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Hochspannungsblitzgerät mit drahtlos gezündetem Zusatzblitzgerät Es
sind schon Blitzlichtanordnungen bekanntgeworden, bei denen das Objekt durch eine
Hauptlampe und eine oder mehrere Nebenlampen angeblitzt wird. Damit die Nebenlampen
zugleich mit der Hauptlampe aufleuchten, sind sie mit Photozellen ausgestattet,
die durch die Lichtwirkung der Hauptlampe ihrerseits die Nebenlampen zur Wirkung
bringen. Eine derartige drahtlose Auslösung der Neben-Lampen hat den Vorteil, daß
man infolge des Fehlens der Verbindungskabel zwischen Haupt- und Zusatzgeräten in
der Aufstellung der Lampen in weitem Maße freizügig ist und so die verschiedensten
Beleuchtungseffekte erzielen kann. Nachteilig ist jedoch, daß die Nebenlampen auch
unzeitig durch Fremdblitze ausgelöst werden können.
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Dieser Nachteil wird bei der Einrichtung nach der Erfindung vermieden.
Sie sieht ein Hochspannungsblitzgerät mit drahtlos gezündetem Zusatzblitzgerät vor,
bei dem bei der Zündung der Hauptlampe ein Hochfrequenzschwingungskreis erregt wird,
dessen Ausstrahlung über einen auf die gleiche Schwingungszahl abgestimmten Schwingungskreis
im Zusatzblitzgerät die Zündung der Zusatzlampe auslöst.
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Dabei können die Schwingungskreise im Haupt- und Zusatzgerät jeweils
von vornherein fest aufeinander abgestimmt sein. Aus Herstellungsgründen und für
eine gelegentliche Umstellung der Schwingungszahl ist es aber von Vorteil, die Abstimmung
der Schwingungskreise aufeinander durch auswechselbare Schaltelemente erfolgen zu
lassen. Es brauchen dann nur jeweils in die fertigen Geräte derartige einander angepaßte
Schaltelemente eingesetzt zu werden, womit die Geräte aufeinander abgestimmt sind.
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Um auch bei weit auseinander aufgestellten Blitzgeräten mit Sicherheit
zu einer Zündung zu kommen, ist es zweckmäßig, wenn der Schwingungskreis im Zusatzgerät
am
Gitter einer Steuerröhre liegt, welche in den von einem Zündkondensator gespeisten
Zündkreis der Zusatzlampe geschaltet ist. Dadurch genügt schon ein geringer Impuls
auf den Gitterkreis der Steuerröhre, um die Zündung auszulösen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Fig. i das Schaltschema für das Hauptgerät und Fig. 2 das Schaltschema
für das Zusatzgerät.
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An eine in üblicher Weise erzeugte Hochspannung von beispielsweise
25oo V ist im Speisegerät A der Speicherkondensator i und parallel dazu im Blitzlichtgerät
B die Hauptlampe 2 mit den Arbeitselektroden 2- und 2k angeschlossen. Der Zündkreis,
der nicht besonders gezeichnet ist, wird in üblicher Weise an die Zündelektrode
2z über einen Blitzlichtkontakt der Kamera angelegt. Ferner liegt 'im Arbeitskreis
der Lampe 2 noch die Primärwicklung 3 eines Transforniators, dessen Sekundärwicklung
4 zusammen mit den Drosseln 5, 6, der Löschfunkenstrecke 7, den zwei Kondensatoren
8, 9 und der Primärwicklung io des Sendetransformators einen Hochfrequenzschwingungskreis
bildet. An die Sekundärwicklung ii des Sendetransformators schließt sich beiderseits
der Dipol 12,12' an. Der Sendetransformator io, ii ist ein geschlossener austauschbarer
Bauteil, durch dessen entsprechende Bemessung die Schwingungszahl des Hochfrequenzkreises
bestimmt werden kann.
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Das Zusatzgerät besteht ebenfalls aus einem gebräuchlichen Speisegerät
A' und dem eigentlichen Zusatzblitzgerät C. Im Speisegerät A' ist wieder eine Spannung
von etwa 25oo V an einen Speicherkondensator i' angeschlossen. Ferner sind im Zusatzblitzgerät
C die Arbeitselektroden 13" und 13k der Zusatzlampe 13 parallel zu dem Kondensator
i' geschaltet. Weiter liegt am Kondensator i' ein aus den drei Widerständen 14,
15, 16 bestehender Spannungsteiler. Vor und hinter dem mittleren Widerstand 15 ist
über Schutzwiderstände 17 und 18 der Gitterkondensator i9 angeschlossen, der das
Gitter Zog der Steuerröhre 20 so weit vorspannt, daß eine geringe Spannungsverschiebung
genügt, um die Steuerröhre 20 überschlagen zii lassen. Im Gitterkreis liegt noch
die Primärwicklung 21 des Eingangstransformators, dessen Sekundärwicklung 22 beiderseits
an einen Dipol 23, 23' angeschlossen ist. Kondensator i9, Wicklung 21, Gitter Zog,
Anode 20a bilden den Hochfrequenzschwingungskreis des Zusatzblitzgerätes. Der Eingangstransformator
21, 22 ist ebenfalls austauschbar. Die Arbeitsspannung von 7oo bis 8oo V für die
Steuerröhre 20 liefert der Kondensator 24, der vom Spannungsteilersystem 14 bis
16 aufgeladen wird. Im Arbeitskreis der Steuerröhre 20 liegt noch die Primärwicklung
25 des Zündtransformators, dessen Sekundärwicklung 26 in den Zündkreis der Zusatzlampe
13 geschaltet ist. Dieser Zündkreis umfaßt also Wicklung 26, Zündelektrode 13Z und
Kathode 13k. Kurze Zeit nach Anschluß der Blitzgeräte B und C an die Speisegeräte
A und A' und deren Einschaltung sind die Kondensatoren i, i', i9 und
24 aufgeladen. Am Gitter Zog der Steuerröhre 20 liegt dann eine Vorspannung, die
nur wenig niedriger ist als die Kippspannung dieser Röhre. Wird durch den Blitzlichtkontakt
der Kamera die Zündspannung an die Elektrode 2z gelegt, so erfolgt die Zündung der
Lampe 2 unter Entladung des Kondensators i. Der dabei sich ergebende Stromstoß erzeugt
über den Transformator 3, 4 eine Hochspannung von etwa 20 ooo bis 30 000
V und mittels der Löschfunkenstrecke 7 im Hochfrequenzkreis 4-io eine hochfrequente
Schwingung, die durch den Dipol 12, 12' ausgestrahlt wird.
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Die von dort ausgehenden auf den Dipol 23, 23' des Zusatzgerätes auftreffenden
Wellen rufen über den Eingangstransformator 22, 21 eine hochfrequente Schwingung
im Kreis 19-21 und damit eine Spannungsverschiebung am Gitter Zog hervor, die zum
Überschlagen der Steuerröhre 20 führt. Dabei verhindern die Schutzwiderstände 17,
18 ein wirkungsloses Abfließen der Hochfrequenz. Es entlädt sich der Kondensator
24 über die Röhre 20 und die Primärspule 25 des Zündtransformators, dessen Sekundärspule
26 infolge des Entladungsstromstoßes die für die Zündung der Zusatzlampe 13 erforderliche
Spannung an die Zündelektrode 13z liefert. Die Zusatzlampe 13 wird somit gezündet.
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Durch geeignete Auswahl der Schaltelemente 3, 4 und 21, 22 können
die beiden Hochfrequenzkreise so selektiv aufeinander abgestimmt werden, daß von
dritter Seite ausgehende Impulse für die Zündung der Zusatzlampen wirkungslos sind.
Natürlich können auf diese Weise auch mehrere Zusatzlampen gezündet werden, was
für viele, Zwecke von Bedeutung ist.