-
Magnetischer Kreis Die Erfindung bezieht sich auf einen magnetischen
Kreis, z. B. für Dynamos oder Motoren, der aus einer oder mehreren aufeinandergestapelten
Platten besteht, und ist dadurch gekennzeichnet, daß die Platte oder Platten mit
einer Anzahl hochkant angeordneter und gegenüber der oder den Platten abgebogener
Pole versehen sind, die aus über ihre Längsachse U-förmig gefalteten Zungen bestehen,
und zwar derart, daß die Kanten der U-Schenkel in einer Umdrehungsfläche liegen.
-
Die hochkant angeordneten Pole dieses magnetischen Kreises oder Ankerblechpaketes
weisen den an sich bekannten Vorteil auf, daß der Übergang der magnetischen Kraftlinien
beim Luftspalt, der sich an der erwähnten Umdrehungsfläche befindet, von oder zu
den Polen nicht von dem zwischen diesen Polen vorhandenen magnetischen Widerstand
beeinträchtigt wird.
-
In mechanischer Hinsicht bilden die um ihre Längsachse gefalteten
Zungen sehr feste Pole, die keiner weiteren andersartigen Verstärkung oder Befestigung
bedürfen. Unter der Längsachse der Zungen ist im vorliegenden Fall die Achse zu
verstehen, die zwischen den beiden Rändern oder Kanten einer Zunge liegt; nach dem
Falten bilden diese Ränder die Hochkantseiten der Pole.
-
Die Erfindung eignet sich vorzüglich zur Anwendung bei Nabendynamos
für Fahrräder, bei denen eine sehr große Anzahl von Polen erwünscht ist.
-
An Hand der auf der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiele
wird die Erfindung näher erläutert.
Fig. i und 2 stellen schematisch
eine Draufsicht und eine Seitenansicht eines Teiles des erfindungsgemäß ausgebildeten
Magnetkreises dar; Fig.3 und 4 zeigen einen aus drei Platten zusammengebauten Magnetkreis.
-
In Fig. i ist eine Platte mit einer Anzahl ausgestanzter Zungen 2
versehen, die sich in mehr oder weniger tangentialer Richtung erstrecken. Die Zungen
2 werden über ihre Längsachse 3 U-förmig umgebogen. Dieses Falten ist an der Zunge
4 beim Beginn veranschaulicht. Das Falten wird vorzugsweise so weit durchgeführt,
daß die beiden Innenflächen 5 der Zunge mehr oder weniger zusammenfallen. Vor, während
oder nach dem Zusammenfalten wird die Zunge in einer dem Beobachter zugekehrten
Richtung, vorzugsweise senkrecht zur Zeichnungsebene, umgebogen. Auf diese Weise
entstehen hochkant angeordnete Pole, wie bei 6 dargestellt ist, wobei die Außenkanten
7 der U-Schenkel 8 annähernd in einer Zylinderfläche g liegen. Rings um diese Zylinderfläche
herum kann ein ringförmiger Dauermagnet angeordnet werden, der mit einer Anzahl
von Magnetpolen versehen ist, z. B. zur Erzeugung einer EMK in einer der Einfachheit
halber nicht dargestellten ringförmigen Spule, die zwischen den Polen 6 und einer
zylindrischen Vertiefung io im zentralen Teil der Platte i angebracht ist. In Fig.
2 ist ein Pol 6 der Platte i mit dem zentralen Zylin ler io in Seitenansicht dargestellt.
Zur Ergänzung des Spulenkreises wird ein vollkommen ähnlicher Körper mit Polen umgekehrt
mit dem zentralen Zylinder derart in die ringförmige Spule geschoben, <!aß die
Pole dieses zweiten Körpers zwischen die Pole 6 der Platte i gelangen; wobei der
zentrale Zylinder auf dem Zylinder io zur Auflage kommt.
-
In Fig. i sind die Enden der U-Schenkel beim Pol ii schräg zur Außenfläche
der Pole abgeschliffen, was mit 12 bezeichnet ist, um eine größere, an den Luftspalt
grenzende Poloberfläche zu erzielen, wobei diese Oberfläche weit besser mit der
Zylinderfläche zusammenfällt und ein nahezu überall gleich weiter Luftspalt entsteht.
-
Ein Teil der Fig. i stellt noch eine andere Ausführungsform dar, bei
der radiale Zungen 13 benutzt werden, die in ähnlicher Weise, wie oben geschildert,
zu Polen 14 zusammengefaltet und umgebogen werden. .' Bei dieser Ausbildung kann
eine größere Anzahl von Zungen verwendet werden, als dies bei den tangentialen Zungen
möglich ist, so daß auch die Polzahl gesteigert werden kann.
-
Wenn die Umbiegung der Pole in bezug auf die Plattei über einen Winkel
(Fig. 2) von weniger als do° erfolgt, kann ein Pol 15 entstehen, der in Fig. i in
Draufsicht und in Fig.2 in Seitenansicht dargestellt ist. Bei jedem senkrechten
Schnitt dieses Poles werden die U-Schenkel immer schmaler, in dem Maße wie der Querschnitt
mehr nach dem freien Ende des Poles verlegt wird, d. h. daß die Polstärke nach dem
Ende immer kleiner wird, wie aus der Seitenansicht des Poles 15 in Fig. 2 ersichtlich
ist. Ein solcher Pol kann entweder durch Umfalten der keilförmig ausgebildeten Zungen
oder durch Abschleifen oder Abdrehen des überflüssigen Materials (die Grenze ist
mit der gestrichelten Linie i6 in Fig.2 angedeutet) entstehen.
-
Schließlich stellen die Fig. 3 und 4 ein Viertel eines magnetischen
Kreises für einen Fahrradnabendynamo dar, der aus drei ineinandergeschobenen Körpern
nach Fig. i und 2 besteht. Der Raum zwischen zwei aufeinanderfolgenden Polen
17 desselben Körpers 18 ist so groß gewählt, daß zwei Pole i9 und zwei Pole
20 des zweiten und dritten Körpers 21 bzw. 22 dazwischen geschoben werden können.
Die drei zentralen zylindrischen Teile 23 bis 25 passen gleichfalls ineinander.
Die drei Platten können z. B. mittels der schematisch dargestellten Niete 27 miteinander
befestigt werden.
-
Wie dies an Hand der Fig. i und 2 beschrieben worden ist, wird auch
dieser Spulenkreis durch Anbringung eines zweiten Körpers in umgekehrter Lage ergänzt.
-
Es hat sich schließlich als sehr wichtig erwiesen, den Magnetkreis
nach den vorangehenden Figuren an einer Stelle vollständig durchzusägen, wie z.
B. in Fig.3 bei 28, wodurch eine Leistungssteigerung von 70°/o erreicht werden kann.