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Vorrichtung zum Anzeigen des Standes einer Flüssigkeit in einem Behälter
Die
Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Anzeigen des Standes einer Flüssigkeit
in einem Behälter; diese Vorrichtung kann mit dem Behälter fest verbunden sein;
sie kann auch jeweils zum Dessen des Flüssigkeitsstandes in Behälter eingesetzt
werden.
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In vielen Fällen ist es bei offenen oder geschlossenen Behältern,
z. B. bei Kammern von Tankwagen z. B. für Kraftstoffe, von Wichtigkeit, den Stand
des Flüssigkeitsspiegels in dem Behälter erkennbar zu machen, um z. B. den Füllungsgrad
bis zu einem Eichstrich feststellen zu können.
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Dabei ist es unter Umstnden erwünscht, die Bestimmung des Flüssigkeitsspiegels
z. B. die tYbereinstimmung des Spiegels mit einer Eichmarkierung, so genau als möglich
festzustellen. Eine solche Anzeige wird naturgemäß um so genauer. je kleiner die
Fliiche des Flüssigkeitsspiegels an der Ablesestelle im Verhältnis zu dem Gesamtvolumen
des Behälters ist.
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In vielen Fällen wird zu diesem Zweck auf große Behälter, z. B. Tankwagenkammern
für Treibstoffe, ein Dom bzw. ein enger Aufsatz aufgesetzt, wobei der Stand des
Flüssigkeitsspiegels in diesem Dom durch seitlich angebrachte Rohre bzw. Schaugläser
beobachtet wird. Ist die Stellung des Behälters bzw die Lage der Ebene des Flüssigkeitsspiegel
s zu der Marke nicht in allen Fällen die gleiche, so kann man gegenüberliegende
Schaugläser mit gegenülierl iegenden Starken zwecks genauer vergleichender Ablesung
vorsehen.
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Diese Schaugläser bzw. Fllissigkeitsstandrohre und auch ebenfalls
bekannte rohrförmige Stantlanzeiger mit Ringmarkierung am oberen Teil eines
Behälters,
z. B. auf Tankwagen zwischen zwei Domen, haben den Nachteil der Zerbrechlichkeit,
der gerade bei feuergefährlichen Flüssigkeiten schwerwiegend ist. Außerdem müssen
solche Standanzeigen am oberen Teil eine Belüftung besitzen; auch sind sie nicht
leicht zu reinigen.
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Nach der Erfindung wird eine neue Art von Anzeigegerät vorgeschlagen,
die aus einem an der Spitze geschlossenen oder offenen, mit der Spitze in das Gefäß
von oben eingebrachten, mit einem Teil der Kegelfläche, mindestens bis zu einer
Marke, z. B. Eichmarke, bei Füllung des Behälters in die Flüssigkeit eintauchenden
trichterförmigen bzw. hohlkegelförmigen Stück besteht. Die Randfläche des Trichters
bzw. Hohlkegels kann dabei mit der Wandung des Behälters, z. B. dem Rand der oben
gelegenen Beobachtungsöffnung, verbunden sein. Die Standfläche des Kegels ist zweckmäßig
von einem durchsichtigen Material abgedeckt, was insbesondere bei fest an einem
Behälter anzubringenden, der Verschmutzung ausgesetzten Einrichtungen zum Anzeigen
der hinreichenden Füllung des Behälters von Wert ist.
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Insbesondere eignet sich die Einrichtung gemäß der Erfindung für
den Einbau in Öffnungen, z. B. tWiffnungen von Domen, von Kraftstofftransportbehältern,
aus denen der gesamte Inhalt, z. B. zum Füllen des Vorratstanks einer Tankstelle,
ausgelassen werden soll, bei denen also die Feststellung des korrekten Flüllungsgrades,
d. h. eines bestimmten Tankinhalts, von Bedeutung ist.
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Die trichterförmige Einrichtung zur Feststellung des Inhalts eines
Gefäßes bzw. Anzeigen des Standes der Flüssigkeit in einem Gefäß gemäß der Erfindung
kann aus einem durchsichtigen oder durchscheinenden Stoff bestehen ; in diesem Fall
ist es meist vorteilhaft, einen Trichter bzw. Hohlkegel mit geschlossener Spitze
zu verwenden. Die Stelle des Anliegens des Fltissigkeitsspiegels an der Außenfläche
dieses Hohlkegels kann von oben, von der Kegelstandfläche aus, leicht und deutlich
beobachtet und mit einer Marke oder Skala, die sich an der Innenfläche oder der
Außenfläche des Kegelmantels befinden kann, verglichen werden. Ein solcher Trichter
kann aus Glas, vorzugsweise aus außen mattiertem Glas, bestehen.
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Wird ein solcher Glashohlkegel in eine obere Oeffnung eines Kesselwagentanks
eingebaut, so ist der Kesselwagen an dieser Stelle verschlossen, und es bedarf keiner
zusätzlichen Vorsichtsmaßnahme.
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Der Hohlkegel selbst kann geschützt werden durch Bedecken der nach
oben offenen Kegelstandfläche durch ein z. B. fest eingebautes Schutzglas. Dahei
ist es ohne weiteres möglich, entsprechende Markierungen an zwei oder mehr gegenüberliegenden
Stellen der Trichterfläche anzubringen, z. B. eine Ringmarkierung. Es hat sich gezeigt,
daß z. B. bei Verwendung eines Glashohlkegels mit Außenmattierung und mit Markierung
der Innenfläche eine Beobachtung des Standes des Flüssigkeitsspiegels in einem Treibstofftank
ausgezeichnet möglich ist; der Flüssigkeitsspiegel ist deutlich und scharf sichtbar
und mit der Marke oder den Marken vergleichbar.
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Statt Glas können auch andere durchsichtige oder durchscheinende
Stoffe verwendet werden, z. B.
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Kunststoffe, vorausgesetzt, daß der Kunststoff gegenüber der Flülssigkeit
in dem Behälter beståndig ist. Statt der Beohachtullg des Flüssigkeitsspiegels an
der Außenwandullg eines durchscheinenden oder durchsichtigen hohlkegels kann er
auch durch Offenlassen der Kegelspitze an der Innenwandung beobachtet werden.
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Gemäß einer anderen levorzugten Rusführungsform der Erfindung besteht
die trichterförmige Einrichtung zum Anzeigen des Standes einer Flüssigkeit in einem
Behälter aus einem uiidurchsichtigen Stoff, z. B. einem letalllilech. In diesem
Falle muß ein an der Spitze offener Trichter verwendet werden, und die Marke lizw.
die Starken muß lizw. müssen sich an der Innenfläche des Trichters he finden.
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In vielen Fällen ist es zweckmäßig und unter Umständen notwendig,
daß die Innenflächen eines solchen Trichters blank bzw. spiegelnd sind, um das von
oben einfallende Licht allseitig gut zu reflektieren und den Flüssigkeitssl,iegel
gut erkennbar zu machen. Bei manehen Beobachtungsbedingungen und manchen Flüssigkeiten
kann es auch angebracht sein, die Innenflächen des Trichters dunkel und/oder matt
zu halten.
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Bei der Verwendung derartiger trichterförmiger Anzeigeeinrichtungen
aus undurchsichtigem Material tritt die Flulssigkeit durch die offene Spitze des
Trichters in den Trichterinnenraum ein. Infolge der Lage der Trichterflächen ist
der Spiegel der Flüssigkeit in dem Trichterinnenraum leicht zu erkennen und mit
der Marke oder den Marken leicht zu vergleichen.
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Der Kegelwinkel des Trichters ist beliebig.
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Zweckmäßig wird der Winkel nicht zu groß gewählt. In den meisten Fällen
ist ein spitzer Winkel. insbesondere von weniger als 450, zwischen der Kegelmittellinie
und einer auf dem Kegelmantel von der Spitze zum Grundkreis gedachten Geraden von
Vorteil. Die Form der Grundflächen des Trichters ist aus Zweckmäßigkeitsgründen
in der Regel kreisförmig, jedoch könnte auch eine andere Grundflächenform, z. B.
eine elliptische Grundfläche, angewendet werden; die Grundfläche kann auch mehreckig
sein, so daß die Flächen einer Pyramide vorliegen.
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Die Öffnung an der Trichterspitze braucht nicht groß zu sein, sondern
nur binzureichen, um eine rasche Gleichstellung bzw. Einstellung des Flüssigkeitsspiegels
in dem Trichterinnenraum und dem Gefäß, dessen Inhalt zu messen ist. zu sichern.
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Im allgemeinen wird die Einrichtung gemäß der Erfindung von besonderem
Vorteil in den Fällen sein, in denen die Einrichtung fest und im wesentlichen dauernd
mit dem Gefäß verbunden ist, dessen Inhalt festzustellen ist. Tinte Umständen aber
kann die Einrichtung auch von dem Gefäß oder den Gefäßen, dessen bzw. deren Inhalt
gemesJen oder festgestellt werden soll, getrennt ausgeführt werden, was insbesoiidere
bei Standardgefäßen mit stets gleichem oder im wesentlichen
gleichem
Inhalt von \'c,rteil seiii kann. Zum leispiel kann liei Fässern, deren Fassungsvermögen
unter einander praktisch das gleiche ist, die jedoch unter Belassung eines gewissen
Luftraumes gefüllt werden und die eine in allen Fällen gleiche Öffnung, z. B. die
Beschickungsöffnung, besitzen, eine Einrichtung g gemäß der Erfindung zur Bestimmung
des genauen Inhaltes einer Reihe von Gefäßen verwendet werden. In einem solchen
Falle wird eine gesondert ausgeführte Einrichtung jeweils in die Öffnung eines Fasses
eingesetzt. nach Feststellung des Inhaltes aus dieser Öffnung herausgenommen und
durch Einsetzen in die gleichdimensionierte Öffnung des zweiten Fasses dessen Inhalt
bestimmt und so fort. Zweckmäßig wird dabei die Finrichtung gemäß <1er Erfindung
nicht mit nur einem Markierungsstrich, sondern mit einer Skala versehen, die es
gestattet. den Grad der unterschüssigen oder überschüssigen Füllung festzustellen.
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Auch l>ei kleineii Durchmessern der Öffnung und des Trichters
ist ein Vergleich des Flüssigkeitsstandes mit einer Marke l)zw. den Marken einer
Skala infolge der guten Lichtreflektion, im übrigen auch bei mäßiger Beleuchtung,
gut zu erkennen.
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In der Zeichnung sind bevorzugte Ausführungsformen eiiier Einrichtung
gemäß der Erfindung dargestellt.
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Fig. 1 zeigt im Schnitt eine hohlkegelförmige Ausbildung eines Anzeigegerätes
gemäß der Frfindung aus Glas: Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Einrichtung der
Fig. 1: Fig. 3 zeigt eine trichterförmige Ausbildung der Einrichtung gemäß der Erfindung
aus Stahlblech mit einer Öffnung an <ler Spitze, während Fig. 4 eine Draufsicht
auf die Einrichtung g gemäß Fig. 3 darstellt. i)er Glastrichter I mit mattierter
Außenfläche ist iii die Öffnung 2 der oberen Wandung 3 eines Gefäßes eingel) aut,
in dem die Höhe des Flüssigkeitsspiegels 4 beobachtet werden soll. An der Trichteriniienfläche
sind eingeritzte Markierungen 5 vorgesehen. Die Einrichtung ist in die Wandung 3
des Behälters eingebaut unter Zuhilfenahme eines Zwischenringes 6, der fest mit
der Wandung 3 verbunden ist und der einen Haltering 7 trägt, auf dem die Flanschfläche
8 des Trichters i ruht. Der Trichter wird in seiner Lage gehalten durch einen aufgesetzten
King 9. Abgedeckt ist der Trichter durch eine angeschraubte Glasplatte io (Fig.
2).
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Beim Füllen des Gefäßes ist bei der Beobachtung, senkrecht von oben
schon frühzeitig, noch vor der vllständigen Füllung. der die Spitze des Kegels erreichende
Flüssigkeitsspiegel zu erkennen, und es ist leicht die Übereinstimmung z. B. der
obersten Marke 5 mit dem Flüssigkeitsspiegel 4 festzustellen.
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Wird der Trichter (Fig. 3) aus einem inilen blanken Stahlblech hergestellt,
so wird an der Trichterspitze eine Öffnung IiI vorgesehen und für einen Druckausgleich
zwischen dem Luftraum im Trichter und dem Luftraum in dem Gefäß, z. 1s. durch eine
Öffnung in dem oberen Teil der Trichterwandung, oder mit der Atmosphäre gesorgt.
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PATENTANSPROCHE : I. Vorrichtung zum Anzeigen des Standes einer Flüssigkeit
in einem Gefäß, hestehend aus einem oberhalb des Spiegels der Flüssigkeit an dem
Gefäß mit der Standfläche nach oben angehrachten lzw. anzubringenden, in das Gefäß
mindestens bis zu dem niedrigsten festzustellenden Flüssigkeitsspiegelniveau hineinragenden
Hohlkegel.
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2. Vorrichtung zum Anzeigen des Standes einer Flüssigkeit in einem
Gefäß gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kegelgrundfläche durch eine
durchsichtige Schicht. z. B. eine Glasplatte, abgedeckt ist.