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Auslösevorrichtung Die Erfindung betrifft eine Auslösevorrichtung
in l#orm eines Schnappschalters mit zwei oder mehreren durch 1_ängsschlitze getrennten
an @ ihren linden zusaminenhäiigeciden Blattfedern, von welchen eine hzw. die äußeren
durch Biegung so verkürzt sind, daß die andere bzw. die inneren dauernd in gespanntem
Zustand gehalten werden.
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Die 1?rtindung eignet sich besonders in Verb» n-(lung mit einem auf
\\"irnie ansprechenden Gerät, beisl»els\\eise einem Thermostaten, für die Schließung
oder Unterbrechung eines elektrischen Stromkreises oder in Verbindung finit einem
Ventil, ohne jedoch auf diese beiden Anweiidungsmöglichkeiten beschriinkt zu Die
Frfindung ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß die Blattfeder an ihren
beiden Enden in der mittleren Längslinie durch einen Nocken und einen verstellbaren
Schraubenbolzen abgestützt ist und eine heftige Schnappwirkung bei der von ihr im
gespannten Zustand gehaltenen I-ilattfeder dadurch ausgelöst wird, daß eine äußere
oder innere Kraft auf letztere ausgeübt wird, die ausreicht, uin sie in einem mit
dein Auge nicht mehr wahrnehmbaren Ausmaße über oder unter die durch ihre Enden
gelegte Ebene zu drücken.
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Diese :'lusfiihrung gemäß der Erfindung ermöglicht eine einfache,
billige und geschlossene Bauart, bei welcher der jeweils gewünschte Grad der Verstellung
leicht
herbeigeführt bzw. schnell auf die zur Betätigung des Mechanismus erforderliche
Kraft eingestellt werden kann.
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Die leichte Einstellmöglichkeit wird dadurch erreicht, daß im Gegensatz
zu den bekannten Vorrichtungen dieser Art, die Schnappfunktion durch das direkte
Einwirken der Kraft auf den dauernd in Spannung gehaltenen Teil der Blattfeder herbeigeführt
und nicht, wie es bisher üblich war, durch das Heben und Senken der gebogenen Blattfederenden.
Dadurch wird es ermöglicht, an den Blattfederenden verstellbare Anschläge vorzusehen,
mit welchen der Spannungsgrad des wirksamen Teiles eingeregelt wird.
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Der Spannungsgrad kann zusätzlich noch durch einen weiteren gebogenen
Federkörper, erhöht werden.
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Die Biegung dieses zusätzlichen federnden Körpers soll dazu dienen,
den Spannungsgrad an den mit ihm verankerten Federkörper zu variieren.
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Die erwähnte Blattfeder kann schließlich mit .Anschlägen zusammenwirken,
die in der Mitte der Plattenenden angeordnet sind, so daß die Platte quer zu ihren
Enden gebogen wird.
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Die Erfindung betrifft darüber hinaus eine Auslösevorrichtung, wie
sie in den vorhergehenden Al>-s:itzen erläutert wurde, wobei jedoch der Spannungsgrad
in dem federnd gebogenen und unter Spannung gehaltenen Teil durch Änderung des federnd
gebogenen Teiles geändert wird, an welchem der erstere befestigt ist.
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Der Grad der Verstellung bzw. dies Ausschlages des ?Mittelpunktes
des federnd gespannten Teiles kann von einem mit dem Auge nicht mehr feststellbaren
Ausmaße sein und durch die Anordnung eines die Bewegung des betreffenden federnd
gespannten Teiles begrenzenden, verstellbaren Anschlages eingeschränkt werden. Wenn
die einwirkende Kraft schwankend ist, kann die Einstellung derart sein, daß die
Auslösevorrichtung selbsttätig ihre Normalstellung wieder einnimmt, wenn die einwirkende
Kraft nachläßt. Statt dessen kann die Einstellung auch so sein, daß die erforderliche
Stellkraft in umgekehrter Richtung erzeugt wird, um den Mechanismus in seine Normalstellung
zurückzuführen.
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Die verbesserte Auslösevorrichtung kann mit einem auf Wärme ansprechenden
Gerät verbunden werden, das die erforderliche normale Kraft für den unter Spannung
stehenden Körper erzeugt, so daß das Ganze einen Thermostaten bildet. Diese Einrichtung
kann mit einem oder mehreren Kontakten ausgestattet sein, so daß man dieselbe zum
öffnen und Schließen eines elektrischen Stromkreises bzw. als Schalter verwenden
kann. Statt dessen kann aber auch die Vorrichtung zur Betätigung eines Ventils ausgebildet
sein, beispielsweise eines Gasventils, mit welchem die Gaszufuhr eines Kühlschrankes
gesteuert wird.
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Einer oder auch beide federnd gebogene Körper können aus Bimetall
hergestellt sein, so daß die von innen auf sie einwirkende Kraft oder Kräfte bei
Temperaturschwankungen den Mechanismus betätigen oder die für seine Betätigung erforderliche
Kraft erzeugen.
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Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert, und zwar
zeigt Fig. i einen senkrechten Schnitt durch einen thermostatisch betätigten Schalter
in Form einer der Erfindung gemäß ausgebildeten Auslösevorrichtung, Fig. 2 den Gegenstand
der Fig. i in einer Ansicht von oben und F19. 3 von unten gesehen, Fig. 4 einen
Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. i, Fig. 5 eine Seitenansicht von links, Fig. 6 einen
senkrechten Schnitt durch ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung, Fig. 7
einen senkrechten Mittelschnitt durch den Gegenstand der Fig. 6, Fig. 8 den Gegenstand
der Fig. 6 in einer Draufsicht von oben.
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Fig. 9 bis i i, 12 bis 14, 1,5 l)is 17, 18 bis 20 und 21 bis
23 zeigen Allbildungen entsprechend den Fig.6 bis 8 und stellen weitere Ausführungsbeispiele
einer Auslösevorrichtung gen:iß der Erfindung dar.
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Iw der Zeichnung sind die gleichen oder entsprechenden Teile mit gleichen
Bezugszeichen versehen.
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Bei allen dargestellten Auslösevorrichtungen bezeichnet a einen federnd
gespannten Teil, welcher im Zustand der Spannung durch einen zweiten federnden.Teil
b gehalten wird.
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Der in Fig. i bis 5 dargestellte thermostatisch betätigte Auslöser
besitzt einen Füllkörper c aus Porzellan oder einem anderen Isolierstoff, auf dessen
Oberfläche eine Brücke c' aus leitendem Material mittels Schrauben cl befestigt
ist. Eingeklemmt zwischen der Brücke c2 und dem Füllkörper c sind die beiden Seiten
einer federnden Platte aus Metall oder einem sonstigen geeigneten Material, welche
bei c3 geschlitzt ist, wodurch das federnde Stück a gebildet wird, welches im Zustand
der Spannung gehalten wird und an zwei Seiten in den federnden Teil b übergeht.
Dieser Teil b wird in Stellung gehalten durch eine Platte, welche an ihrem einen
Ende auf einem Nocken c4, der aus der Oberfläche des Füllkörpers c aufragt, und
an ihrem anderen Ende auf einer Stellschraube c5 aufliegt, die durch eine in der
Schulter c7 sitzende Mutter c6 hindurchgeführt ist.
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Der Nocken c4 und die Schraube c5 liegen in der mittleren Längslinie
der Platte b, welch letztere infolgedessen quer zu dieser Linie gewölbt ist, wie
bei c19 (Fig. 4) angedeutet. Diese Querwölbung vermehrt beträchtlich die Auslösewirkung.
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Die Brücke c2 greift bei c8 an einer Seite um den Füllkörper herum
und ist mit einer Schaltklemme c9 versehen.
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Unter dem Füllkörper c ist in der Mitte eine Traverse d angeordnet,
durch welche eine Schraube dl hindurchgeführt ist, die durch eine Mutter d2 gesichert
wird. Diese Traverse ist an dem Füllkörper c mittels Schrauben d3 befestigt und
an ihrem nach der Seite verlängerten Ende d4
| stach oben gebogen titid mit einer zweiten Schalt- |
| klemme (15 versehen, wie Fig. .I zeigt. Das obere |
| F.ude der Schraube (lt bildet einen festete Anschlag, |
| der mit eitt(°nt 1)ewcgliclielt Anschlag (16 an dein |
| federnden "heil « zusaininenwirkt. Ein verstellbarer |
| Anschlag oder 1@ontakt in der Form einer |
| Schraube (l7. welche durch die Brücke c2 hindurch- |
| geht und durch eine @Ititter da gesichert wird, ist |
| vorgesehen, um die Bewegung des heweglichen An- |
| schlages d1; zu begrenzen. 11it dem Anschlag d7 wird |
| die Grül.ie des :1bstandes zwischen (lein beweglichen |
| und (lein festest -\usclilag kontrolliert. Diese Rege- |
| lung kann ebenso mit Hilfe der Schraube (1l vor- |
| gen<»nmen wer(len. |
| :fit der ( @run(ltl;iche (les hüllkiirl>ers c ist ein
B' |
| metallclctent c angeordnet, (las an einem Ende |
| mittels eitles Bolzens und einer Mutter e1 befestigt |
| ist..'\in anderen Ende dcssellwti ist ein temperatur- |
| regelnder l@ollleii 0'= senkrecht verschiebbar in |
| einem zylindrischen Gehiltise c3 angeordnet, der |
| durch eine Schraubenfeder c4 belastet ist. Dieses |
| Gelt<itise ist in eine zvlindrische Tülle e5 e@uge- |
| schratibt, welche alt einer "Pragleiste es l)efestigt |
| ist, die mit einem Bolzen tuld einer #N-futter e7 an |
| (lein S;itileitels(le des Füllköi-1>ers c in Stellung ge- |
| halten wird. |
| In die Üf`nung f des hüllk(irpers ist ein Schalt- |
| kolllen fl aus einem isolierenden oller sonstigen ge- |
| eigneten 1laterial eingesetzt, welcher finit seinem |
| olleren I?nde gegen (las federnde Glied a und mit |
| seinem tuiteren Ende gegen (las Bimetalleletnent e |
| abgestützt ist, und zwar an einem Punkt, der von |
| dein 1?nde, alt welchem dasselbe an (lein Füllkörper |
| mittels des Bolzens et befestigt ist, entfernt liegt. |
| Der Federkfirl>cr a wird dauernd in einem ge- |
| spannten Zustand gehalten, da die beiden Enden |
| desselben alt den Enden der federnden Platte b |
| sitzen. Der Grad der Spannung, in -,welcher der |
| Körper a gehalten wird, und somit sein Widerstand |
| gegeit eine I@ewegung, wird durch die Spannkraft |
| der federnd gebogenen Platte t) gesteuert. Die |
| Spannkraft der letzteren kann beliebig durch die |
| Stellschraube c--, geregelt werden. |
| f?benso kann der für die Betätigung der Aus- |
| liiseeinrichttttig erforderliche Druck durch die grö- |
| ßere oller geringere Federbelastung des Kolbens e2 |
| geregelt werden, wobei eine solche Regulierung da- |
| durch bewirkt Nverden kann, (laß man das Ge- |
| häuSe E#3 mehr oder weniger tief in die feste Tülle e5 |
| einsrhratibt. |
| In heg. i wird der bewegliche Anschlag d6 in |
| Beriihrtitig finit (lein festen Anschlag dl gezeigt, wo- |
| bei der elektrische Stromkreis von der Schalt- |
klemme (h, durch die Platte d, den testen Anschlag d', die Auslö seeinrichtung,
die Brücke c2 und die Schaltklemme c9 festgelegt ist.
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Wenn das Bimetallelement e durch die Wärme beeinflußt wird, wird ein
Druck auf den Kolben f1 ausgeübt, und wenn dieser Druck genügend groß ist, (1,1111t
löst sich (las federnde Glied a in der Mitte mit seinem beweglichen Anschlag von
dem festen :luschlag und unterbricht dadurch den Stromkreis.
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Diese Bewegung des federnden Gliedes a wird durch den verstellbaren
Anschlag oder Kontakt dl bzw. d7 beschränkt, welcher so eingeregelt werden kann,
daß, wenn der Druck auf den Kolben f 1 nachläßt, die Auslöseeinrichtung nicht zurückschnappt
in die Anfangsstellung, oder so, daß, wenn der Abstand zwischen den Anschlägen beim
Öffnen verringert wird, unter dem Druck des Kolbens die Auslöseeinrichtung wieder
zurückbewegt wird.
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Solche selbsttätige Umkehrung kann nur erreicht werden, wenn die wirksame
Kraft eine federnde Eigenschaft hat. Bei dem beschriebenen Schalter löst das Bimetallelement
einen federnden Druck auf den Kolben aus.
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Gewiinschtenfalls kann der Nocken c4 durch einen einstellbaren Anschlag
ersetzt werden, durch welchen die Federung des Teiles a in derselben Weise wie durch
die Schraube c@ geregelt werden kann.
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Bei der in Fig. 6 bis 8 dargestellten Auslösevorrichtung wird das
federnde Glied a im Zustand der Spannung durch ein Gehäuse gehalten, welches aus
zwei iibereinandergelagerfen federnden Platten g und g 1 gebildet wird, welche beide
eine eingeschnittene rechtwinklige Öffnung g2 aufweisen, jedoch erstreckt sich die
Öffnung in der oberen Platte an ihren beiden Enden über die untere Platte aber nur
so weit, daß sie noch die Abstützung der Enden des federnden Gliedes a gestattet.
Bei dieser Einrichtung bilden die beiden federnden Platten das zweite federnde Glied
b. Die Wirkung dieser Ausführung der #Xuslösevoi-riclitung ist ähnlich wie die vorbeschriebene.
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Die in Fig. 9 bis > i dargestellte Ausführung unterscheidet sich von
den Fig. i bis 6 dadurch, (laß der mittlere Teil der geschlitzten Platte an dem
Füllkörper c durch die Brücke c2 verankert ist. Dieser mittlere Teil, welcher das
federnd gebogene Glied b bildet, dient dazu, die beiden Seiten der geschfitzten
Platte in gespanntem Zustand zu halten. Dadurch bilden die beiden Seiten ein doppelt
gebogenes Glied a. Dieses trägt zwei bewegliche Anschläge, welche mit den beiden
festen Anschlügen zusammenarbeiten. Die Wirkung dieser Auslösevorrichtung ist ähnlich
wie die oben beschriebene.
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Der in Fig. 1z bis 1.1 beschriebene Auslöser besitzt eine federnde
Platte b, die so geschlitzt ist, daß sie zwei mittlere federnde Zungen oder Flügel
bildet, deren innere Enden von dem Füllkörper c und der Brücke c2 eingeklemmt werden.
Diese Zungen bilden das gebogene Glied b. Die beiden Seiten der Platte sind in der
Mitte verbunden und tragen den beweglichen Anschlag de. Die Wirkung dieser Ausführung
ist ähnlich der in bezug auf die Fig. i bis 5 beschriebenen.
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Die in Fig. 15 bis 17 beschriebene Auslösevorrichtung ist sehr ähnlich
mit der Ausführung gemäß Fig. i bis 5, jedoch ist das federnd gebogene Glied a nicht
durchgehend, sondern bildet zwei Zungen oder Flügel, die durch ein Zwischenglied
li miteinander verbunden sind, an welchem das innere Ende einer der Zungen oder
Flügel bei hl befestigt ist, während das innere Ende der anderen Zunge oder Flügels
eine schneidenartige Berührung
mit dem genannten- Glied bei h2 bildet.
Dieses trägt zwei bewegliche Anschläge d6. Ferner sind zwei feste Anschläge dl und
zwei einstellbare Anschläge d7 vorgesehen.
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Das in Fig. 18 bis 2o dargestellte Ausführungsbeispiel ist ähnlich
wie das vorbeschriebene, jedoch mit der Ausnahme, daß die inneren Enden der beiden
Zungen oder Flügel, die das biegsame Glied a bilden, beide eine schneidenartige
Lagerung an dem Verbindungstück h haben.
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Ebenfalls ist das in Fig. 2i bis 23 gezeigte Ausführungsbeispiel ähnlich
dem Gegenstand der Fig. 15 bis 17, jedoch mit der Abweichung, daß die inneren Enden
der beiden Zungen oder Flügel, welche das biegsame Glied a bilden, beide an dem
Verbindungsstück h befestigt sind, das die beweglichen Anschläge trägt.
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Falls gewünscht, kann bei allen Ausführungen an den gebogenen Gliedern
entweder eines oder mehrere die Form von Bimetaldstreifen aufweisen, so claß sie
bestrebt sind, sich in der einen oder anderen Richtung zu verbiegen, wenn sie einem
Temperaturwechsel unterzogen werden. Eine solche Verbiegung dürfte ausreichend sein,
um entweder die Auslösung zu bewirken oder alternativ die Kraft zu modifizieren,
welche zur Auslösung des Mechanismus erforderlich ist.