DE8402308U1 - Mit einer beflockung versehene stoffbahn - Google Patents
Mit einer beflockung versehene stoffbahnInfo
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Description
Birgit Maute A 37 7 96/bri
745 3 Burladingen
Die Erfindung betrifft eine mit einer Beflockung versehene Stoffbahn.
Bei mit einer Beflockung versehenen Stoffbahnen dieser Art besteht die Trägerschicht aus Vlies mit Außenflächen.
Diese Stoffbahnen werden beispielsweise zur Herstellung von Klemmkissen für Schmucketuis verwendet, wobei die
Stoffbahnen auf einer Kartonunterlage befestigt sind. Der Vlies und damit die Stoffbahnen sind relativ teuer.
Außerdem drücken sich Schmuckstücke, die auf den mit dem beflockten Vlies versehenen Klemmkissen liegen,
leicht auf dem Vlies ab, so daß nach der Entnahme der Schmuckstücke ein Abdruck zurückbleibt. Dadurch ist das
Aussehen solcher Schmucketuis beeinträchtigt, und diese können nicht mehr zur Aufbewahrung anderer Schmuckstücke
verwendet werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine beflockte Stoffbahn dieser Art so auszubilden, daß sie kostengünstig
hergestellt werden kann, sich nicht bleibend verformen läßt und vielfältig einsetzbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Infolge der erfindungsgemäßen Ausbildung entfällt der teure Vlies; dafür wird der Schaumstoff als Trägerschicht
verwendet, der die glatte Außenhaut mit einer Beflockung
aufweint. Die erfindungsgemäßen Stoffbahnen mit Schaumstoff
sind wesentlich kostengünstiger als die bekannten Stoffbahnen mit beflocktem Vlies/ so daß die Herstellungskosten
erheblich gesenkt werden können. Die erfindungsgemäßen Stoffbahnen sind infolge der Schaumstoffträgerschicht
elastisch nachgiebig, so daß sie sich/ z.B. zur Verwendung als überzug für Klemmkissen von Schmucketuis,
2!war leicht zusammendrücken lassen, nach der Entnahme eines Schmuckstückes jedoch wieder ihre ursprüngliche
Gestalt annehmen, so daß keine bleibenden Abdrücke entstehen können. Die Dicke der Schaumstoffsehicht kann
an den jeweiligen Verwendungszweck ohne weiteres angepaßt werden. Die erfindungsgemäßen Stoffbahnen haben außerdem
wegen der Schaumstoffschicht eine relativ starke Dehnbarkeit, so daß sie sich zur Verwendung in der Textilbranche
eignen. Beispielsweise können aus den erfindungsgemäßen Stoffbahnen Buchstaben, Embleme oder andere
Zeichen hergestellt werden, die auf Kleidungsstücke, beispielsweise Blusen oder Hemden od. dgl., aufgebügelt,
aufgenäht, aufgeklebt oder auf andere Weise befestigt werden können. Diese Buchstaben können dann die Dehnungen
des Gewebes mitmachen, auf dem sie befestigt sind.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung|dargesteilten
Ausführungsbeispieles näher beschrieben. In der Zeichnung ist deiAufbau einer erfindungsgemäßen
Stoffbahn schematisch dargestellt.
Die Stoffbahn 1 besteht aus einer mittleren Trägerschicht 2,
« · II*·
dereL Ober- und Unterseite 3 und 4 mit jeweils einer Deckschicht
5 bzw. 6 versehen sind.
Die Trägerschicht 2 besteht aus Schaumstoff, der je
nach dem Verwendungszweck der Stoffbahn mehr oder weniger dick ist. Die obere Deckschicht 5 besteht aus einer
Folie» die vorzugsweise aus Polyurethan, Polyvinylchlorid, Polyester oder Polyäthylenvinylacetat besteht, Mit der oberen
Deckschicht 5 wird die unebene Außenseite 3 der Trägerschicht 2 überdeckt. Auf der glatten Folienoberseite
kann eine gleichmäßige, gut haftende Beflockung 7 aufgebracht werden. Die Beflockung besteht vorzugsweise
aus Poly&crylnitril, Polyamid, Polyester, Viskose oder
Baumwolle.
Die untere Deckschicht 6 ist ein Granulat, wie ein PoIyuiethan-,
Polyvinylchlorid-, Polyester- oder χ Granulat. Sie dient als Verbindungsschicht, mit der aus
der Stoffbahn 1 hergestellte überzüge, Verkleidungen, Buchstaben, Embleme od. dgl. auf einen beliebigen (nicht
dargestellten) Tragkörper, wie einen Karton für ein Klemmkissen eines Schmucketuis, ein Bekleidungsstück od.
dgl., durch Hochfrequenz- oder Heizschweißen oder Aufbügeln aufgebracht werden können. Auf diese Weise kann
die Stoffbahn 1 bzw. die daraus hergestellten überzüge oder Buchstaben od. dgl. in einem einzigen Arbeitsgang
äußerst einfach und in kurzer Zeit auf dem Tragkörper befestigt werden, ohne daß in einem zusätzlichen Arbeitsgang
die Deckschichten aufgebracht oder zwischen dem Tragkörper und der Beflockung angeordnet werden müssen.
Die untere Deckschicht 6 kann wie die obere Deckschicht aus einer Folie bestehen und wie diese eine dünne Haut der
X Polyäthylenvinylacetat
Tragschicht 2 bilden. Die untere Folie kann aus denselben Materialien wie die obere Deckschicht 5 bestehen. Sie
eignet sich ebenfalls zum Aufschweißen oder Aufbügeln der ' Stoffbahn 1 bzw. des daraus hergestellten Überzuges oder
Buchstabens od. dgl. auf den zugehörigen Tragkörper.
Anstelle der oberen Deckschicht kann zur Bildung einer glatten Haut der Tragschicht 2 auch deren obere Außenfläche
3 verschweißt sein. Auf der dadurch gebildeten glatten Außenhaut läßt sich die Beflockung 7 ebenfalls
einfach und gleichmäßig aufbringen.
Die Stoffbahn 1 hat infolge der verwendeten Schaumstoffträgerschicht
2 eine hohe Elastizität, so daß sie sich bzw. aus ihr hergestellte überzüge unter Druck elastisch
zusammendrücken lassen und sich nach Druckbelastung wieder aufrichten, so daß keine Abdrücke zurückbleiben.
Außerdem ist die Stoffbahn 1 sehr stark, beispielsweise bis etwa 60%, dehnbar, so daß sie sich besonders zur
Verwendung in der Textilindustrie eignet. Aus ihr können beispielsweise Buchstaben oder andere Zeichen od. dgl.
ausgeschnitten und dann auf eine Bluse, ein Hemd od. dgl. aufgebügelt werden. Die Buchstaben können sich
entsprechend dem Stoff dehnen. Da die Buchstaben auf das Textilgewebe aufgebügelt werden, können sie auch auf
Geweben befestigt werden, die keine Mixstruktur aufweisen. Die Zeichen können daher bei Geweben verwendet werden,
auf denen bisher keine Stickereien angebracht werden können, z.B. auf grobmaschigen oder stark dehnbaren Geweben.
Wenn die Stoffbahn 1 als überzug, beispielsweise für ein Klemmkissen eines Schmucketuis, verwendet wird,
weisen die Trägerschicht 2 und die Beflockung 7 vorzugsweise eine Dicke von etwa 5 mm und etwa 0,5 bis 1 mm auf.
Infolge der relativ dicken, großvolumigen Trägerschicht gewährleistet der Überzug eine gute Polsterung.
Dagegen hat die Stoffbahn 1 eine wesentlich
dünnere Trägerschicht, wenn aus ihr beispielsweise Buchstaben hergestellt werden sollen. Die Trägerschicht hat dann
nur etwa eine Dicke von 0/5 mm, während die Dicke der Beflockung
wiederum etwa 0,5 bis 1mm beträgt. Durch die geringe Dicke der Trägerschicht wird erreicht, daß die aufgeklebten
Buchstaben auf dem Gewebe nicht stark auftragen.
Claims (7)
1. Mit einer Beflockung versehene Stoffbahn, bei der die
Beflockung auf einer Trägerschicht mit einer im wesentlichen glatten Außenseite vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Trägerschicht (2) aus Schaumstoff besteht, dessen glatte Außenseite durch eine
Haut (5) gebildet ist.
2. Stoffbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haut (5) durch eine auf der zugehörigen Außenfläche
(3, 4) der Trägerschicht (2) vorgesehene Folie gebildet ist.
3. Stoffbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Haut eine Schweißschicht der Trägerschicht (2) ist.
4. Stoffbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die von der Beflockung abgewandte Außenfläche (4) der Stoffbahn (1) eine Außenseite
einer Granulatschicht (6) ist.
5. Stoffbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Haut (5) und/oder die Granulatschicht (6) aus Kunststoff, vorzugsweise Polyurethan,
Polyvinylchlorid, Polyester, Polyamine!, Polyvinylacetat,
Acrilat, Polyäthylenvinyläcetat, Polyäthylen und deren
Derivaten besteht.
• · Mf*
6. Stoffbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Beflockung (7) aus Kunststoff,
vorzugsweise Polyacrylnitil, Polyamid, Polyester o.dgl. besteht.
vorzugsweise Polyacrylnitil, Polyamid, Polyester o.dgl. besteht.
7. Stoffbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Beflockung (7) aus Baumwolle,
Viskose od. dgl. besteht.
Viskose od. dgl. besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19848402308 DE8402308U1 (de) | 1984-01-27 | 1984-01-27 | Mit einer beflockung versehene stoffbahn |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19848402308 DE8402308U1 (de) | 1984-01-27 | 1984-01-27 | Mit einer beflockung versehene stoffbahn |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8402308U1 true DE8402308U1 (de) | 1984-05-03 |
Family
ID=6762851
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19848402308 Expired DE8402308U1 (de) | 1984-01-27 | 1984-01-27 | Mit einer beflockung versehene stoffbahn |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8402308U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3439075A1 (de) * | 1984-10-25 | 1986-05-07 | Chemische Fabrik Pfersee Gmbh, 8900 Augsburg | Isoliertapete und verfahren zu deren herstellung |
-
1984
- 1984-01-27 DE DE19848402308 patent/DE8402308U1/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3439075A1 (de) * | 1984-10-25 | 1986-05-07 | Chemische Fabrik Pfersee Gmbh, 8900 Augsburg | Isoliertapete und verfahren zu deren herstellung |
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