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DE848845C - Verfahren zum Cracken von schweren hochsiedenden Kohlenwasserstoff-oelen in hochwertige Benzine - Google Patents

Verfahren zum Cracken von schweren hochsiedenden Kohlenwasserstoff-oelen in hochwertige Benzine

Info

Publication number
DE848845C
DE848845C DES19744A DES0019744A DE848845C DE 848845 C DE848845 C DE 848845C DE S19744 A DES19744 A DE S19744A DE S0019744 A DES0019744 A DE S0019744A DE 848845 C DE848845 C DE 848845C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydrocarbon oils
contact mass
contact
cracking
temperature
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES19744A
Other languages
English (en)
Inventor
Sylvander Cecil Eastwood
Thomas Patrick Simpson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ExxonMobil Oil Corp
Original Assignee
Socony Vacuum Oil Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Socony Vacuum Oil Co Inc filed Critical Socony Vacuum Oil Co Inc
Application granted granted Critical
Publication of DE848845C publication Critical patent/DE848845C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G11/00Catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
    • C10G11/14Catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils with preheated moving solid catalysts
    • C10G11/16Catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils with preheated moving solid catalysts according to the "moving bed" method

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zum Cracken von schweren hochsiedenden Kohlenwasserstoffölen in hochwertige Benzine
    @"orlicgende Ki-fndung bezieht sich auf ein Ver-
    fahren zum Crackeii von Kohlenwasserstoffölen in
    Itenzine in Gegenwart von feinverteilten, festen,
    katalytischen Kontaktnassen.
    Derartige Verfahren sind an sich bekannt, bei-
    wird ein Crackverfahren unter Verwen-
    dung eine: feste» Bettes aus Kontaktmasse, die
    sp:iter i» unver:in<lerter Lage regeneriert wird,
    weit,ehend 1>eiiutzt. Eine fortgeschrittene Form
    cles \'ei-falrrens liegt darin, daß der feinverteilte
    feste Stoff in 1#()rin eines im wesentlichen kom-
    pakten allsteigenden Strohs benutzt wird, durch
    den die ():impfe der reagierenden Kohlenwasser-
    stoiftiile hindurchgehen. Die Kontaktmasse wird
    dann aus <lein Reaktionsgefäß entfernt, durch Verbrennung mit Luft in einem ähnlichen Strom regeneriert und kehrt zu dem Reaktionsgefäß zurück. Dieses Verfahren ist ebenfälls weitgehend im Gebrauch. Ein wesentlicher Vorteil dieses Verfahrens ist die Regelmöglichkeit der dem Reaktionsgefäß zugeleiteten Wärme, was durch die Rückkehr der heißen Kontaktmasse aus dem Regenerator ermöglicht ist.
  • Bei der praktischen Ausführung derartiger Verfahren ist es üblich, die Einführung der Kohlenwasserstoffföle in das Reaktionsgefäß in Dampfform vorzunehmen. Gewöhnlich werden die Dämpfe durch Destillation oder durch übliche Dampfbildung, beispielsweise durch Erhitzen der. Kohlenwasserstofföle und Abtrennung des flüssig bleibenden Teiles erzeugt. Bei den meisten Ausgangsstoffen besteht eine ziemlich bestimmte Grenze in bezug auf den in Dampfform gewonnenen und den flüssigen Teil. Ein Dampf mit einem Kondensationspunkt, der höher liegt als 455°, hat die Neigung, in den Dampfleitungen und dem oberen Teil des Verdampfers usw., in denen er behandelt wird, zu verkoken. Das bedeutet eine obere Grenze für die Menge des Kohlenwasserstofföls, die aus einerri Ausgangsstoff, wie z. B. rohen Ölrückständen, verdampft werden kann. Es können verschiedene Mittel angewendet werden, wie z. B. die Verwendung von Wasserdampf oder die -Verwendung von leichten Kohlenwasserstoffen nach Art der Gasöle, die unter etwa 4a5° sieden,--beispielsweise .-im Kreislauf zurückgeführte Crackprodukte, als Träger, um die Verdampfung einer größeren Menge des Rückstandes zu erlauben, wobei man noch einen Dampf von annehmbarem Kondensationspunkt erhält. Bei vielen Rückstandsstoffen ermöglichen aber diese begrenzten Verfahren trotzdem nicht die Ausnutzung einer großen Menge des Ausgangsstoffes, der sonst eine ganz annehmbare Menge ergeben könnte.
  • Natürlich könnten verschiedene Maßnahmen verwendet werden, um thermisch die hochsiedenden Stoffe in reduzierte Rohstoffe aufzuspalten, wie z. B. das Aufschließen, Verkoken u. dgl., aber alle diese Maßnahmen verursachen in gewissem Maße eine unerwünschte Erzeugung von thermisch gecracktem Benzin.
  • Ein anderes Verfahren zur Erzeugung der Dämpfe besteht darin, daß man die Kohlenwasserstoffe auf eine heiße Kontaktmasse strömen läßt, die rückständige Wärme von der Regeneration an Ort und Stelle enthält; die Dämpfe gehen dann zii einer benachbarten, ebenfalls festliegenden katalytischen Kontaktmasse. Die hierbei für die Verdampfung verwendete Kontaktmasse hat nur geringe Umwandlungsfähigkeit. Hierbei entstehen gewisse Schwierigkeiten. Einige beruhen auf der Verwendung eines festliegenden Kontaktbettes, andere beruhen auf der Verwendung einer Verdampfungsmasse von nur geringen oder keinen katalytischen Eigenschaften. Wenn die Verdampfung so ausgeführt wird, daß sich große Mengen von Koks auf der Verdampfungsmasse ablagern, ist die Wärme, die bei der Regeneration frei wird, sehr hoch uncl. gleichgültig, ob irgendeine Temperaturkontrolle zum Schutz der Aktivität der Kontaktmasse versucht wird oder nicht, sind komplizierte, teure und raumverbrauchende Wärmeübertragungsanordnungen zur Kontrolle und Ableitung dieser Wärme nötig. Wenn man mit kleinerem Verhältnis von verdampftem 01 je Kilo der Verdampfungsmasse arbeitet, um geringe Koksabscheidungen pro Kilo der Verdampfungsmasse zu erzeugen, so sind dies Maßnahmen, die eine proportional größere Behandlungszeit des Öls für thermisches Cracken in Gegenwart der Verdampfungsmasse ergeben, und das so erzeugte thermische Benzin ist schädlich für die folgende katalytische Behandlung der Dämpfe. Dieser Nachteil tritt ein, einerlei ob die Verdampfung in einer inerten Kontaktmasse unmittelbar neben der crackenden Kontaktmasse oder in einem getrennten Kessel erfolgt, aus dem die Dämpfe zum Cracken abgezogen werden.
  • Gewisse früher vorgeschlagene Verfahren arbeiten mit einem absteigenden Strom von Kontaktmasse, in deren oberem Teil ein flüssiges Kohlenwasserstofföl eingeführt, verdampft und gecrackt wird und in deren unterem Teil eine Regeneration stattfindet mit oder ohne Rückführung von heißer, regenerierter Kontaktmasse in den oberen Teil des Stromes. Alle diese Verfahren haben technisch versagt,-da jede Verü_nreinigung von Benzin mit Oxydationsprodukten und teilweise oxydierten Produkten-aus der Regeneration für die Qualitiit des Benzins schädlich ist. Es hat sich gezeigt, daß eine wesentli-cheTrenniing der Reaktion und der Regeneration voneinander notwendig ist. Ein Verfahren ist noch bekannt, bei dem eine pulverisierte Kontaktmasse, die von einer früheren Regeneration heiß ist, mit dem Ausgangsöl in Berührung kommt, um dieses vor dem Cracken zu verdampfen, wobei die Kontaktmasse in reagierenden Dämpfen suspendiert ist.
  • Die vorliegende Erfindung beruht auf einem Verfahren mit schweren Ausgangsstoffen, wobei eine Verdampfung weder nötig ist noch erstrebt wird und nicht notwendigerweise eintritt, ausgenommen während und infolge des Crackens der zu crackenden Kohlenwasserstofföle. Das Verfahren beruht auf dem Gedanken,, die zu crackenden Kohlenwasserstofföle, von denen ein wesentlicher Teil bei der katalytischen Reaktionstemperatur nicht verdampft werden kann, in flüssigem Zustand in den absteigenden Strom eines festen, feinverteilten Körpers einzuführen, damit die Öle von der katalytischen Kontaktmasse absorbiert und in leichte Kohlenwasserstofföle und Koks umgewandelt werden. Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß vermieden wird, die Kohlenwasserstofföle hohen Temperaturen ohne Gegenwart von Kontaktmasse mit genügender katalytischer Wirkung während einer Zeit auszusetzen, bei der ein Cracken stattfinden würde. Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß verhältnismäßig große Mengen von 01 im Verhältnis zur Kontaktmasse verwendet werden können, d. h. ein geringes Verhältnis Katalysator zu 01 kann benutzt werden, da ein hohes Verhältnis von Katalysator zu 01 eine übermäßige Erzeugung von gasförmigem Kohlenwasserstoff und Koks im Verhältnis zum erzeugten -Benzin finit sich briii-t.
  • Die benutzten Kontaktmassen sollen die Eigenschaften von natürlichen oder synthetischen Tonen besitzen und können aus fettem Ton. aktivierten Tonen und syntlietisctien Zusammensetzungen von Tonerde und/oder Kieselsaure finit oder ohne verwandten Stoffen bestehen. die chirch eines der 7alilreichen bekannten Verfahren tiergestellt werden. Die Anwendung erfolgt in Form von Körnern, Kügelchen, Perlen od. dgl. Derartige Stoffe können selbst für die gewünschte Reaktion katalytisch sein oder k<itineit mit anderen Stoffen imprägniert sein oder als Träger für diese dienen, beispielsweise für gewisse Metalloxyde od. dgl.. die katalytisch sind oder deren Anwesenheit für die Reaktion erwünscht ist.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung veranschaulicht. Es zeigt Fig. i ein Grundschema des Verfahrens nach der Erfindung, Fig. 2 und 3 je eine besondere Ausführungsform. lti Fig. 1 ist 1 ein IZeaktionsgefiiß und 2 ein Regenerator. Durch beide geht eine feste, feinverteilte Kontaktmasse, die für die gewünschte Reaktion katalytisch ist, als ein absteigender, im wesentlichen kompakter Strom von Katalysator hindurch. Die Koiit<tl;ttilasse wird von dein Reaktionsgefäß i zum Regenerator 2 durdli den Elevator 3 und den Speisebehälter t übergeführt und vom Regenerator zu dein Real;tiousgefäl.l durch den Elevator 5 und den Speisebehiilter 6. Geeignete iNlittel zur Entfernung von verbrauchtem oder zu feinem Katalysator und zur Zuführung von nettem Katalv Bator können an jeder Stelle dieses Kreislaufes angesetzt -,werden.
  • Durch (las l"ollr 7 eingebrachtes Öl wird in dem Ofen 8 erhitzt und auf die Kontaktmasse im Reaktionsgef'iß 1 durch den Verteiler 9 aufgegeben. Reaktionsprodukte in Dampfform werden durch den Sainnilei- io allgezogen, gehen durch das Rohr 11 zur hraktionieryorriclitung 12 und werden dort in üblicher Weise in gasförmige Reaktionsprodukte, die durch das Rohr 13 abziehen, Benzin, das durch (las IZolir 14 abgeleitet wird, und Rücklaufprodukte, die schwerer als Benzin sind und durch das Rohr 15 entfernt \\-erden, getrennt. Gewünschtenfalls können die Kolilen\yasserstofföle, die schwerer als lknzin sind. in einen niedriger siedenden Anteil, der ge@yiiliiilicli als ein Seitenstrom in geeigneter Weise bei i6 allgezogen wird, und einen sch-,vereren Teil, der bei 15 abgezogen wird, getrennt werden. Das 01 von 15 oder das von 16 oder beide oder ein "feil von einem der beiden oder von beiden kann in den Kreislauf des \'erfalirens zurückkehren.
  • Reinigungsdampf oder ein anderes inertes Reinigungsgas, das bei 17 eingeführt wird, dient dazu, auf der Kontaktmasse abgesetzte Kohlenwasserstofte außer Koks zu entfernen. Das Reinigungsgas und die gereinigten Kohlenwasserstoffe gehen durch den Sainniler io und das Rohr 4I zur Fraktioniervorrichtung.
  • In den Regenerator 2 kann zur Regenerierung an mehreren Stellen Luft eingeführt werden, wie z. B. bei 18, 19, und Allgas wird bei 20 und 21 abgeleitet, wodurch verschiedene Verbrennungsstufen entstehen, von denen einige beispielsweise durch Wärme allführende Schla11ge1122 und 23 gekühlt sind. Reinigungsgas kann am Boden des Regenerators hei -4 eingeleitet werden. um zu verhindern, <las hegenerationslirodukte mit dem regenerierten Katalysator zum Reaktionsgefäß gehen. .
  • l:in Beispiel des beschriebenen Verfahrens ist (las Crackers von t;°:'oi@rem Bodenrückstand von East Texas IZoliöl. 1)as ist ein Destillationsrückstand nach .\b(lestillation von 85°/o des Rohöls, der dann mit Propan behandelt wurde, um Asphalt auszuscheiden und zu entfernen, wonach schließlich das Propan wieder entfernt wurde. Der Rückstand hat dann folgende Eigenschaften: Wichte (i5,6°) ................ 0,9146 Siedepunkt .................... 436° 5 % destilliert ................ 50i'° 10°/0 - ................. 5161 ° 20°/0 - ................. 533e 40°/0 - ................. 57I° 60°i ° - ................. 597v Destillation unter Vakuum, Temperaturen bezogen auf Normaldruck.
  • Dieser Ansatz wurde mit einem Katalysator mit ziemlich geringer Aktivität von toniger Art unter den folgenden Bedingungen behandelt: Eintrittstemperatur der Kontaktmasse . . 594° Eintrittstemperatur des Öls ............ 428° \'erliältnis Katalysator zu Öl .......... 3 : 1 Raumgeschwindigkeit (Kubikmeter 0I zu Kubikmeter Raum/Stunde) flüssig ... . 0,01982 An-,vesender Dampf in Gewichtsprozent des Öls .......................... 4,9 Bei diesen Temperaturen und Verhältnissen hatte die IMischung von Kontaktmasse und Öl eine Temperatur von ungefähr 471°', bei welcher Temperatur verständlicherweise kein beträchtlicher Anteil des Öls verdampft worden ist. Die Ergebnisse des Verfahrens sind folgende: Benzin: Siedetemperatur 18o° beim goo/o-Punkt, \\'ichte, o,737, 48,3 Volumprozent, Brennöl: Wichte 0,893, 24,9 Volumprozent, Schwerer Kreislaufanteil: Wichte o,96.4, 15,2 Volumprozent, Koks: 8,8 Gewichtsprozent, Koks in Gewichtsprozent des Katalysators: 2,76 Gewichtsprozent, Oktanzahl des Benzins (rein) nach CFR-Motormethode: 77,7.
  • Ini allgemeinenwerden ähnlicheErgebnissenatürlich in Abhängigkeit von der Eignung des crackenden Öls, der Aktivität des Katalysators, der Reaktionstemperatur, des Verhältnisses von Katalysator zu Öl und der Durchlaufgeschwindigkeit mit jedem ähnlichen schweren Öl erzielt. Natürlich wird man Kohleniyasserstofföle, die hoch asphaltisch sind und unverhältnismäßig hohe Anteile an Koks und Gas im Verhältnis zur Erzeugung von wertvollen Produkten, wie Benzin und Kreislaufteil, ergeben, als _lusgangsstott vermeiden, weil die praktische Grenze bei derartigen katalytischen Verfahren in der Koksverbrennungsleistung des Regenerators liegt. Öle, die stark asp'haltisch sind, erfordern für die gewölinliche Produktion von Benzin und anderen wertvollen Produkten die Anwendung einer Koksyerbrennungsleistung, die sich nicht bezahlt macht.
  • Beim vorliegenden Verfahren können, wie ersiclitlich wird, Kohlenwasserstofföle, deren wesentlicher Teil oder Gesamtmenge über der Reaktionstemperatur siedet, in Anwesenheit einer festen, feim-erteilten Kontaktmasse, die für die gewünschte Reaktion katalytisch wirkt, behandelt werden. Das Verfahren ist nicht nur für Rohölrückstände, wie oben angegeben, anwendbar, sondern auch für Destillationsprodu'kte mit großem Siedebereich, wobei ein großer Anteil oberhalb von etwa 455° siedet, wie z. B. Vakuumgasöl.
  • Bei diesen Verfahren ist die Reaktionstemperatur gleich den gewöhnlich verwendeten Temperaturen, die zwischen 425 und 455'° bis zu Temperaturen voll 510bis 54o° liegen. Das Verhältnis von Katalysator zu 01 ist niedrig, nämlich i bis 6 Gewichtsteile Katalysator zu i Teil 01. Die Durohlaufgescliwindigkeiten, d. h. Kubikmeter eingebrachtes 0I in flüssigem Zustand bei 16° pro Kubikmeter durchgesetzter Katalysator pro Stunde sind von der Größenordnung von 0,5 bis 2,o. Ini allgemeinen ist es erwünscht, mit den niedrigen Verhältnissen Katalysator zu Öl zu arbeiten; denn je mehr dieses Verhältnis anwächst, ein um so größerer Anteil von Gas und Koks ergibt sich, obgleich diese Zahlen auch von der Katalysatoraktivität, der Durchlaufgeschwindigkeit und dem Druck abhängen.
  • Der verwendete Katalysator kann aus den bereits erwähnten Stoffen bestehen. Ausgezeichnete Ergebnisse wurden mit Katalysatoren in einem weiten Bereich aktiver Eigenschaften erhalten, und zwar von synthetischen Stoffen mit ungewöhnlich großer 1?ignung herunter bis zu natürlichen Stoffen von ziemlich geringer Aktivität. Die oben angegebenen Ergebnisse beispielsweise wurden mit einem Katalysator voll ziemlich geringer Aktivität, der bisher als kaum geeignet angesehen wurde, erzielt.
  • Die Verwendung von Wasserdampf in geringen .Mengen, bis zu etwa 5 Gewichtsprozent des eingeführten Öls, mit dem Öl oder in einen Teil des Stroms der Kontaktmasse, in der Nähe der Stelle, :in der (las Öl eingeführt wird, ist gegebenenfalls möglich. Bei einigen Kombinationen von Öl und 1<atalvsator werden eine erwünschte erhöhte Umwalidlung oder erwünschte Änderungen in der Art der erzeugten Produkte erhalten. In anderen Fällen konnten solche Vorteile nicht erzielt werden. In jedem Fall würde die eingeführte Dampfmenge ungenügend sein, um irgendeine wesentliche Änderung im Temperaturbereich des Verfahrens zu erzeugen. Große Mengen von Dampf nehmen ein entsprechendes Dampfvolumen ein und vermindern dadurch die Kapazität der vorhandenen Crackzone. (n (fieser Hinsicht ist die Verwendung von Wasserdanipf bedenklich, wie sie beispielsweise früher zur f@ <ir(lerung der Erzeugung der Öldämpfe angewandt wurde. Beim vorliegenden Verfahren soll daher eine derartige Verwendung von Wasserdampf vermieden werden.
  • Das Verfahren ist besonders geeignet für Gasöle finit großem Siedebereich und für Rohülrückstände. Obwohl derartige Öle gewöhnlich einer fraktionierten I)estillatioti unter Vakuum ausgesetzt worden sind, ist es auch iiblich, die Dampftemperaturen, die sich prozentual bei solchen Vorgängen ergeben, auf atmosphärische Grundlage zu beziehen, was hier angewendet wird. Wenn angegeben wird, (laß ein Öl eine Siedetemperatur von d85° beim 250/0-Punkt hat, so bedeutet dies, daß, wenn 25% des Öls bei einer Destillation gewonnen sind, die Dampftemperatur, bezogen auf Atmosphärendruck, 485° ist.
  • Das Verfahren ist zunächst anwendbar bei solchen Gasölen, die durch Vakuumdestillationen erzeugt' sind und etwa 6o% Siedebestandteile über 425'° haben. Wenn man derartige Öle auf 425 bis 455° in einem Behälter unter einem geringen Rückdruck erhitzt, wie es üblich ist, kommt eine wesentliche Verdampfung nicht zustande, und selbst wenn man das Öl in ein Reaktionsgefäß überführt, (las bei Temperaturen von 455 bis 485° mit üb- lichen Drücken arbeitet, bleibt ein wesentlicher Teil des 151s flüssig.
  • Das Verfahren erhält seinen größten Wert bei Ölrückständen aus Destillationen für die Erzeugung von Gasöl, Schmierdestillaten od. dgl. Solche Öle haben gewöhnlich nicht über rund 25% Siedebestandteile unter 485°, und es ist klar, daß sie selbst bei Erhitzung auf eine hohe Reaktionstemperatur von 525° noch weitgehend unverdampft bleiben, während beim Erhitzen solcher Öle auf eine derartige Temperatur fraglos etwas thermisch gespaltenes Benzin erzeugt würde.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren brauchen solche Öle nur auf etwa .I25 bis 455° erhitzt zu werden, wobei die Bildung von thermisch gespaltenem Benzin vollkommen ausgeschlossen ist, und sie können dann in Gegenwart des Katalysators behandelt werden und bei Temperaturen von 468 bis 51o° ohne Schwierigkeiten gecrackt werden.
  • In den weiten Grenzen des beschriebenen Verfahrens wurde festgestellt, daß es bei einigen Ölen, besonders solchen mit großem Siedebereich, die einen Anteil mit Siedepunkt unter der gewünschten Reaktionstemperatur und einen wesentlichen Anteil mit Siedepunkt oberhalb der Reaktionstemperatur `haben, häufig erwünscbt ist, die niedriger siedenden Anteile unter etwas verschiedenen Bedingungen bezüglich Zeit und Temperatur zti behandeln als die schwereren Anteile.
  • Dementsprechend bestellt ein weiteres Merkmal der Erfindung in einem Verfahren zur Behandlung von Ölen mit großem Siedebereich, die beträchtliche, über der gewünschten Reaktionstemperatur siedende Anteile besitzen, derart, (laß sich optimale Crackbedingungen für die verschiedenen Anteile des Öls ergeben, wie weiter tiliten doch erklärt wird.
  • Ein besonderes Arbeitsverfahren nach der Erfindung ergibt sich aus F ig. 2 der Zeichnung. Hier bezeichnet 31 ein Reaktionsgefäß, das eine kontinuierlich bewegte, im wesentlichen kompakte, feinverteilte Kontaktmasse enthält, und 33 einen Regenerator ganz ähnlicher Art. Verbrauchte Kontaktmasse wird durch den Elevator 34 zu dein Vorratsbehälter 35 über den Regenerator 33 geführt, und regenerierte Kontaktmasse wird durch (teil Elevator 36 zti dem Vorratsbehälter 37 über dein Reaktionsgefäß 31 geführt. Die zti crackenden Ole mit großem Siedebereich haben Anteile, die sowohl oberhalb wie unterhalb der gewünschten keaktionsteinperatur sieden, sie werden durch das lZolir 38 in (las System eingeführt und durch die Pumpe 3c9 durch die Schlangen im Ofen 4o gedrückt, in dem sie auf eine Temperatur in der Nähe der gewünschten Reaktionstemperatur erhitzt werden, die genügt, um die Trennung des Öls in I)anil)fteil und flüssigen Teil zu sichern. Nach der 1?rliitzung gelangen sie durch (las Rohr 41 in einen Verteiler 42, der in dem Strom der Kontaktmasse angeordnet ist, an eine Stelle in der Mitte dieses Stroms. 1?ine Trennung von Dampf und Flüssigkeit findet statt, und der dampfförmige Teil steigt nach oben durch den Teil der Kontaktmasse, der über dem Verteiler 42 liegt, und wird dort gecrackt. Der flüssige Teil lagert sich beim Zusammentreffen finit der nach unten bewegten Kontaktmasse auf dieser ab und durchläuft den unter dem Verteiler 42 l)efii(IllClleit Strom von Kontaktmasse, wobei er teilweise zu einem festen Niederschlag auf der 11<)ntaktinasse, teilweise zu Benzin und leichteren Bestandteilen und teilweise zu Produkten nach der :\rt der Gasöle gecrackt wird, die unter der Temperatur sieden. die iin unteren Teil der Kontaktiii;isse herrscht. 1)ie iin unteren Teil der Kontaktmasse erzeugten I);inll)fe steigen am Verteiler 42 vorbei nach oben und durch den oberen Teil der Kotit.tktni@tsse. Die ilampfförinigen Produkte der keaktion tverden durch (las Rolir 43 abgeführt und kommen in die Vraktioniervorrichtung ,44, wo eine ohere Fraktion von Benzin und leichteren Ölen abgezOgen wird, die durch das Rohr 45, den Kondensar 46 und Gasabseheider 47 gehen, wobei nicht kondensierte leichte Produkte durch das Rohr 48 zur (ä;tsge\vitnittng und weiteren Verwendung abgeleitet werden, während Benzin durch das Rohr 49 abgezogen und ein Teil durch das Rohr 5o zur Regelung der I# raktioniervorrichtung zurückgeleitet wird. ,in Nebenstrom von Öl, das höher als Ilenzin siedet, kann gewünschtenfalls bei ;i abgezogen werden, und ein Ö1 nach Art eines Rücklaufproduktes, das entweder alle schwereren Bestandteile als Benzin enthält, falls kein Nehenstrom i abgenommen wird, oder die Bestandteile, die hiilier als das Nebenstrornöl sieden, falls der Nebenstr(»n v@@rhanden ist, wird durch das Rohr 52 al)-gezogen, um aus der Anlage durch das Rohr 53 endgültig abgeführt oder zum erneuten Cracken durch (las lZolir 54 zurückgeleitet zu werden. Zurückkehrend zu der Stelle des Verfahrens, wo das erhitzte =\tisgatigsfil in (las Reaktionsgefäß 31 eintritt, kann das Verfahren in bestimmten Fällen, besonders wenn ein größerer "feil des Öls verdampft werden soll, noch besser wie folgt ausgeführt werden.
  • .\n Stelle des unmittelbaren Übergangs in das heaktionsgefäß durch (las Rohr 41 kann (las erhitzte Öl durch (las Rohr 55 in eine Trennvorrichtung 56 cüigeführt werden. Der dampfförmige Teil des Öls wird dann durch das Rohr 57 und den Verteiler 58 neben bzw. über dem Verteiler 42 in die Kontaktmasse geleitet, und der flüssige Teil gellt von 56 durch (las Rohr 59 in das Rohr 41 und den Verteiler 42.
  • Am unteren Ende des Stroms von Kontaktmasse wird ein Reinigungsmedium, wie Wasserdampf oder ein anderes inertes Gas, durch das Rohr 6o an den Verteiler 61 eingeführt, um zu verhindern, daß andere Kohlenwasserstoffe außer Koks mit der verbrauchten, abgeführten Kontaktmasse ent-Nveichen. Die verbrauchte Kontaktmasse geht durch den 1=levator 34 in den Vorratsbehälter 35 und in den IZegenerator 33 und kommt hier mit Luft in l@eriihrting, damit die verbrennbaren, verunreinigenden Produkte, die sich auf ihm abgeschieden Haben, verbrennen. Diese zur Regenerierung dienende Luft oder ein anderes oxydierendes Medium wird durch die Verteilleitung 62 und die Rohre 63 eingeführt, und Regenerationsgase werden durch die Rohre 64 und die Sammelleitung 65 abgeführt. 1?ine Temperaturregelung des Regenerators kann in bekannter Weise durch ein w;irmeübertragendes \ledium ausgeführt werden, das in den Regenerator in geeigneten Kühlschlangen 66 zur indirekten Wärmeabführung eingeleitet wird. Gewünschtenfalls kann ein Reinigungsgas nahe dem Ausgangsende des Regenerators beispielsweise durch das Rohr 67 eingeführt werden. Die heiße regenerierte Kontaktmasse wird vom Regenerator in heißem Zustand abgezogen und kommt durch den Elevator 56, den Vorratsbehälter 37 und das Speiserohr 68 zum oberen Teil des Reaktionsstroms. Die Temperatur dieser Masse und ihre Menge werden mit der Temperatur des eintretenden Öls abgestimmt, damit beide Temperaturen die gewünschte TemperaturlüiIie in dem Strom der Kontaktmasse ergeben und aufrechterhalten.
  • Diese .\rl)eitsweise hat bei bestimmten Ölen verschiedene wesentliche Vorteile. Die Dämpfe, die durch das ursprüngliche Erhitzen des Öls gebildet sind. werden einer kontrollierten, verhältnismäßig kurzen hohen Reaktion bei hoher Temperatur unterworfen. Der flüssige Anteil des Öls ist einer verhältnismäßig längeren Behandlung bei niedriger Temperatur unterworfen, weil er getrennt von dem leichter siedenden Anteil behandelt wird. Ulan kann ein erheblich größeres Verhältnis Katalysator zu Öl erreichen, als wenn die gesamte Ölmenge so eingebracht wird, daß alles Öl durch dieselbe Menge Kontaktmasse hindurchgeht. Dadurch kann man eine gut ausgeglichene Behandlung beider Anteile des zu crackenden Öls erhalten.
  • Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel gemäß Fig.3 kann der Crackvorgang für Anteile des Ausgangsöls mit verschiedenem Siedepunkt unterschiedlich stark durchgeführt werden, wobei die Gesamtmenge des Öls, das sowohl oberhalb als auch unterhalb der gewünschten Reaktionstemperatur siedet, wieder in demselben Strom von Kontaktmasse behandelt wird.
  • In dieser Fig.3 ist 71 ein Reaktionsgefäß, das einen im wesentlichen kompakten sich nach unten bewegenden Strom feinverteilter, fester Kontaktmasse 72 enthält. 73 ist ein ähnlich arbeitender Regenerator. Ein Elevator 74 fördert die verbrauchte Kontaktmasse aus dem Reaktionsgefäß 71 in den Speisebehälter 75 des Regenerators 73. Ein zweiter Elevator 76 fördert die regenerierte Kontaktmasse in den Speisebehälter 77, von wo sie durch das Rohr 78 in das Reaktionsgefäß 71 gelangt. Das 01 für diese Anlage soll besonders ein C51 nach Art eines Rückstandes mit weitem Siedebereich sein, und zwar mit Anteilen, die unterhalb der gewünschten Reaktionstemperatur sieden, und mit wesentlichen Anteilen, die oberhalb der gewünschten Reaktionstemperatur sieden. Dieses 01 wird durch das Rohr 79 eingeführt und von der Pumpe 8o durch Heizschlangen im Ofen 81 gedrückt, in dem es auf eine Temperatur in der Nähe der gewünschten Reaktionstemperatur erhitzt wird, die genügt, um die gewünschte Trennung in den dampfförmigen und den flüssigen Teil zu erhalten. In dem durch das Rohr 82 angeschlossenen Dampftrennraum 83 findet die Trennung statt. Die Dämpfe strömen dann durch das Rohr 84 und kommen mit der Kontaktmasse 72 im oberen Teil des Stromes in Berührung. Der flüssige Teil geht durch das Rohr 85 und einen Verteiler 86 in die Kontaktmasse 72 an einer Stelle in der 'Mitte des Stroms. Das ganze Kohlenwasserstofföl, sowohl Dampf als auch flüssiger Teil läuft im Gleichstrom mit der Kontaktmasse 72 durch, und die dampfförmigen Produkte der Behandlung werden mit Hilfe des Sammlers 87 entfernt, gehen durch das Rohr 88 und kommen in die Fraktioniervorrichtung 89. In der Fraktioniervorrichtung 89 werden die Umwandlungsprodukte in Benzin und leichtere Fraktionen getrennt, die durch das Rohr 9o und den Kondensor 91 in den Gastrenner 92 übergehen. Unkondensierter Stoff wird durch das Rohr 93 entfernt zur Wiedergewinnung oder zu weiteren Behandlungen. Benzinähnlicher Stoff aus der Umwandlung wird durch das Rohr 94 entfernt, und ein Teil kann durch das Rohr 95 zur Regelung der Fraktioniervorrichtung zurückgehen. Stoffe, die oberhalb des gewünschten benzinähnlichen Materials liegen, werden von der Fraktioniervorrichtung 89 durch das Rohr (6 entfernt und können aus dem System durch das Rohr 97 abgezogen werden oder zur Umwandlung durch das Rohr 98 zurückkehren. Wenn erwünscht, kann ein Nebenstrom mit mittlerem Siedepunkt aus dem System durch das Rohr 99 entfernt werden. Im unteren Teil der Kontaktmasse 72 wird ein Reinigungsmaterial, wie Dampf oder ein anderes inertes Gas, durch das Rohr ioo zum Verteiler 1o1 zugeleitet, der nahe deni Ausgang des Reaktionsraumes angeordnet ist, uni zu verhindern, daß andere Kohlenwasserstoffe außer Koks aus dem Reaktionsraum entweichen. Verbrauchte Kontaktmasse geht durch den Elevator 7I in den Vorratsbehälter 75 und dann in den Regenerator 73, in dein sie mit Luft zum Abbrennen der abgeschiedenen, brennbaren Verunreinigutigen in Berührung kommt. Diese zur Regeneration dienende Luft oder ein anderes geeignetes owclierendes Medium wird durch den Verteil.°r 1o2 und die Rohre 103 eingeführt. Abgase werden durch die Rohre io.I und Sammelleitung 1o5 ent-
    fernt. Die Temperaturregelung ('fies Regen°rators
    kann in bekannter Weise durch ein würmeül@er-
    tragendes Medium, das iti den Regenerator durch
    Kühlschlangen roh eingeleitet wird, erfolgen. Ge-
    wiinschtenfalls-kann ein Reinigungsgas in der Nähe
    des Ausgangsendes des Regenerators beispiels-
    weise durch das Rohr 107 eingeleitet werden. Die
    heiße regenerierte Kontaktmasse, die vorn Regerie-
    rator abgezogen wird, gelangt durch den Elevator
    76, den Sammelbeliiilter 77 ulld (las Rohr 78 zum
    oberen Ende der Reaktiotiss;itile. Die Temperatur
    dieser Masse und ihre Jlelige zusammen mit der
    Temperatur der eintretenden Ausgangsstoffe wer-
    den so abgestimmt, (laß sich die gewünschte
    wärmetnenge aus beiden W<irtnequellen ergibt, um
    die gewünschte Reaktionstemperatur in der Kon-
    taktmasse 72 aufrechtzuerhalten.
    Mit dieser Arl)eitsweise können verschiedene
    wünschenswerte Wirkungen erzielt werden. Bei
    vielen Rückständen mit großem Siedebereich sind
    die leichteren Anteile hitzebeständiger als die An-
    teile mit hohem Siedepunkt. Die ersteren können
    also mit einer Kontaktmasse von höherer Tempe-
    ratur in Kontakt kommen, und dadurch, daß sie die
    ganze Länge des Reaktionsgefälles passieren, kann
    man sie der Reaktionstemperatur erheblich längere
    Zeit aussetzen. U'eiterhin «-erden sie in dein letz-
    ten Teil ihres Durchganges niedrigeren Tempera-
    turen ausgesetzt, und so wird eine Neigung zu einem
    zweiten Cracken unterdrückt, die entstehen kann,
    wenn sie im Gegenstrom zur heißen Kontaktmasse
    fließen, wodurch Kohlenwasserstoffe, die schon
    zum Siedebereich des Benzins gehören, der Kon-
    taktmasse von höchster Temperatur ausgesetzt
    werden und ein zweites Cracken möglich ist. Fer-
    ner kann die Berührung des flüssigen Anteils mit
    der Kontaktmasse inengeiiniil.lig ausreichend er-
    folgen, so daß die hochsiedenden Anteile der
    Kohlenwasserstoffe von Benzincharakter aufge-
    schlossen werden, die bei der Temperatur im Re-
    aktionsraum dampfförmig sind, und durch die An-
    wesenheit der dampfförmigen Kohlen-,vasserstoffe,
    die in den Dampfteil des Reaktionsraumes von
    oben hereingehen, kann man ein schnelleres Ein-
    dringen der so gebildeten gasölartigen Dämpfe in
    die Kontaktmasse zum weiteren Cracken sichern,
    ein Ergebnis, das für eine bessere Arbeitsweise
    einer Kohlenwasserstoffumwandlung finit dieser
    Art Ausgangsstoffe und unter den ;gegebenen Be-
    dingungen bedeutungsvoll ist.
    Innerhalb der weiten Grenzen des erwähnten
    Reaktionsverfahrens wurde <"efunden, (laß es bei
    gewissen Ausgangsstoffen, insbesondere solchen
    niit großem Siedebereich, die Anteile enthalten, die
    unter der gewünschten Reaktionsteml):ratur sieden,
    und wesentliche Anteile, die oberhalb der ge-
    wünschten Reaktionsteln1>eraturen sieden, h'siufig
    wiinschenswert ist, die niedriger siedenden Teile
    oder dampfförmigen Teile et« as ver<in<lerten Be-
    dingungen in Bezug auf Geit und Temperatur zu
    unterwerfen, als sie für die scbwcrer sielletiden
    Teile oder die nicht danilitfi>rmi@@cn "heile am
    besten zii sein scheinen.
    Dcinclitsprechcnd besteht ein Merkmal der Er-
    fiti(luiig (lariii. citi \"erfahren zur Behandlung von
    I@ohlcnwasscrst(ltt@ilcn finit <-roßeni Siedebereich,
    die wcsciitliclie _\iitcile nut Siedepunkt oberhalb
    der gc«üti:clitcn kcal;tionstempcratur hallen, derart
    durchzuführen, daß optimale LTinwandlungshedin-
    gttttgct( für die verschiedenen Anteile in der nach-
    s -telit -iid aii-v-chenen Weise 1 erhalten werden.
    Ein solclics \ *erfahren ergibt sich ans Fig. I.
    Hier sind ein @teaktiotlsgefiiß t i r. das Nvieder eine
    kontinuierlich durchlaufende Kontaktmasse 112
    enthält, titi(1 ein hegenerator 113 von ähnlicher Art
    vorl(:(t(delt. Uin laevator 114 führt die verbrauchte
    Kontal:tinasse zii (lein Saniniclbehälter 113 über
    dem ltc@cticrat(lr r r 3, und regenerierte Kontakt-
    nia-#e wir(- durch (1c11 Elevator 116 zu dein
    Sannnclllch;iltcr 117 itlle(- dein Reaktionsgefäß 111
    geführt. Das K((hlenwasserstoftöl wird durch das
    Rohr i i` zugeführt und mittels Purnpe 119 durch
    die SclIian -eil iln Of(#n 120 gedrückt, wobei es auf
    eine Tcniprrattir in der \iilie der gewünschten Re-
    lind #,eiliigencl hoch erhitzt wird.
    uni die 7rctttlun@@ in einen vorher bestimmten
    Dampfanteil wid einen flüssigen Teil zu sichern.
    \ach (lein Erhitzen wird es durch (las Rohr 121 in
    einen Verteiler 1--. (Icr sich in dein Reaktions-
    gef:il.l r I 1 Ilclin<lct. an einer Stelle in der -litte des
    Gcf;ißes cin@@el>i-adlt. Es findet nun eine Trennung
    .des Dampfes von der I,' liissigkeit statt, und der
    danillff@irmige Teil Igeht ;(ttfw<irts durch den oberen
    "Feil der I@(;ilt;il<tili:isse 11-2. Der flüssige Teil, der
    finit der sich nach unten bewe-enden Kontaktmasse
    11 2 vermischt wir(-, wird auf (Mieser abgeschieden
    und geht durch (len unteren Teil des Gefäßes 111
    nach unten, tun in danipfförinige Produkte und in
    einen festen kolilclialtigen Niederschlag auf der
    Kontaktmasse uinTewandelt zu werden. Dieser
    flüssige Teil t\ ir-(1 hier in weitem -Maße in ein
    benziiiiiliiiliclics Produkt, ein Produkt mit einem
    Sie(Icl>ereicli wie Gasöl, das llei der Reaktions-
    temperatur in der -fasse 112 unter dem Verteiler
    r32 danlpftorlntg Ist, 1111d in Gas und derb o]ien-
    erwähnten k(>ksartigen Niederschlag umgewandelt.
    1)1e (lamlltf@irmiricti Produkte dieser Phase der
    Uniwandlung werden (huch den Sammler 123 ent-
    fernt mid gehen durch (las Rohr 124 in die Frak-
    tionierv(lrriclttttng 1-3.
    I>anilltf@@rmic i'r()(ltil<te der Reaktion werden
    voni olleren "Feil des Gefiißes i i i durch das Rohr
    121i alhez(hetl tilld :,Telieti in die Fraktioniervor-
    riclltung 125, #\o sie in eine ollere Fraktion von
    Benzin und leichtere Stotte getrelint werden, die
    weiterhin durch (las kohr 12;7. den Kondensor 128.
    den l:asallsrl@ci(ler 129 hindurchgehen, wobei die
    nicht h(ni(1_etl:ierten leichten Produkte durch das
    IZ(>hr 130 zur @ascwinnung oder zu weiteren
    Schritten alhcz(l;gcn werden, wiilireu(1 Benzin durch
    (las 1Z(>hr rat allgezogen wir(-, wobei ein Teil durch
    (las ttolir 132 ztir ltegclutig der 17,raktioniervor-
    richtung zurückl-cleitet wir(-. Ein Nebenstrom mit
    _\titeilcli. die (,Irerhalll des Benzins sieden, kann
    gc@@-ünsclitenfalls llci 133 allgezogen werden, und
    ein 01 nach Art eines lZücklaufproduktes, (las ent-
    weder alles 0I, das schwerer ist als Benzin, wenn
    der Nebenstrom bei 133 nicht abgenommen wird,
    oder (las Öl, das oberhalb des Nehenstrotnes siedet,
    -,wenn ein solcher abgezogen wird, wird durch das
    1Z0111- 134 abgezogen, um durch das Rohr 13,5 völlig
    allgeleitet oder in das Cracksvstern durch das Rohr
    136 zurückgeführt zu werden.
    Zurückkoniniend zu der Stelle des Verfahrens,
    wo (las erhitzte Ausgangsöl in das Reaktionsgefäß
    eintritt, kann das Verfahren in bestimmten Füllen,
    besonders wenn ein größerer Teil des Öls ver-
    dampft werden soll, noch besser wie folgt ausge-
    führt werden: An Stelle des unmittelbaren Üller-
    @,failgS ili (las Reaktionsgefäß durch das Rohr 121
    kann das erhitzte Öl durch das Rohr rK in eine
    Treinivorrichtung 138 eingeführt Nverden. Der
    dampfförmige Teil des Öls wird dann durch das
    Rohr 139 und den Verteiler 14o neben bzw. über
    den Verteiler 122 in die Kontaktmasse eingeleitet,
    und der flüssige Teil geht von 138 durch (las Mohr
    141 in (las Rohr 121 und den Verteiler 132.
    .\in unteren Ende des Stroms der Kontaktmasse
    112 wird ein Reinigungsmedium, wie Wasserdampf
    oder ein anderes inertes Gas, durch das Rohr 142
    und Verteiler 143 eingeführt, um zti verhindern,
    (1a1.1 tlüssige Kohlenwassersto-te mit der verbrauch-
    ten allgeführten Kontaktmasse entweichen. Die
    verbrauchte Kontaktmasse geht durch den Elevator
    11d in clen Vorratsbehälter 115 und in den Rege-
    nerator 113 und kommt hier mit Luft in Berüh-
    run-, damit die verbrennbaren, verunreinigenden
    Produkte. die sich auf ihr abgeschieden haben, ver-
    brennen. Diese zur Regenerierung dienende Luft
    oder ein anderes oxydierendes 1ledium wird durch
    das Verteilungsrohr 144 und die Rohre 145 einge-
    führt, und Regenerationsgase werden durch die
    Rohre 146 und die Sammelleitung 14; abgeführt.
    Eine Temperaturregelung des Regenerators kann
    in bekannter Weise durch ein wärmeübertragendes
    Medium zugeführt werden, das in den Regenerator
    in geeigneten Kühlschlangen 148 zur indirekten
    Wärnicabführung eingeleitet wird. Gewünschten-
    fall: kann ein Reinigungsgas nahe dein Ausgangs-
    ende des Regenerators beispielsweise durch das
    Rohr 149 eingeführt werden. Die heiße regenerierte
    Kontaktmasse wird vom Regenerator in heißem
    "Zustande abgezogen und kommt durch den Eleva-
    tor i 16, den Vorratsbehälter 117 und das Rohr 15o
    zum oberen Teil des Reaktionsstroms. Die Tem-
    peratur dieser -fasse und ihre Menge werden mit
    der Temperatur des eintretenden Öls abgestimmt,
    damit beide Temperaturen die gewünschte Tempe-
    raturhöhe in dem Strom der Kontaktmasse ergehen
    und aufrechterhalten.
    Wird in dieser Weise gearbeitet, so können ge-
    wisse, sehr wünschenswerte Vorteile erzielt wer-
    den. Zunähst kann der niedriger siedende und
    manchmal mehr hitzebeständige Anteil für sich im
    oberen Teil des Reaktionsraumes Bedingungen
    hinsichtlich Geschwindigkeit, Temperatur und Ver-
    liiiltnis Katalysator zu Öl unterworfen werden, die
    für ihn allein geeignet sind, ohne daß hei Einstel-
    hing dieser Bedingungen auf einen anderen Kohlen-
    wasserstoffteil Rücksicht genommen zu werden braucht. Weiterhin ist dieser Anteil mit der Kontaktmasse von höchster Temperatur in Berührung. Ferner kann der flüssige Anteil für sich Bedingungen unterworfen werden, die für diesen wünschenswert sind. Dieser Anteil erfordert niedrigere Temperaturen und im allgemeinen auch ein größeres Verhältnis Katalysator zu 01 als der leichtere Anteil. Trotzdem beide Behandlungen im selben Gefäß ausgeführt werden, wird eine sehr weitgehende Regelungsmöglichkeit erhalten, indem die relative Menge des verdampften Teils und die Eintrittsstelle desselben geändert wird. Selbst bei sonst gleichen Bedingungen vermehrt die Einführung von 01 und Dampf an einer höheren Stelle die Geschwindigkeit für Dampf und setzt sie für Öl Herab, oder bei Einführung beider in derselben Höhenlage wie vorher kann die Tiefe des Bettes oberhalb der Eintrittsstelle vermindert werden, so <laß die Geschwindigkeit für das 01 beibehalten wird und die des Dampfes steigt. Schließlich brauchen bei Reaktionsgefäßen, die für wahlweise Einführung in verschiedener Höhenlage eingerichtet sind, die Verteiler 122 und 14o nicht nebeneinanderzuliegen, wobei sie ebenfalls in der Mitte zwischen den Enden des Gefäßes angeordnet sind, jedoch eine untere und obere Stellung in Abstand voneinander einnehmen.
  • Dieses Verfahren ist auch vorteilhaft, wenn es einem Verfahren gegenübergestellt wird, bei dem die unten im Gefäß erzeugten Dämpfe nach oben gehen und oben abgeführt werden. Im vorliegenden Fall können diese Dämpfe, die zusammen mit der Kontaktmasse nach unten gehen, das Absetzen flüssiger Rückstände als fester Niederschlag auf der Kontaktmasse durch ihre Strömungsenergie unterstützen.
  • Nicht zuletzt liegen die Vorteile der Erfindung gegenüber anderen Verfahren, bei denen alle verdampften Produkte der Umwandlung aus dem Reaktionsstrom an einer Stelle entweder oben oder unten abgezogen werden, darin, daß bei dem vorliegenden Verfahren die Leistungsfähigkeit (Öldurchsatz) eines gegebenen Reaktionsgefäßes mit Kontaktmasse wesentlich erhöht wird, weil pro Tonne durchgesetzten Öls der durch die Kontaktmasse an irgendeiner Stelle gehende Betrag an Dämpfen wesentlich vermindert ist.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Cracken von schweren hochsiedenden Kohlenwässerstoffölen in hochwertige Benzine in Gegenwart von feinverteilten festen katalytischen Kontaktmassen, dadurch gekennzeichnet, daß diese Kontaktmassen im geschlossenen Kreislauf durch die geschlossene Crackzone und eine Regenerationszone geleitet werden, wobei diese Kontaktmassen sich durch die Crackzone in Form eines kompakten Stroms bewegen, und die zu crackenden Kohlenwasserstofföle, von denen ein wesentlicher Teil oberhalb der gewünschten Cracktemperatur siedet, bis auf eine Temperatur nicht höher als die Cracktemperatur erhitzt und in die Kontaktmasse eingeleitet werden, worauf die dampfförmigen Crackprodukte aus der Crackzone unter gleichzeitiger getrennter Entfernung der verunreinigten Kontaktmassen abgeführt, die entfernten verunreinigten Kontaktmassen bei erhitzten Temperaturen regeneriert und in erhitztem Zustand aus der Regenerationszone entfernt und in diesem Zustand in die Crackzone eingebracht werden, während man im wesentlichen den Durchgang der Verbrennungsgase durch die Crackzone verhindert und hierbei die Temperatur der Kontaktmassen und die der Kohlenwasserstofföle so regelt, daß die Crackzone auf der erforderlichen Temperatur zwischen etwa 425 und etwa 540° gehalten wird und nicht über den Siedepunkt des wesentlichen Teils der zu crackenden Kohlenwasserstofföle ansteigt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlenwasserstofföle in die Kontaktmasse im wesentlichen im flüssigen Zustand eingeführt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlenwasserstofföle in die Kontaktmasse aii einer Stelle zwischen den Enden eingeführt werden, während die verunreinigte Kontaktmasse voiil Boden der Crackzone abgeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlenwasserstofföle auf eine Temperatur nicht über etwa 45o° erhitzt werden und der verdampfte Teil in die Kontaktmasse an einer Stelle in der Nähe des oberen Endes, 'während der verbliebene flüssige Teil in die Kontaktmasse an einer Stelle zwischen den Enden eingeführt wird, während die dampfförmigen Crackprodukte an einer Stelle in der Nähe des unteren Endes der Kontaktmasse abgeführt werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der eingeführte dampfförmige Teil der Kohlenwasserstofföle nach oben bewegt wird und vom oberen Ende der Kontaktmasse abgeführt und der eingeführte flüssige Teil der Kohlenmasserstofföle nach unten bewegt wird, wobei die vom flüssigen Teil gebildeten dampfförmigen Crackprodukte an einer Stelle in der Nähe des unteren Endes der Kontaktmasse allgeführt werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zu crackenden Kohlenwasserstofföle nicht über 4o% unter etwa 425° siedende Teile enthalten.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zu crackenden Kohlenwasserstofföle nicht unter 25% unter 4$0° siedende Anteile enthalten.
DES19744A 1945-07-09 1950-09-28 Verfahren zum Cracken von schweren hochsiedenden Kohlenwasserstoff-oelen in hochwertige Benzine Expired DE848845C (de)

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