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Schieber für Reißverschlüsse
| 1)ie Hilindung lrezielit sich auf automatisch |
| sperrende Schieber für Reißverschlüsse der Art, |
| bei denen zwei Reiben von Kupplungsgliedern vor- |
| gesehen sind, welche auf biegsamen Tragbändern |
| angebracht sind. Im folgenden werden diese auf |
| den Tragbändern aufgebrachten Glieder als Kette |
| liezeiclinet. hin Schieber, der die Kupplungsteile |
| umfaßt. lwwii-1<t <las Öffnen und Schließen des |
| Reiß@-erschlusses, indem er entlang der Kette in |
| entgegengesetzten Richtungen bewegt wird' |
| Bei 12eißversclilüssen dieser Art wird der |
| Scliiel>cr selbsttätig finit Bezug auf die Kette ge- |
| sPerrt, um unerwünschte Öffnungsbewegung |
| zti @-erliindern, jedoch läßt er sich, zum Schließen |
| des lZeißverscliltisses frei bewegen. Dies erfolgt |
| ilurcli eine automatische Sperrvorrichtung oder |
| Klinke, welche gewöhnlich unter Federwirkung |
| gegen die T-Zette gedrückt wird, und diese Klinke |
| ist derart ausgebildet, <laß sie eine Bewegung des |
Schiebers in der Öffnungsrichtung verhindert, jedoch zuläßt, daß sie über die Kette
geschleppt werden kann, wenn der Schieber in der Schließrichtung bewegt wird. Dieser
Schieber ist mit einem kleinen Zugglied ausgestattet, mittels dessen er in jeder
Richtung bewegt werden kann. Dieses Zugglied hebt die Klinke automatisch außer Eingriff
mit den Kettengliedern, wenn der Schieber in der Richtung bewegt wird, daß der Verschluß
geöffnet wird.
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Derartige Reißverschlüsse sind innerhalb ihrer naturbedingten Beschränkungen
befriedigend, besitzen jedoch verschiedene Nachteile. Diese hängen beispielsweise
vorn der Kraft der genannten Feder ab, welche die Sperrung bewirkt, und wenn der
Schieber sicher gesperrt werden soll, ist eine starke Feder notwendig, und hierdurch
wird die Klinke ständig fest gegen die Kette gedrückt, so daß sie bei der Schließbewegung
des Schiebers fest über
die Kupplungsglieder schleppt. Dies hat
nicht nur ein unangenehmes Geräusch zur Folge, sondern hierdurch läßt sich 'der
Schieber auch schwer betätigen und bewirkt außerdem, daß die über die Kupplungsglieder
schleppende Klinke diese stark abnutzt, wodurch der eigentliche Sperrpunkt der Klinke
auch bald abgenutzt wird und demgemäß eine sichere Sperrwirkung in Frage gestellt
ist. Wenn eine derartige Sperrvorrichtung bei gefärbten Reißverschilüssen verwendet
wird, beschädigt der Sperrpunkt auch schnell den Belag bzw. die auf chemischem Wege
bewirkte Oberflächenveredelung der Kupplungsglieder. Wenn man diesen Nachteilen
dadurch begegnen will, daß eine leichte Feder verwendet wird, ergibt sich hieraus
eine ungewisse und unsichere Sperrung, und bei gewissen Arten von. Kupplungsteilen
ist eine sichere Sperrung überhaupt in Frage gestellt.
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Ein weiterer Nachteil der bisher bekannten selbstsperrenden Schieber
besteht darin, daß, wenn auch immer die Klinke den Schieber gegenüber einer starken
Öffnungskraft gesperrt hält, es schwierig oder sogar unmöglich ist,' den Schiaber
zu entsperren und den Reißverschluß durch Ziehen des Schiebers in der einen Richtung
zu öffnen. Dieser Nachteil tritt besonders in Erscheinung bei der Verwendung von
Reißverschlüssen für Korsetts und fest gepackten kräftigen Taschen. Diese Schwierigkeit
ist an zwei Bedingungen geknüpft; einmal ist die erforderliche Entsperrbewegung
der Klinke entgegengesetzt der Sperrbewegung im gleichen Weg, und zweitens ist die
Kraft, mit der ein Kupplungsglied auf die Klinke einwirkt, im wesentlichen senkrecht
zu diesem Weg. Daher wird also, wenn die Last groß ist, eine verhältnismäßig große
Reibung erzeugt, die bei der Entsperrbewegung überwunden werden muß. Wenn die Teile
rauh sind bzw. wenn die Kupplungsglieder unebene Kanten besitzen, kann es unter
Umständen unmöglich sein, den Schieber durch eine Kraft zu entsperren, welche der
Benutzer mittels seiner Finger auf den Zugteil ausübt.
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Zweck der vorliegenden Erfindung ist nunmehr, diese Nachteile zu überwinden
und einen verbesserten, automatisch sperrenden Schieber für Reißverschlüsse vorzuschlagen,
welcher augenblicklich und sicher gegen unerwünschtes Öffnen des Verschlusses sperrt
und bei. dem der Widerstand der Sperrklinke bei der ungesperrten Betätigung des
Zuggliedes und auch das Schleppen der Klinke über Verschlußglieder auf ein Minimum
verringert wird.
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Gemäß der Erfindung wird ein automatisch sperrender Schieber für Reißverschlüsse
der Art vorgeschlagen, welcher aus einem Sperrglied besteht, das durch nachgiebige
Mittel in einer neutralen Lage gehalten wird, wobei die Achse desselben zu einer
Linie senkrecht zum Schieberkanal geneigt ist und wobei ein Ende um einen kurzen
Betrag in den Zwischenraum zwischen benachbarten Kupplungsteilen vorspringt, wobei
dieser Teil in einer Richtung um einen Drehpunkt drehbar ist, der in der Nähe des
Kanals liegt, um hierdurch das Ende außer Eingriff mit den Kupplungsteilen zu bewegen
und wobei dieses in dem gleichen Sinn um einen zweiten Drehpunkt schwenkbar ist,
der in einem Abstand von dem Kanal liegt, um hierdurch das Ende um einen größeren
Betrag zwischen die Abstände benachbarter Kupplungsglieder eindringen zu lassen.
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Eine Ausführungsform der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt,
und zwar zeigt Fig. i eine perspektivische Darstellung eines Reißverschlusses ,gemäß
der Erfindung; Fig. 2 zeigt eine Teilansicht, und zwar teilweise im Schnitt auf
der Linie 2a-26 der Fig. i, wobei sich das Sperrglied in seiner neutralen Lage befindet;
Fig. 3 ist eine Teilansicht, die der Fig.2 entspricht, wobei sich jedoch das Sperrglied
in gesperrter Lage befindet; Fig. 4 zeigt eine ähnliche Darstellung, wobei das Sperrglied
in der Lage dargestellt ist, aus der es sich gerade aus der Sperrlage in die entsperrte
Stellung unter der Wirkung des Zuggliedes bewegt; Fig. 5 zeigt das Sperrglied noch
weiter in Richtt4ng der entsperrten Lage bewegt, und zwar in einer Stellung, bei
der der Schieber den Verschluß öffnen kann; Fig.6 zeigt das Sperrglied in. der vollkommen
entsperrten Lage, welche es einnimmt infolge der Betätigung des Schiebers durch
das Zugglied in die Öffnungsstellung des Schiebers, gleichgültig, ob diese Bewegung.aus
einer Sperrlage oder aus der neutralen Lage erfolgt; Fig. 7 zeigt die Sperre in
der anderen vollkommen entsperrten Lage, welche sie einnimmt infolge der Betätigung
des Schiebers beim Schließen des Verschlusses; Fig. 8 zeigt einen Schnitt durch
das Sperrglied und die benachbarten Teile, und zwar auf der Linie 8-8 der Fig. 3
; Fig. 9 zeigt einen Schnitt auf der Linie 9-9 der Fig. 3, und Fig. io zeigt als
Einzelheit die Sperrfeder vor ihrem Einbau in den Schieber.
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Wie aus Fig. i hervorgeht, besteht die Kette des Reißverschlusses
aus einem Paar Tragbänder io, deren jedes mit einer angewebten verstärkten Kante
12 versehen ist, wobei an dieser verstärkten Kante die Reihe der Kupplungsglieder
16 angebracht ist. Ein i$, der zum Öffnen und Schließen des Reißverschlusseg dient,
besitzt den üblichen Y-förmigen Kanal oder Durchlauf, dessen die Kette umgreifendes
Ende bei 20 in Fig. 2 dargestellt ist. Der Kanal wird durch eine obere Platte 22,
eine untere Platte 24 und einen Keil 26 gebildet. Wenn der Schieber auf der Kette
nach oben bewegt wird, d. h. nach links der Fig. i, werden die beiden Reihen der
Kupplungsglieder untereinander gekuppelt, wodurch der Verschluß geschlossen wird,
und wenn der Schieber in der entgegengesetzten Richtung bewegt wird, werden die
Kupplungsglieder nach und nach entkuppelt, wodurch der Verschluß geöffnet wird.
Der Schieber wird in jeder Richtung entlang der Kette mit Hilfe eines Zuggliedes
28 bewegt, das gleitbar in der oberen Platte befestigt
ist, und
zwar in eiti:m bügel oder einer Öse 30, und (las so angeordnet ist, daß mittels
dieses Zuggliedes der Schieber von jedem Ende des Verschlusses aus gezogen werden
kann. Soweit bisher beschrieben, ist der Aufbau und die Arbeitsweise des Reißverschlusses
allgemein bekannt.
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Bei der Ausbildung des Schiebers gemäß der I?rfin(lung ist die obere
Platte mit einer Öffnung 31 versehen, deren Seitenwandungen senkrecht zu dem Kanal
liegen und in der eine Sperre oder eine Klinke 32 lose angeordnet ist, so daß ihr
Sperrende oller ihr Sperrpunkt 33 in den Kanal 2o hineinragt. Die Lage der Sperre
in dem Schieber wird gesichert (furch die Wandungen der Öffnung 31, durch den Bügel
30 und durch ein Paar Federarme 3-1, 35, welche auch die Bewegung der Sperre
hei der Betätigung des Schiebers steuern.
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Wie aus den Fig. 3 und 9 hervorgeht, sitzt der Kopf 36 der Sperre
in einer Ausnehmung 37 des Bügels, wobei diese Ausnehmung auch den Federarm 34 aufnimmt
und die Biegung desselben zuläßt. Der Hauptkörper der Sperre ist breiter als die
Ausnehmung und bildet Schultern 38, welche mit den Seiten des Bügels in einer Ebene
liegen, wie aus Fig. 9 hervorgeht.
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Fig. 2 läßt erkennen, daß (fiese Schultern weit genug unterhalb oder
oberhalb der unteren Oberfläche des Bügels angeordnet sind, um eine ordnungsmäßige
Entsperrung zu ermöglichen, wie noch näher erläutert werden wird.
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Der Federarm 34 sitzt in einer Nut 42 (Feg. 3), die in der unteren
Fläche des Bügels angeordnet ist, und zwar vorzugsweise derart, daß die Feder mit
der Oberfläche glatt liegt. In dieser Lage kann sie nur nach unten bewegt werden,
jedoch durch die ihr innewohnende Nachgiebigkeit wird sie ständig nach oben gepreßt,
und zwar gegen den durch die Nut gebildeten Anschlag. In ähnlicher Weise liegt der
untere Federarm 35 in einer Nut 44 (Feg. 5) der oberen Fläche der oberen Platte
22, und zwar so, daß eine glatte Oberfläche gebildet wird, und dieser Federaren
35 kann nur nach oben abgebogen werden, währender infolge der ihm innewohnenden
Nachgiebigkeit gegen den durch den Boden der Nut gebildeten Anschlag gedrückt wird.
Zweckmäßig können diese beiden Federn durch die beiden Arme einer einzigen Feder
gebildet werden, die gewöhnlich zur Form eines V gebogen ist, wie Fig. io
erkennen läßt, so daß die beiden Arme 34 und 35 ständig auseinandergepreßt werden.
Wenn diese Feder in den Schieber eingebaut ist, werden diese Arme durch die Nuten
in ihrer Lage gehalten, und zwar derart, daß sie im wesentlichen parallel zueinander
liegen, wie Fig. 2 eindeutig erkennen läßt.
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Wie aus Fig.6 hervorgeht, besitzt das Sperrglied 3 2 eine l'ingliche
Öffnung 46, in die die Federarme 34, 35 hineinragen. Diese Öffnung ermöglicht es,
daß die Federarme gegeneinanderbewegt werden können, und diese Öffnung besitzt gegenüberliegende
Endwandungen 48, 5o, die am besten in Fig. 6 dargestellt sind und welche in der
gleichen Richtung zu der Längsachse des Sperrgliedes geneigt sind. Hierdurch werden
Angriffspunkte oder Kanten 52, 54 für die Federn 34, 35 geschaffen (Fig. 6 und 9),
wobei diese Kanten seitlich zueinander versetzt sind und auf gegenüberliegenden
Seiten der Achse der Sperre liegen. Um zu erreichen, daß diese Kanten ständig mit
Bezug auf die Senkrechte zur Kette versetzt sind, und zwar bei sämtlichen Lagen
der Sperre, ist die Kante 54 an einem Absatz oder einer Verlängerung 55 angebracht,
welche von der Rückseite der Sperre vorspringt (Fi.g. 8). Hierdurch wird erreicht,
daß die Federarme 34, 35 ständig eine solche Kraft auf die Sperre ausüben, daß diese
eine in der Gegenrichtung des Uhrzeigersinnes gerichtete Bewegung erfährt, wodurch
sie in Richtung der geneigten, in Fig. 2 dargestellten Lage bewegt wird, d. h. in
ihre Neutrallage. Die Sperre wird in dieser Drehbewegung begrenzt und in der Neutrallage
gegen die durch die Federn ausgeübte Drehbewegung gehalten, und zwar durch entsprechende
Anschläge 56 und 58. Der Anschlag 56 wird durch den Boden der Bohrung 37 gebildet
(Feg. 2 und 6), und der Anschlag 58 wird durch die Seite der Bohrung 3 1
gebildet. Auch die untere Feder, welche gegen die Kante 54 anliegt, drückt die Sperre
nach unten-, bis die obere Kante 52 die obere Feder 34 berührt, wobei die letztere
nach oben gehalten wird, und zwar infolge ihrer Nachgiebigkeit in ihrem durch die
Nut gebildeten Lager. Wenn die beiden Federn 34 und 35 diese Lage einnehmen, sind
ihre Kräfte ausgeglichen, und die Feder 35 kann die Kraft der Feder 34 nicht überwinden,
selbst wenn sie nicht in ihrer eigenen Nut zurückgehalten wird. Die Feder 34 bildet
so eine wirksame Begrenzung entgegen der Abwärtsbewegung der Sperre. Diese Kombination
der Dreh- und Gleitkräfte und Anschläge, welche durch den Bügel und die Böden der
Nut gebildet werden, halten die Sperre gewöhnlich in der in Fig. 2 dargestellten
Lage. Der eigentliche Sperrpunkt der Sperre 33 ragt etwas in den Kanal hinein und
in den Weg der Kupplungsglieder.
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Der Sperrpunkt 33 kommt mit einer Kante oder der Oberfläche eines
der Kupplungsglieder 16 in Berührung, wenn immer die Kupplungsglieder bestrebt sind,
sich nach links der Fig. 2 zu bewegen, d. h. wenn immer der Schieber bestrebt ist,
den Verschluß ohne Betätigung des Zuggliedes 28 zu . öffnen. Eine kleine Bewegung
dieser Art dreht die Sperre um den durch den gegen den Anschlag 56 liegenden Kopf
gebildeten Drehpunkt und bewirkt, daß die Kanten der Schultern 38 gegen den Bügel
anliegen, wie aus Fig, 3 hervorgeht, wobei die Feder 34 so lange durch die gegen
sie anliegende Kante heruntergedrückt wird, bis die Bewegung der Sperre durch die
Seite der Öffnung 31 begrenzt wird, wie aus Fig. 3 hervorgeht, was der Fall ist,
wenn die Sperre in einer senkrechten Lage in dem Kanal zu liegen kommt und hierbei
am weitesten in den Kanal eindringt (Feg. 3). In dieser Lage wird die Sperre durch
die Oberfläche der Öffnung 3 i gehalten und gegen den Anschlag gepreßt, welcher
durch die Unterseite des Bügels gebildet wird. Hierdurch wird die Bewegung der Kupplungsglieder
mit
Bezug auf den Schieber blockiert und der Schieber selbst sicher gegen jede unerwünschte
Öffnung des Verschlusses gesperrt.
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Wenn andererseits die Sperre in ihrer Neutralläge gehalten wird, kann
der Schieber frei bewegt werden, um den Reißverschluß zu schließen. Die L?nterseite
der Sperre besitzt eine Nockenfläche 62 (Fig. 3). Wenn die Kupplungsglieder das
Bestreben haben, sich nach rechts in den Zeichnungen zu bewegen, (1. h. wenn der
Schieber eine solche Bewegung ausführt, daß der Verschluß geschlossen wird, schlägt
jedes Sperrglied gegen diese Nockenfl<iche und druckt die Sperre nach oben entgegen
der Kraft des unteren Federarmes 35, ohne daß hierbei die Sperre an sich gedreht
wird, und zwar so lange, bis die Sperre die in Fig. 7 dargestellte Lage einnimmt.
Die Bewegung dieser Gleitbewegung ist sehr klein, und sie wird ermöglicht durch
den Abstand zwischen dem Anschlag 6o des Bügels und den Schultern 38 der Sperre,
wie am besten aus Fig. 2 ersichtlich ist. Durch diese Gleitbewegung wird der Sperrpunkt
aus dem Kanal bewegt und ermöglicht es, daß die Kupplungsglieder durch den Schieber
hindurchgleiten, um den Verschluß zu schließen. Wenn diese Schließbewegung des Schiehers
beendet ist, bewirkt die der unteren Feder 35 innewohnende Kraft, daß der Sperrpunkt
der Sperre wieder in den Kanal hineinbewegt wird, bis diese Bewegung durch die obere
Feder in der in Fig. 2 dargestellten Normallake begrenzt wird. Bei dieser Rückwärtsbewegung
wirkt nur eine der Federn, und zwar die Feder 35, auf die Sperre, und dies allein
ist erforderlich, um eine wirksame Rückkehr in die Nevtrallage zu bewirken. Der
Betrag dieser Gleitbewegung ist nur gering, und die Feder selbst wird nur wenig
abgebogen, und hierdurch wird nur eine geringe Rückkehrkraft entwickelt. Dies bewirkt,
daß beim Schließen des Verschlusses nur eine sehr geringe Schleifwirkung ausgeübt
wird, die nicht so groß ist, daß eine rauhe Einwirkung oder eine Beschädigung der
Oberfläche und der Oberflächenveredelung der Kupplungsglieder eintritt.
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Wenn der Verschluß geöffnet werden soll, wird (las Zugglied 28 nach
rechts in den Fig. .4 und 6 bewegt, und es legt sich dabei gegen den Körper der
Sperre. Wenn die Sperre sich in ihrer Neutralläge befindet, bewegt das Zugglied
diese zunächst nach rechts, und zwar in Richtung des Uhrzeigersinnes um (gen Drehpunkt
64, welcher gegen den .Anschlag; 58 anliegt, wodurch die Sperre aus der in Fig.
2 dargestellten 1:ige in die der Fig. 6 bewegt wird und dabei der Sperrpunkt aus
dem Kanal lierausgehohen wird und dann der Schieber glatt üi>er die Kette gleitet.
Diese Drehbewegung der Sperre erfolgt entgegen der den beiden Federarmen innewohnenden
Federkraft, die, wenn das Zugglied losgelassen wird, sofort die Sperre wieder in
die in Fig. 2 (iargest-ellte Neutrallage zurückbewegt.
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Wenn sich jedoch die Sperre in der Sperrlage befindet, muß sie zunächst
aus der senkrechten Lage zwischen der Kette und dem Anschlag 6o, welcher durch die
Unterseite des Bügels gebildet wird, herausbewegt werden, wie in Fig. 3 dargestellt.
Der Sperrpunkt der Sperre liegt hierbei in dem Zwischenraum zwischen benachbarten
Kupplungsteilen, und die Sperre känn evtl. sogar fest zwischen der Kette und dem
Anschlag 6o eingekeilt sein. Um die Sperrlage des Schiebers in dieser Stellung aufzuheben,
wird das Zugglied in der gleichen Weise wie vorher nach rechts bewegt. Hierdurch
wird die Sperre in der Richtung des Uhtzeigersinnes um den Punkt bewegt, mit dem
die Sperre gegen die Kette anliegt. Dies ist der Sperrpunkt 33 oder irgendein anderer
Punkt dicht in der Nähe desselben. Durch diese Drehung wird die Sperre zunächst
in die in Fig. 4 dargestellte Lage bewegt, wobei die Kanten der Schultern 38 an
dem Anschlag 6o entlanggleiten. Um diese Schiebewirkung zu erreichen, ist nur wenig
Kraft erforderlich, da beim Beginn der Bewegung die Sperre senkrecht zum Anschlag
steht und daher in der Stellung der festesten Berührung mit dem Anschlag und der
Kette. Durch jede kleine Drehbewegung in der Richtung des Uhrzeigers wird der Abstand
entlang der Längsachse der Sperre von der Kette zum Anschlag vergrößert, und hierdurch
wird die Reibungsberührung zwischen der Schulter und dem Anschlag verringert. So
ist also nur eine sehr kleine Kraft erforderlich, um die Sperre zu lösen, und, es
ist sogar noch weniger Kraft notwendig, um sie dann weiterzubewegen. Wenn die Sperre
die in Fig. 4 dargestellte Lage erreicht, geht der Punkt der Schulter an dem Anschlag
vorbei, und das Zugglied bewegt die Sperre als solche von der Kette weg in die in
Fig. 5 dargestellte Lage, wobei der Sperrpunkt vollkommen aus dem Kanal 2o zurückgezogen
ist,. so daß er außer Berührung mit den Kupplungsgliedern kommt und der Schieber
frei bewegt werden kann, um den Reißverschluß zu öffnen. Die Bewegung der Sperre
aus dem Kanal wird gewöhnlich durch das Zugglied bewirkt, das sich üblicherweise
in einer geneigten Lage befindet, entsprechend der in Fig. 4 dargestellten Lage.
In dieser Stellung übt es eine nach außen gerichtete Kraftkomponente auf die Feder
35 aus und demgemäß auch auf die Sperre, wodurch diese wirkungsvoll aus den Bereich
der Kette bewegt wird". Weim jedoch, wie es bisweilen vorkommt, das Zugglied in
einer Richtung parallel zur Kette gezogen wird, uni den Reißverschluß zu öffnen,
bewegt sich trotzdem die Sperre aus der in Fig. 4 dargestellten Lage in diejenige
der Fig. 5, weil in der in Fig. 4 dargestellten Lage die obere Feder 34 stärker
gebogen ist als die untere Feder 35 und sie demgemäß eine stärkere Kraft auf die
Sperre ausübt, wodurch diese aus der in Fig. 4 dargestellten Lage in die der Fig.S
bewegt wird. Wenn weiterhin der Schieber seine Bewegung in der Öffnungsrichtung
infolge einer entsprechenden Betätigung des Zuggliedes beginnt, drücken die Kupplungsglieder
gegen die geneigte Fläche der Sperre,' die der Nockenfläche 62 gegenüberliegt und
drucken die Sperre außerhalb des Kanals. Dies ist möglich, weil die Schultern 38
außerhalb des Bereiches des Anschlages 6o liegen. Wenn die Sperre
| die in Fig. 5 dargestellte Tage einnimmt und das |
| Zugglied weiter nach rechts bewegt wird, bewegt |
| dieses die Sperre weiter in die in Fig. 6 dargestellte |
| Lage, die die vollkommen entsperrte Stellung dar- |
| stellt, welche die Sperre einnimmt, jedesmal, wenn |
| sie durch (las "lugglied betätigt wird, gleichgültig, |
| oi) dies aus der neutralen Stellung oder aus der |
| Sli(rrstellung erfolgt. |
| 1:s ist festzustellen, ciaß die Sperre bei der Be- |
| wegung aus der Neutrallage (Fig. 2) entweder in |
| die vollkommene Sperrlage (Fig. 3) oder in die voll- |
| kommen entsperrte Lage unter der Wirkung des |
| Zuggliedes 28 (Fig. 5) sich immer in dem gleichen |
| Drehsinn bewegt, und zwar im Uhrzeigersinn. Bei |
| diesen beiden Bewegungen dreht sie sich jedoch in |
| entgegengesetzten Dichtungen um zwei Drehpunkte |
| in der Nähe entgegengesetzter Enden der Sperre. |
| Dies tritt ein, wenn bei der Bewegung in die voll- |
| koininene SI>errlagc das untere Ende der Sperre |
| ,;icli uni den Dreliptinkt 63 (Fig. 3) dreht und dabei |
| gegen den Anschlag 56 anliegt, und zwar von rechts |
| nach ,i!iks. Die Verlegung des Sperrpunktes, d. h. |
| (lie gradlinige Komponente der Drehbewegung, |
| wvelcli: senkrecht zum Kanal steht, ist nach unten |
| gerichtet. Wenn eine Bewegung aus der Neutral- |
| lage in die @ ollkommen entsperrte Lage erfolgt, |
| d. h. wenn in der in Fig. 6 dargestellten Lage unter |
| der Wirkung des Zuggliedes sich die Sperre von |
| liiil:s nach rechts uin den Drehpunkt 64 dreht, legt |
| sich die Sperre gegen den Anschlag 58, und die |
| senkrechte Komponente der Bewegung des Sperr- |
| punktes wird nach oben übertragen. |
| Während beide, die Relativbewegungen aus der |
| Neutrallage in die Sperrlage und aus der Neutral- |
| lage in die urigesperrte Lage, gleich sind, d. h. in |
| jedem Falle die Sperre sich um den gleichen Win- |
| kelbetrag bewegt, sind die Beträge der Linear- |
| bewegung'(les Sperrpunktes in und außer Bereich |
| des Kanals in beiden Fällen verschieden. Während |
| der Drehung um den unteren Schwenkpunkt 64, der |
| in der Nähe des Sperrpunktes und in der Nähe des |
| Kanals liegt, bewegt sich der Sperrpunkt um ein |
| verhältnismäßig kurzes Stück, wobei dieses pro- |
| portional ist (lern verhältnismäßig kurzen Radius |
| der Drehbewegung des Sperrpunktes. Wenn sich |
| die Sperre tim den oberen Drehpunkt 63 bewegt, |
| bewegt sich der Sperrpunkt weiter in einer Rich- |
| tung senkrecht zum Kanal, weil er sich in diesem |
| lalle um einen größeren Radius dreht. Dies ist |
| wichtig, uni sich weit genug in den Kanal hinein- |
| zubewegen, uni dadurch eine positive und zuver- |
| lässige Sperre zu schaffen, und zwar auch bei einer |
| plötzlichen und leichten Bewegung aus der Neutral- |
| lage in die vollkommen gesperrte Lage unter der |
| Wirkung des Zuggliedes, wenn der Verschluß ge- |
| öffnet werden soll. |