DE2638264C3 - Nähmaschine zum Ausführen von Vor- oder Zierstichen auf Stoff - Google Patents
Nähmaschine zum Ausführen von Vor- oder Zierstichen auf StoffInfo
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- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
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Description
Die Erfindung betrifft eine Nähmaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffes von Anspruch 1.
ίο Eine Nähmaschine mit diesen Merkmalen ist aus der US-PS 3207107 bekannt.
ίο Eine Nähmaschine mit diesen Merkmalen ist aus der US-PS 3207107 bekannt.
Bei dieser Nähmaschine ist die Nähnadel ebenfalls mit einem einseitig quer zu seiner Achsrichtung offenen
Öhr zur Aufnahme eines Fadens ausgestattet. Zur Y) Sicherung des Fadens gegen ein Herauslösen aus dem
seitlich offenen Nadelöhr dient ein Sicherungsglied in Form einer Schließzunge, die parallel zur Längsachse
der Nähnadel aus einer das Nadelöhr seitlich verschließenden Stellung in eine Freigabestellung verfao
schiebbar ist.
Zur Anordnung der Schließzunge weist die Nähnadel am Umfang eine entsprechende Vertiefung auf,
so daß also Nähnadel und Schließzunge zusammen einen zylindrischen Nadelschaft definieren.
Zur Steuerung der Schließzunge ist eine von der Steuerung der Nähnadel unabhängig arbeitende Steuervorrichtung vorgesehen.
Zur Steuerung der Schließzunge ist eine von der Steuerung der Nähnadel unabhängig arbeitende Steuervorrichtung vorgesehen.
Bei der Kleinheit des Durchmessers der Nähnadel
ist leicht einzusehen, welche Präzision bei deren Herstellung erforderlich ist. Dabei sind sowohl Nähnadel
als auch Schließzunge völlig getrennt voneinander herzustellen und danach in einer diese Teile zusammenhaltenden
Führung zu montieren. '
Schließlich sind dann Nähnadel und Schließzunge mit jeweils einer Steuervorrichtung voneinander getrennt
zu steuern, wobei deren Konstruktion aufwendig ist, weil sie ungefähr in der gleichen Ebene an
der Nähnadel wirksam werden müssen. Dabei ist bei |(1
jedem Arbeitszyklus der Nähnadel eine Schließ- und Öffnungsbewegung der Schließzunge notwendig, so
daß die beiden Relativbewegungen zueinander ausführenden Teile der Nähnadel zwangsläufig einem
hohen Verschleiß unterliegen; ganz abgesehen davon, ι ί
daß der Faden auch zwischen dem Nadelschaft und der Schließzunge eingeklemmt werden kann.
Die Bauart der Nähnadel bringt es außerdem mit sich, daß nach jedem erfolgten Stoffdurchstich der als
Schleife durch den Stoff hindurchgezogene Faden zwischen der oberen Austrittsstelle des vorhergehenden
Stoffdurchstiches und der oberen Eintrittsstelle des gerade ausgeführten Stoffdurchstiches satt anliegt,
was sich in bezug auf das aus dem Stoff nach unten Herausziehen des Fadenendes insofern ungünstig
auswirkt, als die Ziehgeschwindigkeit relativ klein gewählt werden muß, um zu vermeiden, daß der Stoff
beim Hindurchziehen des Fadenendes zusammengezogen wird.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die Konstruktion der Nähnadel zu vereinfachen, verschleißfester
zu gestalten und insgesamt derart zu konzipieren, daß sich eine Fadenführung erreichen
läßt, die, im Vergleich zur bekannten Konstruktion, durchzuführende Vor- oder Zierstiche mit einer we- π
sentlich höheren Geschwindigkeit auszuführen gestattet.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Bei dieser Nähmaschine besteht somit die Nähnadel aus einem einzigen Te;l, dessen Herstellung, im Vergleich
zur Konstruktion der bekannten Nähnadelanordnung, wesentlich einfacher und damit entsprechend
billiger ist.
Die Nähnadel unterliegt dabei keinem Verschleiß aufgrund von sich relativ zueinander bewegenden
Teilen.
Schließlich ist die Nähnadel auch funktionssicherer, weil keine Gefahr besteht, daß einmal der Faden am
Nadelöhr festgeklemmt werden kann, weil der Faden im Nadelöhr durch den Schwinghaken gehalten und
gesichert wird, der mit der Nähnadel berührungs- und damit verschleißlos zusammenarbeitet.
Die Anordnung des Schwinghakens bietet schließlich den wesentlichen Vorteil, daß die eine Seite der
durch die Nähnadel zunächst aus der Stoffeberseite herausgezogenen Fadenschleife durch den Schwinghaken
erfaßt wird, bevor die Fadenschleife anschließend beim folgenden Stoff durchstich wieder in den
Stoff hineingezogen wird. Dadurch ist sirhergestellt, bo
daß die nach unten aus dem Stoff herauszuziehende Fadenschleife nicht im Bereich zwischen zwei Stoffdurchstichen
Satt auf der Stoffoberseite aufliegt und damit gewissermaßen im rechten Winkel an den Stellen
der Stoffdürchstiche geführt ist; vielmehr wird die durch den Faden hindurchzuziehende eine Seite der
Fadenschleife durch den Schwifighaken an einer relativ
weit oberhalb des Stoffes liegenden Stelle umgelenkt, so daß der Eintrittswinkel dieses Teilstückes der
Fadenschleife für das nach unten Hindurchziehen derselben äußerst günstig ist. Das eine Teilstück der
Fadenschleife bildende Ende kann deshalb mit hoher Geschwindigkeit an der Unterseite des Stoffes aus
diesem herausgezogen werden, ohne daß dies am Stoff selbst nachteilige Folgen zeigt. Demgemäß ermöglicht
die Anordnung des Schwinghakens eine wesentliche Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit zur Durchführung
von Vor- und Zierstichen auf Stoff.
Die Konstruktion nach A-nspruch 2 gestattet eine besonders einfache Steuerung des Schwinghakens,
wobei es günstig ist, die Anordnung des Schwinghakens nach Anspruch 3 zu treffen.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des Gegenstands nach Anspruch 1 ist eine Abbildung des Nadelöhrs
nach Anspruch 4 vorgesehen, wodurch sichergestellt ist, daß die Nähnadel am Faden in zwei
Richtungen a !greifen und diesen während des Nadelhubs
in zwei Richtungen transportieren kann.
Gemäß Anspruch 5 weist die Nähnadel eine unsymmetrische Nadelspitze auf, wodurch sichergestellt
ist, daß der zu durchstechende Stoff nicht in das offene Nadelöhr eindringen kann, und zwar in beiden Richtungen
des durch den Stoff hindurchgehenden Nadelhubes.
Die Anordnung des Schwinghakens bedingt, daß das an der Stoffunterseite aus diesem herauszuziehende
Fadenende relativ lang ausfällt. Demgemäß ist die Einrichtung zum nach unten Herausziehen des Fadens
so auszulegen, daß sie in der Lage ist, ein relativ langes Fadenstück aus dem Stoff herauszuziehen.
Eine Einrichtung, die dieser Forderung bei einfacher konstruktiver Ausbildung gerecht wird, ist Gegenstand
des Anspruches 6.
Vorteilhafte A usgestaltungen und Weiterbildungen
dieser Einrichtung sind Gegenstand der Ansprüche 7 bis 13.
In den Fig. 1 bis 14 A ist ein Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Nähmaschine dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht der Nähmaschine,
Fig. 2 in schematischer Darstellung eine Vorderansicht der Nähmaschine, mit Blickrichtung von links
in Fig. 1,
Fig. 3 eine vergrößerte Querschnittsansicht entlang der Linie III-III in Fig. 1,
Fig. 4 eine Querschnittsansicht entlang der Linie IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 einen Detailquerschnitt entlang der Linie V-V in Fig. 3,
Fig. 6 eine Draufsicht einer Einzelheit entlang der Linie VI-VI in Fig. 4,
Fig. 7 und 8 vergrößerte Vorder- bzw. Seitenansichten einer Nähnadelspitze der auf der Nähmaschine
zum Einsatz kommenden Nähnadel,
Fig. 9 einen mit der Nähmaschine hergestellten Zierstich,
Fig. 10 bis 14 schematische Vorder- und Seitenansichten der die Durchführung von Zierstichen bewerkstelligenden
Komponenten der Nähmaschine in während der verschiedenen Zyklen eingenommenen Positionen, wobei der Ausdruck »Zyklus« den gesamten
Abwärts- und Aufwärtshub der Nähnadel und das Vorschieben des Stoffes bedeutet,
Fig. 10 und 1OA den Abwärtshub der Nähnadel während des ersten Zyklus und beim Start der Näh-
operation,
Fig. 11 und 11A den Aufwärtshub der Nadel während
des ersten Zyklus,
Fig. 12 und 12 A den Abwärtshub der Nähnadel während des zweiten Zyklus,
Fig. 13 und 13 A den Aufwärtshub der Nadel während des zweiten Zyklus und
Fig. 14 und 14 A den Abwärtshub der Nadel während eines dritten Zyklus.
Bei der in Fig. 1 und 2 schematisch dargestellten Nähmaschine sind deren an sich bekannten Teile, soweit
sie hier ohne Interesse sind, im einzelnen nicht bezeichnet. Über einer Stofftrageplatte 1 erstreckt
sich ein Nähmaschincnarm 2, der einen Drückerfuß 3 für einen zu vernähenden Stoff 4 trägt. Ferner sind
am Arm 2 eine: Nähnadel S und ein Schwinghaken 6
angeordnet.
Die Nähnadel 5 ist in einem am unteren Ende einer in bekannter Weise auf- und abgehend angetriebenen
Nadelstange angeordneten Futter ständig eingespannt.
Unterhalb der Stofftrageplatte 1 sind diejenigen Einrichtungen vorgesehen, die mit der Nähnadel 5
zusammenarbeiten, um den Zierstich maschinell herzustellen. Diese Einrichtungen sind von einer mit einem
Hauptantriebsrad 7 versehenen Hauptantriebswelle angetrieben, und zwar über Wellen 8, 9 und 9';
auf die Welle 8 ist eine Scheibe 10 aufgekeilt, die bezüglich der Nadelhubebene geringfügig zurückversetzt
ist. Nocken 15 und 17, durch welche ein Fadentreiber 12 bzw. eine Fadenklemmvorrichtung 14 gesteuert
werden, sind über die Wellen 9 bzw. 9' angetrieben.
Wie sich aus den Schnittansichten der Fig. 3 und 4 ergibt, ist der !Schwinghaken 6 seitlich von der Nähnadel
5 und bezüglich dieser nach rückwärts versetzt angeordnet. Der Schwinghaken 6 ist auf einer
Schwenkachse 6·' schwenkbar gelagert, so daß er unter der Wirkung einer Steuernocke 11 in der Frontebene
der Nähmaschine (vgl. Fig. 3) hin- und herschwingen und in bezug auf die Nähnadel 5 die beiden Endstellungen
einnehmen kann, wie sie mit ausgezogenen und gestrichelten Linien in Fig. 3 dargestellt sind.
Die Steuernocke 11 wird mit Zahnrädern 11' und 11" über eine Welle 11'" angetrieben, wobei letztere
(vgl. Fig. 1) mit dem Hauptantriebsrad 7 verhunden ist.
Unterhalb der Stofftrageplatte 1 und in der Nähe des nach unten gerichteten Laufweges der Nähnadel 5
sind der Fadentreiber 12, ein Fanghaken 13 und die Fadenklemmvorrichtung 14 angeordnet; alle diese
Teile liegen an der Vorderseite der Scheibe 10.
Der Fadentreiber 12 besteht, wie im einzelnen aus Fig. 6 ersichtlich ist, aus einem Stab 12', der in einer
horizontalen Ebene gleitbar gehalten ist und von der Nocke 15 hin- und herbewegt ist, wobei die Nocke
15 ihrerseits durch die Welle 9 und geeignete Getriebeverbindungen gesteuert ist.
Ein gabelförmiges Schwingelement 16, welches bei 16' schwenkbar gelagert ist, wird von dem Stab 12'
um die Nähnadel 5 herumgeschwungen.
Die Aufgabe des Fadentreibers 12 besteht darin, den Nähfaden zu erfassen und ihn im Verlauf eines
bestimmten Betriebsstadiums um die Nähnadel 5 herum und in deren offenes Nadelöhr einzubringen,
so daß der Faden wieder mit der Nadel verbunden
Der Fanghaken 13 ist in einer horizontalen Ebene gleitbar hin- und herbeweglich und kinematisch mit
der Fadenklemmvorrichtung 14 verbunden, die ebenfalls gleitbar in einer horizontalen Ebene durch die
Nocke 17 hin- und herbeweglich ist. Die Nocke 17 wird ihrerseits von der Welle 9' über geeignete Getriebeverbindungen
und Transmissionsglieder (vgl. Fig. 4) gesteuert.
Der Zweck des Fanghakens 13 besteht darin, den Nähfaden unter dem Stoff vorzuholen; er wirkt
gleichzeitig mit der Fadenklemmvorrichtung 14, durch die ihrerseits der Nähfaden dadurch festgehalten
wird, daß er von der Platte 14' des Fadenspanners gegen einen ortsfesten Anschlag 14" gepreßt
wird.
Am Rand der Scheibe 10 ist ein Ziehhaken 18 befestigt, der im einzelnen in Fig. 5 dargestellt ist. Von
diesem Ziehhaken wird der Faden unterhalb des Stoffes erfaßt und sein freies Ende E bei Drehung der
Scheibe 10 unter den Stoff gezogen bzw. auf die Stoff-Unterseite vorgeholt.
Koaxial zur Scheibe 10 ist eine ortsfeste Scheibe 19 angeordnet, die mit einer Umfangsnut 20 versehen
ist, in welche der von der umlaufenden Scheibe 10 vorgeholte Faden eingelegt wird.
Von einem Stoffschieber 21 wird der Stoff während des Nähvorganges vorgeschoben. Der Stoffschieber ist
direkt unterhalb der Stofftrageplatte 1 angeordnet.
Wie aus F ig. 7 und 8 hervorgeht, ist die Nähnadel 5
mit einer zur Nadelachse unsymmetrischen Nadelspitze und mit einem an einer Seite offenen Nadelöhr
5' versehen, wobei das Nadelöhr die innere Kontur eines doppelten Hakens aufweist. Die Nadelspitze
liegt im wesentlichen unter der offenen Seite des Nadelöhrs 5'.
Wenn man als einen »Zyklus« die Gesamtheit eines Ab- und Aufwärtshubes der Nähnadel und des Stoffvorschubes
versteht, handelt es sich insbesondere um folgende Bewegungen der Vorrichtungsteile:
- Der Schwinghaken 6 wird in jedem zweiten Zyklus verschwenkt.
- Der Fadentreiber 12 wird in jedem zweiten Zyklus betätigt.
- Der Fanghaken 13 wird in jedem zweiten Zyklus bewegt, und zwar abwechselnd mit den Hüben
des Fadentreibers 12.
- Die Fadenklemmvorrichtung 14 wird in jedem zweiten Zyklus betätigt, und zwar gleichzeitig mit
der Bewegung des Fanghakens 13; sie wird inoperativ gehalten, während der Fanghaken 13
zum Zwecke des Vorholens von Nähfaden bewegt wird.
- Eine ganze Umdrehung (360°) wird von der Scheibe 10 ausgeführt, während der Nähfaden
vom Ziehhaken 18 in jedem zweiten Zyklus erfaßt wird.
Zum Ausführen des Zierstiches arbeitet die Nähmaschine folgendermaßen:
Ein Nähfaden herkömmlichen Typs, gewöhnlich auf Spulen aufgewickelt, wird von einem Fadenständer
in der gewünschten Länge, die für den Nähvorgang benötigt wird, von der Bedienungsperson abgewickelt,
durch eine an sich bekannte Fadenspannscheibe S und Schneidevorrichtung geführt und hierauf in das offene
Nadelöhr 5' der Nähnadel 5 eingelegt. Nachdem zwei oder drei Stiche mit der Maschine genäht sind, wird
das abgewickelte Stück Faden durch Betätigen der Schneidvorrichtung abgeschnitten.
Die Fadenspannscheibe, die schematisch angedeu-
tet und mit 5 bezeichnet ist, verhindert ein Nachziehen
des Fadens von der Spule her, so daß immer nur das vorher in der gewünschten Länge abgewickelte, freie
Ende E des Fadens vom Ziehhaken 18 der Scheibe 10 auf die Stoffunterseite vorgeholt wird. Die
Schneidvorrichtung ist zwischen Fadenspannscheibe und Nähnadel angeordnet. Das Abschneiden des Fadens
erfolgt, wenn die ersten Stiche im Stoff gesetzt sind und der Faden im Stoff hierdurch eine so hohe
Reibung hat, daß das abgeschnittene Ende nicht mehr vom Ziehhaken 18 durch den Stoff gezogen werden
kann.
Die Nähmaschine wird in Gang gesetzt, und die Nähnadel 5 durch den Stoff 4 hindurchgetrieben, wobei
der Faden während des gesamten Abwärtshubes der Nähnadel von dieser mitgenommen wird; bei der
Einleitung des Aufwärtshubes wird von der Nähnadel eine Fadenschleife gebildet, die von der umlaufenden
Scheibe 10 aufgenommen wird.
Durch die Scheibe 10 wird der Faden vom Nadelöhr 5' abgelöst und das gesamte Fadenstück wird durch
die Drehbewegung der Scheibe 10 unter den Stoff 4 gezogen bzw. vorgeholt.
Die Nähnadel 5 setzt ihren Aufwärtshub ohne Faden fort und tritt aus dem Stoff 4 aus, welcher hierauf
vorgeschoben wird. Hierdurch ist die Stichlänge auf der Unterseite des Stoffes festgelegt.
Am Ende des Stoffvorschubes beginnt die Nähnadel immer noch ohne Faden wieder ihren Abwärtshub
durch den Stoff 4 hindurch. Zu Beginn des anschließenden Aufwärtshubes wird der Faden, welcher unterhalb
des Stoffes festgehalten war, mit Hilfe des Fadentreibers 12 mit dem Nadelöhr verbunden, so
daß er in Form einer Schlinge von der aufwärtslaufenden Nähnadel durch den Stoff 4 hindurch und an dessen
Oberseite verbracht wird (Fig. 13).
Am Ende des Nadel-Aufwärtshubes wird der Stoff wieder vorgeschoben, wodurch die Stichlänge an der
Oberseite des Stoffes festgelegt wird.
Nunmehr wird der nächste Abwärtshub der Nähnadel eingeleitet, wobei die letztere die gebildete
Schlinge wieder durch den Stoff 4 hindurchführt und damit einen neuen Nähzyklus beginnt. Dabei wird
jetzt und bei allen folgenden, analogen Abwärtshüben jeweils das freie Ende E (Fig. 10, 1OA, 11, 11A,
14 A) des die Schlinge bildenden Fadens vom Ziehhaken 18 von der Stoffunterseite durch das vorletzte
Stichloch über die Stoff Oberseite und durch das letzte Stichloch über die Stoffoberseite und durch das letzte
Stichloch wieder auf die Stoff Unterseite vorgeholt oder gezogen.
Der auf diese Weise hergestellte Zien>tich ist in
Fig. 9 dargestellt.
Die Folge der Arbeitsschritte der einzelnen Teile der Nähmaschine ist schematisch in folgender Weise
dargestellt:
1. Beginn des Nähens:
Der Faden wird in das Nadelöhr 5' der Nähnadel 5 eingelegt, welche über den Stoff 4 angehoben ist; alle
Vorrichtungstefle sind außer Betrieb und außer Verbindung mit dem Nähfaden. Insbesondere ist der
Ziehhaken 18 der Scheibe 10 in einer Position, die nahezu der Lage der Nähnadel 5 diametral gegenüberliegt
(vgl. Fig. 3 und 4).
2. Erster Zyklus: (Vgl. Fig. 10, lOAund 11, HA) Durch den Abwärtshub der Nähnadel 5 wird der
r> Faden durch den Stoff 4 hindurchgebracht; die
Scheibe 10 bringt durch eine Drehung von 180° ihren Ziehhaken 18 in eine Entfernung von wenigen Graden
von der Nähnadel.
Der Fanghaken 13 und die Fadenklemmvorrichtung 14 werden vorbewegt, so daß sie in die Bahn
des Fadens gelangen und an diesem angreifen können. Die Nähnadel 5 beginnt ihre nach aufwärts gerichtete
Bewegung. Hierbei bildet sich eine Fadenschleife aus, da der Faden an der Nähnadel nicht mehr gels spannt ist. Diese Fadenschleife wird vom Ziehhaken
18 der Scheibe iö erfaßt, die sich so weit weitergedreht hat, daß der Ziehhaken mit der Nadelmittelachse
zusammenfällt.
Der Aufwärtshub der Nähnadel 5 vollzieht sich 2·' ohne Faden; der Fanghaken 13 und die Fadenklemmvorrichtung
14 werden zurückbewegt, so daß sie den Faden erfassen, während die Scheibe 10 über weitere
180° hinweg umläuft und hierdurch den Faden hervorholt. Hierdurch wird das Fadenstück über seine
2r> gesamte Länge hinweg unter den Stoff 4 gezogen und
in die Nut 20 der ortsfesten Scheibe 21 eingelegt (vgl. Fig. 4).
Nach dem ohne Faden erfolgenden Aufwärtshub der Nähnadel 5 wird der Stoff 4 durch den Stoffschieid
ber 21 vorgeschoben, wodurch die Stichlänge auf der Stoffunterseite festgelegt ist.
3. Zweiter Zyklus: (Vgl. Fig. 12, 12A, 13, 13A) Nach erfolgtem Stoffvorschub wird der Abwärtshub
der Nähnadel 5 ohne Nähfaden ausgeführt, wäh-
ir> rend der Schwinghaken 6 nach vorne gedreht und der
Fadentreiber 12 vorgeschoben wird, so daß der Faden vor das Nadelöhr 5' gebracht wird; die Scheibe 10
wird über 180° hinwegbewegt, so daß der Ziehhaken 18 in seine obere Position an der Seite der Nähnadel 5
4(i gelangt.
Zu Beginn des Aufwärtshubes der Nähnadel 5 wird der Faden vom Nadelöhr erfaßt und alsdann über den
Stoff 4 gebracht; der Aufwärtshub der Nähnadel 5 wird abgeschlossen, während der Fadentreiber 12 in
seine Ausgangsstellung zurückgebracht wird und sich die Scheibe 10 über weitere 180° hinwegdreht.
Die Nähnadel 5 wird geringfügig abgesenkt, um den mitgenommenen oder vorgeholten Faden zu lokkern,
so daß sich eine Schleife bildet, in welche der Schwinghaken 6 zum Zurückhalten des Fadens im
Nadelöhr eingreift, während er sich in seine Ausgangsstellung
zurückdreht.
Nunmehr wird der Stoff 4 vom Stoffschieber 21 wieder vorgeschoben, wodurch die Stichlänge auf der
Stoffoberseite festgelegt ist.
Die zuvor beschriebenen Zyklen werden in der gleichen Reihenfolge fortgesetzt mit dem einzigen
Unterschied, daß in bezug auf den ersten Zyklus das Vorholen des noch unter dem Stoff liegenden Fa-
M) dens durch den Ziehhaken 18 der Scheibe 10 unter Zuhilfenahme des Schwinghakens 6 vorgenommen
wird.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (13)
1. Nähmaschine zum Ausführen von Vor- oder
Zierstichen auf Stoff, mit einer auf- und abwärtsbewegbaren, ein einseitig quer zu seiner Achsrichtung
offenes Öhr zur Aufnahme eines einzigen Fadens endlicher Länge aufweisenden Nähnadel, mit
deren Hilfe der Faden entlang einer Nahtlinie jeweils über den Bereich einer Stichlänge hinweg
abwechselnd auf die Stoffober- und die Stoffunterseite aufbringbar ist, mit einem der Nähnadel
zugeordneten, aus einer Bereitschaftsstellung in eine Sicherungsstellung bewegbaren Sicherungsglied,
mit dessen Hilfe der Faden zumindest in der oberen Hubstellung der Nähnadel gegen Herauslösen
aus dem Öhr sicherbar ist, mit einem unterhalb eines der Nähnadel zugeordneten Dvückerfußes
vorgesehenen Stoffschieber und mit einer unterhalb des letzteren angeordneten Einrichtung,
mit deren Hilfe der nach einem Stoffdurchstich als Schleife durch den Stoff hindurchgezogenen
Faden aus dem Nadelöhr herauslös- und festklemmbar sowie das freie Fadenende aus dem
Stoff nach unten herausziehbar ist und durch die lerner nach einem erneuten, um eine Stichlänge
versetzten Stoffdurchstich der Faden wieder in das Nadelöhr einlegbar und die Fadenklemmung aufhebbar
ist, worauf nach Abschluß des Aufwärtshubes und vor dem nächsten Abwärtshub der
Nähnadel der Stoff durch den Stoffschieber wiederum um eine Stichlänge weitertransportierbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das der Nähnadel (5) zugeordnete Sicherungsglied ein in
einer zur Nahtlinie parallelen Ebene um eine ortsfeste Schwenkachse (6') schwenkbarer Schwinghaken
(6) ausgebildet ist, durch den der Faden mindestens während des Stoffvorschubes an den
geschlossenen Wandteil des Nadelöhrs (5') anlegbar ist.
2. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwinghaken (6) durch
eine Steuernocke (11) steuerbar ist.
3. Nähmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwinghaken (6),
in Richtung des Stoffvorschubes gesehen, hinter der Nähnadel (5) angeordnet ist.
4. Nähmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Nadelöhr
(5') die Innenkontur eines doppelten Hakens hat.
5. Nähmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nähnadel
(5) eine unsymmetrische Spitze aufweist.
6. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein zum Fadenziehen an sich
bekannter Ziehhaken (18) in einer zur Nähnadel (5) parallelen Ebene entlang einer Kreisbahn bewegbar,
und durch ihn bei jedem zweiten Betriebszyklus die eine Seite einer an der Nähnadel
(5) ausgebildeten Fadenschleife erfaßbar ist.
7. Nähmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ziehhaken (18) am Außenumfang
einer um eine senkrecht zur Längsachse der Nähnadel (5) angeordneten Achse umlaufenden
Scheibe (10) vorgesehen ist, die bezüglich der Nadelhubebene etwas nach rückwärts versetzt ist,
und die während jedes Ab- und Aufwärtszyklus der Nähnadel (5) um einen Winkel von 360° ver-
drehbar ist.
8. Nähmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß koaxial zur umlaufenden
Scheibe (10) eine ortsfeste Scheibe (19) mit einer Umfangsnut (20) vorgesehen ist, in welche der von
der Scheibe (10) aus dem Stoff (4) nach unten herausgezogene Faden einlegbar ist.
9. Nähmaschine nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Scheibe (10)
ein Fanghaken (13) vorgesehen ist, durch den zum Herauslösen des Fadens aus dem Nadelöhr (5')
die andere Seite der Fadenschleife erfaßbar ist und daß dem Fanghaken (13) eine Fadenklemmvorrichtung
(14) zum Festklemmen des Fadens an der gleichen Seite der Fadenschleife zugeordnet ist,
wobei Fanghaken (13) und Fadenklemmvorrichtung (14) während jedes zweiten Bewegungszyklus der Nähnadel (5) in einer horizontalen
Ebene hin- und herbewegbar sind.
10. Nähmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenklemmvorrichtung
(14) gleichzeitig mit dem Ziehhaken (13) bewegbar und während des Vorschiebens des Ziehhakens
(13) offenbar ist.
11. Nähmaschine nach einem der Ansprüche 1
bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung einen Fadentreiber (12) aufweist, durch den
der vom Fanghaken (13) aus dem Nadelöhr (5') herausgelöste Faden mit der Nähnadel (5) verbindbar
ist.
12. Nähmaschine nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß Fadentreiber (12) und Fanghaken (13) abwechselnd in Bewegung setzbar
sind.
13. Nähmaschine nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß der während jedes Bewegungszyklus der Nähnadel (5) in einer horizontalen
Ebene hin- und herbewegbare Fadentreiber (12) mit einem gabelförmigen Schwingelement
(16) verbunden ist, durch das der Faden erfaßbar und dicht an die offene Seite des Nadelöhr
(5') heranbringbar ist.
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