DE831032C - Strohpresse mit Strohschneider - Google Patents
Strohpresse mit StrohschneiderInfo
- Publication number
- DE831032C DE831032C DEW1511A DEW0001511A DE831032C DE 831032 C DE831032 C DE 831032C DE W1511 A DEW1511 A DE W1511A DE W0001511 A DEW0001511 A DE W0001511A DE 831032 C DE831032 C DE 831032C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- straw
- cutting
- knife
- cutting device
- press according
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F15/00—Baling presses for straw, hay or the like
- A01F15/08—Details
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Threshing Machine Elements (AREA)
Description
Das von der Dreschmaschine anfallende Stroh wird entweder unterteilt in Ballen gepreßt oder vor
seiner Verpressung durch eine in die Dreschmaschine oder Strohpresse eingebaute Schneidvorrichtung
zerkleinert und dann gepreßt. Dieser Zerkleinerung sind Grenzen gesetzt dadurch, daß das
zerkleinerte Stroh noch im Ballen zusammenhalten muß, da bei einer zu weitgehenden Zerkleinerung
der Preßballen trotz der Bindung beim Transport auseinanderfallen würde. In der Regel werden daher
die genannten Schneidvorrichtungen mit drei bis höchstens fünf in entsprechendem Abstande
über die Breite des Strohförderkanals verteilten Messern ausgerüstet, so daß das Stroh in vier bis
sechs Teile zerschnitten wird.
Zum Streuen fordert die Landwirtschaft Stroh, das viel kürzer geschnitten ist, weil sich dieses
Stroh besser und sparsamer im Stall istreuen läßt, in dieser Form den flüssigen Dünger besser aufsaugt
und auf dem Düngerhaufen schneller und besser verrottet, so daß die Edelmistbereitung ermöglicht
ist. Auch läßt sich dieser kurze Mist leichter als langsträhniger verladen und leichter
und gleichmäßiger auf dem Felde verteilen und unterpflügen.
Zur Erzeugung derart kurzgeschnittenen Strohes sind besondere, selbständige Baueinheiten bildende
Strohschneidvorrichtungen bekannt, in denen entweder nur der jeweilige Bedarf an Streustroh zerkleinert
wird oder die mit einer Fördereinrichtung z. B. einem Gebläse, baulich vereinigt sind, die das
Kurzstroh an eine Lagerstelle befördert, an der sie es lose aufhäuft.
Der Zweck der Erfindung ist es, eine Strohpresse zu schaffen für universalen/ wahlweisen Gebrauch
als Ballenpresse für unzerechmittenes oder grobzerschnittenes
Stroh oder als Strohschneidvorrichtung für Kurzstroh mit Fördergebläse o. dgl. Dabei
wird unter Strohpresse im Sinne der vorliegenden Erfindung jede Art selbständiger Strohpresse
mit schwingendem oder hin und her gehendem Preßkolben und auch eine mit der Dreschmaschine
baulich vereinigte Presse verstanden. Erreicht ist der ErrmdungSiweck dadurch, daß die in die
Presse eingebaute Strohschneidvorrichtung mit zwei Satz Schneidmessern versehen ist, die wahlweise
ganz ausgeschaltet oder derart zur Wirkung gebracht werden können, daß sie das Stroh entweder
lang oder kurz schneiden, wobei für letzteren Fall Mittel vorgesehen sind, die den im
Pressenkanal mündenden Strohförderkanal unterbrechen bzw. an eine besondere Fördervorrichtung
für das Kurzstroh, z. B. ein Gebläse, anschließen.
Eine solche Strohpresse erspart die Anschaffung
eines besonderen selbständigen Strohschneiders und gibt dem Landwirt die Möglichkeit, den Überschuß
seines Strohes in transportfähigen Ballen je nach Bedarf unzerschnitten oder langzerschnitten
zu verpressen und das Streustroh für den eigenen Bedarf kurz zu schneiden.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist dem
ao Landwirt die Umstellung der Strohpresse auf Lang- oder Kurzschnitt derart erleichtert, daß er
sie mit wenigen Handgriffen ohne Auswechslung von Maschinenteilen vornehmen kann.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind hieras unter an Hand der Zeichnung beschrieben. Auf
dieser zeigt schematisch
Fig. ι die neue Presse im senkrechten Schnitt, Fig. 2 eine Draufsicht auf die neue Strohschneidvorrichtung,
Fig. 3 eine andere Anordnung der Strohschneidvorrichtung
in der Presse und
Fig. 4 eine zweite Ausführungsform für die Strohschneidvorrichtung.
Auf der von der Antriebswelle ι angetriebenen Kurbelwelle 2 einer Schwingkolbenstrohpresse sind
die Strohzuführungszinken 3, im ausgeführten Beispiel paarweise angeordnet, starr befestigt. Das
über die schräge Rutsche 4 von der Dreschmaschine kommende Stroh wird von den Strohzuführungszinken
3 'erfaßt und gegen Messer 5 gedrückt, die vorzugsweise, wie dargestellt, sichelförmig gekrümmte
Schneiden besitzen, so daß das Stroh ziehend geschnitten wird. Das geschnittene Stroh
wird durch die gleichen Strohzuführungszinken 3 vor den Preßkolben 6 gebracht und von diesem in
den Kanal 7 gepreßt.
Von den genannten Messern 5 sind z. B., wie Fig. 2 zeigt, vier Stück in gleichmäßigem Abstande
über die Breite der Strohpresse verteilt, so daß das Stroh in fünf Teile zerschnitten wird. Sie sind auf
gemeinsamer Achse 9 angeordnet, auf der zu ihnen um i8o° versetzt neun weitere wesensgleiche
Messer 8 befestigt sind (Fig. 2). Durch Drehen der Messerachseo. können an Stelle der Messers
diese Messer 8 in Arbeitsstellung gebracht werden, in der sie zusammen mit den entsprechend verteilten
ständig umlaufenden Strohzuführungszinkenpaaren 3 die Schneidarbeit leisten, indem sie das
Stroh in zehn Teile zerschneiden.
In diesem Zustande würde das Stroh, wenn es in den Preßkanal-7 gelangte und dort zu Ballen
verpreßt würde, beim Transport nicht mehr zusammenhalten, die Ballen würden auseinanderfallen.
Deshalb sind Mittel vorgesehen, die den inl Preßkanal 7 mündenden Strohzuführungskanal 15
unterbrechen bzw. an eine besondere Fördervorrichtung für das Kurzstroh anschließen. Im dargestellten
Beispiele ist zu diesem Zwecke der Boden 13 des genannten Strohzuführungskanals
nach unten aufklappbar (13' gestrichelt in Fig. 1) und unter der dadurch freigelegten Öffnung des
Strohzuführungskanals 15 eine Sammelmulde 10
angeordnet, in die das geschnittene Kurzstroh einfällt und aus der es z. B. durch ein seitlich der
Strohpresse an dieser angeordnetes Gebläse 11 abgesaugt
wird, um durch eine Leitung 12 an den Bestimmungsort geblasen zu werden.
Soll das Stroh wieder grob geschnitten und zu Ballen verpreßt werden, wird die Bodenklappe 13
geschlossen und die Messerwelle 9 wieder um i8o° gedreht, zwei Handhabungen, die sich schnell und
mühelos durchführen lassen.
Damit das Stroh auch unzerschnitten durch die Strohzuführungszinken 3 in den Preßkanal 7 gefördert
und hier zu Ballen verpreßt werden kann, ist die Messerwelle 9 in Langlöchern 14 des Maschinengestelles
so verschiebbar, daß die Messer 5 bzw. 8 aus dem Bereich der ständig umlaufenden
Strohzuführungszinken 3 gerückt werden können (gestrichelt in Fig. 1).
An Stelle der Strohzuführungszinken 3 kann, wie Fig. 3 zeigt, auch eine besondere mit Schneidarmen
oder Mitnehmern 16 versehene Welle oder Walze 17 mit Gegenmessern 5 und 8 oberhalb der
eigentlichen Strohzuführungszinken 3 im Füllrümpfe der Presse oder gegebenenfalls im Auslauf
einer Dreschmaschine als Schneidvorrichtung angeordnet sein.
Ferner können, wie Fig. 4 erkennen läßt, die Messer 5 unverdrehbar und nur die in den Zwischenraum
zwischen je zwei Messern 5 einschwenkbaren Messer 8 verdrehbar auf gemeinsamer
Welle 9 angeordnet isein, wodurch ein Teil der Messerklingen 8 erspart wird.
An Stelle der Strohzuführungszinken 3 kann auch eine mit Mitnehmern versehene Walze einen
Teil der Schneidvorrichtung und zugleich die Strohzuführungsvorrichtung für den Preßkanal
bilden. Auch können die Strohzuführungszinken 3 bzw. Walzenmitnehmer Messerschneiden bilden und n0
die Messer 5 bzw. 8 als Gegenhalter ausgebildet sein.
Natürlich kann die erfindungsgemäße Ausrüstung einer Strohischneidvorrichtung mit mehreren
wahlweise in Arbeitsstellung bringbaren Messersätzen auch Anwendung finden bei Strohschneidvorrichtungen,
die als selbständige Baueinheiten z. B. vor den Auslauf einer Dreschmaschine aufstellbar oder die in den Auslauf der Dreschmaschine
eingebaut sind. ^0
Claims (7)
- Patentansprüche:I. Strohpresse mit einer aus umlaufenden und feststehenden Teilen bestehenden Strohschneidvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidvorrichtung (3, 5, 8) mit zwei631Satz Schneidmessern (5 bzw. 8) versehen ist, die wahlweise so in Arbeitsstellung bringbar sind, daß sie das Stroh entweder in noch zu Hallen verpreßbare Längen oder in Kuxzstroh zerschneiden, wobei für letzteren Fall Mittel (Bodenklappe 13) vorgesehen sind, durch deren Betätigung der in den Preßkanal (7) mündende Strohzuführungskanal (15) unterbrochen bzw. an eine besondere Kurzstrohfördervorrichtung (Gebläse 11) anschließbar ist.
- 2. Strohpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Satz Schneidmesser (5 bzw. 8) auf einer gemeinsamen Drehwelle (9) um i8o° zueinander versetzt angeordnet und durch deren Drehung um i8o° wahlweise in Arbeitsstellung bringbar sind.
- 3. Strohpresse nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch .gekennzeichnet, daß die Schneidmesserwelle (9) in Langlochlagern (14) des Maschinengestelles so verschiebbar ist, daß die Schneidmessersätze (5 bzw. 8) aus dem Bereiche der umlaufenden Teile (3 bzw. 16) der Schneidvorrichtung in eine wirkungslose Lage gerückt werden können.
- 4. Strohpresse nach Ansprüchen 1 und 2 oder ι und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Satz (5) der Schneidmesser unverdrehbar und der zweite Satz (8) der Schneidmesser in die Zwischenräume zwischen die Schneidmesser (5) einschwenkbar gelagert ist.
- 5. Strohpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneiden der feststehenden Messer (5 bzw. 8) oder Gegenhalter nach der Kreisbahn der ständig umlaufenden Gegenhalter oder Messer sichelförmig gekrümmt sind.
- 6. Strohpresse nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der ständig umlaufende Teil (3) der Schneidvorrichtung (3, 5, 8) auf der Kurbelwelle, die den Preßkolben (6) antreibt, angeordnet ist.
- 7. Schneidvorrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1, 2, 4 und 5, jeweils in Verbindung mit Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie in den Auslauf einer Dreschmaschine eingebaut oder als selbständige Baueinheit vor dem Auslauf einer Dreschmaschine aufstellbar ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen3058 1.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW1511A DE831032C (de) | 1950-03-28 | 1950-03-28 | Strohpresse mit Strohschneider |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW1511A DE831032C (de) | 1950-03-28 | 1950-03-28 | Strohpresse mit Strohschneider |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE831032C true DE831032C (de) | 1952-02-11 |
Family
ID=7591264
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW1511A Expired DE831032C (de) | 1950-03-28 | 1950-03-28 | Strohpresse mit Strohschneider |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE831032C (de) |
-
1950
- 1950-03-28 DE DEW1511A patent/DE831032C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2608769A1 (de) | Vorrichtung zum lostrennen von frischfutter, zum heben des losgetrennten frischfutterstuecks und zu dessen befoerderung an gewuenschten ort | |
| EP0153621B1 (de) | Trommelhäcksler mit einer Nachzerkleinerungseinrichtung | |
| DE2062945C3 (de) | Maiserntegerät | |
| DE831032C (de) | Strohpresse mit Strohschneider | |
| DE68917481T2 (de) | Anordnung zum Zerreissen und Schneiden von runden Stroh- und Grasballen. | |
| DE3614234C2 (de) | ||
| AT320331B (de) | Feldhäcksler | |
| DE2416239C3 (de) | Vorrichtung zur Entnahme von Futter aus einem am Boden liegenden Silo | |
| DE3820703C1 (de) | ||
| DE3345919C2 (de) | ||
| DE60301005T2 (de) | Verteilmaschine | |
| DE4121328C2 (de) | Transport- und Austragvorrichtung für einen Futtermittelblock | |
| DE832215C (de) | Strohpresse mit Strohschneider | |
| DE712974C (de) | Kolbenstrohpresse mit Strohfoerderer | |
| DE3918362A1 (de) | Vorrichtung zum zerkleinern von stengeln einer halmfrucht | |
| DE903639C (de) | Strohpresse mit einer aus umlaufenden und festen Teilen bestehenden Strohzerkleinerungsvorrichtung | |
| DE295787C (de) | ||
| DE950512C (de) | Dreschwerk | |
| DE894335C (de) | Haeckselmaschine | |
| DE1642992U (de) | Strohpresse mit strohschneider. | |
| DE19821591C1 (de) | Fördereinrichtung, insbesondere für landwirtschaftliche Pressen | |
| DE1657329B2 (de) | Maschine zum ernten von mais oder aehnlichem stengelartigem erntegut | |
| DE1782922C1 (de) | Maehmaschine | |
| DE19547355A1 (de) | Zerkleinerungsvorrichtung | |
| DE831030C (de) | Breitdreschmaschine |