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Die Erfindung betrifft ein laufwerkbetrielxncs Spielfahrzeug, insbesondere
Spielzeugauto. Es handelt sich vornehmlich um ein Spielzeug mit Sirene.
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Es kommt häufig vor, daß spielende Kinder Spielfahrzeuge, nachdem
das Federwerk abgelaufen ist, mit der Hand auf dem Boden oder einer sonstigen Fahrbahn
vor sich herschieben. Dabei ereignet es sich leicht, daß die Feder überzogen wird
und bricht. Dieser Nachteil tritt besonders dann in Erscheinung, wenn es sich um
ein Spielfahrzeug mit Schwungrad handelt, weil einem solchen Auto durch rasches
Anschieben auf der Fahrbahn eine ganz beachtliche Fahrbewegung unabhängig vom Federwerk
erteilt werden kann. Ist das Schwungrad gar ein Teil der Sirene, so ist der Anreiz,
die Sirene durch Anschieben auf der Fahrbahn zum Ertönen zu bringen, für Kinder
besonders groß. In entsprechendem Maße ist aber die Gefahr erhöht, daß ein Federbruch
eintritt.
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Erfindungsgemäß ist deshalb die Ausbildung so getroffen, daß beim
Anschieben des Fahrzeugs die Laufwerkfeder unbeeinflußt bleibt. Zti diesem Zweck
ist gemäß der Erfindung die Achse eines der Laufwerkfeder nachgeschalteten Getrieberades
beweglich gelagert, und zwar derart, daß dieses Rad durch sein -mit @ ihm kämmendes
Antriebsrad nur bei gespannter Laufwerkfeder in übertragungsstellung bringbar ist,
während es bei ungespannter Laufwerkfeder durch sein Eigengewicht in Ausschaltstellung
gelangt. Die Ausbildung kann so gewählt sein, daß die bewegliche Getriebeachse in
zwei parallelen Schlitzen sich gegenüberliegender Laufwerkplatinen gelagert ist
und diese Schlitze nach einem Kreisbogen verlaufen, der tun die Achse des mit dem
ein- und ausrückbarcn Getrieberad kämmenden Antriebsrades geschlagen ist.
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Durch die Erfindung bleibt ein Spielfahrzeug wesentlich länger als
bisher gebrauchsfähig, weil die Gefahr eines Bruches der Laufwerkfeder vermindert
ist. Wenn das Fahrzeug durch Schieben auf der Fahrbahn in Bewegung gesetzt bzw.
seine Sirene zum Ertönen gebracht wird, so überträgt sich die Bewegung der betroffenen
Getrieberäder nicht auf die Federaufzugsachse. Anderseits ist es aber ohne weiteres
m<iglich, das Fahrzeug nach Aufzug der Laufwerkfeder durch diese bewegen zu lassen,
wobei eine etwa eingebaute Sirene ertönt. Von besonderem Vorteil ist dabei, daß
erfindungsgemäß keine besonderen mehr oder weniger umständlichen Ein- und Ausrückeinrichtungen
erforderlich sind, daß vielmehr die einzige bauliche Maßnahme die Schlitzlagerung
einer Laufwerkachse ist. Außerdem liegt ein erheblicher Vorzug darin, daß der Spielende
keine Schaltmaßnahme durchzuführen braucht, weil die bewegliche Getriebeachse bei
gespannter Feder selbsttätig in die Übertragungsstellung gelangt und bei ungespannter
Feder ebenfalls selbsttätig in Ausschaltstellung sich bewegt. Es ist daher auch
die Gefahr von Schaltfehlern vermieden.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung in schematischer
Darstellung veranschaulicht, wobei nur das Laufwerk gezeichnet ist, das bei dieser
Ausbildungsform außer der Laufradachse auch eine Sirene antreibt. Es zeigt Fig.
i eine Seitenansicht des Laufwerks, Fig.2 eine Draufsicht dazu.
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Die angetriebene Achse i, welche die nicht dargestellten Laufräder
trägt, wird über die Räder 2, 3, 4# 5, 6, @ und 8 durch das auf der Aufzugsachse
9 des Federwerks i o sitzende Zahnrad i t in Drehung versetzt.
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Von der Achse 12 ist über das Getriebe 13, 14 der Antrieb der Welle
15 der Sirene i 9 abgenommen, die aus einem Gehäuse und einem als Schwungrad dienenden
Innenteil bestehen mag. Diese Teile haben die zur Erzeugung eines Heul-bzw. Pfeiftones
notwendigen Schlitze oder sonstigen Öffnungen.
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Die Achse 15 der Räder, - und 8 ist nicht fest iri den Platinen 16
und i,- gelagert, sondern mittels eines Schlitzes 18, der ein Teilstück eines um
die Federwerkaufzugsachse 9 gelegteli Kreises ist.
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Wenn das Federwerk aufgezogen ist, so dreht sich das 'Rad 1 i bei
Entspannung der Feder in Richtung des Pfeiles X. Seine Zähne führen daher das Rad
8, da sie mit dessen Zähnen im Eingriff sind, nach oben, bis es die in Fig. i dargestellter
Lage einnimmt, in welcher das Rad 7 mit denn Ritzel 6 der Welle 12 kämmt. Ist jedoch
die Feder entspannt, hört somit der Druck in Richtung des Pfeiles X auf, so rutscht
die Achse 15 mit den Rädern 7 und 8 im Schlitz 18 nach unten. Der Eingriff zwischen
den Rädern ; und 8 wird mithin gelöst. Nunmehr wird, wenn das Fahrzeug auf der Fahrbahn
geschoben wird, zwar das Schwungrad der Sirene gedreht, mithin diese in Funktion
gesetzt, es bleibt aber die Federwerksachse unbeeinflußt.