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DE849318C - Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Brennkraftmaschinen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Brennkraftmaschinen

Info

Publication number
DE849318C
DE849318C DED3525D DED0003525D DE849318C DE 849318 C DE849318 C DE 849318C DE D3525 D DED3525 D DE D3525D DE D0003525 D DED0003525 D DE D0003525D DE 849318 C DE849318 C DE 849318C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxygen
internal combustion
air
combustion engine
cylinders
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED3525D
Other languages
English (en)
Inventor
Emil Drestler
Hans Juergen Rommel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
VACUUM OEL AG DEUTSCHE
Original Assignee
VACUUM OEL AG DEUTSCHE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by VACUUM OEL AG DEUTSCHE filed Critical VACUUM OEL AG DEUTSCHE
Priority to DED3525D priority Critical patent/DE849318C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE849318C publication Critical patent/DE849318C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B77/00Component parts, details or accessories, not otherwise provided for
    • F02B77/04Cleaning of, preventing corrosion or erosion in, or preventing unwanted deposits in, combustion engines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Exhaust Gas After Treatment (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Brennkraftmaschinen Es sind Verfahren zur Reinigung von Brennkraftmaschinen durch Verbrennung der im Zylinderinnern vorhandenen Rückstände mittels Zufuhr von Sauerstoff oder Luft bekannt. Bei diesen bekannten Verfahren läßt sich eine übermäßig große Wärmeentwicklung an einzelnen Stellen im Innern der Kraftmaschine und infolgedessen das Auftreten gefährlich hoher Temperaturen an einzelnen Metallteilen nicht vermeiden. Bei den bekannten Verfahren strömen nämlich die zugeführten 'Gase immer in derselben Richtung. An einzelne zur Entzündung gebrachte Stellen dringt daher ununterbrochen unverbrauchter Sauerstoff. Die Verbrennung wird daher an diesen Stellen zu intensiv, und das Metall nimmt hier eine so hohe Temperatur an, daß ein Springen bzw. Verziehen eintreten kann. Die bekannten Verfahren haben sich daher in der Praxi als nicht durchführbar erwiesen.
  • Das Verfahren nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß zur Durchführung der Verbrennung in die Zylinder der Kraftmaschine gleichzeitig Sauerstoff und Luft in einem bestimmten Mengenverhältnis eingeleitet und zugleich das Triebwerk der Brennkraftmaschine mit einer geeigneten, zweckmäßig ebenfalls im voraus bestimmten Geschwindigkeit durch Fremdkraft in Betrieb gehalten wird. Ein derartiges Verfahren bringt dien Vorteil mit sich, daß bei ihm die Wärmeentwicklung überall im. Innern der Brennkraftmaschine beherrscht, d. h. in zweckentsprechender Weise abgeschwächt werden kann.
  • Da bei dem neuen Verfahren während der Verbrennung der Rückstände, die Kolben der Brennkraftmaschine hin und her gehen und die Ventile sich öffnen und schließen, fluten die an der Verbrennung beteiligten Gase im Innern derBrennkraftniaschine dauernd hin und her. An alle Stellen im Innern gelangen dabei abwechselnd sauerstoffreiche und sauerstoffarme Gasmischungen. Die Verbrennung wird daher überall abwechselnd verstärkt und geschwächt, d. h. ihre Intensität im ganzen verringert. Auch werden Flammen und glimmende Rückstandsteile hin und eher geworfen, und es wird hierdurch bewirkt, daß sämtliche im Innern der Brennkraftmaschine vorhandenen Rückstände zur Entzündung und zur Verbrennung gelangen.
  • Da eine Änderung des Mischungsverhältnisses von Sauerstoff und Luft sowie eine Änderung der Drehzahl des Triebwerkes vorgesehen ist, können die vorstehend erörterten Vorgänge weitgehend in der Weise reguliert werden, d'aß nirgends im Innern der Brennkraftmaschine an einzelnen Metallteilen Temperaturen von gefährlicher Höhe auftreten können.
  • Die Zeichnung stellt als Beispiel, in Perspektive und' zum Teil aufgeschnitten, den oberen Teil eines zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung hergerichteten, mit Generatorgas betriebenen \'ierzylinderkraftfahrzeugmotors dar, an dem auch alle übrigen Einrichtungen angebracht sind, die zur Durchführung des Verfahrens benötigt werden.
  • In der Zeichnung ist mit i eine Kurbel, mit 2 eine Pleuelstange, mit 3 ein Kolben, mit 4 ein Zylinder des Kraftfahrzeugmotors bezeichnet. Gleiche Teile der übrigen Zylinder sind mit denselben Zahlen bezeichnet zu denken. Zu jedem der Zylinder 4 gehört ein Brennraum 5 mit einer Öffnung für die Zündkerze 6, ein Einlaßventil 7 und ein Saugkanal B. Dieser Saugkanal 8 zweigt von dem Saugkrümmer 9 ab. In der Zeichnung sind an der Schnittstelle dieser beiden letzteren in ihrem Innern an den Wänden haftende Rückstände angedeutet. Von dem mit io bezeichneten Flansch des Saugkrümmers 9 ist der nicht gezeichnete Gasluftmischer abmontiert, und es sind in der Zeichnung durch die hierdurch freigelegte Öffnung dieses Flansches im Innern des Saugkrümmers an den Wänden haftende Rückstände zu erkennen. Unter dem Saugkrümmer 9 liegt der Auspuffkrümmer 12. Zwischen dem mit 13 bezeichneten Flansch dieses Auspuffkrümmers und dem nicht gezeichneten Auspuffrohr ist ein nicht gezeichnetes Verbindungsstück abmontiert. Die in dem Flansch 13 vorhandene Öffnung ist ferner durch einen in der Zeichnung nicht sichtbaren Stopfen ganz oder teilweise verschlossen zu denken.
  • Für die Zuführung von Sauerstoff ins Innere dies in der Zeichnung dargestellten Vierzylinderkraftfahrzeugmotors sind die vier nicht gezeichneten Zündkerzen herausgeschraubt, und in die dadurch freigelegten Zün-dkerzenöffnungen 6 sind, vier Düsenrohre 14 eingeschraubt, die ihrerseits mit Hilfe von vier Schläuchen 18 über vier Rückschlagsicherungen i9 an vier an einem Verteilerrohr 21 angebrachte Rohrstutzen 2o angeschlossen sind. Das Verteilerrohr 21 wiederum ist mittels eines Schlauches 23 über eine weitere Rückschlagsicherung 22 all die zur Druckminderung dienende Armatur 24 einer Sauerstofflasche 25 angeschlossen.
  • Die mit ihrem einen Ende in die Zündkerzen-Öffnungen eingeschraubten Düsenrohre 14 sind an ihrem anderen Ende mit Absperr- bzw. Regulierorganen 15 versehen. Im Innern der Düsenrohre 14 sind Düsen 16 angebracht, mit deren Hilfe den Zündkerzenöffnungen 6 Sauerstoff oder auch Luft in Form eines Strahles zugeführt werden kann. Ferner sind rings tim diese Düsen 16 in der Wanclung der Düsenrohre 14 fensterartig ausgebildete Öffnungen 17 vorgesehen, durch die Luft eingesaugt wird, solange Sauerstoff durch die Düsen strömt.
  • Im Fall des Auftretens von Verpuffungen im Innern der Brennkraftmaschine während der Verbrennung der Rückstände, ermöglichen diese Öffnungen 17 ferner einen Druckausgleich mit der Außenluft.
  • Die vier in den Zündkerzenöffnungen 6 eiligeschraubten und mittels der Schläuche 18 an das Verteilerrohr 21 angeschlossenen Düsenrohre 14 bilden zusammen mit dem an die Sauerstofflasche 25 angeschlossenen Schlauch 23 die Sauerstoffzuführungs- bzw. -verteilungsvorrichtung, mittels deren Hilfe den Zylindern 4 des Kraftfahrzeugmotors Sauerstoff zugeführt wird.
  • Sind nun in dem in der Zeichnung veranschaulichten Beispielsfall alle Z"orkelirutigen, die die Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung erfordern, wie dargestellt, getroffen, so wird die Kurbelwelle des Kraftfahrzeugmotors durch Fremdkraft, z. B. mittels eines nicht gezeichneten Anlaßmotors, in Umdrehungen versetzt, wodurch die Kolben auf und ab gehen und die Ventile sich öffnen und schließen. Zugleich wird die Sau.erstoffzuführungsvorrichtung angestellt, so daß durch die Zündkerzenöffnungen 6 Sauerstoff in die Verbrennungsräume 5 der Zylinder 4 geblasen und zugleich Luft durch die Öffnungen 17 angesaugt wird. Der Druck, lnit dem der Sauerstoff aus den Düsen 16 in die Brennräume eintritt, ist von der Größe der Brenrnräume und der Länge der an diese anschließenden Kanäle sowie anderen Faktoren abhängig und über eilt Reduzierventil regelbar. Ein Druck von ungefähr 3 bis 5 atü wird in den meisten Fällen genügen.
  • Sobald der zugeführte Sauerstoff bis in den Saugkrümmer 9 vorgedrungen ist, wird die Flamme des Schweißbrenners i i an die in dem Flansch io befindliche Öffnung herangeführt, und es werden mit ihr die in derp Saugkrümmer 9 vorhandenen Rückstände entzündet. Die in dieser Weise eingeleitete Verbrennung pflanzt sich dann auf Grund der pulsierenden Bewegung des Sauerstoffes bzw. des Sauerstoff-Luft-Gemisches durch die der motorischen Verbrennung dienenden inneren Räume des Kraftfahrzeugmotors, soweit Rückstände darin vorhanden sind, fort und hört nicht eher auf, bis sämtliche Rückstände verbrannt sind. Ist dieser Zustand erreicht, so ist die Befreiung des Kraftfahrzeugmotors von den in seinem Innern angesammelten Rückst'inden grundsätzlich beendet. In Form .von weicher Asche oder Zunder sind Rückstände in seinem Innern allerdings noch vorhanden. Sie können aber von hier leicht ausgetrieben werden, und zwar z. B. durch Ausblasen mit Luft bei noch in Gang befindlicher Maschine.
  • Hierzu kann beispielsweise auch die in der Zeichnung dargestellte Sauerstoffzuführungseinrichtung dienen, indem man das Verteilerrohr 21 noch besonders so herrichtet (nicht gezeichnet), daß es absperrbar an ein Druckluftsystem angeschlossen werden kann.
  • Wie weiter oben erwähnt, ist die Auspuffleitung des in der Zeichnung dargestellten Kraftfahrzeugmotors ganz oder teilweise z. B. durch einen Stopfen verschlossen zu denken. Diese Maßnahme beruht darauf, daß bei mit Generatorgas betriebenen Brennkraftmaschinen die Verschmutzung der Auslaßseite durch Rückstände in der Regel so geringfügig ist, daß auf ihre Beseitigung mittels des Verfahrens nach der Erfindung im allgemeinen verzichtet werden kann. Eine Verbrennung von Rückständen auf der Auspuffseite kommt dann nicht in Frage, und es ist daher auch ein Pulsieren von Sauerstoff bzw. einer Sauerstoff-Luft-Mischung hier unnötig. In diesem Fall kann man daher die Auspuffleitung an ihrem Ende ganz oder teilweise verschließen, womit ein nutzloses Entweichen von Sauerstoff vermieden wird:. Ein nur teilweises Abschließen dieser Leitung kann sich ferner insofern als vorteilhaft erweisen, als gegebenenfalls bei der Verbrennung der Rückstände im Innern der Brennkraftmaschine auftretende Drucksteigerungen sich durch den unvollständigen Verschluß der Auspuffleitung gefahrlos ausgleichen können.
  • Für den Erfolg des Verfahrens nach der Erfindung erweist es sich als ganz besonders entscheidend, daß der Brennkraftmaschine zugleich Sauerstoff und Luft zugeführt werden und dieser Sauerstoff in beliebigem Verhältnis mit Luft gemischt sein kann, daß während der Verbrennung der Rückstände sich (las Triebwerk der Brennkraftmaschine mit beliebig hoch eingestellter Drehzahl in Gang befindet und claß die Sauerstoffzufuhr zu den Gaszu-und -ableitungswegen auf Grund des CSffnens und Schließens der Ventile mit Unterbrechungen stattfindet. Es sind daher alle Voraussetzungen erfüllt, um die Intensität der Verbrennung beliebig regeln zu können. Eine langsame, bei verhältnismäßig geringer Temperatur erfolgende Verbrennung ist bei dem Verfahren nach der Erfindung daher leicht zu erreichen. Es kann daher leicht eine Schädigung der inneren Organe der Brennkraftmaschine durch Einwirkung übermäßig hoher Temperaturen sowie eine Gefährdung der Arbeiter durch bei der Verbrennung der Rückstände auftretende Verpuffungen oder Stichflammen vermieden werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Reinigung von Brennkraftmaschinen durch Verbrennung der im Zylinderinnern vorhandenen Rückstände mittels Zufuhr von Sauerstoff oder Luft, dadurch gekennzeichnet, daß zur Durchführung der Verbrennung in die Zylinder gleichzeitig Sauerstoff und Luft in einem bestimmten Mengenverhältnis eingeleitet und zugleich das Triebwerk der Brennkraftmaschine mit einer geeigneten, zweckmäßig ebenfalls im voraus bestimmten Geschwindigkeit durch Fremdkraft in Betrieb gehalten wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß den Zylindern Sauerstoff durch injektorartig ausgebildete Vorrichtungen so zugeführt wird, daß durch den Sauerstoff zugleich Luft mit angesaugt und in die Zylinder befördert wird, ferner, daß im Fall des Auftretens von Verpuffungen od. dgl. ein unmittelbarer Druckausgleich mit der Außenluft gewährleistet ist.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, bestehend aus einer absperrbar an eine Sauerstofflasche angeschlossenen Sammelleitung, von der je eine in einer Düse endende Zweigleitung für jeden Zylinder der Brennkraftmaschine abzweigt, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Sauerstoff-bzw. Luftzufuhr bestimmten, an die Brennkraftmaschine angeschlossenen Rohrstücke (14) der Zweigleitungen (14, 15, 18, 2o) im Innern mit Düsen (16) ausgerüstet sind und ringsherum um diese Düsen fensterartige Öffnungen (17) aufweisen, durch die der um dieseDüsen liegende Raum der Rohrstücke (14) mit der Außenluft in Verbindung steht.
DED3525D 1943-02-03 1943-02-03 Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Brennkraftmaschinen Expired DE849318C (de)

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DED3525D DE849318C (de) 1943-02-03 1943-02-03 Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Brennkraftmaschinen

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DE849318C true DE849318C (de) 1952-09-15

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DED3525D Expired DE849318C (de) 1943-02-03 1943-02-03 Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Brennkraftmaschinen

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DE (1) DE849318C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102006034633A1 (de) * 2006-07-27 2008-01-31 Dr.Ing.H.C. F. Porsche Ag Verfahren zum Reinigen eines Brennraums und eines Einlasstrakts einer Brennkraftmaschine
EP3109432A1 (de) * 2015-05-28 2016-12-28 Ladislav St'astny Vorrichtung und verfahren zur reinigung von verbrennungsmotoren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102006034633A1 (de) * 2006-07-27 2008-01-31 Dr.Ing.H.C. F. Porsche Ag Verfahren zum Reinigen eines Brennraums und eines Einlasstrakts einer Brennkraftmaschine
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