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Kofferraumanordnung in Personenkraftwagen Die Li-lindung betrifft
eine Kofferraumanordnung in mehrsitzigen Personenkraftwagen. Sie besteht zu einem
wesentlichen Teil darin daß jedem Sitz, einschließlich oder ausschließlich Fahrersitz,
ein eigener Kofferraum zugeordnet ist. Auf diese Weise kann auch bei vollbesetztem
Wagen jede Person Tiber einen eigenen, im Fahrzeug ordnungsmäßig untergebrachten
Koffer verfügen, was in vielen Fällen als besonders angenehm empfunden wird. Gleichzeitig
ist dadurch in jedem Fall ein ausreichender Kofferraum gewährleistet.
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Die Erfindung bezweckt des weiteren eine besoncters bequeme Anordnung
und Zugänglichkeit der Koffer vom Innern des Fahrzeugs, insbesondere von jedem Sitz
aus. Sie besteht demgemäß des weiteren darin, claß der Raum vor den vorderen Sitzen,
einschließlich oder ausschließlich Fahrersitz als Kofferraum ausgebildet ist. Ferner
sind nach einem @%:@iteren Merkmal der Erfindung die Kofferräume derart angeordnet,
daß, insbesondere bei mehr als zwei Koffern, jeder Koffer ohne vorherige Entfernung
anderer Koffer herausgenommen werden kann und sich in stehender Anordnung befindet.
Bei geringster Beanspruchung von Bodenfläche bieten sie hierdurch doch genügenden
Rauminhalt und sind zugleich jederzeit zugänglich. Außerdem ist die stehende Anordnung
der Koffer für die Unterbringung der Kleidung besonders zweckdienlich. Die Anordnung
ist ferner im besonderen derart getroffen, daß die Koffer von den ihnen zugeordneten
Sitzen aus unmittelbar greifbar sind, die Fahrgäste also weder ihre Plätze zu verlassen,
noch auch gegebenenfalls nur aufzustehen brauchen, um den ihnen zuge\viesenen Koffer
aus dem hierfür bestiiriiriteii Kofferraum zu sich herüberzureichen bzw. Gegenstände
aus ihm entnehmen zu können.
Bei Anordnung der Koffer oder eines
Teils der Koffer vor den vorderen Sitzen, z. B. in Nischen vor bzw. über dem Fußraum,
ist die griffbereite Zugänglichkeit der Koffer besonders augenfällig. Die so angeordneten
Koffer eignen sich daher auch in besonderem Maße zur Unterbringung von Reiseverpflegung
und anderen während der Fahrt benötigten Gegenständen. Die Koffer sind vorteilhaft
untereinander gleich und austauschbar ausgebildet.
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In der Zeichnung sind beispielsweise zwei Anordnungen nach der Erfindung
dargestellt, und zwar zeigt Abb. i die Seitenansicht eines Fahrzeugs mit erfindungsgemäß
angeordneten Kofferräumen, Abb. 2 den zugehörigen Grundriß für einen viersitzigen
und Abb.3 für einen sechssitzigen Personenkraftwagen, wobei die Abb. i einen Schnitt
nach Linie A-B der Abb. 2 bzw. 3 zeigt.
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In dem viersitzigen Personenwagen nach Abb. i und 2 ist den drei Sitzen
a1, a2, a3 je ein Koffer b, b2, bl, zugeordnet, wobei der dem vorderen Sitz a1 zugeordnete
Koffer b1 in einer erhöhten Nische c in der Vorderwand des Wagenkastens vor dem
Fußraum der vorn sitzenden Person und über einem Querträger d des Rahmens untergebracht
ist, während sich die hinteren Koffer b2 und b;, zwischen der Rücklehne der hinteren
Sitze und der Rückwand des Wagenkastens in einem Raum e, und zwar in ebenfalls erhöhter
Anordnung über einem Querträger f des Rahmens befinden. Sämtliche drei Koffer sind
hochkant gestellt, so daß sie, im Grundriß gesehen, wenig Raum einnehmen, und zur
Erhöhung der Standfestigkeit während der Fahrt sowie aus Gründen räumlicher Zweckmäßigkeit
entsprechend der Vorder- bzw. der Rückwand der Karosserie leicht nach vorn bzw.
hinten geneigt.
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Wie ersichtlich, ist jeder der drei Koffer in nächster Nähe des zugehörigen
Sitzes untergebracht und ohne weiteres von diesem Sitz aus zugänglich. Gegebenenfalls
kann auch dem Fahrersitz ao ein Koffer zugeordnet sein, insbesondere dann, wenn
die Lenkung, z. B. bei elektrisch oder auf ähnliche Weise erfolgender Betätigung
derselben, einen freien Raum zur Unterbringung eines Koffers b. vor dem Lenkhandrad
gestattet. Grundsätzlich das gleiche wie für die Anordnung nach Abb. i und 2 gilt
auch für die Anordnung der Koffer in dem sechssitzigen Fahrzeug nach Abb. 3, in
welchem je drei Vorder- und je drei rückwärtige Sitze nebeneinander angeordnet sind.
Der Fahrersitz ao befindet sich z. B. zwischen den beiden Vordersitzen a1 und a2.
Jedem der beiden Vordersitze ist je ein vor ihnen befindlicher Koffer b1, b2, jedem
der drei hinteren Sitze je ein hinter ihrer Rückenlehne befindlicher Koffer b3,
b4, b5 zugeordnet. Jeder Koffer ist, wie im ersten Ausführungsbeispiel, mindestens
vom zugehörigen Sitze aus, griffbereit zugänglich. Die Koffer sind ferner, ebenfalls
wie im ersten Ausführungsbeispiel, untereinander gleich gestaltet, so daß sie jederzeit
beliebig miteinander ausgetauscht werden können. Ebenso kann dem Fahrer gegebenenfalls
wieder ein weiterer Koffer zugeordnet werden.
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Statt stehend können die Koffer auch in entsprechender Lage an Haken
aufgehängt oder in sonstiger Weise gegen Umstürzen gesichert sein.