DE839494B - Verfahren zur Herstellung von Pentaenen (Vitamin A-Aethern) - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Pentaenen (Vitamin A-Aethern)Info
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 19. MAI 1952
H 621 lVc/120
Es sind schon mehrere Synthesen von Vitamin A-Äthern veröffentlicht worden. Die bekannten
Verfahren bauen das Kohlenstoffgerüst des Vitamins A von 20 Kohlenstoffatomen durch
Kondensation von 6-[2', 6', o'-Trimethylcyclohexen-(i')-yn-4-methylhexadien-(3,
5)-in-(i) und 6-[2r, 6', 6'-Trimethylcyclohexen-(i')-yl]-3-oxy-4jmethylhexen-(4)
-in- (1) mit Äthern von i-Oxybutanon-(3)
auf (C16 + C4 = C20; amerikanische Patentschriften
2369157, 2382086); oder es wird
4-Γ2', 6', 6'-Tritnethylcyclohexen-(i')-yl]-2-methylbuten-(2)-al-(i)
mit i-Methoxy-3-methylpenten-(2)-in-(4) oder mit Äthern von 1, 3-Dioxy-3-methylpenten-(4)
umgesetzt (C14+ C6 = C20; Experientia
Bd. 2 [19461, S. 31; amerikanische Patentschrift
23691SZ; Festschrift Emil Bareil, Basel, 1946,
S. 3Ij-SCiCIiCe, Rd. 103 [1946], S. 581). Schließlich
wurden in Form von vorläufigen Mitteilungen ■ Synthesen des Vitamin A-Metihyläthers durch Einwirkung
von 5 - [2', 6', 6'- Trimethylcyclohexen- ao (1') -yl] -3-oxy-3-methylpenten-(4)-in-(i) auf
ι -Methoxy-3-methyl-4-chlorbuten-(2) (C15-I-C5
= C20; Journal of the American Chemical Society,
Bd. 67 [1945], S. 1627) sowie von 4-[2', 6', 6'-Trimethylcyclohexen
- (1') - yl]-buten-(3)-on-(2) (y?-Jonon) auf 1 -Methoxy^-methyl-o-bromhexadien-(2,
4) bekanntgegeben; (C13 + C7 = C20; Chemistry
and Industry, Bd. 58 [1939], S. 802). Diese letzten zwei Synthesen wurden durch keine biologischen
Prüfungsresultate gestützt, und ein dazu veröffentlichtes Ultraviolettabsorptionsspektrum
zeigt kein Absorptionsmaximum bei 32Sm1M, das für
Vitamin A-Ätiher charakteristisch ist (Journal of the American Chemical Society, Bd. 67'-[1945J1 S. 1627).
Wie nun gefunden wurde, können Vitamin A-
Äther dadurch erhalten werden, daß man /?-Jonon
mit einem Äther von i-Oxy-3-methyl-6-halogenhexen-(2)-in-(4)
mittels Zink kondensiert und den entstandenen Äther von ι -Oxy-3, 7-dimerhyl-7-oxy-9"trimet!hj'lcycloihexenylnonadien-(2,
8) -in-(4)
in beliebiger Reihenfolge partiell hydriert und 65 dehydratisiert.
in beliebiger Reihenfolge partiell hydriert und 65 dehydratisiert.
Die Synthese verläuft nach folgendem Formelschema :
C H3 C H3
CH = CH-CO +HaI-CH8-C = C-C = CH-CH2OR
CH3
CH,
(I)
CH, (Π)
C Hg C Hg
CH3 CH3
CH,
CH,
OH
CH,
(IV)
OH
CH,
(III)
CH, CH,
CH3 CH3
= CH-C = CH-C = C-C = CH-Ch2OR
CH.
CH,
(VI)
VC H3 C H
CH3
CH,
(V) CH,
R = niedermolekulares Alkyl
Die Synthese von Vitamin Α-Derivaten gelingt erfindungsgemäß durch Einwirkung von /?-Jonon (I)
mit 13 Kohlenstoffatomen auf einen Äther eines substituierten Propargylhalogenids (II) mit
Kohlenstoffatomen. Dabei entsteht der Abkömmling eines Kondensationsproduktes (III) mit 20
Kohlenstoffatomen. Dabei entsteht der Abkömmling eines Kondensationsproduktes (III) mit 20
Kohlenstoffatomen. Dieses Kondensationsprodukt enthält eine Dreifachbindung und drei Doppelbindungen,
von denen je nur zwei zueinander konjugiert sind. Daraus wird das System der fünf
zueinander konjugierten Doppelbindungen des Vitamin Α-Derivats durch partielle Hydrierung der
Dreifachbindung und durch Dehydratation zwecks Einfügung einer weiteren Doppelbindung gebildet.
Die zur Kondensation mit /?-Jonon verwendeten
ίο Äther von i-Oxy-3-methyl-6-halogenhexen-(2)-in-(4)
sind noch nicht bekannt. Ihre Darstellung gelingt aus 3-Oxy-3-met|hylpenten-(i)-in-(4) bzw.
den Äthern von i-Oxy-3-methylpenten-(2)-in-(4) auf folgendem Wege: 3-Oxy-3-methylpenten-(i)-in-(4)
wird mit Phosphortribromid halogeniert und das entstehende primäre Bromid mit Alkalialkoholat
veräthert. i-Mer.hoxy-3-rnethylpenten-(2)-in-(4) ist
bekannt (Festschrift Emil Barell 1946, S. 40).
i-Butoxy - 3 - metihylpenten - (2) - in - (4) siedet l>ei
i-Butoxy - 3 - metihylpenten - (2) - in - (4) siedet l>ei
ao 71 bis 74°/iomm;
= τ,4540. i-Phenoxy-3-
methylpenten - (2) - in - (4) siedet bei 75 bis 780/ 0,05 mm; n2j = 1,518. Die Äther von i-Oxy-3-methylpenten-(2)-in-(4)
werden in an sich bekannter Weise mit Formaldehyd kondensiert. Aus
«5 l-Met'hoxy-3^merhylpenten-(2)-in-(4) und 33°/oigem
wäßrigem Formaldehyd gewinnt man z. ß. nach dem Verfahren der schweizerischen Patentschrift
223 202 in Gegenwart von Kupferkatalysatoren bei 120° im Druckgefäß in 7o°/oiger Ausbeute i-Methoxy-3-methyl-6-oxyhexen-(2)
-in- (4) vom Kp15 127 bis I2O.C
= 1,496. Die Äther von
ι -Oxy-3-methyI-6-oxyhexen-(2)-in-(4) werden,
zweckmäßig unmittelbar vor der Zinkkondensation,
in Ätherlösung, mit Phosphortrihalogenid in Gegenwart von etwas Pyridin in die Äther von i-Oxy-3-methyl-6-halogenhexen-(2)-in-(4)
übergeführt. Es sind leicht bewegliche Flüssigkeiten, welche die Schleimhäute reizen. Das 1-Mct.hoxy-3-meth.yl-6-bromhexen-(2)-in-(4)
ist ein wasserklares öl vom η β = ΐ,524·
Die erste Stufe des vorliegenden Verfahrens ist eine Kondensation, bei welcher Äther von i-Oxy-3-methyl
- 6 -halogenhexen - (2) - in - (4) und /9-Jonon ähnlich einer Reformatskisehen Synthese miteinander
verbunden werden. Als Kondensationsmittel wird mit Vorteil ein Metall der zweiten Gruppe des
periodisclien Systems verwendet, insbesondere Zink, Cadmium oder Magnesium. Die Umsetzung gelingt
in einem inerten Lösungsmittel, wobei trockener Äthyläther l>esonders vorteilhaft ist. Zweckmäßig
wendet man einen Ü1>erschuß des Halqgenids an und läßt die Lösung der Reaktionskomponenten
unter kräftigem Rühren zum vorgewärmten Kondensationsmittel, z. B. Zinkgrieß, zufließen. Die entstellende
Metallverbindung des Kondensationsproduktes wird in gebräuchlicher Weise, z. B. mit
i°/oiger Schwefelsäure, hydrolysiert. Nicht umgesetztes /?-Jonon kann in Form eines kristallisierenden
Derivates (z. B. als Semikarbazon) abgetrennt werden. Die Reinigung der gebildeten
Derivate von i-Oxy-3, 7-ditnethyl-7-oxy-9-trimethvlcyclohexenylnonadien-(2,
8)-in-(4) gelingt darauf durch Trennen zwischen Lösungsmitteln, wie leicht siedendem Petroläther und wäßrigem Methylalkohol.
Unter geeigneten Bedingungen ist die Vakuumdestillation vorteilhaft.
Die gereinigten Kondensationsprodukte sind viskose, gelbe öle, die keine Ultraviolettstrahlen von
größerer Wellenlänge als 260 τημ absorbieren. Sie
geben bei der Zerewitinoff-Bestimmung Werte für ι aktives Wasserstoffatom und spalten beim Erhitzen
leicht Wasser ab.
Das Kondensationsprodukt (III) wird nun, ' zweckmäßig nach Reinigung, der partiellen Hydrierung
der Dreifachbindung unterworfen. Hierzu sind die bei Polyenverbindungen gebräuchlichen
Mittel, wie Behandeln mit Zink und Eisessig, mit Natriumamalgam und einem basischen Mittel oder
mit Natrium in flüssigem Ammoniak: anwendbar. Besonders bewährt hat sich die katalytische Hydiierung
unter Verwendung von Palladiumcalciumcarbonat oder Palladiumbariumsulfat als Katalysator. Bei der katalytischen Teilhydrierung
wird die Wasserstoffzufuhr nach Aufnahme der berechneten Wasserstoffmenge unterbrochen. Das
hydrierte Produkt (Äther von i-Oxy-3, 7-dimethyl -7 -oxy -9- trimethylcyclohexenylnonatrien- (2,
4, 8)) muß nicht isoliert und gereinigt werden. Es ist ein viskoses, gelbliches öl.
Zur Einführung einer neuen Doppelbindung wird das Produkt (IV) der Teilhydrierung (Äther von
i-Oxy-3,7-dimethyl-7-oxy-9-trimethylcyclohexenylnonatrien-(2,
4, 8)) der Dehydratation unterworfen. Zu diesem Zweck können die üblichen Methoden angewandt
werden (H ο üben- We y 1, Methoden der organischen Chemie, 3. Aufl., Bd. II, S. 947 bis 952),
soweit das gesuchte Pentaen dabei beständig ist und die Kohlenstoffkette der Verbindung (IV) nicht gespalten
wird. Zur Dehydratation kann man mit wasserabspaltenden Mitteln, wie Oxalsäure, Phenylisocyanat,
Aluminiumoxyd, Magnesiumäthylbromid, behandeln. Hierzu kocht man zweckmäßig in einem
inerten Lösungsmittel vom Kp. etwa ioo°, wie Toluol. Zur Einführung der Doppelbindung kann
man die Verbindung (IV) auch mit einem organisehen Acylierungsmittel verestern und aus dem gebildeten
Ester durch Erhitzen, zweckmäßig in Gegenwart von alkalischen Mitteln, Säure abspalten. ;
Überdies gelingt die Dehydratation, indem man die Hydroxylgruppe unter schonenden Bedingungen
durch Halogen ersetzt und darauf durch Behandeln mit alkalischen Mitteln Halogenwasserstoff abspaltet.
Hierzu eignet sich 1>eispielsweise die Um- ' Setzung mit Phosphortrichlorid in Gegenwart von
Pyridin und anschließendes Erwärmen mit methylalkoholischem Alkalihydroxyd auf 60 bis 700. Man
kann auch das Tetraen in Gegenwart von Kaliumhydroxyd mit Schwefelkohlenstoff umsetzen und
den erhaltenen Xanthogensäureester mit einer ätherischen Lösung von Methyljodid kochen. iao
Pentaene (Vitamin A-Äther) lassen sich auch durch folgende Ausführungsform mit vertauschter
Reaktionsfolge gewinnen. Das Kondensationsprodukt III (Äther von 1-Oxy-3, 7-dimethyl-7-oxy-9-trimethylcycldhexenylnonadien-(2,
8)-in-(4)) wird zuerst der Dehvdratation unterworfen und die
entstehende Verbindung durch Einwirkung von ι Mol Wasserstoff an der Dreifachbindung partiell
hydriert. Diese Ausführungsform verläuft nach den Formeln (I), (II), (III), (VI) und (V) des Formel-Schemas.
Die Maßnahmen für die Durchführung der einzelnen Stufen dieser Ausführungsform sind
die gleichen, wie vorstehend beschrieben. Es ist ferner möglich, einzelne Stufen zusammenzufassen.
Zur Darstellung des Vitamin A-Metihyläthers
ίο kann mit Vorteil wie folgt verfahren werden:
/?-Jonon und i-Methoxy-3-methyl-6-bromhexen-(2)-in-(4)
werden mit Zink in Ätherlösung kondensiert, das erhaltene ι -Methoxy-3, 7-dimethyl-7-oxy-9-trimetfhylcyclohexenylnonadien
- (2, 8) - in - (4) wird mit Wasserstoff (1 Mol) in Gegenwart von PaI-ladiumcalciumcarbonat
als Katalysator an der. Dreifachbindung hydriert und das gebildete i-Methoxy
- 3, 7 - dimethyl^-oxy-o.-trimetnylcyclo'hexenylnonatrien-(2,
4, 8) mit wasserabspaltenden Mitteln,
ao zweckmäßig in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, behandelt. Eine Ausführungsform des Verfahrens
besteht darin, daß man das i-Methoxy-3, 7-dimethyl,-7
-oxy-Q-trimet'hylcyclohexenylnonatrien-(2,
4, 8) zur Dehydratation mit 1 Mol Phosphor-
»5 trichlorid in Gegenwart von Pyridin umsetzt und
das entstandene 1 -Methoxy-3-, 7-dimetlhyl-7-chk>r-9-trimethylcycloihexenylnonatrien-(2,
4, 8) mit Alkalihydroxyd in Methylalkohol oder Pyridin erwärmt. Die Vitamin Α-Äther können nach den gleichen
Methoden gereinigt werden wie die aus natürlichen Materialien gewonnenen Hochkonzentrate von Vitamin
A und seinen Derivaten (Trennen zwischen Lösungsmitteln, chromatographische Adsorption,
schonende Destillation u.dgl.). Die Produkte sind, genau wie natürliches Vitamin A, vor dem zerstörenden
Einfluß von Licht, Luft und Hitze zu schützen. Es empfiehlt sich die Zugabe von Antioxydationsmitteln,
welche auch während des gesamten Ablaufes der Synthese anwesend sein können;
als Antioxydationsmittel1 eignen sich besonders Tocopherole.
Eine Lösung von 5, 6 Gewichtsteilen 1 - Methoxy-3-methyl-6-bromhexen-(2)-in-(4)
und 3 Gewichtsteilen /J-Jonon in 20 Raumteilen Äther wird
unter kräftigem Rühren im Verlaufe einer halben Stunde in Stickstoffatmosphäre zu 4 Gewichtsteilen
vorgewärmtem Zinkgrieß laufen gelassen, wobei das Lösungsmittel durch die Reaktionswärme fortlaufend
unter Rückfluß sieden muß. (An Stelle von Zinkgrieß kann die äquimolare Menge Magnesium
verwendet werden.)* NaCh dem Abklingen der Reaktion wird noch kurz unter Rückfluß erhitzt,
dann abgekühlt und mit Eis und verdünnter Schwefelsäure zersetzt. Man nimmt in Äther auf,
wäscht mit i°/oiger Schwefelsäure und Wasser, trocknet und verdampft das Lösungsmittel. Der
Rückstand wird in Methylalkohol gelöst, mit Semikarbazid versetzt und 12 Stunden stehengelassen.
Man filtriert, fügt die doppelte Menge Wasser zu, nimmt in Petroläther vom Kp.= 30 bis 700 auf und
schüttelt die Petrolätherlösung mehrmals mit Qo'/oigem Methylalkohol aus. Aus dem Methanolauszug
gewinnt man 3 bis 3,5 Gewichtsteile i-Methoxy-3, 7-dimethyl -7-oxy- 9 -trimethylcyclohexenylnonadien-(2,8)-in-(4)
als viskoses, gelbliches öl vom ni =1,515; Ausbeute, auf /J-Jonon
bezogen, 65 bis 70%.
10 Gewichtsteile dieses Kondensationsproduktes werden in 100 Raumteilen Methylalkohol gelöst und
unter Verwendung von 0,5 Gewidhtsteilen 4°/oigem Palladium-Calciumcarbonat-Katalysator bei Raumtemperatur
hydriert. Nach der Aufnahme von 1 Mol Wasserstoff wird die Hydrierung unterbrochen und
der Katalysator abgetrennt. Das Filtrat wird zur Entfernung von etwas Wasserabspaltungsprodukt
mit 6 Gewichtsteilen Wasser versetzt und mit wenig Petroläther vom Kp. = 30 bis 6o° ausgeschüttelt.
Die Methylalkohollösung wird darauf mit 200 Teilen Wasser verdünnt, mit Petroläther ausgeschüttelt
und die Petrolätherauszüge getrocknet und eingeengt. Dabei gewinnt man 8 bis 9 Gewichtsteile
i-Methoxy-3, 7-dimethyl - 7 -oxy - 9 - trimethylcyclohexenylnonatrien-(2,4,8)
als gelbliches, viskoses öl vom n" = 1,512. Die Zerewitinoff-Bestimmung
zeigt ι aktives Wasserstoffatom an. Die Ultraviolettabsorptionsmessung
gibt keine Absorption über 260 χημ. Beim Verfüttern der Verbindung an
unter Vitamin Α-Mangel ernährten Ratten zeigt sich eine deutliche Wachstumswirkung.
4 Gewichtsteile des Produktes der Teilhydrierung in 50 Raumteilen Petroläther vom Kp. = 30 bis 60 °
werden in Gegenwart von 1 Raumteil Pyridin im Verlaufe einer Stunde mit einer Lösung von 0,7 Gewichtsteilen
Phosphortribromid in 30 Raumteilen Petroläther vom Kp. = 30 bis 6o° versetzt. Man
rührt nach der Zugabe eine Stunde bei o°, gießt die Reaktionslösung von einer geringen braunen Ausscheidung
ab, versetzt mit Eis, wäscht mit Wasser, trocknet mit Natriumsulfat und verdampft das
Lösungsmittel. Der Rückstand wird in 40 Raumteilen Pyridin gelöst und mit 2 Gewichtsteilen
pulverisiertem Kaliumhydroxyd eine Stunde unter Rühren auf 60 bis 700 erhitzt. Nach dem Erkalten
fügt man Petroläther vom Kp. = 30 bis 6o° zu, wäscht mit 9O%igem Methylalkohol und Wasser,
trocknet mit Natriumsulfat und verdampft das Lösungsmittel, zuletzt im Vakuum.
Die Reinigung des Vitamin A-Methyläthers gelingt
im Durchlaufchromatogramm durch Säulen mit wenig aktiviertem Alumirtiumoxyd mittels
Petroläther vom Kp. = 60 bis 8o°. Dabei haften Zwischenprodukte mit einer freien Oxygruppe am
Aluminiumoxyd, während Nebenprodukte, die bei 280 bis 310 nut ultraviolettes Licht absorbieren,
weniger adsorbiert werden und sich in den Vorläufen anreichern. Der. Vitamin A-Methyläther
selbst wandert langsam durch die Säule, wobei seine Lage durch die intensiv gelbgrüne Fluoreszenz im
Ultraviolettlicht festgestellt werden kann. Die gute Fraktion ist gekennzeichnet durch die Beständigkeit
der Carr-Price-Farbreaktion. Man verdampft den Petroläther und destilliert den so gereinigten Vitamin
A-Methyläther im Molekularvakuum. Gelbes öl vom Kp10—5 = 90 bis 950 mit dem charakteri-
stischcn Absorptionsmaximum bei 328 τημ, das biologisch tioc'hwirksam ist.
4 Gewichtsteile 1 -Methoxy-3, 7-dimethyl-7-oxy-9-trimethylcyclohexenylnonatrien-(2,4,8)
(dargestellt nach Beispiel 1) werden in 40 Raumteilen Essigsäureanhvdrid
gelöst, mit 4 Gewichtsteilen wasserfreiem Natriumacetat versetzt und 2 Stunden unter
Rückfluß erhitzt. Darauf wird das überschüssige Essigsäureanhydrid und der entstandene Eisessig
im Vakuum eingedampft und der Rückstand in Petroläther vom Kp. = 30 bis 6o° und Wasser
aufgenommen. Die Petrolätherlösung wird mit Natriumbicarl)onatlösung und Wasser gewaschen,
mit Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Man erhält ein gelbes Öl vom Kp10—5 = 80 bis 900,
das im Ultraviolettspektruni ausgeprägte Absorption im Pentaengebiet (315 bis 335 m«) zeigt und
im Wachstumstest an der unter Vitamin A-Mangel ernährten Ratte hochwirksam ist.
Das Produkt läßt sich nach den Angaben von Beispiel 1 reinigen.
B e i s ρ i e 1 3
10 Gewichtsteile 1 -Methoxy-3, 7-dimethyl-7-oxy-9-trimethylcycloliexenylnonatrien-(2,
4, 8), dargestellt nach Beispiel 1, werden in 100 Raumteilen
Dioxan gelöst, mit 2,5 Gewichtsteilen wasserfreier Oxalsäure versetzt und eine Stunde bei 8o° gerührt.
Nach dem Erkalten nimmt man das Produkt in Petroläther vom Kp. = 30 bis 6o° auf, wäscht
mit 95°/oigem Methylalkohol und Wasser, trocknet und verdampft das Lösungsmittel.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Pentaenen (Vitamin A-Äthern), dadurch gekennzeichnet,
daß man /9-Jonon und einen Äther von i-Oxy-3-methyl-6-halogenhexen-(2)-in-(4)
mittels Zink kondensiert, die erhaltenen Äther von i-Oxy-3,
7 - dimethyl^-oxy-g-trimethylcyclohexenylnionadien-(2,
8)-in-(4) in beliebiger Reihenfolge in bekannter Weise partiell hydriert und dehydratisiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man zur Dehydratisierung die Oxygruppe mit einem organischen Acylierungsniittcl
verestert. und darauf durch Erhitzen, zweckmäßig in Gegenwart von alkalischen
Mitteln, Säure abspaltet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man zur Dehydratisierung mit Phosphorhalogeniden behandelt und aus der
gebildeten Halogenverbindung mit alkalischen Mitteln Halogenwasserstoff abspaltet.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Umsetzungsgemisch
Antioxydationsmittel zugesetzt werden.
5020 5.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE839494B true DE839494B (de) | 1952-04-10 |
Family
ID=
Cited By (7)
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| DE935364C (de) * | 1952-12-23 | 1955-11-17 | Hoffmann La Roche | Verfahren zur Herstellung von Polyenverbindungen |
| DE1023035B (de) | 1956-06-14 | 1958-01-23 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Vitamin-A-Reihe |
| DE1031787B (de) | 1956-03-31 | 1958-06-12 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von Enolderivaten der ª†-(ª‰-Jonyliden)-acetessigsaeure |
| DE1149353B (de) | 1960-08-03 | 1963-05-30 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von 6-[2', 6', 6'-Trimethylcyclohexen-(1')-yl]-4-methylhexadien-(3, 5)-in-(1) (íÀC-KohlenwasserstoffíÂ) |
| DE1156068B (de) | 1960-12-16 | 1963-10-24 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Vitamin-A-Reihe |
| DE1156795B (de) | 1962-08-22 | 1963-11-07 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von Acylderivaten tertiaerer Carbinole der Vitamin-A-Reihe |
| DE1157218B (de) | 1960-08-03 | 1963-11-14 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Vitamin-A-Reihe |
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