DE836650C - Verfahren zur Herstellung reiner Folinsaeure - Google Patents
Verfahren zur Herstellung reiner FolinsaeureInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D475/00—Heterocyclic compounds containing pteridine ring systems
- C07D475/02—Heterocyclic compounds containing pteridine ring systems with an oxygen atom directly attached in position 4
- C07D475/04—Heterocyclic compounds containing pteridine ring systems with an oxygen atom directly attached in position 4 with a nitrogen atom directly attached in position 2
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Description
- Verfahren zur Herstellung reiner Folinsäure
unterwirft und die reine Fortnylfoliiisäure zu Folinsäure hydrolysiert. Die Reinigung der in verschiedenen Lösungsmitteln, wie z. B. Ameisensäure, Äthylenglvkol, Glycerin und Wasser, löslichen Formylfolinsäure kann beispielsweise durc'li Extraktion eines formylfolinsäurehaltigen Rohproduktes mit einem Gemisch aus Äther und Ameisensäure oder durch fraktionierte Fällung mit Äther aus einer Lösung des Rohproduktes in konzentrierter Ameisensäure oder durch fraktionierte Kristallisation, z. B. aus Wasser oder Eisessig, bewerkstelligt werden. Die Verseifung der gereinigten Formvlfolinsäure zu Folinsäure muß unter schonenden Bedingungen vorgenommen werden, damit eine Spaltung der -C I-12 N H-Birndung vermieden wird; die Hydrolyse gelingt z. B. durch Einwirkung wässeriger Alkalien oder verdünnter Mineralsäuren bei Zimmertemperatur. Formylfolinsäure, welcher nach T. D. Spiess und Mitarbeiter (Blood 11I, 121, 1948) folgende Formel zukommen dürfte, kann durch Formylierung von Foiinsäure nach einer üblichen Methode gewonnen werden; sie ist auch durch Kondensation von Pteridy laldehyd und p-Aminobenzoylglutaminsäure in Gegenwart von Ameisensäure erhältlich.I)ie l@c@@innung reiner Volinsäure ist ein schwieriges Problem: so bietet die Trennung der l@olins;itire von den bei der Synthese (z. I3. aus I'teridylal<lehy<l und li-@@minohenzoylglutaminsäure) orhandenen oder entstehenden Begleitsubstanzen vor allem desv,egen Schwierigkeiten, weil letztere in Bezug auf Salzbildung und Löslichkeit sehr ähn- liche Eigenschaften besitzen wie die Folinsäure selbst (Iwi(Icu sind sehr schwer 1<islich), un#d weil die liegleitsul>staii@zen eine ausgeprägte Fähigkeit zur \dsorption der Folinsäure aufweisen. Fs t%,tircle nun gefunden, daß die Gewinnung iriner Folinsä ure auf \-erhältnisniäßig einfache \\'eie dadurch gelingt, claß nian die rohe Folinsäure in Forni ihr(#r @orinylverl»nditng einer Reinigung - Beispiel i 2o Gewichtsteile eines Gemisches, welches etwa 50% Formylfolinsäure enthält, wie es aus der Synthese anfällt, werden in ioo Raumteilen konzentrierter Ameisensäure kalt gerührt. Nach etwa io Minuten gibt man 9o Raumteile Äther zu, wodurch die schwerer löslichen Begleitsubstanzen ausgefällt werden. Man filtriert und wiederholt die gleiche Operation noch zweimal mit dem Filterrückstand und je ioo Raumteilen Ameisensäure und go Raumteilen Äther. Die vereinigten Filtrate werden nun mit Äther versetzt, bis keine weitere Fällung mehr entsteht. Nach Filtrieren und gründlichem Auswaschen des Rückstandes mit Äther erhält man 8 Gewichtsteile Formylfolinsäure. Diese wird in 4o Raumteilen wässeriger 3 n-Natronlauge gelöst, wobei spontan Verseifung stattfindet. Die Lösung wird mit ioo Teilen Wasser verdünnt und mit 5 Gewichtsteilen aktiver Tierkohle geschüttelt, filtriert und in 4ooo Teile Wasser von 9o° gegossen. Nach Ansäuern mit Essigsäure auf etwa PH 3,8 fällt die Folinsäure beim Erkalten in Form von Nadeln ttnd Rosetten aus. Ausbeute etwa 6 Gewichtsteile. Beispiel 2 2o Gewichtsteile eines Gemisches, welches 2o% Folinsäure enthält, werden in ioo Raumteilen Ameisensäure 5 Minuten gekocht und gerührt, wodurch die Folinsäure formyliert wird. Nach dem Abkühlen wird die Lösung mit ioo Raumteilen Äther versetzt; der dabei anfallende Niederschlag wird abfiltriert, mit ioo Raumteilen kornzentrierter Ameisensäure gerührt und durch Zusatz von ioo Raumteilen Äther wieder ausgefällt. Die vereinigten Äther-Ameisensäurelösungen werden wie in Beispiel i weiterverarbeitet. Man erhält so 3 Gewichtsteile Formylfolin.säure, welche wie in Beispiel i verseift werden können.
- Beispiel 3 2o Gewichtsteile eines fein gesiebten Gemisches, welches etwa 50%Formylfolinsäure enthält-, werden in 2ooo Gewichtsteilen Eisessig kurz gekocht und gerührt. Man läBt auf 2o° erkalten und filtriert. Die Lösung wird im Vakuum zur Trockne verdampft. Es bleiben etwa 12 Gewichtsteile einer hellgelben bis braunen, trockenen Substanz zurück. Diese wird wie in Beispiel i verseift und weiterverarbeitet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung reiner Folinsäure, dadurch gekennzeichnet, daB man rohe Folinsäure in Form ihrer Formylverbindung einer Reinigung unterzieht, vorzugsweise indem man diese durch fraktionierte Fällung mit Äther aus ameisensaurer Lösung von ihren Nebenprodukten abtrennt, und die reine Formylfolinsäure durch Verseifung unter schonenden Bedingungen in Folinsäure überführt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH836650X | 1948-07-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE836650C true DE836650C (de) | 1952-04-15 |
Family
ID=4540790
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH516A Expired DE836650C (de) | 1948-07-08 | 1949-11-16 | Verfahren zur Herstellung reiner Folinsaeure |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE836650C (de) |
-
1949
- 1949-11-16 DE DEH516A patent/DE836650C/de not_active Expired
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