DE8322673U1 - Druckbalken fuer breitbandschleifmaschinen - Google Patents
Druckbalken fuer breitbandschleifmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Druckbalken fC;: Breitbandschleifmaschinen,umfassend
einen quer zur Bandlängsrichtung gerichteten Träger mit einer zum Schleifband hin
offenen, sich über die Tre.ger länge erstreckenden Aussparung zur Aufnahme eines schlauchförmigen Luftkissens,
an dessen dem Schleifband zugewandter Seite eine Federplatte angeordnet ist, die ihrerseits eine mit einem
Gleitbelag für das Schleifband versehene mindestens teilelastische Schicht trägt, wobei die Federplatte mit ihren
Längsrändern in im Träger ausgebildeten Längsnuten eingreift, deren Abmessung senkrecht zur Bandlängsrichtung
größer als die Stärke der Federplatte ist.
Ein derartiger Druckbalken ist beispielsweise aus der DE-PS 2845 366 bekannt. Der dort beschriebene Druckbalken
ermöglicht das Anpaßschleifen von Werkstücken, beispielsweise das Glattschleifen furnierter Oberflächen.
Wegen der Nachgiebigkeit der Andruckfläche kann dieser Druckbalken dagegen nicht zum Egalisierschleifen oder KaIibrierschleifen,
das heißt zur Erzeugung beispielsweise geometrisch planer Oberflächen von Werkstücker verwendet
werden. Um diese Schleifvorgänge mit derselben Bandschleifmaschine
durchführen zu können, müßte der Druckbalken ausgewechselt werden. Dies kann einen erheblichen
Aufwand und eine entsprechend lange Umrüstzeit erfordern, während der die Bandschleifmaschine nicht benutzt werden
kann.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Druckbalken der eingangs genannten Art anzugeben, mit dem
sowohl ein Kalibriersehleifen als auch ein Anpaßschleifen möglieh ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
das Luftkissen mit einer Vorrichtung sur Veränderung des Luftdruckes im Luftkissen verbunden ist
und daß der Träger entlang mindestens eines Längsrandes seiner das Luftkissen aufnehmenden Aussparung
eine ebene, mit einem Gleitbelag versehene Andruekflache für das Schleifband aufweist«
Der erfindungegemäfie Druckbalken ermöglicht beide oben
geschilderten Schleifvorgänge. Soll eine oberfläche geometrisch plan geschliffen werden, so wird der Luftdruck
in dem Luftkissen abgesenkt. Dadurch kann das Schleifband mit der an dem Träger ausgebildeten ebenen starren
Andruckfläche gegen das Werkstück gedrückt werden. Die federplatte mit der den Gleitbelag tragenden teilelastischen
Schicht, beispielsweise einer Filzmatte oder einer Gummischicht wird dabei in die Aussparung des
Trägers hineingedrückt. Soll dagegen das Schleifband mittels der an dem Luftkissen befestigten Gleitschicht
gegen das Werkstück angedrückt werden, so wird der Luftdruck in dem Luftkissen erhöht, so daß die den
Gleitbelag tragende elastische oder-teilelastische Schicht über die am Träger ausgebildete Andruckfläche
hinausragt und das Schleifband mittels dieser weichen nachgiebigen Schicht gegen das Werkstück angedrückt wird.
Ein Umrüsten der Maschine, das heißt ein Austauschen des Druckbalkens beim Obergang von einer Schleifart zur anderen
ist nicht erforderlich. Damit entfallen den Betrieb unterbrechende Umrüstzeiten.
Die folgende Beschreibung erläutert in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen die Erfindung anhand eines
Ausführungsbeispieies.Es zeigen:
Fig. 1 einen schematisehen Vertlkalsehnltt durch eine
Breitbandsehleifmaaehlne senkrecht zur Längsrichtung
dee erfindungsgemäßen Druckbalken in
einer ersten Betriebestellung desselben und
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht, welche
den Druckbalken in einer ssvreiten Betriebsstellung
zeigt.
Die in den Fig. 1 und 2 nur schentatisch angedeutete
Breitbandsehleifmasehine umfaßt einen Werkstückauflagetisch
10 für ein Werkstück 12 und einen allgemein mit 14 bezeichneten
Druckbalken zum Andrücken eines Schleifbandes
16 an das Werkstück 12» Das Schleifband 16 ist über zwei
Rollen 18 und 20 sowie über eine oberhalb des Drückbalkens 14 angeordnete nicht dargestellte Rolle geführt und
wird mittels eines ebenfalls nicht dargestellten Motors angetrieben. Die Breitbandschleifmaschine als solche ist
an sich bekannt und braucht daher nicht näher erläutert zu werden.
Der Druckbalken 14 ist mit einer von einem Kastenprofil
gebildeten Traverse 22 verbunden, die mittels mindestens einer Kolbenzylinderanordnung 24 in Richtung des Doppelpfeiles
A höhenverstellbar ist. Diese Höhenverstellbarkeit des Druckbalkens 14 ist vorteilhaft, braucht jedoch
nicht unbedingt vorhanden zu sein.
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An der Unterseite der Traverse 22 ist mittels Stützen 26 eine parallel zur Traverse 22 verlaufende flache Schiene
28 befestigt/ auf welche ein von einer Profilschiene gebildeter Träger 30 des Druekbalkens 14 mit die Ränder
der Schiene 28 umgreifenden Klauen 32 aufgeschoben ist/ so da6 der Druckbalken 14 ohne Schwierigkeiten von dar
Traverse 22 gelöst werden kann.
Der Träger 30 des Druekbalkens 14 weist eine zum Schleifband
16 hin offene/ sich über die gesamte Trägerläng«
erstreckende ü-förmige Aussparung 34 auf, in deren Flanken jeweils eine ebenfalls in Trägerlängsrichtung verlaufende
Nut 36 ausgebildet ist. Die Aussparung 34 dient
zur Aufnahme eines schlauchförmigen Luftkissens 38/ das an seiner dem Schleifband 16 zugewandten Seite mit einer
Federplatte oder Federlamelle 40 verbunden ist/ deren Längsränder in die Nuten 36 eingreifen. Die Federlamelle
40 kann beispielsweise Von einem Stahlband gebildet sein. Sie trägt auf ihrer dem Schleifband 16 zugewandten Seite
eitiö elastische Schicht 42, die beispielsweise aus Gummi
oder aus Filz bestehen kann. Diese wiederum ist auf ihrer dem Schleifband 16 zugewandten Seite mit einem Gleitbelag 44 versehen.
Beiderseits der Ränder der Aussparung 34 weist der Träger 30 ebene Andruckflächen 46 auf, die ebenfalls mit einem
Gleitbelag 48 versehen sind.
Das Luftkissen 38 ist über einen Füllstutzen 4 9 und ein Ventil 50 mit einer Pumpe 52 oder auch einem nicht dargestellten
Druckspeicher verbunden, wobei diese Teile in den Figuren nur schematisch dargestellt sind. Der Füll-
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stutzen 4 9 kann sich selbstverständlich auch an den Längeenden des schlauchförmigen Luftkissens 38 befinden/
so daß der Träger 30 für den Füllstutzen 49 nicht angebohrt zu werden braucht.
Fig. 1 zeigt den Druckbaiken 14 in einen ersten ßetriebezustand, der für das sogenannte Anpaßschleifen geeignet
ist. Sei diesem SchleifVorgang soll die Oberfläche des
Werkstückes 12 glattfesehliffen werden, wobei sich die
Sehleifbandflache der Oberfläche des Werkstückes 12 anpaßt, um zu vermeiden, daß bei nicht ganz ebener Werkstückoberfläche an den aus der Ebene herausragenden Abschnitten des Werkstückes beispielsweise ein Furnier
abgeschliffen wird, während an tiefer gelegenen Stellen der Werkstückoberfläche Überhaupt nicht geschliffen wird.
Diese Anpassung der Schleifbandfläche an die Werkstück" oberfläche wird durch die flexible Schicht 42 erreicht.
In diesem Zustand sind die Luftfüllung und der Luftdruck in dem Luftkissen 38 so gewählt, daß die Federlamelle 40
jeweils gegen die untere Flanke der Nuten 36 gedrückt wird. Dabei tritt die Schicht 42 mit dem Gleitbelag 44
aus der Aussparung 34 heraus, so daß das Schleifband 16
nur an dem Gleitbelag 44 der Schicht 42 anliegt.
Soll dagegen die Werkstückoberfläche geometrisch plan geschliffen werden, so muß auch die Andruckfläche des
Druckbalkens 14 plan sein. In diesem Falle wird gemäß Fig. 2 die Luft aus dem Luftkissen 38 so weit ausgelassen,
daß die Schicht 42 vollständig in die Aussparung 34 hineingedrückt wird und das Schleifband 16 in erster
Linie an den ebenen, mit dem Gleitbelag 48 versehenen Andruckflächen 46 des Trägers 30 anliegt. Bei einem ent-
sprechend gewählten Abstand zwischen dem Werkstückauflagetisch 10 und der Andruckfläche 46 des Trägers 30
kann dann ein Werkstück mit einer exakt bestimmbaren Dicke und einer planen Oberfläche geschliffen werden.
Wie man aus der vorstehenden Beschreibung erkennt/ braucht der Druckbalken beim übergang von der einen
Betriebsart zur anderen Betriebsart nicht ausgetauscht zu werden. Es ist lediglich erforderlich, den Füllungsgrad des schlauchförmigen Luftkissens 38 zu verändern,
was durch ein Ablassen von Luft oder durch eine Füllung des Kissens mittels der Pumpe 52 erfolgen kann.
Claims (1)
- 'Ii it ♦» t.» *»» ·G 83 22 673.7 16. Mai 1984Georg Weber W 7305 DE - BImgSchutzanspruchDruckbalken für Breitbandschleifmaschinen, umfassend einen quer zur Bandlängsrichtung gerichteten Träger mit einer zum Schleifband hin offenen, sich über die Trägerlänge erstreckenden Aussparung zur Aufnahme eines schlauchförmigen Luftkissens, an dessen dem Schleifband zugewandter Seite eine Federplatte angeordnet ist, die ihrerseits eine mit einem Gleitbelag für das Schleifband versehene mindestens teilelastische Schicht trägt, wobei die Federplatte mit Ihren Längsrändern in im Träger ausgebildete Längsnuten eingreift, deren Abmessung senkrecht zur Bandlängsrichtung größer als die Stärke der Federplatte ist, dadurch gekennzeichnet , daß das Luftkissen (38) einen Anschlußstutzen (49) zur Verbindung mit einer Pumpe (52) oder einem Druckspeicher zur Veränderung des Luftdruckes im Luftkissen (38) aufweist und daß der Träger (30) entlang mindestens eines Längsrandes seiner das Luftkissen (38) aufnehmenden Aussparung (34) eine ebene, mit einem Gleitbelag (48) versehene Andruckfläche (46) für das Schleifband (16) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19838322673 DE8322673U1 (de) | 1983-08-05 | 1983-08-05 | Druckbalken fuer breitbandschleifmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19838322673 DE8322673U1 (de) | 1983-08-05 | 1983-08-05 | Druckbalken fuer breitbandschleifmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8322673U1 true DE8322673U1 (de) | 1984-07-26 |
Family
ID=6755908
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19838322673 Expired DE8322673U1 (de) | 1983-08-05 | 1983-08-05 | Druckbalken fuer breitbandschleifmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8322673U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0227859A1 (de) * | 1984-12-04 | 1987-07-08 | Carborundum Schleifmittelwerke GmbH | Verbesserter Schleifschuh zum Andrücken eines umlaufenden Schleifbandes einer Bandschleifmaschine an das zu bearbeitende Werkstück und Verfahren zum Schleifen plattenförmiger Werkstoffe |
-
1983
- 1983-08-05 DE DE19838322673 patent/DE8322673U1/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0227859A1 (de) * | 1984-12-04 | 1987-07-08 | Carborundum Schleifmittelwerke GmbH | Verbesserter Schleifschuh zum Andrücken eines umlaufenden Schleifbandes einer Bandschleifmaschine an das zu bearbeitende Werkstück und Verfahren zum Schleifen plattenförmiger Werkstoffe |
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