication Critical patent/DE854601C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B33/00Engines characterised by provision of pumps for charging or scavenging
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M2700/00Supplying, feeding or preparing air, fuel, fuel air mixtures or auxiliary fluids for a combustion engine; Use of exhaust gas; Compressors for piston engines
    • F02M2700/33Compressors for piston combustion engines
    • F02M2700/331Charging and scavenging compressors

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Fuel-Injection Apparatus (AREA)
  • Supercharger (AREA)

Description

  • Zweitakt-Brennkraftmaschine Die Erfindung betrifft eine Zweitakt-Brennkraftmaschine, bei der nach Patent 846 632 jedem Arbeitszylinder ein Spülpumpenkolben bzw. eine Spülpumpen'kolbenseite zugeordnet ist und jeder Spülpumpenkolben sowohl Spülluft von niedrigem Druck über eine Spülluftleitung als auch Nachladeluft von höherem Druck über eine Nachladeluftleitung fördert. Dabei kann der Spülpumpenkolben mit einer Pleuelstange von dem Kurbelzapfen eines Arbeitszylinders, durch Anlenkung von der Pleuelstange eines Arbeitskolbens oder von einem gesonderten Kurbelzapfen bzw. Exzenter angetrieben werden. Die Kolbenspülpumpen können eine beliebige Lage haben, beispielsweise alle in der vorderen. Motorhälfte angeordnet sein. Sie können auch in V- oder Sternform oder in einer Reihe unter einem Winkel zu der Reihe der Arbeitszylinder oder dieser entgegengesetzt angeordnet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, die Spülpumpenkolben von einer besonderen Kurbel- oder Exzenterwelle anzutreiben.
  • Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß der Spülpumpenkolben als Stufenkolben ausgebildet ist und mit seiner größeren Kolbenfläche Spülluft und mit seiner kleineren Kolbenfläche Einblaseluft für den Kraftstoff zu dem zugeordneten Arbeitszylinder fördert, wobei der Kraftstoff dem Einlaßorgan für die Einblaseluft vorgelagert ist.
  • Eine besonders einfache Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß der Stufenkolben dem zugeordneten Arbeitskolben 9o° vorauseilt und seinen oberen Totpunkt erreicht, wenn der zugehörige Arbeitskolben in seinem Verdichtungshub 9o° vor seinem oberen Totpunkt sich befindet. Dadurch erfolgt das Einblasen des Kraftstoffes in den Arbeitszylinder nach Auslaßschluß. Verluste an Kraftstoff- und Einblaseluft bzw. Nachladeluft durch den Auslaß sind daher nicht vorhanden. Das Einblasen des Kraftstoffes durch Luft von erhöhtem Druck bewirkt eine besonders gute Zerstäubung, so daß der Motor auch bei niedrigsten Drehzahlen ein großes Drehmoment abgibt und jederzeit gut angelassen werden kann. Die N achladeluft als solche erhöht ebenfalls noch das Motordrehmoment.
  • Im folgenden werden verschiedene Ausführungen der Erfindung an Hand von Abbildungen beschrieben. Es zeigt Abb. i einen Querschnitt durch Arbeitszylinder und. Pumpenzylinder mit der äußeren Einblasestellung des Stufenkolbens, Abb. 2 ein von einer oben liegenden Nockenwelle gesteuertes Eimblaseventil, Abb. 3 ein Steuerdiagramm des Motors, Abb. 4 ein Druck-Weg-Diagramm der Einblaseluft im Einblasepumpenzylinder, Abb. 5 und 6 einen Querschnitt durch Arbeits- und Pumpenzylinder mit dem Stufenkolben in Abb. 5 im Saughub und Abb. 6 im Förderhub, Abb.7 einen Querschnitt durch Arbeits- und Pumpenzylinder mit Steuerung des Einblasens durch einen Drehschieber, wobei der Drehschieber und der Stufenkolben in der Einblasestellung sind, Abb. 8 einen Teilschnitt durch den Einiblasedrehschieber nach Abb. 7 in der Stellung für den Abschluß der Einblaseöffnung, Ahb. 9 ,einen Querschnitt durch den Arbeits- und Pumpenzylinder mit einem Einblaseventil mit unten liegender Nockenwelle, wobei das Einblaseventil und der Stufenkolben in der Ein.blasestellung sind, Abb. io einen Querschnitt durch Arbeits- und Pumpenzylinder mit nach innen gerichtetem Förderhub des Stufenkolbens für das Einblasen, wobei der Stufenkolben am äußeren Ende seines Saughubes für die Einblaseluft ist, Abb. i i einen Teilschnitt durch den Spülluftdrehschieber des Motors nach Abb. io in der Einlaßstellung, Abb. 12 einen Querschnitt durch den Motor nach Abb. io mit Stellung des Stufenkolbens in der inneren Einblasestellung, Abb. 13 einen Teilschnitt durch den Spülluftdrelischieber des Motors nach Abb. io in der Auslaßstellung.
  • Im folgenden wird zunächst die Motorausführung nach Abb. i, 5 und 6 beschrieben. Es handelt sich dabei um eine Ausführungsform des Stufenkolbens, dessen Förderhub für die Einblaseluft nach außen gerichtet ist.
  • In Abb. i ist i der Arbeitszylinder, 2 der Spülpumpenzylinder, 3 der Einblasezylinder, 4 der Stufenkolben. Der Drehsinn der Kurbelwelle ist durch einen Pfeil angegeben. 5 ist die Einblasedruckleitung vom Einblasezylinder zum Einblaseventil 6 des Arbeitszylinders. 7 ist die Kraftstoffpumpe, die den Kraftstoff jedem Arbeitszylinder für jede Motorumdrehung je nach der Belastung zumißt und ihn durch die Kraftstoffdruckleitung 8 dem Einblaseventil vorlagert. Der Stufenkolben fördert mit seiner äußeren Kolbenfläche mit dem kleineren Durchmesser die Einblaseluft und mit der Ringfläche mit dem größeren Außendurchmesser die Spülluft. Beide Kolbenflächen haben Kolbenringdichtung.
  • In Abb.5 ist ein Motor gezeigt, bei dem der Stufenkolben durch einen Vergaser ein Kraftstoff-Luft-Gemisch in den Einblasezylinder 3 ansaugt und dieses dem Arbeitszylinder zudrückt. Der Stufenkolben befindet sich im Saughub. 9 ist wieder ein Ausschnitt eines von der Kurbelwelle angetriebenen Drehschiebers für die Steuerung des Einlasses der Spülluft. Der Weg der vom Stufenkolben 4 angesaugten Spülluft ist durch einen Pfeil dargestellt. Gleichzeitig wird in dem Einblasepumpenzvlirrder 3 durch den Saughub der kleineren Kolbenfläche des Stufenkolbens ein Unterdruck erzeugt. Bei dem weiteren Saughub des Stufenkolbens nach innen legt erden Saugkanal io vom Vergaser i i frei. Der Einblasepumpenzylinder füllt sich mit einem Kraftstoff-Luft-Gemisch auf.
  • Die Abb. 6 zeigt denselben Motor beim Förderhub der beiden Kolbenflächen des Stufenkolbens. 12 ist wieder ein Ausschnitt des Spülluftdrehschiebers zum Steuern des Austritts der Spülluft aus dem Spülpumpenzylinder. Der Weg der vom Stufenkolben geförderten Spülluft in den Spülluft@aufnehmer 13 ist durch einen Pfeil dargestellt. Die Ein- und Auslaßzone des Spülluftdrehschiebers liegen wieder in dessen Längsrichtung nebeneinander.
  • Im ersten Teil des Förderhubes überfährt und schließt der Stufenkolben den Saugkanal io, der vom Vergaser kommt, und beginnt damit die Verdichtung des angesaugten Gemisches, das er bei seinem weiteren Förderhub dem Arbeitszylinder zudrückt. Kurz ehe der Stufenkolben seinen äußeren Totpunkt nach Abb. i erreicht, hat er die Ein.blaseluft so hoch verdichtet, daß der rasch ansteigende Druck der Einblaseluft das Eimblaseventil 6 gegen die Kraft seiner Ventilfeder 14 öffnet und das Einblasen des Kraftstoffes oder des Kraftstoff-Luft-Gemisches beginnt.
  • Die Abb. 3 zeigt wieder ein Steuerdiagramm des Motors. In diesem Diagramm ist 23 der Kurbelkreis, 24 der Kurbelwinkel für den Vorauslaß, wobei nur die Auslaßkanäle aufgesteuert sind, 25 der Kurbelwinkel für die Spülung, 26 der Kurbelwinkel für den Nachauslaß, wobei die Spülkanäle, aber noch nicht die Auslaßkanäle geschlossen sind, und 27 der Kurbelwinkel für das Nachladen bzw. für das Einblasen des Kraftstoffes nach Abschluß aller Spül-und Auslaß'kanäle. Abb. 4 zeigt wieder ein Druck-Weg-Diagramm des Einblaseluftdruckes im Einblasezylind'er.
  • Im Gegensatz zu der Ausführung nach Abb. 5 und 6 legt der Einblasepumpenkolben nach Abb. i kurz vor dem inneren Ende seines Saughubes einen Saugkanal von der Höhe 21 zum Ansaugen von Luft aus dem Spülpumpen.zylinder frei. Die Einblaseluftmenge wird hier somit zusammen mit der Spülluftmenge durch den Spülluft,drehscliieber angesaugt. 22 in Abb. i ist .der nutzbare Hub des Einblasepumpenkolbens.
  • Nach der Bewegungsumkehr des Stufenkolbens nach seiner äußeren Einblasestellung fällt der Druck der Einblaseluft im Einlilasezvlinder und in der Einblasedruckleitutig durch Entspannung wieder rasch ab, so daß das Einblaseventil von seiner Feder geschlossen wird. Das Einblaseventil wird somit wieder durch den Druck der Einblaseluft und damit von der Beweguni` des Stufenkolbens gesteuert.
  • Der Drehschieber der Spülptimpenzylirnder für die Steuerung der Spülluft ist bei Mehrzylindermotoren für alle Spülpumpenzvlinder gemeinsam und geht längs des -Motors über den Spülpumpenzylindern durch.
  • Die `"entilfeder 1d des von dem Druck der Einblaseluft gesteuerten Einblaseventils 6 ist so stark vorgespannt, daß das Einblaseventil erst nach Abschluß der Auslaßkanäle durch den Arbeitskolben von dein ansteigenden Einblaseluftdruck aufgesteuert wird und die Kraftstotfeinblasung beginnt. Dadurch werden Verluste an Kraftstoff und Einblaseluft vermieden. Die Einblaseluft bzw. das Einblasegeniiscli wirkt somit als Nachlademenge zur Steigerung der Leistung und des Drehmomentes des Motors.
  • Um den Einblasungs- Lind Zerstäubungsvorgang besonders wirkungsvoll zu gestalten, beginnt das Einsblasen erst einige Zeit, nachdem der Einblasepumpenl,ollien die Saugkanäle des Einblasepumpenzylinders überfahren und die Einblaseluft verdichtet hat. Diese Verdichtung wird durch eine erhöhte Spannung der Ventilfeder erreicht. Bei durch Nocken gesteuerten Einblaseventilen wird diese Verdichtung dadurch erreicht, daß das Einblaseventil erst einige Zeit nach Überfahren der Einblasepumpenzylinderkanäle durch den Einblasepurnpenkolben vom :Nocken geöffnet wird.
  • Durch den Winkel von 9o° zwischen beiden Zylindern und die Anlenkung des Stufenkolbens am Kurbelzapfen eilt der Stufenkolben dem Arbeitskolben um 9o° voraus. Dabei findet beim Förderhub des Stufenkolbens für die Spülluft im Arbeitszylinder der Spülvorgang statt. Dieser Vorgang, daß der zugeordnete Stufenkolben dem Arbeitszylinder die Spülluft während der Spülung zuschiebt, ist für Einzylindermotoren von Bedeutung, kann aber auch bei llehrzylin<lermotoren stattfinden, so daß jeder Spülliumhenzylin(ler zu dem zugeordneten Arbeitszylinder die Spülluft und die Einblaseluft fördert. liei @lclirzylinderinotoren können mit Vorteil alle Spülpumpen die Spülluft in einen gemeinsamen Spülluftaufnehmer fördern, während die Einblasepumpen die Einblaseluft ihren zugeordneten Arbeitszylindern zudrücken.
  • Die Anordnung des lfotors nach Abb. i, 5 und 6 mit einem \\'inkel von 9o° zwischen beiden Zylindern ergibt wieder die -Möglichkeit des -Massenausgleichs der hin und her gehenden -?assen des Arbeitszylinders und des Pumpenzylinders in Verbindt:ng mit Gegengewichten der Kurbelwelle.
  • In Abb. 2 ist 6 wieder ein von einer oben liegenden Nockenwelle i,5 betätigtes Einblaseventil.
  • Die Abb. 7 und 8 zeigen einen i\-lotor mit Steuerung der Einhlaseluft durch einen Drehschieber. Der Dreliscliiel)er 1ö wird mit der Untersetzung i : 2 von der Kurbelwelle angetrieben. In Abb. 7 ist der Drehschieber t6 und der Sttifenkollien 4 in der Einblasestellung gezeichnet. Die Abb. 8 zeigt den Einblasedrehschieber 16 in seiner Stellung beim Abschluß der Einblaseöffnung 17 des Arbeitszylinders.
  • Die Abb. 9 zeigt einen Motor mit einem seitlich am Arbeitszylinder angeordneten stehenden Einblasevetitil 18, das von einer unten liegenden Nockenwelle i9 betätigt wird.
  • Im Gegensatz zu den bisher beschriebenen Ausführungen des Stufenkolbens zeigt die Abb. io einen Stufenkolben 2o, bei dem der Förderhub für die Spülluft nach außen gerichtet ist, während der Förderhub des Stufenkolbens für die Einblaseluft nach innen gerichtet ist. Die Ein- und Auslaßsteuerung der Spülluft erfolgt durch einen Drehschieber 28. Durch denselben Drehschieber erfolgt auch die Steuerung des Eintritts der Einblaseluft bzw. des Einblasegemisches in den Einblasepumpenzylinder 29 mit Hilfe eines durch den Drehschieber gehenden Steuerkanals.
  • Die Abb. i i zeigt in einem Teilschnitt den Spülluftdrehschieber 28 des Motors nach Abb. io in der Einlaßstellung für die Spülluft. Der Weg der Spülluft durch den Steuerd-reh,schieber in den Spülpumpenzylinder ist durch einen Pfeil dargestellt.
  • Die Abb. 12 zeigt den Motor nach Abb. io, wobei jedoch der Stufenkolben 2o sich in seiner inneren Einblasestellung befindet. Der Druck der Einbla.seluft hat das Einblaseventil 6 geöffnet.
  • Die Abb. 13 zeigt den Spülluftdrehschieber des Motors nach Abb. 1o bzw. 12 in der Auslaßstellung. Der Weg der Spülluft vom Spülpumpenzylinder durch den Spülluftdrehschieber in den Spülluftaufnehnier ist durch einen Pfeil dargestellt.
  • Auch hierbei ist es von großem Vorteil, wenn beim Antrieb des Stufenkolbens vom Kurbelzapfen aus der Hub des Arbeitskolbens und damit auch der des Stufenkolbens kleiner als die Bohrung des Arbeitszylinders gemacht wird. Dadurch wird die Einblasedruckleitung wesentlich kürzer. Infolgedessen wird die in den Arbeitszylinder einströmende Einblaseluftmenge größer und die Steuerung der Einblaseventile durch den Druck der Einblaseluft besser.
  • Der Kraftstoff wird durch eine Kraftstoffpumpe jedem Arbeitszylinder für jeden Arbeitshub entsprechend der Belastung zugemessen und vor dessen Einblaseluftventil vorgelagert oder in der Saugleitung des Ein,blasepumpenzylinders der Einblaseluft zugesetzt und mit dieser als Kraftstoff-Luft-Gemisch vom Stufenkolben angesaugt und in den Arbeitszylinder gefördert. Da die Kraftstoffpumpe gegen nur niedrigen oder gar keinen Druck oder sogar gegenüber Unterdruck arbeiten muß, so kann sie von einfachster Bauart sein.
  • Die Bildung eines Kraftstoff-Luft-Gemisches in der Saugleitung der Einblasepumpe kann bei Ein-und Mehrzylindermotoren für jeden PumpenzYlinder getrennt oder mit Hilfe einer gemeinsamen Saugleitung für alle gemeinsam erfolgen.
  • Bei Verwendung eines Vergasers wird die Kraftstoffmenge beispielsweise durch Betätigung einer Drosselklappe vom Gashebel oder Regler aus eingestellt. Dadurch wird eine größere oder kleinere Gemischmenge mit einem größeren oder kleineren Kraftstoffüberschuß eingeregelt. Wesentlich dabei ist die Regelung der Kraftstoffmenge, während die Einblaseluftmenge nur für das Ansaugen und Einblasen des Kraftstoffes ausreichen muß.
  • Das richtige Mischungsverhältnis der Ladung des Arbeitszylinders wird dadurch hergestellt, daß sowohl die Kraftstoffmenge als auch die Spülluftmenge in Abhängigkeit von der Belastung geregelt wird.
  • Es ist auch möglich, alle Einblasepumpen die Einblaseluft für den Kraftstoff bzw. das Einblasegemisch in eine gemeinsame Einblasedruckleitung fördern zu lassen, von wo aus die Einblaseluft beispielsweise durch von \;ockengesteuerte Einblaseventile in die einzelnen Arbeitszylinder bei lfe@irzylindermotoren gesteuert wird. Die einzelnen Einblasedruckleitungen müssen dabei ein Rückschlagventil erhalten.
  • Bei Diesel- oder Benzinmotoren mit rein hydraulischer Einspritzung des Kraftstoffes in den Arbeitszylinder durch Verwendung einer Kraftstoffeinspritzpumpe für höhere Drücke und einer gesonderten Einspritzdüse kann es ebenfalls von Bedeutung sein, die Einblaseluft als Nachladeluft zur Erhöhung der Leistung und des Drehmomentes eines solchen Zweitaktmotors insbesondere bei Fahrzeugmotoren zu verwenden.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zweitakt-Brennkraftmaschine, bei der nach Patent 846 632 jedem Arbeitszylinder ein Spülpumpenkolben bzw. eine Spülpumpenkolbenseite zugeordnet ist und jeder Spülpumpenkolben sowohl Spülluft von niedrigem Druck über eine Spülluftleitung als auch Nachladeluft von höherem Druck über eine Nachladeluftleitung fördert, dadurch gekennzeichnet, daß der Spülpumpenkolben als Stufenkolben ausgebildet ist und mit seiner größeren Kolbenfläche Spülluft und mit seiner kleineren Kolbenfläche Einblaseluft für den Kraftstoff zu dem zugeordneten Arbeitszylinder fördert, wobei der Kraftstoff dem Einlaßorgan für die Einblaseluft vorgelagert ist.
  2. 2. Zweitakt-Brennkraftmaschlne, bei der nach Patent 846 632 jedem Arbeitszylinder ein Spülpumpeiikolben bzw. eine Spülpumpenkolbenseite zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Einbla.sepumpenkolben des Stufenkolbens ein Kraftstoff-Luft-Gemiseh ansaugt unddiesesdem zugeordneten Arbeitszylinder zudrückt, wobei dieses Kraftstoff-Luft-Gemisch durch einenVergase.r oder eine Kraftstoffpumpe gebildet wird (Abb. 5 und 6).
  3. 3. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderhub des Stufenkolbens sowohl für die Spülluft als auch für die Einblaseluft oder das Einblasegemisch nach außen gerichtet ist (Abb. i, 5, 6, 7 und 9).
  4. 4. Zweitakt-Brennkraftmaschine nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderhub des Stufenkolbens für die Spiilluft nach außen und der Förderhub für die Einblaseluft oder das Ein(blasegemisch nach innen gerichtet ist (Abb. io bis i3).
DEP9166A 1948-10-02 1948-10-02 Zweitakt-Brennkraftmaschine Expired DE854601C (de)

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