DE845828C - Verfahren zur Herstellung von Gipsabdruecken von belasteten und in Bewegung befindlichen Koerperteilen, insbesondere fuer Gliedmassenstuempfe - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Gipsabdruecken von belasteten und in Bewegung befindlichen Koerperteilen, insbesondere fuer GliedmassenstuempfeInfo
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Description
-
- Verfahren zur Herstellung von Gipsabdrücken von belasteten und in Bewegung befindlichen Körperteilen, insbesondere für Gliedmaßenstümpfe Die Herstellung von Gipsabdrücken ist bekannt @s gelingt jedoch nicht, mit dieser Methode Gipsabdrücke herzustellen, die ein Abbild des belasteten und m Bewegung befindlichen Körperteils darstellen Jeder Fachmann werß, welche Schwierigbeiten das Anpassen von Prothesen bereitet, da ja die bisher angewandte Methode des Abdrucknehmens ein Abbild des in Ruhe befindlichen Korperteds ergibt und daher immer noch eine Nach-@rbe@t auf die geeignete Zweckform notwendig macht. Die Umarbeitung des rohen Gipsabdrücks auf die den physiologisehen Verhaltnissen, beispielsweise des Bemstumpfs, entsprechende Zweek form erfordert vom Handwerker große Erfahrung und genaueste Kennmis der anatomischen sowie auch der individuell gelagerten Stumpfverhaltnisse Hier soll nun mit der vorliegenden Erfindung Abhilfe geschaffen werden.
- Nach dem vorliegenden Verfahren wird mittels einer gut knetbaren, plastischen Masse zunächst em Zwischenformabdruck des Gliedstumpfs gemacht, indem der Gliedstumpf in einen geeigneten. mit Knetmasse verschenen Formtrichter eingepreßt und daun unter Belastung und Bewegungen abge-@ormt wird. Erst diese sozusagen in der Bewegung und unter Belastung durchgeführte Abformung schafft einen Abdruck, den der Amputierte wirklich benotigt, denn gerade ein solches in der Bewegung geformtes Negativ ist den physiologischen Verhaltnissen und damit dem Verwendungszweck ganz offensichtlich weit mehr angepaßt als ein in Kuhelage angefertigter Abdruck. In dem so erzeug ten Negativ hat sich der Stumpf selbst das ihm geeignete Bett gesucht. Dieses Negativ wird nun in der bekannten Weise mit Gips ausgegossen und ergibt ein Positiv, das dann zur Formung der Oberfliiche des Prothesenteils dient.
- Als knetbare, plastische Masse kommen hierfür in erster Linie die im Handel befindlichen Modelliermassen in Frage. Sie eignen sich für den ihnen zugedachten Zweck, weil sie nicht kleben, nicht schrumpfen und nicht in sich zusammensinken.
- Aber auch Kitte, Tone und ähnliche Massen können dafür verwendet werden.
- Beispiel r Zwecks Herstellung einer Beinprothese wird ein Formtrichter in seinem oberen Teil mit einer knetbaren, plastischen Masse ausgelegt Anschließend preßt der Versehrte seinen Gliedstumpf in den Formtrichter, der auf einer Stelze befestigt ist, und formt durch eigene Gehbewegungen sich selbst das Bett, welches für seinen Stumpf geeignet ist, worauf der Stumpf vorsichtig herausgezogen wird.
- Das so entstandene Formbett, auch Negativ geilannt, wird nun in der bekannten Weise mit Gips ausgegossen und mit dem so erhaltenen Gipspositiv die obenliegende Fläche eines Oberschenkepaßstücks geformt. Dieses Pallstiick besteht zweckmäßig aus einer geeigneten, durch Erwärmung plastisch gemachten Lasse, wie z. B. aus Polyäthylenen oder anderen thermoplastischen Kunststttffen.
- Beispiel 2 Außer künstlichen Gliedmaßen köntlen auch antIere Formstücke, so z. B. Einlagen für deformierte Füße usw., hergestellt werden, bei denen ebenfalls ein in Belastung geschaffener Abdruck wesentlich ist, welcher dann entsprechend der Fußdeformation korregiert wird. Hiervon wird ein Positiv geschaffen und damit die Oberfläche der Einlage, die zweckmäßig aus einem durch Erwärmen plastisch gemachten Kunststoff hesteht, geformt.
- PATENTANSPROCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Gipsabdrücken von belasteten und in Bewegung befindlichen Körperteilen, insbesondere Gliedmaßenstümpfe, dadurch gekemlzeichnet, daß ein Formteil, z. B. ein Formtrichter, mit einer plastischen, gut knetbaren Masse ausgelegt oder ausgefüllt wird, in die der abzuformende Teil, z. B. ein Gliedstumpf, eingedrückt wird und worin er unter Ausführung der Bewegung, die er üblicherweise durchzuführen hat, sich seinen Abdruck (Negativ) selbst formt, worauf von diesem Negativ in bekannter Weise ein Gipsabdruck (Positiv) gefertigt und nach diesem die natürliche Auflagefläche geformt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß als plastische, gut knetbare Masse zur Ausfüllung des Formteils eine der im Handel befindlichen, vom eingedrückten Gliedmaßenstumpf leicht lösitaren, nicht schwindenden Modelliermassen verwendet wird.3. Prothesenteile, Einlagen od. dgl., hergestellt nach dem Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus Polyäthylenen oder anderen thermoplastischen Kunststoffen hestehen.
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1950
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