DE8328470U1 - Elektronische verschlussvorrichtung fuer kameras - Google Patents
Elektronische verschlussvorrichtung fuer kamerasInfo
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- G03B9/00—Exposure-making shutters; Diaphragms
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Description
Die Neuerung bezieht sich auf eine Verschlußvorrichtung für f1
eine Stehbildkamera, insbesondere eine verbesserte elektro- ,
mechanische Verschlußkonstruktion. |
Normalerweise sind konventionelle elektronische Verschluß-»
vorrichtungen für Stehbildkameras so ausgelegt, daß sie
durch Zurückziehen von Verschlußlamellen die Blendenöffnung
freigeben und diese durch konvergierende Bewegung der ,
Lamellen überdecken, wenn eine elektronische Schaltung
bestimmt, daß der Film mit einer ausreichenden Lichtmenge
belichtet ist. Eine elektronische Schaltung einer auf diesem
Gebiet bekannten Art bestimmt die richtige Dauer der Blendenöffnung nach Maßgabe der Leuchtdichte des Objekts, der
Filmgeschwindigkeit und anderer Belichtungsparameter. Ein
Element einer konventionellen Verschluß-Steuerschaltung ist
ein elektromagnetischer Wandler, z. B. ein Elektromagnet.
net, wobei seine Lage relativ zur Bewegung der Verschlußla- £
mellen unveränderlich ist. Die Erregung oder Entregung der 3
hergehenden Hagnetankers zur Folge, der so gekoppelt ist, |
daß er die Verschlußlamellen über verschiedene mechanische |
und den Verschlußlamellen kompliziert jedoch den Aufbau des |
tigung aufgrund von Reibung und Rückfederung mechanischer |
Teile und resultiert somit in einer kritischen zeitlichen Verzögerung zwischen der Verschiebung des Magnetankers und
dem Schließen der Verschlußlamellen zur Beendigung der Filmbelichtung. Diese zeitliche Verzögerung kann von Bedeutung sein» wenn man bedenkt, daß eine typische effektive
Verschlußöffnungszeit in der Größenordnung von Millisekunden liegt.
Aufgabe der vorliegenden Neuerung ist es, den Aufbau einer elektronischen Verschlußvorrichtung für Stehbildkameras
dahingehend zu vereinfachen, daß jegliche mechanische Zeitverzögerung in der Verschlußvorrichtung, insbesondere
eine sich aus der Verschiebung des Magnetankers und dem Schließen oder Konvergieren der Verschlußlamellen ergebende
Verzögerung ausgeschaltet wird. Dabei soll eine elektronische Verschlußvörrichtung angegeben werden, die in gleichmäßiger und beständiger Weise eine Bewegung von dem Magnetanker auf die Verschlußlamellen überträgt, so daß eine zuverlässige und gleichmäßige Verschlußbetätigung erzielbar ist.
Es wird also eine elektronische Verschlußvorrichtung füi.
Stehbildkameras angegeben, mit der die vorstehende Aufgabe gelöst wird und mit der die richtige Belichtung eines Films
nach Maßgabe von Parametern wie Leuchtdichte des Objekts, Filmgeschwindigkeit, Objekt-Entfernung etc. vereinfacht
wird.
Gemäß der Neuerung wird eine elektronische Verschlußvorrichtung für Stehbildkameras angegeben, bei der die mechanische
Kopplung minimiert ist, so daß eine vereinfachte und kompaktere Verschlußausbildung erzielt wird. Dabei wird jede
mechanische Kopplung zwischen dem elektromagnetischen Wandler, der bevorzugt ein Elektromagnet ist, und den
Verschlußlamellen beseitigt. Bevorzugt ist der Elektromagnet
räumlich aufgeteilt, so daß ein Magnetanker an einer Verschlußlamelle angeordnet ist und bevorzugt mit einem magnetisierten U-förmigen Schuh zusammenwirkt, der an einem
benachbarten Verschlußbetatigungsglied angeordnet ist. Der Schuh wird von einer Magnetwicklung magnetisiert, die auf
einem Schenkel des u-förmigen Schuhs angeordnet ist. Damit wird die zeitliche Verzögerung im Blendenschiieß-Modus, die
bei bekannten Verschlußvorrichtungen auftritt und sich aus der Verschiebung eines Magnetankers und der mechanischen
Übertragung dieser Verschiebung ergibt, minimiert.
Bei der elektronischen Verschlußvorrichtung gemäß der Neuerung ist entweder die Magnetwicklung oder die Magnetankerplatte starr an einer der beiden Verschlußlamellen
befestigt. Die Verschlußlamellen sind durch wenigstens ein Zwischenglied miteinander so verbunden, daß ihre Bewegungen
synchronisiert sind. Die entsprechende Magnetv/ickluung bzw.
der jeweilige Magnetanker - je nach dem auf einer Verschlußlamelle angeordneten Element - ist an einem Verschlußbetätigungsstab starr befestigt, der der Verschlußlamelle benachbart ist, die die Wicklung oder den Anker trägt. Der hier
verwendete Elektromagnet verwendet keinen hin- und hergehenden Anker, der in der Magnetwicklung positioniert ist,
sondern besteht bevorzugt aus einem U-förmigen Schuh, der an
einem Verlängerungsarm des Betätigungsglieds (oder der Verschlußlamelle) angenietet ist. Der Magnetanker ist an
einem ähnlichen Verlängerungsarm an einer Verschlußlamelle
montiert.
Die Magnetwicklung erzeugt ein Magnetfeld, so daß die Schenkel des U-förmigen Schuhs zu einem entgegengesetzten
Magnetpol werden. Bei Erzeugung des Magnetfelds wird der Anker an die Enden der Schenkel des U-förmigen Schuhs
angezogen und damit gekoppelt. Durch diese magnetische
Kopplung werden das Betätigungsglied und eine Verschlußlamelle miteinander varbunden, so daß in der Öffnungsbetriebsart der Verschlußvorrichtung das Betätigungsglied und die
Verschlußlamelle gemeinsam bewegt werden. Nach richtiger Belichtung des Films beendet die Verschluß-Steuerschaltung
die Erregung der Magnetwicklung und damit die magnetische Anziehungskraft auf den Unförmigen Schuh/ so daß der Magnetanker nicht mehr an die Enden des Schuhs angezogen wird.
Infolgedessen wird die den Anker (oder die Wicklung) tragende Verschlußlamelle aus ihrer Verbindung mit dem Betätigungsglied freigegeben. Bei dieser Freigabe werden die
Verschlußlamellen von einer Feder oder einem anderen Vorspannelement in eine Schließstellung gezogen.
Anhand der Zeichnung wird die Neuerung beispielsweise näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Perspektivansicht der bevorzugten Verschlußvorrichtung in der geschlossenen und
vollständig gespannten Stellung;
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht in der Verschlußöffnungs-Betriebsart;
Fig. 3 ein Schaltbild der bevorzugten ZeitsteuerscfAltung des Verschlusses;
Fig. 4 eine Perspektivansicht der bevorzugten Verschlußvorrichtung in einer Schließ-Betriebsart;
und
Vorrichtung in einer Schließstellung, jedoch vor
dem erneuten Spannen des Verschlusses durch Weitertransport eines Films zeigt.
»*■ Pig. ι zeigt die bevorzugte Verschlußvorrichtung 10. Diese ff
umfaßt eine erste Verschlußlamelle 12 sowie eine zweite Verschlußlamelle 14, die bevorzugt entlang ihrem einen Ende
durch wenigstens ein Zwischenglied 16 miteinander gekoppelt sind. Das Zwischenglied 16 ist schwenkbar an einem ortsfesten
Zapfen 18 befestigt und kontaktiert die erste Lamelle 12 und die zweite Lamelle 14 über die Positionierung eines
Scifts 20 der ersten Lamelle 12 und eines Stifts 24 der
zweiten Lamelle 14, die in Radialschlitzen 22 an beiden Enden des Zwischenglieds 16 aufgenommen sind.
Die erste und die zweite Lamelle 12, 14 sind entlang Leitstiften 26 gleitverschiebbar, die in Langlöchern 28 in den
Lamellen gleiten. Die Länge der Führungs-Langlöcher 28 wirkt als Begrenzung der Bewegung der beiden Lamellen 12 und 14,
wodurch die maximale Rückziehbewegung der Lamellen 12 und bestimmt ist. Die erste Lamelle 12 weist ferner einen
Blendenabdeckansatz 30 mit einem V-förmigen Einschnitt 32 (in Fig. 1 in Strichlinien gezeigt) auf, der einem V-förmigen
Einschntt 34 in einem Blendenabdeckansatz 36 der zweiten Lamelle 14 gegenüberliegt. Wenn sich die Verschlußvorrichtung
10 in einer das Objektiv verschließenden Position befindet, verdecken die Abdeckansätze 30 und 36 die Blendenöffnung
38. Da die erste Lamelle 12 und die zweite Lamelle 14 über das Zwischenglied 16, das um einen ortsfesten Zapfen
18 schwenkbar ist, gekoppelt sind, bewirkt eine Bewegung der ersten Lamelle 12 in die eine Richtung (nach rechts in Fig.
1) eine Bewegung der zweiten Lamelle 14 in Gegenrichtung (nach links), wodurch die Blendenabdeckansätze 30 und 36 so
verschoben werden, daß die Einschnitte 32 und 34 einander gegenüberliegen und eine Öffnung 36* definieren, so daß die
Blendenöffnung 38 freigegeben ist (Fig. 2).
• *
• ·
Die Fig. 1, 2, 4 und 5 zeigen die erste Lamelle 12 mit einem
bevorzugt vorgesehenen Velrängerungsarm 40, der einen Haken 42 aufweist, in den ein Ende einer Schraubenfeder 44 eingreift.
Zwar werden bei der bevorzugten Ausführungsform Schraubenfedern als Vorspannelemente verwendet, selbstverständlich
kann aber jedes bekannte Vorspannelement eingesetzt werden. Die Feder 44 ist an einem Haltestift 46
aufgehängt, der relativ zu der Blendenöffnung 38 so positioniert ist, daß die Feder 44 die erste Lamelle 12 nach links
in Fig. 1 und die zweite Lamelle 14 nach rechts beaufschlagt, so daß die Blendenabdeckansätze 30 und 36 über die
Blendenöffnung 38 bewegt sind. Wenn sich die Verschlußvorrichtung 10 in einer Objektivschließstellung befindet, wie
das in Fig. 1 der Fall ist, ist die Feder 44 vollständig zusammengedrückt, und wenn sich die Verschlußvorrichtung 10
in einer Objektivöffnungsstellung befindet, wie das in Fig. 2 gezeigt ist, wird die Feder 44 vollständig ausgezogen
oder gespannt.
Auf einer entgegengesetzten Seite des Arms 40 ist eine Ankerplatte 48 bevorzugt mit einem Niet 50 starr am Arm 40
befestigt. Die Ankerplatte 48 besteht aus Eisen, Stahl oder irgendeiner anderen magnetisch anziehbaren Legierung. Die
Ankerplatte 48 wird - mit Ausnahme bei Beendigung eines Filmbelichtungsvorgangs - durch magnetische Anziehungskraft
gegen die Schenkel eines magnetischen ü-förmigen Schuhs 54 gehalten. Der Schuh 54 besteht aus zwei in derselben Ebene
liegenden parallelen Schenkeln 60 und ist an einem Verlängerungsarm 56 einer Verschlußbetätigungsstange 52 bevorzugt
durch Niete 58 starr gesichert. Die Schenkel 60 des Schuhs 54 werden durch Erregung einer Magnetspule 62, die einen der
Schenkel 60 umgibt und darauf angeordnet ist, magnetisiert.
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Die Magnetspule ist immer - mit Ausnahme bei Beendigung eines Belichtungsvorgangs - erregt.
Die Hagnetspule 62 ist mit der Verschlußsteuerschaltung nach
Fig. 3 über Zuleitungen 64 verbunden. Es ist zu beachten, daß im vorliegenden Fall kein konventioneller Elektromagnet
mit hin- und hergehendem Anker in der Magnetspule verwendet wird, sondern ein gesonderter U-formiger Schuh 54, der die
Spule trägt und dessen Schenkel dem Anker 48 gegenüberliegen..
Bei der bevorzugten Ausführungsform sind die Magnetspule 62 und der Schuh 54 auf einem Stab 52 angeordnet,
wobei die erste Lamelle 12 den Anker 48 trägt, so daß Gewicht und Komplexität des Aufbaus der Lamelle 12 minimiert
sind. Weniger bevorzugt können die Magnetspule 62 und der Schuh 54 von der ersten Lamelle 12 und der Anker 48 von dem
Stab 52 getragen werden, ohne daß dadurch die Betriebsarten der \7erschlußvorrichtung 10 beeinträchtigt werden.
Der Stab 52 ist entlang Führungsstiften 66, die in Gleitführungen 68 gleiten, verschiebbar. Ein Ende des Stabs 52 trägt
einen Haken 70, der an einer relativ großen Schraubenfeder 72 befestigt ist. Die Schraubenfeder ist mit dem anderen
Ende an einem Haltestift 74 aufgehängt. Wenn sich die Verschlußvorrichtung 10 in einer Objektivschließstellung
befindet (vgl. Fig. 1), ist die Feder 72 vollständig ausgezogen und gespannt, so daß sie nach Freigabe den Stab 52
gegen den Haltestift 74 beaufschlagt, wenn die Verschlußvorrichtung 10 betätigt wird. Die Zugkraft der Feder 72 ist
höher als die Zugkraft der entgegengesetzten Feder 44, so daß bei Betätigung des Verschlusses der Stab 52 gegen den
Haltestift 74 beaufschlagt wird, wobei er die erste Lamelle 12 in die gleiche Richtung zieht, und zwar aufgrund der
magnetischen Anziehungskraft zwischen dem Anker 48 und dem Schuh 54 infolge der erregten Magnetwicklung 62.
; ; .in t · t
I, a ··»
-ιο-
Ι Das andere Ende des Betätigungsstabs 52, das dem mit der
l< Feder 72 verbundenen Ende gegenüberliegt, weist eine zum
ft Spannen dienende Schrägfläche 76 auf, die mit einer Halte-
S schulter 78 an einem Verschlußauslösearm 80, der die Ver-
Schlußvorrichtung 10 in der Schließstellung hält, in Ein-
% griff gelangt. Der Verschlußauslösearm 80 ist um einen
!~ Zapfen 82 schwenkbar gelagert und wird von einer Schraubenfeder
84 so beaufschlagt, daß der Eingriff zwischen der " Halteschulter 78 und der Spann-Schrägfläche 76 aufrechterhalten
wird. Eine Feder 84 ist zwischen einem Stift 86 am Auslösearm 80 und einem in der Kamera befestigten Zapfen 88
verankert. Ein Anschlagstift 90 begrenzt eine weitere 'i. Bewegung im Gegenuhrzeigersinn d-ss Auslösearms 80 bei
;. Freigabe des Betätigungsstabs 52.
Schließlich weist der Betätigungsstab 52 zwei Laschen 92 und 94 auf. Die Lasche 92 befindet sich in der Nähe der Spann-Schrägfläche
76 und drückt gegen elektrische Kontaktfedern
96A und 96B eines Schalters 98 in dessen Schließstellung, wenn der Betätigungsstab 52 mit dem Arm 80 in Eingriff
steht. Wenn der Arm 80 den Betätigungsstab 52 freigibt, am die Öffnungs-Betriebsart der Verschlußvorrichtung 10 auszulösen,
gelangt die Lasche 92 außer Anlage mit der Kontaktfeder 96B, so daß diese sich von der Kontaktfeder 96A wegbiegt
(vgl. Fig. 2)f wodurch der Schalter 98 geöffnet wird. Somit
sind die bauliche Nachbarschaft von Lasche 92 und Schrägfläche 76 wesentlich, um bei Freigabe des Betätigungsstabs ein
synchrones Öffnen des Schalters 98 zu erzielen. Der Schalter 98 ist ein Teil der Verschlußsteuerschaltung von Fig. 3, die
noch erläutert wird.
Die Lasche 94 dient zum Kontakt mit einer Vorrichtung (nicht gezeigt), die den Betätigungsstab 52 erneut spannt durch
• * * t
Wieder-in-Eingriff-Bringen der Schrägfläche 76 mit der
Schulter 78 während des Filmvorschubs, der nach Beendigung einer Verschlußbetätigung stattfindet.
Fig* 2 zeigt die Verschlußöffnungs-Betriebsart der Vorrichtung. Wenn der Auslösearm 80 für eine Aufnahme nach unten
gedrückt wird (vgl. Pfeil)ι bewegt sich der Auslösearm 80 im Gegenuhrzeigersinn um den Zapfen 80 und gelangt in Anlage
am Stift 90f wodurch die Schulter 78 von der Spann-Schrägfläche 76 freikommt, so daß die Feder 72 den Betätigungsstab
52 in Richtung des Pfeils von Fig. 2 sieht. Während des öffnens des Verschlusses bleibt die Spannung an der Magnetspule 62 bestehen, so daß der Anker 48 mit dem Schuh 54 in
Kontakt bleibt. Durch diese magnetische Verbindung wird die erste Lamelle 12 durch den Betätig^ngsstab 52 zum Stift 74
hin gezogen. Infolge der Bewegung der ersten Lamelle 12 bewegt sich die zweite Lamelle 14 entgegengesetzt dazu
aufgrund der Schwenkbewegung im Uhrzeigersinn des Zwischenglieds 16 um den Zapfen 18. Durch diese synchrone Bewegung
zwischen erster Lamelle 12 und zweiter Lamelle 14 werden die Ansätze 30 und 36 auseinandergezogen und geben die Blendenöffnung 38 frei.
Während sich die Betätigungsstange 52 zum Stift 74 bewegt, gibt die Lasche 92 die Kontaktfeder 96B frei, so daß der
Steuerschalter 98 geöffnet wird. Wie aus dem Schaltbild von Fig. 3 ersichtlich ist, wird beim Schließen des Zeitsteuerschalters 98 der Kondensator 100 vollständig entladen, so
daß die Eingangsspannung zu einem Schmitt-Trigger 102 Null (relativ zu Erdpotential) und dessen Ausgangsspannung
ebenfalls Null (relativ zu Erdpotential) ist, so daß die Spannung an der Hagnetwicklung 62 hoch ist. Damit wird die
12 -
Magnetwicklung 62 erregt. Das Magnetfeld in den Schenkeln 60 des Schuhs 54 zieht also den Anker 48 weiterhin an.
Beim öffnen des Schalters 98 beginnt sich der Kondensator
von der Batterie I04 her über einen Fotowiderstand, der
bevorzugt ein Cadmiumsulfid-Fotowiderstand ist, aufzuladen.
Zwar wird für die angegebene Verschluß-Zeitsteuerschaltung eine Cadmiurasulfidzelle bevorzugt, es können aber auch
andere Fotowiderstände, z. B. Cadmiumselenid, eingesetzt werden. Die Ladegeschwindigkeit des Kondensators 100 ist
eine Funktion des Widerstandswerts der Zelle 106, der wiederum eine Funktion der Leuchtdichte des Objekts ist.
Wenn die Ladung im Kondensator 100 eine Spannung gleich der Anstoßspannung des Schmitt-Triggers 102 erreicht, steigt die
Ausgangsspannung des Schmitt-Triggers 102 auf einen hohen Pegel (relativ zu Erdpotential). Die Spannung an der Magnetwicklung 62 ist somit Null, und die Magnetwicklung 62 wird
entregt. Somit wird die von der Magnetwicklung 62 ausgehende Anziehungskraft beendet, wodurch die Anziehungskraft zwischen Anker 48 und Schuh 54 praktisch sofort unterbrochen
wird, so daß die gespannte Feder 44 die Lamelle 12 sehr schnell nach links zieht, so daß die Blendenöffnung 38
geschlossen wird (Fig. 4).
Die Fig. 4 und 5 zeigen ferner, daß bei der Rückkehr der ersten und der zweiten Lamelle 12 und 14 in ihre Schließstellungen der Betätigungsstab 52 in vollständig freigegebener Lage gehalten wird, und zwar infolge der fortgesetzt von
der Feder 72 ausgeübten Zugkraft.
Die Verschlußvorrichtung 10 erreicht die richtige und effektive Verschlußöffnungszeit durch Ausschaltung eines
Hauptgrunds für zeitliche Fehler, nämlich von mechanischer
I I
I I 1 · · ·
- 13 -
Zeitverzögerung. Insbesondere werden durch die Vorrichtung
die Hagnetwicklung und der Anker direkt mit einer der Veri'chlußlamellen und dem Verschlußbetätigungsstab integriert. Die Notwendigkeit für eine mechanische Übertragung
der geringen Verschiebung eines konventionellen Magnetankers zu einer der Verschlußlamellen wird ausgeschaltet, so daß
die mechanische Zeitverzögerung praktisch Null ist. Damit ist die effektive Verschlußöffnungszeit unter Steuerung
durch die Verschluß-Zeitschaltung am wenigstens anfällig für Fehler, die aus einer unkorrekten Pilmbelichtung resultieren.
Der effektive Zeitpunkt für das öffnen des Verschlusses ist
der Zeit proportional, die der Kondensator 100 benötigt, um sich auf einen Pegel aufzuladen, der der ausgewählten
Anstoßspannung des Schmitt-Triggers 102 entspricht, wobei diese Zeit wiederum zur Leuchtdichte des Objekts proportional ist, wenn eine linear-logarithmische Charakteristik des
Potowiderstands 106 angenommen wird. Durch Wahl geeigneter Kalibrierungskonstanten kann der effektive Verschlußöffnungs-Zeitpunkt eng an den Zeitpunkt für die korrekte Pilmbelichtung angenähert werden. Der Verschlußsteuerschaltung haften
zwar weiterhin bestimmte elektrische Verzögerungen an, diese liegen jedoch typischerweise in der Größenordnung von
Mikrosekunden, was relativ zu Verschlußöffnungszeiten, die
in der Größenordnung von Millisekunden liegen, unbedeutend ist.
Pig. 5 zeigt die Verschlußvorrichtung 10 bei Beendigung des Öffnungsvorgangs, wobei die Blende 38 wiederum vollständig
verdeckt ist, die Verschlußvorrichtung 10 jedoch noch für ein weiteres Öffnen des Verschlusses neu gespannt werden
muß. Vor dem Spannen ist der Abstand zwischen Anker 48 und den Schenkeln 60 des Schuhs 54 am größten. Beim näehstfol-
— *·
genden Filmvorschub wird der Befcätigungsstab 52 durch einen
Mechanismus, der die Lasche 94 benützt (in Fig. 5 nicht
gezeigt)» gegen die Feder 72 gezogen, so daß er in eine Startposition zurückkehrt. Der Betätigungsstab 52 wird durch
die Feder 72 weiter gezogen, bis die Enden der Schenkel 60 des Schuhe 54 an dem Anker 48 anliegen. Gleichzeitig drückt
di« Lasche 92 die Kontaktfeder 96B gegen die Kontaktfeder
96A, wodurch der Schalter 98 geschlossen und damit der Kondensator 100 unmittelbar aufgeladen wird. Nach Entladung
des Kondensators 100 wird wiederum durch die Magnetwicklung 62 ein Magnetfeld erzeugt, so daß der Anker 48 und der Schuh
54 miteinander in elektromagnetischen Kontakt gelangen. Das Neuspannen ist beendet, wenn die Halteschulter 78 nach unten
und über die Spann-Schrägfläche 76 schnappt, wodurch die gesamte Vorrichtung erneut zum Auslösen eines Verschlußöffnungsvorgangs eingestellt ist.
Bs wurde zwar vorstehend ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel erläutert; selbstverständlich sind jedoch Modifikationen
möglich, um etwa eine bestimmte Situation oder einen bestimmten Werkstoff an die hier gegebene Lehre anzupassen.
Claims (4)
1. Elektronische Verschlußvorrichtung für eine Stehbildkamera
mit handbetätigtem Verschlußbetätigungsorgan, gekennzeichnet durch
- Verschlußlamellen (12, 14) mit einem daran angeordneten ersten Hagnetkupplungsteil (48),
- ein erstes Vorspannelement (44), das die Verschlußlamel-1^n
(12, 14) in eine normale Blendenöffnungs-Schließstellung beaufschlagt,
- ein normalerweise verriegeltes Betätigungsglied (52) zum Verschieben der Verschlußlamellen (12, 14) aus der
Normallage in eine Blendenöffnungs-Frei-gabelage, wobei
das Betätigungsglied (52) ein zweites Magnetkupplungsteil (54) trägt, das steuerbar mit dem ersten Magnetkupplungsteil
(48) in lösbaren Kontakt bringbar ist, und wobei eines dev Magnetkupplungsteile eine normalerweise erregte
Magnetwicklung (62) und das andere einen Anker (48) umfaßt, der von der normalerweise erregten Magnetwicklung
(62) anziehbar ist, so daß sich die Verschlußlairellen
(12, 14) zusammen mit dem Betätigungsglied (52) bewegen, bis die Magnetwicklung (62) entregt wird,
- ein zweites Vorspannelement (72), das das entriegelte Betätigungsglied (52) in eine Blendenöffnungs-Freigabelage
beaufschlagt, in der das Betätigungsglied (52) die Verschlußlamellen (12, 14) gegen die Rückstellkraft des
ersten Vorspannelements (44) in die Blendenöffnungs-Prei-
- gabelage bewegt,
eine Einheit (98, 100, 102), die die Magnetwicklung (62) normalerweise derart erregt, daß die Verschlußlamellen
(12, 14) angezogen und mit dem Betätigungsglied (52) gekoppelt werden, bis die Magnetwicklung (62) entregt
- wird,
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ι»
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ein Zeitsteuerglied (106), das aufgrund der Entriegelung
des Betätigungsglieds (52) wirksam wird und eine Zeitdauer bestimmt, nach deren Ablauf die Magnetwicklung (62)
entregt wird, so daß die Verschlußlamellen (12, 14) durch das erste Vorspannelement (44) schnell von dem Betätigungsglied
(52) weggezogen werden und dieses die Verschlußlamellen (12, 14) in die Blendenöffnungs-Schließlage
bringt, und
- auf die Betätigung des Verschlußauslosers (80) ansprechende
Elemente (76, 78), die das Betätigungsgiied (52) entriegeln.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anker an einer Verschlußlamelle (12) und die
Magnetwicklung (62) an dem Betätigungsglied (52) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Magnetwicklung (62) auf einem Schenkel (60) eines
ü-förmigen, einen Magnetkern bildenden Schuhs (54) befestigt
ist und der Anker (48) an die Enden der Schenkel (60) angezogen wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zeitsteuerglied (106) auf Umgebungslicht anspricht, so daß die Zeitdauer von der Uirgebungslichtstärke abhängt.
Applications Claiming Priority (1)
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