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DE836726C - Einfaden-Kettenstichnaehmaschine - Google Patents

Einfaden-Kettenstichnaehmaschine

Info

Publication number
DE836726C
DE836726C DEP30227D DEP0000337D DE836726C DE 836726 C DE836726 C DE 836726C DE P30227 D DEP30227 D DE P30227D DE P0000337 D DEP0000337 D DE P0000337D DE 836726 C DE836726 C DE 836726C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thread
needle
loop
gripper
shaft
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP30227D
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English (en)
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DE841321C (de
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Singer Co
Original Assignee
Singer Co
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Filing date
Publication date
Application filed by Singer Co filed Critical Singer Co
Application granted granted Critical
Publication of DE836726C publication Critical patent/DE836726C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B57/00Loop takers, e.g. loopers
    • D05B57/02Loop takers, e.g. loopers for chain-stitch sewing machines, e.g. oscillating
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B51/00Applications of needle-thread guards; Thread-break detectors

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Einfaden-Kettenstichnähmaschine
    1):e ErIin(lung betrifft Kettetistichnähinaschinen
    und im lwsoinileren Bitte l:iiifaden-Ketteiisticiitiäli-
    maschine. det-c#ti Stichbildevorrichtung eilte übliche
    Ohrnadel und eitlen sich drehenden Flügelgreifer
    zum N@ei-ketten der von der Nadel durch das
    .\rlieitsstiicl: hitidurchgefiihrten Fadenschleifen hat.
    13ei Ketteitsticlinäliinascliitieti finit Öhrnadel und
    sich drehendem (reifer wirft dieser eine Faden-
    sclileif<# all." wenn die Greiferspitze in die von <Iei-
    Nadel dargebotene nächstfolgeivcle Fadenschleife
    eintritt. Diese Fadenschleife wird darauf durch den
    Greifer :ttisgeweitet und ihni für seinen Eintritt
    dargehotcn. w;ilireud er eilte clar:itiffc>lgeiicle Faden-
    srhleifc erfüllt.
    lWi bekannten Kettenstichtiiihniaschinen, die vin-°
    Nadelstange oder einett gleicharti;;en Teil als
    Fadetigebxr verwenden, wird der für die vom (reifer auszuweitende Nadelfadenschleife benötigte Faden von der .vorher ausgedehnten Schleife abgezogCn. da der Fadengeber, wenn er mit der Nadel emporsteigt, den Faden auf der Nadelseite der erfaliten Schleife straff hält. leer gewundene Weg, Tiber den die' vorher erweiterte Fadenschleife zwecks Abgabe von Faden an den Greifer verkürzt wird, bedingt einen Faclennachzug von dem Vorrat und die Bildung von lockeren Stichen, insbesondere bei höheren Arbeitsgeschwindigkeiten. 'Um diesen Nachteil zu vermeiden, werden allgemein allsatzweise arbeitende Fadenklemmen verwendet, die zeitlich so eitigesttllt sind, daß sie den Faden auf der 7tiführungsseite des Fadengebers verriegeln, während der (reifer die Fadenschleife ausweitet. Während dieser Funktion der Fadenklemmen beeinträchtigen diese die Arbeitsgeschwindigkeit, vermindern aber nicht den straffen Fadenzustand, wodurch bei der Ausweitung der Fadenschleifen durch den Greifer Gefahr für einen Fadenbruch besteht.
  • Bei bekannten Kettenstichnähmaschinen mit Flügelgreifern ist es auch üblich, auf und ab gehende, mit Ohren versehene Fadergeber zu verwenden, wobei der Faden bei seiner Aufnahme und bei der Festsetzung der Stiche scharf um diese Öhre gebogen wird, wodurch die Gefahr eines Fadenbruches bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten, insbesondere bei Verwendung von Fäden geringerer Qualität vergrößert wind.
  • Ein Zweck der Erfindung ist es, diese Nachteile zu beseitigen und eine Fadengebervorrichtung vorzusehen, die alle handelsüblichen Fäden auch bei sehr hohen Arbeitsgeschwindigkeiten der Maschine erfolgreich handhabt.
  • Die erfindungsgemäße Einfaden-Kettenstichmaschine ist dadurch gekennzeichnet, das die Fadengeber,in bezug auf Nadel und Greifer sich so bewegen und so angeordnet sind, das sie jeweils während der Fadenschleifenausweitung durch den Greifer Faden abgeben, der dem Greifer auf der Nadelseite der von ihm erfaßten Schleife zur Verfügung steht, und das sie vom Greifer abgeworfene Fadenschleifen jeweils nach fortgeschrittener Ausweitung der neuen Schleifen durch den Greifer festziehen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fih. i einen senkrechten Längsschnitt einer Nähmaschine nach der Erfindung, teilweise in Vorderansicht; Fig.2 ist ein waagerechter Längsschnitt durch den Maschinenarm; Fig. 3 ist ein Längsschnitt in größerem Maßstab durch die Greifervorrichtung in einer die Drehachsen der Greiferwelle und des Greiferwellenstumpfes enthaltenden Ebene; Fig. .4 ist ein senkrechter Schnitt quer zur Grundplatte in größerem Maßstab durch die die Greiferwellenantriebsräder aufnehmende Ölkammer; Fi'. 5 ist eine Stirnansicht der Maschine, wobei die Grundplatte im senkrechten Schnitt gezeichnet und die Fadengeberschutzplatte abgenommen ist, während sich der Greifer in der schleifenerfassenden Stellung befindet; Fig. 6 ist in größerem Maßstab eine Seitenansicht der Nadel und des Greifers in der Stellung nach Fig. ;; Teile der Grundplatte, des von dieser getragenen Stoffes und des Stoffschiebers sind im senkrechten Schnitt gezeichnet; Fig. 7 bis 14 sind Ansichten ähnlich denen der Fig. 5 und 6 und zeigen verschiedene aufeinanderfolgende Arbeitsstellungen der Nadel, des Greifers und der Fadengebervorrichtung während eines Sticht» ldungskreislaufes.
  • Die Nähmaschine besitzt ein Rahmengestell mit einer Stofftragplatte i, von deren einem Ende der Stander 2 eines hohlen Maschinenarmes 3 emporragt, der an seinem freien Ende in einen über der Stofftragplatte i hängenden Kopf 4 ausläuft. Eine waagerechte, irn Maschinenarm 3 angeordnete Maschinenantriebswelle-7, die einerends eine mit einem Handrad vereinigte Riemenscheibe 8 trägt, ist in Kugellagern 5 und 6 drehbar gelagert. Auf dem anderen Ende der Welle 7 sitzt eine Kurbelscheibe 9, die eine Bohrung hat, in der mittels einer Schraube i i ein mit einer Schulter versehener Kurbelzapfen io befestigt ist.
  • Auf dem Kurbelzapfen ist mittels eines Nadellagers eine durchbohrte Nabe 12 gelagert, die an dem einen Ende eines Lenkers 13 gebildet ist. An seinem anderen Ende ist der Lenker 13 gelenkig mit einer in im Kopf 4 vorgesehenen Lagern 15, 16 auf und ab gehenden Nadelstange 14 verbunden. An ihrem unteren Ende trägt die Nadelstange eine Ührnadel 17.
  • Eine Drückerstange 18, die am unteren Ende ein°_n Drückerfuß i9 trägt, ist zur Ausführung einer senkrechten Bewegung in dem Kopf 4 gelagert. Die Drückerstange 18 wird von einer im Maschinenarm 3 angeordneten Blattfeder 2o nachgiebig abwärts gedrückt und ist mit einer waagerechten, im Maschinenarm 3 gelagerten DrückerfußlüftungsschwingWelle 21 kraftschlüssig verbunden. Die Schwingwelle 21 ist mit einer von dem Arbeiter mit dem Knie zu betätigenden, innerhalb des Ständers 2 senkrecht angeordneten und die Stofftragplatte i durchsetzenden Stange 22 verbunden.
  • Die Maschinenantriebswelle 7 trägt eine mit einer UmfangsnutverseheneRiemenscheibe23, die mittels eines Riemens 24 mit einer von einer waagerecht liegenden unteren Welle 26 getragenen, ähnlich ausgebildeten Riemenscheibe 25 verbunden ist. Das Übersetzungsverhältnis zwischen der Maschinenantriebswelle 7 und der unteren `'Felle 26 ist i : i. Das eine Ende der Welle 26 ist in einem Kugellager 27 drehbar gelagert, das von einem an der Stofftr@gplatte i' vorgesehenen Auge 28 getragen wird, und das andere Ende ist in einer Buchse 29 gelagert, die eine Wand 30 eines von der Stoff tragplatte i herabhängenden Gehäuses 31 durchsetzt. Dieses Gehäuse dient als Schmiermittelbehälter, in den hinein sich .die Welle 26 erstreckt. Der Boden des Behälters ist durch eine mittels Schrauben 34 an der Unterseite des Gehäuses 31 abnehmbar befestigte Platte 33 gebildet. Auf dem der Riemenscheibe abgekehrten Ende der Welle 26 ist ein Ritzel 35 befestigt, dessen Nabe 35' eine Umfangsnut zur Aufnahme einer Ölschleuder 36 aufweist, die in den Ölvorrat im Behälter eintaucht.
  • Das Ritzel 35 treibt innerhalb des Behälters 32 ein Zw,ischenri'tze137 der Greifervorrichtung an. Das Rützel37 sitzt auf dem einen Ende eines Wellenstummels 3-8 und liegt neben der antriebsseitigen Stirnfläche einer zylindrischen Buchse 39. Der Wellenstummel 38 ist in Nadellagern 4o drehbar gelagert (Fig. 3), die an beiden Enden einer in der Buchse 39 exzentrisch angeordneten Längsbohrung 41 vorgesehen sind. Mittels eines auf dem Wellenstummel am Greiferende neben der dem Ritzet 37 gegenüberliegenden, Endfläche der Buchse 39 angeordneten Bundes 42 ist das Ritzel 35 gegen axiales Verschieben gesichert. Der Wellenstummel 38 mit dein Ritzel 37 ist mit einer Längsbohrung 43 und mit radialen, die Bohrung :y3 mit den Nadellagern 40 verbindenden Ölkanälen 44 versehen. Um Schmieröl längs der Welienbohrung 43 zu den Kanälen 44 zu leiten, ist ein Docht 45 vorgesehen, der etwas über das Antriebsende des M'ellenstumm'els 38 in den Ölbehälter vordringt.
  • Das Ritze137 kämmt mit einem Ritze146 von gleicher Größe wie das Ritzel 37 und das Ritzel 35. Das Ritze146 liegt hierbei neben der antriebsseitigen L:ndfläche der Buchse 39 und wird von dem einen Ende einer waagerechten Greiferwelle 4r7 getragen. Die Greiferwelle 47 liegt parallel zur Stummel,welle 38 in Nadellagern 48, die an den beiden Enden einer exzentrischen Längsbohrung 49 der Buchse 39 angeordnet sind. Die Greiferwelle 47 erstreckt sich durch die Buchse 39 hindurch, und an dem dem Ritzel 47 gegenüberliegenden Ende ist auf ihr ein Bund So befestigt. Ein rotierender Flügelgreifer üblicher Bauart, der mit der Ohrnadel 17 zwecks Bildung von Einfadenkettenstichen zusammen arbeitet, ist mittels eines Schaftes 51 in einer waagerechten Bohrung 52 der Greiferwelle 47 befestigt, wodurch das eine Ende der Längsbohrung abgeschlossen wird. Die Greiferwelle weist ebenfalls radiale Ölkanäle 53 auf, die die Wellenbohrung 52 mit den Nadellagern 48 verbinden. In der \i'ellenhohrung 52 ist ein Docht 54 vorgesehen, der etwas über die Stirnfläche des Ritzels 46 in den Ölbehälter vordringt.
  • Der sich drehende Greifer weist die übliche gekrümmte schlanke Spitze 55 auf, die an dem die Fadenschleife ausdehnenden Greiferkörper 56 vorgesehen ist, welcher auf seiner hinteren Seite ,in eine quer verlaufende, die Fadenschleife zurückhaltende Kehle 57 ausläuft, die schräg zur Greiferdrehachse verläuft. Ein die Fadenschleife jeweils umwendender und spreizender Flügel 58 erstreckt sich von der Kehle 57 nach hinten und hält die Nadelfadenschleife in der für das Eintreten der Greiferspitze erforderlichen Lage.
  • Die Greifervorrichtung ist als Ganzes aus einer in einer Wand 6o des Gehäuses 31 vorgesehenen waagerechten Öffnung 59 entfernbar und in dieser Öffnung einstellbar gelagert. Die Buchse 39 wird mittels einer Stellschraube 61 in einer Lage gehalten, in der die Achse der Greiferwelle 47 senkrecht über der Achse der Welle 26 liegt.
  • Das Arbeitsstück wird durch einen Stoffschieber 62 an der Stichbildevorrichtung vorl)vigeführt. Dieser Stoffschieber wird auf bekannte Art und \Veise angetrieben und arbeitet durch die beiden in der Stichplatte 64 vorgesehenen Schlitze 63 hindurch. Die Stichplatte 64 ist auf der Grundplatte i Befestigt und weist das übliche Stichloch 65 (Fig.6) auf.
  • Die Fadeiigebervorrichtung umfaßt eine Mehrzahl von am Faden angreifenden Einrichtungen, die relativ -zueinander um feste parallele Achsen drehbar sind. Eine dieser Einrichtungen weist eine kreisfnrinige Fadengeherseheihe 66.auf, die mittels Schrauben 67 auf einem Kopf 68 am freien Ende des Kurbelzapfens io befestigt ist, wobei die Scheibe 66 konzentrisch zur Drehachse der Maschinenantriebswelle 7 liegt. Auf der Außenseite der Scheibe 66 ist ein konzentrischer flacher Ring 69 mittels zweier nebeneinanderliegender und mit dem Faden in Eingriff tretender Zapfen 70 und eines einzelnen zusätzlichen Zapfens 71 angebracht, welcher gegenüber dem zunächstHegenden Zapfen 70 ungefähr um 9o° versetzt ist. Diese Zapfen 7 0, 71 weisen denselben Radialabstand von der Achse der Welle 7 auf, und der Zapfen 71 ist im Umlaufsirn vor den Zapfen 7o angeordnet. Da :die Zapfen 70, 71 auf der Scheibe 66 befestigt sind und somit von der Maschinenantriebswelle 7 getragen werden, führen sie während einer jeden Aufundabbewegung der Ohrnadel eine Umdrehung aus.
  • Weiter weist die Fadengebervorrichtung eine rotierende Fadengeberscheibe 72 und einen rotierenden flachen Ring 73 auf, der gegenüber der Scheibe 72 durch zwei benachbarte Mitnehmerstifte 74 in einem gewissen seitlichen Absnand gehalten wird. Diese Stifte 74 verbinden die Scheibe 72 und den Ring 73 zwecks gemeinsamer Drehung miteinander und dienen gleichzeitig als Fadengeber. Der Radius des von den Stiften 74 beschriebenen Kreises ist kleiner als der des .von den Zapfen 70, 7;1 beschriebenen Kreises. Die Scheiben und Ringe 66, 72 bzw. 69, 73 und die Zapfen 70, 71, 74 kreisen alle im gleichen Sinn. Die Nabe 75 der Hilfsfadengeberscheibe 72 ist mittels einer Schraube 76 au.f dem einen Ende einer hinter der und parallel zur Antriebswelle 7 angeordneten Welle 77 .befestigt, wobei diese beiden Wellen in derselben Höhenlage angeordnet sind. Die Welle 77 ist in Kugellagern 78 des liaschinenarmes 3 gelagert. An dem anderen Ende der Welle 77 ist eine mit einer Umfangsnut versehene Riemenscheibe 79 befestigt, die mittels eines Riemens 8o mit einer ähnlich ausgebildeten, auf der Hauptwelle 7 sitzenden Riemenscheibe 81 vet'bunden,ist. Die Scheibe 8i weist den doppelten Durchmesser der Scheibe 79 auf, so daß sich die Welle 77 bei jeder Umdrehung der Hauptwelle 7 zweimal dreht. Die einzelnen Fadengeberzapfen 70, 71 und 74 liegen in der gleichen Vertikalebene, so daß der Nadelfaden in einer fortlaufenden Bewegung über die Fadengeberzapfen geführt werden kann und keine dazwischenliegenden Fadenführer' benötigt werden.
  • Eine Stirnplatte 82, die oben einen .sich teilweise um die Fadengeberscheiben 66 und 72 herum erstreckenden Schutzflansch 83 aufweist, ist am Kopf 4 befestigt. Eine ergänzende Schutzplatte 84 ist auf einem von der Stirnplatte 82 getragenen abstandhaltenden Teil 85 (Fig. 2) befestigt und weist einen dem Flansch 83 ,gegenüberliegenden und sich um die Scheibenringe 69, 73 herum erstreckenden Schutzflansch 86 auf.
  • per von einem nicht gezeigten Fadenvorrat abgezogene Nadelfaden _N geht durch die Öffnungen eines auf dem Kopf 4 sitzenden Fadenführers 87 hindurch. Der Faden geht dann durch einen Schlitz des Kopfes 4 hindurch zu der üblichen Spannvorrichtung -9und der üblichen zugeordneten Regulierfeder 89, wobei die Spannvorrichtung eine einstellbar gleichmäßige Spannung auf den Faden ausübt. Darauf geht der Faden um die übliche, von der Dri.ickerstange gesteuerte Führungsstange go herum und von dort über die Fadengeberzapfen der leiden Fadengebervorrichtungen zu einem an der Stirnplatte 82 befestigten Fadenführer gi und dann zur Nadel 17 durch einen am Fußlager 16 der Nadelstange befestigten Fadenführer 92.
  • Die Stichbildung und Handhabung des Fadens finit Hilfe der Fadengebervorrichtung ist in aufeinanderfolIgenden Schritten in den Fig. 5 bis 14 dargestellt, wobei sich die Fadengeberscheiben 66, 72 und der Greifer entgegen dem Uhrzeigersinn drehen.
  • In Fig. 5 und 6 hat sich die Nadel 17 gerade zu lieben begonnen, und die Greiferspitze 55 tritt in die von der aufsteigenden -Nadel gebildete Fadenschleife \"' und ist im Begriff, in die vorher vom (-,reifer ausgeweitete und in diesem Zeitpunkt in dessen Kehle 57 zurückgehaltene Schleife N" einzutreten. Die kreisförmig arbeitenden Fadengeberzapfen 70 geben zusammen Faden preis, so d'aß sich schnell lockerer Faden zwischen .der Fadengebxrvorrichtung und der Nadel bildet, während der kreisende Hilfsfadengeberzapfen 71 in diesem Zeitpunkt den Faden nicht beeinflußt. Ein zu diesem Moment verfügbarer Überschuß an Lockerfaden, d. h. mehr, als zur Ausweitung der vom Greifer erfaßten Fadenschleife N' benötigt wird, hat den Vorteil, kleinere Änderungen in der Dicke des Arbeitsstückes und der Stichlängen zu ermöglichen, ohne daß die Fadengebxrvorrichtung neu eingestellt werden müßte.
  • In Fig. 7 und 8 befindet sich die Greiferspitze 55 in einer Lage, in der der Greifer die neuerfaßte Fadenschleife :V' auszuweiten beginnt und die vorher gebildete Schleife N" von der Kehle 57 freigegeben hat. Der Stoffschieber 62 hat den. Stoff W immer noch nicht erfaßt, und die rotierenden Fadengeberzapfen 70, 74 geben immer noch sehr schnell lockeren Faden preis. Andererseits ist jedoch der Hilfsfadengeberstift 71 in eine Stellung vorgerückt, in der er den Faden erfaßt und etwas von dein iiberscllüssigen lockeren Faden aufnimmt, welcher von den Fadengeberzapfen 70, 74 preisgegeben wurde. Die Nadel 17 befindet :ich immer noch im Stoff.
  • Der Greifer dreht sich jetzt um ungefähr go° weiter und gelangt in die in Fig. g und 1o gezeigte Stellung, wodurch die Fadenschleife N' vom Greiferkörper 56 fast die endgültige Ausweitung erfährt. Der hierfür benötigte Faden wird durch den Greifer von dem durch die Zapfen 70, 74 während der Nadelaufwärtsbewegung zur Verfügung gestellten Lockerfaden abgezogen. Während der flilfszapfen 71 bei der beschriebenen Hauptausweitung der Fadenschleife N' lockeren 1, allen aufgenommen hat, haben sich die Zapfen 70 vom Faden N ganz gelöst, und die Zal>fetl 7d fahren fort, lockeren Faden abzugeben. Der Hilfszapfen 71 hat also nur iiberschiissigeil Lockerfadeil aufgenommen, der vom Greifer zur Ausweitung der Fadenschleife nicht benötigt wurde.
  • Wegen des bis zu diesem Zeitpunkt auf der Nadelseite der Fadenschleife \" zwecks deren Ausweitung durch den Greifer zur Verfügung stehenden Lockerfadens bleibt die vom Greifer vorher abgeworfene Fadenschleife \"' während des Hauptteiles der Ausweitung der Fadenschleife N' unverändert. Dies kommt auch daher, daß es zum Zweck der N- erkürzung der Fadenschleife X" während der anfänglichen Ausweitung der Schleife durch den Greifer notwendig ist, Faden durch die Schleife des vorher festgesetzten Stiches hindurch quer über die Oberfläche des Arbeitsstückes nach abwärts durch das zuletzt gebildete Stichloch im Arbeitsstück- hindurch und quer über den verhältnismäßig scharfen Hals der Greiferspitze " zu ziehen. Der dem Nachziehen von Faden aus -der vorher gebildeten Schleife N" entgegengesetzte Widerstand ist somit wesentlich größer, und der Faden wird daher durch den Greifer von dein durch die Fadengebervorrichtung gelieferten Lockerfaden abgezogen.
  • Der einem Nachziehen von Faden aus der viorher gebildeten Schleife über den erwähnten scharfen Greiferteil während der anfänglichen Ausdehnung der Fadenschleife entgegengesetzte Widerstand ist so groß, daß beim Fehlen von genügendem Lockerfaden eher Faden durch die Spannvorrichtung hindurch von dem Vorrat abgezogen würde, wodurch sich aber eine mangelhafte Festsetzung der Stiche ergäbe. Um diese Schwierigkeit zu vere= meiden, -war es bisher üblich, eine absatzweise arbeitende Fadenklemme zu verwenden. Dadurch wurde der Faden gegen eine Bewegung durch die Spannvorrichtung hindurch gesichert, wenn .der vom Greifer geforderte Faden für die anfängtliche Ausweitung der Fadenschleife von der vorher von dem Greifer abgeworfenen Fadenschleife abgezogen wird. Je größer die Arbeitsgeschwindigkeit der Nähmaschine gewählt wurde, desto größer wurde die Notwendigkeit, eine solche albsatzweise arbeitende Fadenklemme zu verwenden, wobei aber die Fadenklemme selbst die Arbeitsgeschwindigkeit beschränkt.
  • Mittels der beschriebenen Fadengebervorrichtung wird erreicht, daß die vorher allgeworfene Fadenschleife während der Hauptausweitung der neuerfaßten Fadenschleife unverändert bleibt und trotzdem ein Nachziehen von Faden von dem Vorrat vermieden wird, wodurch die Stiche richtig festgesetzt werden und sich die Verwendung von die Arbeitsgeschwindigkeit einschränkenden, absatzweise arbeitenden Klemmen erübrigt.
  • Nachdem der überschüssige Lockerfaden vom Zapfen 7 i aufgenommen und die Fadenschleife N' durch den Greifer fast ganz ausgeweitet worden ist (Fig. g und io), wird die vorher albgeworfene Fadenschleife N" sehr scirncll auf dem Arbeitsstück festgezogen (Fig. i i und 12), Nvas während ungefähr einer Vierteluindrelititi(, der Antriebswelle 7 stattfindet. Dieses schnelle Festziehen der Schleife N" ist durch verschiedene Faktoren bedingt. Dic hinteren Fadengeberzapfen 74, die mit der doppelten Gescliw itidigkeit der vorderen FadenäelxrzaPfen 70 umlaufen, erfassen nämlich den Faden und fangen sofort an, die Wirkung des Zapfens 71 zu unterstützen. Unmittelbar darauf wirken auch die vorderen ,Fadengeberzapfen 7o auf den Faden und nehmen Faden auf. Das Arbeitsstück ff" wird vorgerückt, wodurch ebenfalls Faden nachgezogen wird, und die endgültige Ausweitung der Fadenschleife \-' durch den Greifer (Fig. t t und 12) vervollständigt das Heraufziehen der Fadetisclileife.\"" und die Festsetzung des Stiches. Während des Heraufziehens der Schleife N" geht die Schleife N' um den breiteren Teil des Greiferkorbes 56 herum.
  • Die Sticlifestsetzungsstelluttg der Teile (Fig. ii und 12) kann sich je nach der Dicke .des Arbeitsstückes und der Stichlänge etwas ändern. Wenn die Schleife X' maximal ausgeweitet .worden ist, wie das in Fig. i i und 12 gezeigt ist, ziehen die Zapfen 70, 7 t und 74 Faden durch die Spannvorrichtung hindurch und von dem Vorrat ab, bis die l,' adeti,gel@er die in Fig. 13 und 14 gezeigte Stellung erreichen. Es stellt sich also die durch die Fadengeber von cleni Vorrat abgezogene Fadenlänge automatisch je nach Erfordernis ein.
  • Lei der Le%vegutig des Greifers über die in Fig. i i und 12 gezeigte Stellung hinaus erfaßt der Greiferftügel 58 den inneren Schenkel der Sc:lilei,fe .\" und verdreht diesen nach außen, während der- äußere Schleifenschenkel längs der abgerundeten Kante des Flügels 58 gleitet und dadurch einwärts gelenkt wird (Fig. 13 und 14). Die Faciensclrleife N' wird dadurch in die Kehle 57 des Greifers hineiti@gezogen und für dien darauffolgenden 1?ititritt der Greiferspitze 55 gespreizt und in einer Stellung gehalten, die dem Greifer das darauffolgende =abwerfen der Schleife ermöglicht.
  • Die Fadengebervorrichtung arbeitet also mit einem Flügelkettenstichgreifer zur Ausführung folgender Operationen zusammen: Erstens wird während der Aufwärtsbewegung -der Nadel lockerer Faden dein Greifer zwecks hauptsächlicher Ausweitung der von ihm von der Nadel erfaßten Fadensclileife lxereitgestallt, wodurch ein Abziehen von Faden von dem Vorrat vermieden wird; zweitens wird ivälirend dieser Ausweitung der Fadenschleife überschüssiger Lockerfaden aufgenommen, wobei Änderungen in der Dicke des Arbeitsstückes und der Stichlänge selbsttätig berücksichtigt werden und gleichzeitig ein Zustand hergestellt wird, der für ein nachfolgendes schnelles Heraufziehen der vorher gebildeten Schleife dienlich ist; drittens werden die Stiche gleichmäßig festgesetzt, und viertens wird die erforderliche Fadenlänge von dem \-tirrat abgezogen.
  • \\"ährend die abgeworfene Fadenschleife N"' notwendigerweise sehr schnell heraufgezogen wird, verhindert das leichte Wischen des Fadens über die mit verschiedener Geschwindigkeit rotierenden und in einem gewissen Abstand voneinander angeordneten Fadengeber das bei der Verwendung bekannter Fadengeberöhre, um die der Faden scharf gebogen oder verdoppelt wird, auftretende Zerreißen des Fadens. Die beschriebene Kombination der vorliegenden Fadengebervorricht-ung und des Flügelgreifers ermöglicht daher auch die Verwendung von handelsüblichen Fäden schlechterer und auch besserer Qualität. Da die Fadengeber um feste Achsen rotieren, können sie mit jeder Geschwindigkeit angetrieben werden, die für die anderen Teile ,der Nähmaschine zulässig ist, und die Fadengebervorrichtung beeinträchtigt somit den Geschwindigkeitsbereich in keiner Weise.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einfaden-Kettenstichnähmaschine mi:teiner auf und ab beweglichen fadenführenden Nadel, einem umlaufenden Flügelgreifer, welcher die ihm von der Nadel dargebotenen Fadenschleifen verkettet, und mit einer Mehrzahl von Fadengebereinrichtungen, welche mit verschiedenen Frequenzen umlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß einer (71) der umlaufenden, am Faden angreifenden Teile wirksam ist, um überschüssigen Lockerfaden an der Nadelseite einer Fadenschleife und während eines beträchtlichen Teiles der Ausbreitung dieser Fadenschleife durch den Greifer (55 bis 58) aufzunehmen, während die vorher abgeworfene Schleife unverändert bleibt.
  2. 2. Kettenstichnähmaschine nach Anspruch 1 mit einer Nadelantriebswelle, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadengebereinrichtungen (7o, 71 und 74) zeitlich so eingestellt sind, daß sie ein Hochziehen abgeworfener Fadenschleifen während etwa 9o° Drehung der Nadelfadenantriebsivelle beginnen und beenden.
DEP30227D 1941-03-01 1949-01-01 Einfaden-Kettenstichnaehmaschine Expired DE836726C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US381242A US2332125A (en) 1941-03-01 1941-03-01 Chain-stitch sewing machine

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Family Applications (1)

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DEP30227D Expired DE836726C (de) 1941-03-01 1949-01-01 Einfaden-Kettenstichnaehmaschine

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