DE843428C - Roehrentastgeraet zum Tasten von Impulsen, vorzugsweise fuer Impulstelegraphie und zur Steuerung des Anfanges bzw. Endes von Morsezeichen - Google Patents
Roehrentastgeraet zum Tasten von Impulsen, vorzugsweise fuer Impulstelegraphie und zur Steuerung des Anfanges bzw. Endes von MorsezeichenInfo
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- DE843428C DE843428C DEH664A DEH0000664A DE843428C DE 843428 C DE843428 C DE 843428C DE H664 A DEH664 A DE H664A DE H0000664 A DEH0000664 A DE H0000664A DE 843428 C DE843428 C DE 843428C
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L27/00—Modulated-carrier systems
- H04L27/10—Frequency-modulated carrier systems, i.e. using frequency-shift keying
- H04L27/12—Modulator circuits; Transmitter circuits
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Description
- Röhrentastgerät zum Tasten von Impulsen, vorzugsweise für Impulstelegraphie und zur Steuerung des Anfanges bzw. Endes von Morsezeichen Für Telegraphierzw ecke verwendete man bisher im allgemeinen mechanische Tastrelais, die die getasteten Impulse auf den Sender übertrugen, insbesondere wurden solche Relais zur Aussendung von Morsezeichen verwendet. Abgesehen davon, daß diese bekannten mechanischen Relais im allgemeinen verhältnismäßig träge sind und sehr schnellen Sendungen von Telegraphierzeichen nicht zu folgen vermögen, haben sie den Nachteil, daß sie nur zum unmittelbaren Tasten der Telegraphierzeichen benutzt werden können.
- Es besteht jedoch unter Umständen auch das Bedürfnis, Telegraphiersignale in .der Weise zu steuern, daß der Beginn und das Ende eines Zeichens getastet wird. Dies hat beispielsweise für die Impulstelegraphie Bedeutung.
- Die Erfindung beschäftigt sich mit der Aufgabe, ein Relais zu schaffen, das praktisch trägheitslos arbeitet und Impulse kürzester Zeitdauer zu senden vermag.
- Erfindungsgemäß besteht das Röhrentastgerät zum Tasten von Impulsen aus einer Multivibratoranordnung zweier Röhren, die über nur Ohmsche Glieder gegeneinandergeschaltet sind und in deren Sperrleitung die Steuerelemente, insbesondere Kontakte, zum Ein- und Ausschalten der Telegraphiersignale gelegt sind. Außerdem ist an das Gitter der einen oder beider Röhren eine Tongeneratoranordnung angeschlossen, während der gemeinsame Ausgang der Röhren über eine Verstärkeranordnung an den Sender führt. , Durch besondere Ausglefchspotentiometer ist dafür gesorgt, daß die Symmetrie der Röhrenzweige, nachjustiert werden kann. Die beiden Röhren arbeiten in bekannter Weise abwechselnd, so daß" jeweils die eine Röhre durchlässig ist, wenn die andere Röhre sperrt.
- Es ist unter Umständen zweckmäßig, zwei verschiedene Generatoren vorzusehen und zwei verschiedene Frequenzen an die beiden Gitter zu legen, so da13 die eine Frequenz als Signal und die andere; Frequenz als Pause gesendet wird.
- Eine sehr wichtige Anwendung für das Röhrentastgerät nach der Erfindung ist ein Morseschnellgeber. Das Röhrentastgerät ist- hierfür mit einem besonderen Stecker versehen, der es erlaubt, daß das Röhrentastgerät nach der Erfindung an Stelle eines mechanischen Relais an den Morseschnellgeber angeschlossen werden kann. Eine andere Anwendung der Erfindung ist beispielsweise durch- die -Multiplestelegraphie gegeben, bei der es sich darum handelt, kurze Einsatzimpulse für die einzelnen Zeichen zu übertragen.
- Gemäß einer besonderen Ausbildung des Erfindungsgedankens brauchen nicht beide Impulse zum Start und zur Beendigung des Signals durch das Telegraphiergerät gesteuert zu werden; es genügt auch, daß das Startsignal, durch das die Aussendung eines Signals begonnen wird, durch eitlen Kontakt des Telegraphiergerätes gegeben wird, wzihrend ein anderes Steuerelement, das die Zeichen beendigt, im Röhrentastgerät nach der. Erfindung selbst enthalten ist und eine bestimmte Zeit nach (lern Beginn jedes Zeichens automatisch eine Umschaltung der beiden Röhren bewirkt.
- Es ist insbesondere vorgesehen, daß das Steuerelement zum Beendigen eines Zeichens eine Kondensatoranordnung bestimmter Zeitkonstanten ist, die sich beim Stromdurchgang der ersten Röhre aufzuladen bzw. zu entladen beginnt und in einem festgelegten Entspannungszusiand' die Umschaltung der Röhren bewirkt. Die Kondensatoranordnung wirkt als Kippgerät, das eine bestimmte Zeit nach dem ersten Schaltvorgang den zweiten Umschalt=_ vorgang auslöst.
- In der Zeichnung ist eine Schaltskizze der Einrichtung nach der Erfindung beispielsweise dargestellt.
- Lund -1I bedeuten zwei Tongeneratoren für den Zeichentoll und den Pausenton, die über LJbertrager i und 2 an die Gitter zweier Rohre 3 und 4 gcfiilirt sind. Das Rohr 3 liegt mit dem Rohr 4 über Widerstände R1, R2, R3, R4, d. h. über nur Ohmsche Glieder in einer Multivibratorschaltung. Die. Widerstände Ri, R#,, R3 und R4 sind mit den veränderbaren Potentiometern oder sonstigen Regelwiderständen P, und .P2 und dem gemeinsamen Kathodenvon%-iderstandR5 derart bemessen, daß jeweils das eine Rohr sperrt, wenn das andere Rohr vom. Strom durchflossen wird. Parallel zu den Potentiometern P, und P2 sind die Abtastkontakte 5 und 6 eines': Mörseschnellgebers geschaltet, die durch Abtasthebel 7 und 8 gesteuert werden. 9 deutet den Morsestreifen an, der über die Abtasthebhl 7 und 8 geführt wird. 6 ist derjenige Kiontakt, der den Beginn eines Morsezeichens tastet, während der Kontakt 5 sich in dem Augenblick kurzzeitig schließt, in deal dieses Zeichen wieder unterbrochen werden soll.
- Die Wirksamkeit der Anordnung nach der Erfindung ist folgende. Es sei vorausgesetzt, daß der Schalter 12 nach rechts geschaltet ist. Sobald der Kontakt 5 kurzzeitig geschlossen wird, überwiegt ,momentan die negative Vorspannung des Gitters des .,Rohres 4,- so daß dieses geschlossen wird. Hierdurch werden die positiven und negativen Gittervorspannungen des Rohres 3, die dem Gitter über die Widerstände R2 und R3 zugeführt werden, derart aufgehoben, daß das Rohr 3 Strom führt. Hierdurch entsteht am Ausgang der Röhrenanordnung eine Ausgangsspannung. Diese wird nach der Erfindung am Widerstand R;" der Kathodenleitung und Erdleitung - verbindet, abgenommen und einem Verstärkerrohr i o zugeführt, das die getastete Tonfrequenz des Rohres 3 dem Ausgang i i des Gerätes zuführt.
- Zwischen die Abgriffe des Widerstandes R5 und das Verstärkerrohr i o ist zur Unterdrückung der Gleichstromkomponente ein Kondensator Cl gelegt. Zur Beseitigung von Spannungsspitzen, die beim Ein- und Ausschalten entstehen können, dienen ferner ein Tiefpaßfilter C_, R6 und ein Pegelbegrenzer aus dem Gleichrichter G1 mit Vorwiderstand R, und dem Kondensator C3. Zur Spannungsregulierung ist außerdem ein veränderbares Potentivmeter P3 vorgesehen.
- Eine vielseitige Verwendung der Einrichtung nach der Erfindung wird dadurch erzielt, daß sie auch zum Umschalten der Geberanordnung auf Handbetrieb eingerichtet ist. Zu diesem Zweck werden mittels eines Umschalters 12 die Kontakte 5 und 6 abgeschaltet und die Handtaste 13 an die Stelle des Kontaktes 5 gelegt. An die Stelle des Kontaktes 6 wird automatisch mit der Umschaltung auf Handbetrieb ein Widerstand Ry parallel zum Potentiometer P2 gelegt. Der Widerstand R9 ist von erheblich niedrigerer Ohmzahl als das Potentiometer P2, so daß die negative Gittervorspannung am Rohr 3 normalerweise überwiegt und nur so lange durch die positive Gittervorspannung aufgehoben wird, wie der Handkontakt 13 in der Kathodenleitung des Rohres 4 geschlossen ist. Die von der Strichelung 14 eingerahmte Schaltung bildet ein selbständiges Gerät, das mit dem Teil 15, der beispielsweise zu einem Morseschnellgeber gehört, durch Leitungen verbunden ist.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Röhrentastgerät zum Tasten von Impulsen, vorzugsweise für Impulstelegraphie und zur Steuerung des Anfanges bzw. Endes von Morsezeichen, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerelemente, insbesondere Kontakte (5, 6) zum Ein- und Ausschalten der Signale in die Sperr- Leitungen zweier über nur Ohmsche Glieder (R1, R2, R3, R1) in Multivibratoranordnung gegeneinandergeschalteten Röhren (3, 4) gelegt sind, von denen eine oder beide mit ihrem Gitter an eine Tongeneratoranordnung (I, II) angeschlossen sind und deren gemeinsamer Ausgang über eine Verstärkeranordnung (io) an den Sender (1 i) führt.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Röhren (3, 4) mit ihren Gittern an zwei Generatoren (1, 11) verschiedener Frequenz liegen.
- 3. Einrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Kontakt, der den Einsatz der Zeichen steuert, ein Telegraphenkontakt ist, während das andere Steuerelement, das die Zeichen beendigt, im Gerät selbst enthalten ist und eine bestimmte Zeit nach dem Beginn jedes Zeichens automatisch eine I"mschaltung der beiden Röhren bewirkt.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerelement zum Beendigen eines Zeichens eine Kondensatoranordnung bestimmter Zeitkonstante ist, die sich bei Stromdurchgang der ersten Röhre aufzuladen bzw. zu entladen beginnt und in einem festgelegten Entspannnungszustand die Umschaltung der Röhren bewirkt.
- 5. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Tastrelais für eine Multiplextelegraphiereinrichtung dient.
- 6. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsspannung von der gemeinsamen Kathodenleitung und der Erdleitung abgenommen wird.
- 7. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät mit einer solchen Steckervorrichtung versehen ist, die es gestattet, das Gerät an Stelle eine mechanischen Relais an ein Telegraphengerät anzuschließen. B. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Umschaltung auf Handbetrieb Mittel (12) vorgesehen sind, die die automatischen Steuerkontakte (5, 6) abschalten und die Gittervorspannung des einen Rohres (3) vergrößern, während in die Gitterleitung des anderen Rohres (4) ein Handkontakt (13) gelegt ist. 9.' Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel für Handbetrieb, das die Gittervorspannung des einen Rohres (3) vergrößert, insbesondere ein Widerstand (R9), innerhalb des eigentlichen Gerätes angeordnet ist, während der Handschalter (13) mit diesem durch Zuleitung verbunden ist. i o. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß einstellbare Mittel (Pi, P2) zur Symmetrierung der beiden Röhrenzweige, insbesondere Ausgleichspotentiometer für die Gittervorspannungen vorgesehen sind. i i. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß in die Ausgangsleitung der Multivibratoranordnung ein Tiefpaßfilter (C2, R6) zur Begrenzung der -Schaltspannungsspitzen gelegt ist. 12. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß in die Ausgangsleitung der Multivibratorschaltung ein Pegelbegrenzer (G1, R7 C3) zur Unterdrückung der Schaltungsspannungsspitzen gelegt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH664A DE843428C (de) | 1949-11-29 | 1949-11-29 | Roehrentastgeraet zum Tasten von Impulsen, vorzugsweise fuer Impulstelegraphie und zur Steuerung des Anfanges bzw. Endes von Morsezeichen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH664A DE843428C (de) | 1949-11-29 | 1949-11-29 | Roehrentastgeraet zum Tasten von Impulsen, vorzugsweise fuer Impulstelegraphie und zur Steuerung des Anfanges bzw. Endes von Morsezeichen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE843428C true DE843428C (de) | 1952-07-07 |
Family
ID=7142248
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH664A Expired DE843428C (de) | 1949-11-29 | 1949-11-29 | Roehrentastgeraet zum Tasten von Impulsen, vorzugsweise fuer Impulstelegraphie und zur Steuerung des Anfanges bzw. Endes von Morsezeichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE843428C (de) |
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1949
- 1949-11-29 DE DEH664A patent/DE843428C/de not_active Expired
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