DE839372C - Einrichtung fuer die automatische Abstimmung eines Empfaengers fuer Mehrkanalimpulsuebertragung - Google Patents
Einrichtung fuer die automatische Abstimmung eines Empfaengers fuer MehrkanalimpulsuebertragungInfo
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- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03J—TUNING RESONANT CIRCUITS; SELECTING RESONANT CIRCUITS
- H03J7/00—Automatic frequency control; Automatic scanning over a band of frequencies
- H03J7/02—Automatic frequency control
- H03J7/04—Automatic frequency control where the frequency control is accomplished by varying the electrical characteristics of a non-mechanically adjustable element or where the nature of the frequency controlling element is not significant
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Description
Das Problem der automatischen Nachstimmung ck's Üherlagerungsoszillators in amplituden- oder
frequen/.modulierten Empfängern wird üblicherweise so gelöst, daß die Zwischenfrequenzspannung
einem Diskriminator zugeführt wird, an dessen Ausgang eine Gleichspannung positiven oder negativen
Vorzeichens je nach der Abweichung zwischen der Zwischenfrequenz und der Diskriminatormittelfrequenz
entstein. Diese Gleichspannung dient zur Frequenzkorrektur des Oszillators. Will
man mit mechanischer Abstimmungsänderung, /.. Ii. Motornachstimmung, arbeiten, so wird eine
gewisse Leistungsabgal>e der Regelschaltung verlangt, und dies macht eine Gleichstromverstärkerstufe
zwischen Diskriminator und Regelapparatur notwendig. Bei Impulsempfang ist das Problem
besonders schwierig, da der Mittelwert der positiven oder negativen Impulse hinter dem Diskriminator
im Vergleich zur Impulssipitze klein ist. Dies hat zur Folge, daß die Gleichstromverstärkung entsprechend
groß sein muß, was großen Schwierigkeiten hinsichtlich Konstanz, Stabilität, Röhrenalterung
usw. begegnet. Sind die Impulse sehr kurz gegen die Impiilspausen, ,so kann man eine
Verstärkung, ζ. B. eine reine Wechselstromverstärkung der diskriminierten Impulse, vornehmen. Die
so verstärkten Impulse können entsprechend ihrer Größe und Vorzeichen eine Regeleinrichtung betätigen.
Bei Impulsen kleineren Tastverhältnissesi (Impulsdauer
zu Pausenlänge größer als etwa ι : io oder weniger) tritt nun aber folgende Schwierigkeit
auf:
Der zwecks Vermeidung eines Gleichstromverstärkers verwendete Impulsverstärker unterdrückt
die Gleichstromkomponente, so daß die Nullinie der Impulse sich gemäß Fig. ι einstellt. Beim
Tastverhältnis ι : i, was aber praktisch nicht vorkommt,
sind positive und negative Impulse nicht mehr zu unterscheiden, so daß der Diskriminator
hier seinen Sinn völlig verliert. Aber auch bei etwas größeren Tastverhältnissen, z. B. 1:2 bis 1:10,
iis-t der Unterschied zwischen der Höhe a des negativen
und der Höhe b des positiven Spannungsteiles nur dem Tastverhältnis entsprechend klein,
so daß der Amplitudenbereich, innerhalb dessen die Regelung arbeitet und damit auch der Frequenzbereich
der korrigierbaren Verstimmung, sehr klein wird. Wird nämlich die Verstimmung am Diskriminator groß, so sind auch die iseinem
Ausgang entnommenen, ζ. Β positiven Impulse groß, und der negative Anteil α (Abb. 1) nimmt
ebenfalls solche Wert« an, daß die Regeleinrichtung leicht auch in der verkehrten Richtung zu
arbeiten beginnt, so daß eine Verwirrung der Regelung sich ergeben kann.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile, indem sie es möglich macht, die Regelung eindeutig vom
Vorzeichen der aus dem Diskriminator austretenden Impulse abhängig zu machen, ohne daß bei
größeren Impulsamplituden oder stärkerer Verstimmung Schwierigkeiten auftreten können.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur automatischen Abstimmung eines Empfängers für die Mehrkanalimpulsübertragung, bei welcher die dem Diskriminator entnommenen positiven oder negativen Gleichstromimpulse eine entsprechende Nachstimmung des Empfängers bewirken. Die Erfindung besteht darin, daß die dem Diskriminator entnommenen Gleichstromimpulse über einen die Gleichstromkomponente unterdrückenden Verstärker verstärkt und darauf zwei Gleichrichteranordmingen mit je einem Ladekondensator und parallel geschaltetem Widerstand zugeführt werden, wobei die Gleichrichteranordnungen gegeneinandergeschaltet sind und daß die dabei resultierende Spannung gemäß dem Vorzeichen der absolut grö-
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur automatischen Abstimmung eines Empfängers für die Mehrkanalimpulsübertragung, bei welcher die dem Diskriminator entnommenen positiven oder negativen Gleichstromimpulse eine entsprechende Nachstimmung des Empfängers bewirken. Die Erfindung besteht darin, daß die dem Diskriminator entnommenen Gleichstromimpulse über einen die Gleichstromkomponente unterdrückenden Verstärker verstärkt und darauf zwei Gleichrichteranordmingen mit je einem Ladekondensator und parallel geschaltetem Widerstand zugeführt werden, wobei die Gleichrichteranordnungen gegeneinandergeschaltet sind und daß die dabei resultierende Spannung gemäß dem Vorzeichen der absolut grö-
. ßeren Gleichspannung eine Verstärkeranordnung, in deren Ausgangskreis die den Empfänger nachstimmenden
Organe eingeschaltet sind, derart steuert, daß eine gemäß den positiven oder negativen
Gleichstromimpulsen entsprechende NachstimmuVig des Empfängers erfolgt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt Fig. 2. Der Röhre 1 werden die Zwischenfrequenzimpulse
einas; Impulsüberlagerungsempfängers zugeführt. Im Diskriminator 2 werden sie mit der
Abstimmläge des Diskriminatorkreises verglichen, so daß je nach der Verstimmung negative oder
positive Gleichstromimpulse oder bei genauer Übereinstimmung zwischen Impulsträgerfrequenz
und Diskriminatormittelfrequenz überhaupt keine Gleichstromimpulse am Diskriminatorausgang auftreten.
Diese Impulse werden einem Verstärker zugeführt, welcher einen Kopplungskondensator 23
aufweist, wodurch ihre Gleichstromkomponente unterdrückt wird und nur die Wechselstromkomponente
übertragen und verstärkt wird. Die so erhaltenen Wechselisitromimpulse gemäß der Fig. 1 werden
zwei Gleichrichteranordnungen zugeführt. Im .Ausführungsbeispiel der Fig. 2 besteht der Verstärker
aus zwei Verstärkerröhren 3 und 4, welche Trioden sein können. In der Triode 3 werden
diese Impulse verstärkt und einer Gleichrichteran-Ordnung 12 zugeführt. In der Diode 12 wird eine
Gleichspannung gewonnen, die der positiven Spitze des am Ausgang der Verstärkerröhre 3 auftretenden
Spannungsverlaufes entspricht. Vom Spannungsteiler 14 werden die Impulse außerdem der Röhre 4
zugeführt, durch diese in der Phase umgekehrt und auf gleiche Größe wie die erstgenannten Impulse
gebracht. Aus diesen in der Phase umgekehrten Impulsen wird über den entsprechenden Gleichrichter
13 ebenfalls eine Gleichspannung gewonnen. Diese entspricht in analoger Weise der positiven ·
Spitze des am Ausgang der Verstärkerröhre 4 auftretenden Spannungsverlaufes. In bezug auf die
Steuerung am Gitter der Röhre 3 entspricht diese Spannung der Gegenphase der Eingangsimpulsspannung.
Auf diese Weise entstehen an den Gittern 5 und 6 der Röhren 3° und 4" Gleichspannungen,
die den Spannungswerten ο und b der Fig· 1
entsprechen, aber beide positive Richtung besitzen. Die Gleichrichterschaltungen sind somit gegeneinandergeschaltet,
und die dabei resultierende Spannung wirkt sich gemäß dem Vorzeichen der absolut
größeren Gleichspannung in den Gleichrichteranordnungen in entsprechender Weise als Steuerspannung
auf die nachfolgende Verstärkeranordnung aus. Diese positiven Gleichspannungen wirken auf
die Gitter 5 und 6 der Trioden 4" und 30, Die
beiden Verstärkerröhren weisen einen gemeinsamen Kathodenwiderstand 11 mit einem parallelen
Kondensator auf, welcher mit den zusammengeschalteten Belägen der beiden Ladekondensatoren
verbunden ist· Durch diese Kathodenkopplung wird eine gegenseitige Beeinflussung der
Steuerung der beiden Röhren der Verstärkeranordnung erreicht, in deren Anodenkreise die Organe
eingeschaltet sind, die die Nachstimmung des Empfängers bewirken. Im Ausführungsbeispiel
sind in den Anodenstromkreisen der Röhren 30, 4"
Relais 8 und 7 eingeschaltet, durch welche Drehsysteme, z. B. Motoren, gesteuert werden, welche
die Nachistimmung des Empfängers bewirken. Jeweils durch diejenige Röhre, deren Gitter stärker
positiv und deren Anodenstrom folglich größer ist," wird die am Widerstand 11 erzeugte gemeinsame
negative Gittervorspannung bestimmt, so daß die andere Röhre/auf keinen Fall einen erhöhten, unter
Umständen sogar einen erniedrigten Anodenstrom | führt. Die Wirkung ist also so, daß stetsi die j
größere Spannung an den Ladekondensatoren bestimmt, welche Röhre in Aktion tritt und durch
welches der l>eiden Relais 7 oder 8 ein Strom fließt, der den zugehörigen Relaiskontakt 9 oder io
schließt, um die Nachstimmeinrichtung im positiven oder negativen Sinn zu beeinflussen. Mit getrennten
Kathodenwiderständen der Röhren bestände stets die Gefahr, daß wegen der .eingangs
erwähnten Verhältnisse bei großer Verstimmung beide Röhren und damit beide Relais ansprechen
würden. Der gemeinsame Kathodenwiderstand 11 ist vorzugsweise so groß zu wählen, · daß die
Röhren bei Fehlen von Impulsen also im abgeglichenen Zustand im unteren Knick arbeiten, so
daß die geschilderte Wirkung voll zur Geltung kommt. Λ11 Stelle der Trioden könnten auch
Me.hrgitterröhren, z. B. Pentoden oder Hexoden, verwendet werden.
Ein anderes Ausführungsbeispiel ähnlich dem der Fig. 2, jedoch ohne gemeinsamem Kathodenwiderstand,
zeigt Fig. 3. Die Schaltung ist genau die gleiche wie die der Fig. 2, nur sind die entsprechenden
Röhren 3f und 4C MehrgitterröJiren, z. B.
Hexoden. Sie weisen außer den Steuergittern 5 und 6 noch weitere Steuergitter 5° und 6" auf,
denen über die Diodenschaltung 16 und 17 in negativer
Richtung eine Spannung zugeführt wird, die der Summenspannung der Absolutwerte von α und
h der Fig. 1 entspricht. Liegt z. B. am Steuergitter 6 eine positive Spannung entsprechend der
Spannung b in Fig. 1, so wird die Wirkung dieser
. Spannung zu einem gewissen durch die Steilheit des Steuergitters 6" l>edingten Maß durch die an
6a liegende Summenspannung verkleinert. Es fließt aber trotzdem noch ein das Anodenstromrelais
betätigender Strom. Am Steuergitter 5 dagegen liegt nur die kleine Spannung α nach Fig. 1,
so daß in dieser Röhre die negative Summenspannung am Gitter 50 überwiegt und den Strom sperrt.
Die Diodenschaltung 16, 17 erhält an der Eingangsklemme
15 die verstärkten Impulse, wie sie z. B. an der Anode des TriodensyiSitems 3 der Fig. 2
auftreten. Sind diese Impulse entsprechend Fig. 1 positiv, so lädt sich die Kathode der Diode 16 auf
die Spannung b der Fig. 1 in negativer Richtung auf, so daß in 16 so lange Strom fließt, bis die
Anode von τ6 eine negative Gleichspannung, gleich
der Summenspannung der Absolutwerte von α und b. annimmt. Sind die Impulse in anderer Richtung
polarisiert, >o lädt sich die Anode von 17 nur auf
die kleinere Spannung α auf, und an der Anode von 16 tritt wieder in negativer Richtung die
Summenspannung der Absolutwerte von α und b auf.
Ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigtFig.4. Hier werden die dem Diskriminator entnommenen
Impulse nacih erfolgter Vorverstärkung
der Eingangsklemme 18 zugeführt und in der Doppelröhre
R gleichphasig verstärkt, und es werden mittels der Dioden 19 und 20, die entgegengesetzt
geschaltet sind, Gleichspannungen entsprechend den Spannungen α und b der Fig. 1 erzeugt. Die Ausgänge
der Diodenschaltungen 19 und 20 sind hintereinandergesc'haltet,
so daß an den Ausgangsklemmen 21 die Summe der den Spitzenwerten der
Spannungen α und b entsprechenden, einander entgegengesetzten
Gleichspannungen entsteht. Diese Summe hat je nach der Polarität der aus dem Diskriminator
austretenden Impulse positives oder negatives Vorzeichen, so daß damit eine Schaltung
betätigt werden kann, die die Nachstimmeinrichtung in positiver oder negativer Richtung beeinflußt.
Claims (6)
1. Einrichtung für die automatische Abstimmung
eines Empfängers für Mehrkanalimpulsübertragung, bei der die dem Diskriminator entnommenen positiven oder negativen Gleichstromimpulse
eine entsprechende Nachstimmung des Empfängers bewirken, dadurch gekennzeichnet,
daß diese Impulse über einen die Gleichstromkomponente unterdrückenden Verstärker
verstärkt und darauf zwei Gleichrichteranordnungen mit je einem Ladekondensator und parallel geschaltetem Widerstand zugeführt
werden, wobei die Gleichrichteranordnungen gegeneinandergeschaltet sind, und daß
die dabei resultierende Spannung gemäß dem Vorzeichen der absolut größeren Gleichspannung
eine Verstärkeranprdnung, in deren Ausgangskreis die den Empfänger nachstimmenden Organe
eingeschaltet sind, derart steuert, daß#eine gemäß den positiven oder negativen Gleichstromimpulisien
entsprechende Nachstimmung des Empfängers erfolgt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Diskriminator entnommenen Gleichstromimpulse über einen Kondensator der Verstärkeranordnung zugeführt
werden, an welche in Gegenphase die zwei Gleichrichteraliordnungen angeschaltet sind und
daß je ein Belag der Ladekondensatoren untereinander und über eine Parallelschaltung eines
Kondensators und eines Widerstandes mit den Kathoden zweier Verstärkerröhren und die bei- no
den andern Beläge der Ladekondensatoren je mit den Kathoden der Gleichrichteranordnung
und je mit dem Steuergitter der Verstärkerröhren verbunden sind und daß in den Anodenkreisen
der beiden Verstärkerröhren Relais eingeschaltet sind, welche ein die Nachstimmung
bewirkendes Drehsystem steuern.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkerröhren Trioden
sind. · 1*0
4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkerröhren Mehrgitterröhren
sind.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß je einem weiteren Steuer- iaj
gitter der beiden Mehrgitterröhren über eine
Gleichrichteranordnung eine der Summe der Impulßispannungen entsprechende negative Vorspannung
zugeführt wird.
6. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Diskriminator
entnommenen Gleichstromimpulse über einen Kondensator der Verstärkeranordnung zugeführt
werden, an welcher gleichphasig die zwei Gleichrichteranordnungen angeschaltet sind und daß je ein Belag der beiden Ladekondensatoren
untereinander und die beiden andern Beläge der Ladekondensatoren je mit einer Kathode
und einer Anode der Gleichrichteranordnung verbunden sind und daß an diesen Belägen
eine Spannung abgenommen wird, deren Polarität von der Stromrichtung der Gleichstromimpulse
abhängig ist und als Steuerspannung für eine Verstärkeranordnung dient, welcher die Organe für die Nachstimmung des
Empfängers nachgeschaltet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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1949
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