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DE830339C - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von konisch zulaufenden Kunstborsten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von konisch zulaufenden Kunstborsten

Info

Publication number
DE830339C
DE830339C DEF794A DEF0000794A DE830339C DE 830339 C DE830339 C DE 830339C DE F794 A DEF794 A DE F794A DE F0000794 A DEF0000794 A DE F0000794A DE 830339 C DE830339 C DE 830339C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bristles
bundle
shaft
axis
periphery
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF794A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Kurt Jehle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KUNSTSEIDEFABRIK BOBINGEN
Original Assignee
KUNSTSEIDEFABRIK BOBINGEN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KUNSTSEIDEFABRIK BOBINGEN filed Critical KUNSTSEIDEFABRIK BOBINGEN
Priority to DEF794A priority Critical patent/DE830339C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE830339C publication Critical patent/DE830339C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A46BRUSHWARE
    • A46DMANUFACTURE OF BRUSHES
    • A46D9/00Machines for finishing brushes

Landscapes

  • Brushes (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von konisch zulaufenden Kunstborsten Es ist bekannt, Kunstborsten, z. B. zur Verwendung bei Malerpinseln, mit spitz zulaufenden Enden in der Weise herzustellen, daß man beim Spinnen in dem zunächst in Drahtform anfallenden Material durch regelmäßige Veränderung des Abzugs mehr oder weniger stark ausgeprägte periodische Schwankungen in der Dicke hervorruft und den Draht dann an den Punkten maximaler und minimaler Dicke zu verlaufenden Borsten gleicher Länge durchschneidet. Diese Arbeitsweise erfordert indessen komplizierte und kostspielige Vorrichtungen.
  • Es wurde nun gefunden, daß solche zu einer Spitze verlaufende Borsten in viel einfacherer Weise auch durch Schleifen hergestellt werden können, was bisher mit den für Naturborsten üblichen Einrichtungen nicht in befriedigender Weise gelungen ist. Das Verfahren nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die zu spitzenden Borsten in Form von Bündeln, eingespannt in einer Spannvorrichtung, gegen einen Satz von mehreren, beispielsweise vier bis sechs kreisrunden nach der Peripherie zu sich verjüngenden Schleifscheiben hin und her verschoben und gleichzeitig langsam um die Längsachse des Faserbündels gedreht werden. Es warüberraschend festzustellen, daß durch die gleichzeitige Bewegung des Supports, in dem die Borstenbündel gefaßt sind, parallel zur Bündelachse und durch die Drehung des Bündels um seine Achse ein gleichmäßiges Zusrhleifen aller Borsten des Bündels in konische Form bis zur feinsten Spitze erreicht werden kann.
  • Die Erfindung umfaßt ferner eine zweckmäßige Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens. Sie besteht aus einer schnell umlaufenden Welle, auf der zweckmäßig in verstellbarem Abstand voneinander eine Mehrzahl von sich nach der Peripherie beiderseits oder auch nur einseitig verjüngenden Schleifscheiben befestigt ist und einer seitlich und mit ihrer Achse senkrecht zur genannten Welle angeordneten Einspannvorrichtung für das Borstenbündel, die auf einer drehbaren Welle derart angeordnet ist, daß die Einspannvorrichtung gleichzeitig oder abwechselnd langsam um ihre Achse gedreht und in Richtung der Schleifscheibenwelle hin und her verschoben werden kann. Der Winkel an der Peripherie der Scheiben kann beispielsweise io bis 15° betragen. Die auf einer von einem Motor angetriebenen Welle montierten Schleifscheiben können je nach Bedarf durch Distanzringe voneinander getrennt sein. Die Breite dieser Distanzringe kann verschieden gewählt werden, je nachdem, ob das Borstenbündel tiefer oder weniger, tief in die Räume zwischen den Schleifscheiben eingreifen soll. An Stelle der Distanzringe kann gegebenenfalls auch eine entsprechende örtliche Erhöhung der Schleifscheibe selbst treten. Der Abstand des Supports, der die Haltevorrichtung für das Borstenbündel trägt und eine axiale Verschiebung des Borstenbündels parallel zur Drehhachse des Borstenbündels gestattet, kann von dieser Drehachse seinerseits beliebig eingestellt werden.
  • Die Anwendbarkeit des Verfahrens ist nicht auf Kunstborsten bestimmter chemischer Zusammensetzung oder Struktur beschränkt, sondern erstreckt sich ganz allgemein auf Kunstborsten aus z. B. regenerierter Cellulose, Acetylcellulose, gehärtetem Kasein, Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid. Polyacrylnitril und dessen Mischpolymeren und ganz besonders auf Kunstborsten aus Superpolyamiden bzw. Polyaret'henen, wie z. B. solchen aus polymerem F-Caprolactam, Polyhexamethylenadipinamid und aus Hexamethylendiisocyanat und Tetramethylenglykol.
  • Um die Leistung der Einrichtung zu erhöhen und um ein Verschmelzen, Plastischwerden oder Schrumpfen zu vermeiden, kann man das Bündel während des Schleifens mit einem Kühlmittel behandeln, z. B. mit Wasser, oder im Fall von in Wasser stark quellbaren Stoffen mit einem indifferenten organischen Lösungsmittel, wie z. B. Methylenchlorid oder Tetrachlorkohlenstoff. Im letzteren Fall können die Dämpfe des Kühlmittels durch Absaugen entfernt und wiedergewonnen werden.
  • Eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Ausführungsform der Apparatur ist beispielsweise aus der Skizze Fig. I und II zu ersehen. Die Schleifscheiben 1 sitzen auf der 'Motorwelle 2, wobei Distanzringe 3 von i mm Stärke zwischengefügt sind. Die Scheiben laben einen Durchmesser von ioo mm. Ihre Stärke beträgt acn Grund 6,5 mm, an der Peripherie 2,5 mm. Die Welle wird vom Motor 4 mit einer Drehzahl v011 2Soo/3'Iin. in Umdrehung versetzt. Das in der Spannvorrichtung 5 eingespannte Borstenbündel6, bestehend aus Einzelborsten, z. B. aus polvinerenl F-Caprolactam vom Durchmesser 0,35 nim, hat einen Durchmesser von 30 mm und eine Länge von ioo nim und greift im vorliegenden Falle io inni in den Scheibensatz ein. Selbstverständlich bestellt grundsätzlich auch die 'Möglichkeit, das Borstenbiindel in quadratischer oder rechteckiger Form in die Spannvorrichtung 5 einzusetzen.
  • Das Bündel ist bei einer Hinundlierbewegung des Supports j von etwa i 5 nini und einer einmaligen Umdrehung durch die Kurbel <8, wobei noch durch den Exzenter 9 die Eingriffstiefe der Borsten variiert werden kann, nach etwa 1,5 Minuten spitz geschliffen.
  • Die nach dem Verfahren der Lrfin(iuilg zugespitzten Borsten können je nach Materialbeschaffenheit, Stärke und Länge, gegebenenfalls in 'Mischung mit Naturborsten oder nicht zugespitzten Kunststoffborsten .beliebigen `rerwenduilgeil zugeführt werden, z. B. zur Herstellung von Deckenbürsten, Malerpinseln, Rasierpinseln, Antragsbürsten u. dgl.

Claims (2)

  1. PATE\TA\SPnlC1iL:: i. Verfahren zum Hersteller) von konisch zulaufenden Kunsthorsten, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bündel von Borsten gleicher Länge gegen eine Mehrzahl von auf einer umlaufenden Welle aufgebrachten, nach der Peripherie sich verjüngenden Schleifscheiben in Richtung des Scheibendurchmessers hin und her verschoben und gleichzeitig langsam um die Längsachse des Faserbündels gedreht wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, bestehend aus einer schnell umlaufenden Welle, auf der in verstellbarem Abstand voneinander eine Mehrzahl von sich nach der Peripherie verjüngenden Schleifscheiben befestigt ist und einer seitlich und mit ihrer Achse senkrecht zur genannten Welle angeordneten Einspannvorrichtung für das Borstenbündel, die auf einer drehbaren Welle derart angeordnet ist, dali die Einspannvorrichtung gleichzeitig oder abwechselnd langsam um ihre Achse drehbar und in Richtung der Schleifscheibenwelle hin und leer verschiebbar ist.
DEF794A 1950-02-09 1950-02-09 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von konisch zulaufenden Kunstborsten Expired DE830339C (de)

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DE830339C true DE830339C (de) 1952-02-04

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DE (1) DE830339C (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE924265C (de) * 1952-01-20 1955-02-28 Heinrich Bayer Verfahren und Vorrichtung zum Schlitzen und Spalten von Haaren, Kunstfasern od. dgl.
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US5165761A (en) * 1991-12-30 1992-11-24 The Procter & Gamble Company Method of making improved toothbrush having multi-level tufts with substantially uniformly rounded bristle ends in each tuft
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