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Reißverschluß mit selbstsperrendem Verschlußschieber Vorstehende Erfindung
bezieht sich auf Reißverschlüsse und betrifft spezieller einen automatisch oder
selbsttiitig sperrenden Verschlußschieber hierfür.
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Der Zweck der 1?rfindung besteht in der Hauptsache darin, einen verbesserten
automatisch oder selbsttätig sperrenden Verschlußschieber für Reißverschlüsse zu
entwickeln, der in seinem 'Aufbau und seiner Herstellungsweise einfach und billig
ist, ,%Nolrei derselbe gleichzeitig im Gebrauch dauerhaft ist und hinsichtlich seiner
Funktionsweise wirksame und zweckdienliche Eigenschaften zeigt. Dic Konstrttktiotis@xeise
des Sherrversclilutßscltiel)ers gemäß \-orstehender l@rfindung gestattet dabei in
erhöhtem Maßt eitrctt leichten und hequetnen Zusammenbau der Einzelteile des Verschlußschiebers,
so daß daher dessen Herstellungskosten wesentlich verringert werden.
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\"crscltie<l@rtte andere Zwecke und Vorteile der Erfindung werden
im Zuge der nun folgenden Einzelbeschreibung noch deutlicher ersichtlich, worin
an Hand der Zeichnungen eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung und eine Abänderungsform
derselben aufgezeigt werden, wie sie jeweils in der Praxis vorkommen können.
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In den Zeichnungen ist Fig. i ein Grundriß eines Reißverschlusses,
an dem der gemäß Erfindung verbesserte Sperrverschlußschieber zur Anwendung gebracht
ist, Fig.2 ein Seitenriß des Reißverschlusses einschließlich dies in Fig. i dargestellten
Verschlußschiebers, worin das kappenartige Sperrglied in seiner Sperrstellung gezeigt
ist, Fig. 3 ein Querschnitt längs der Linie 3-3 in Fig. 2, Fig. a ein in vergrößertem
Maßstab dargestellter Seitenriß des Oberteiles des Verschlußschiebers gemäß vorstehender
Erfindung, worin das .kappenartige
Sperrglied in seiner Entsperrstellung
gezeigt ist, 1# ig. 5 ein Querschnitt längs der Linie 5-5 in l" ig. 4, Fig.6 eine
perspektivische Ansicht der gemäß Erfindung vorgesehenen und die Sperrwirkung auslösenden
Blattfeder, Fig. 7 ein in vergrößertem Maßstab dargestellter Seitenriß einer Abänderungsform
des gemäß Erfindung entwickelten Verschlußschiebers, worin das kappenartige Sperrglied
in seiner Normal- oder Sperrstellung gezeigt ist.
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In der amerikanischen Patentschrift 1 966 457 (Pat.-Inh. Samuel H.
Norton und Peder Nedal) ist ein automatisch funktionierender Sperrverschlußschieber
für Reißverschlüsse gezeigt, bei dem das Sperrglied al,s länglicher kappenartiger
Hohlblechkörper vorgesehen ist, der über einem sich an der oberen Gleitwange des
Verschlußschieberkernstückes in Längsrichtung desselben erstreckenden Ansatz liegt,
wobei das Sperrglied mit seinem einen Ende an dem vorerwähnten Ansatz schwenkbar
befestigt ist. Das freie Ende des Sperrgliedes ist dagegen mit einem Sperrzinken
oder Vorsprung versehen, der in den Durchgangskanal des Schiebers eindringen kann
und dabei mit den Verschlußgliedern des Reißverschlusses in Sperreingriff kommt.
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Um den Sperrzinken oder Vorsprung des Sperrgliedes gegenüber den Reißverschlußgliedern
in Sperreingriff zu bringen, wird das Sperrglied normalerweise durch eine Blattfeder
in seiner Sperrstellung beibehalten, wobei die Blattfeder an der Oberseite des in
Längsrichtung des Verschlußschiebers verlaufenden Ansatzes befestigt ist und an
der Innenseite der oberen Wandung des Sperrgliedes widerlagert. Hierdurch wird das
Sperrglied unter Schwenkung um seine Drehzapfenverbindung ständig nach,seiner Sperrstellung
hin gedrängt. Da derartige Blattfedern äußerst klein sind, ist deren Handhabung
undEinbau außerordentlichschwierig, zumal dieselben jeweils vor dem Einbau des Sperrgliedes
an dem Ansatz des Verschlußschiebers aufgebracht werden müssen. Außerdem wird durch
die In-Lage-Bringung der Blattfeder an der Oberseite des erwähnten Ansatzes leicht
die Gesamtdicke des Verschlußschiebers vergrößert, wogegen natürlich Bedenken zu
erheben; sind.
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Demgegenüber werden gemäß vorstehender Erfindung diese Schwierigkeiten
und Nachteile dadurch beseitigt, daß eine relativ große Blattfeder benutzt wird,
die leicht ge'hand'habt und an dein Verschlußschieberkernstück befestigt werden
kann; hierbei wird dieBlattfeder zwischen demKernstück des Verschlußschiebers und
der Unterseite des Sperrgliedes derart angeordnet, daß die Gesamtdicke des Verschlußschiebers
auf ein Minimum her-@iirgesetzt wird: l'nter näherer Bezugnahme auf die Zeichnungen
ist in 1# ig. i ein normaler Reißverschluß gezeigt mit den üblichen ineinandergreifenden
Verschlußglic-derreilien, bei denen in bestimmtem Abstand voneinander allgesetzte
Verschlußglieder 2 an den einander gegenüberliegenden Wulsträndern von Stoffkanten
oder Verschlußstreifen 3 fest aufgebracht sind. An den Verschlußgliederreihen ist
ein als Ganzes mit 4 bezeichneter Verschlußsch:ieber angeordnet, der zwecks Öffnens
und Schließens des Reißverschlusses in an sich bekannter Weise längs der Verschlußgliederreiheii
in beiden Bewegungsrichtungen geführt werden kann. Ein derartiger Verschlußschieber
besteht im allgemeinen aus einem mit Durchgangskanälen versehenen Kernstück, das
sich aus einer oberen und unteren Führungs- odier Gleitwange 5 bzw. 6 zusammensetzt,
wobei die Führungs- oder Gleitwangen 5 und 6 an ihren gegenüberliegenden Randkanten,
wie unter 7 zu sehen, umgebördelt sind und an ihrem obersten Ende durch einen herzförmigen
Halsteil derart verbunden werden, daß dadurch innerhalb des Kernstückes des Verschlußschiebers
ein Y-förmiger Einlaufkanal ausgebildet wird.
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Entsprechend der Ausführung gemäß vorstehender Erfindung sind an der
Außenseite der oberen Gleitwange 5 des Verschlußschieberkernstückes in der Mitte
desselben zwei paarweise angeordnete, in bestimmtem Abstand voneinander abgesetzte
und in Längsrichtung des Verschlußschiebers verlaufende Ansätze 9 und io derart
in Lagre gebracht, daß zwischen denselben ein Aussparungsraum 12 frei gelassen bleibt,
der einem erst später zu beschreibenden Zwecke dient. An den Ansätzen 9 und io ist
ein kappenartiges Sperrglied 13 eingebaut, das vorzugsweise als Blechmetallhohlkörper
ausgebildet ist und eine vordere Wandung 14, eine hintere Wandung 15 sowie die Seitenwandungen
16 aufweist. An jeder der Seitenwandungen 16 ist in versetzter Anordnung ein Verriegelungsvorsprung
oder Sperrzinken 17 ausgebildet, der durch eine in der oberen Gleitwange 5 des Verschlußschiebers
ausgesparte öffnung 18 hindurchgeht und sich mit seinem äußersten Ende bis in den
Führungs- oder Durchgangskanal des Verschlußschieberkernstückes hinein erstreckt,
wodurch der Verschluß,schieber in an sich bekannter Weise gesperrt wird. Das Sperrglied
13 ist nächst seinem rückwärtigen Ende an dem hinteren Ansatz io durch Vorsprünge
i9 schwenkbar befestigt, die in Aushöhlungen iga eingreifen, wie dies in Fig. 3
gezeigt ist. Der vordere Ansatz 9 ist vorzugsweise, wie unter 20 zu sehen, unterschnitten,
wodurch ein vorspringender Teil 21 ausgebildet wird, der mit dem nach einwärts umgebogenen
Schulteransatz 22 der vorderen Wandeng 14 des Sperrgliedes derart zusammenwirkt,
daß dadurch die Auswärtsbewegung des Sperrgliedes begrenzt wird. Ferner ist an dem
Verschlußschieber ein Zugglied 23 mit vorgesehen, dass mit einem an demselben vorhandenen
Drehzapfenteil 24 in dem zwischen den Ansätzen 9 und io frei gelassenen Zwischenraum
untergebracht ist, wobei der Drehzapfenteil 24 mit den an den Seitenwandungen 16
des Sperrgliedes 13 vorgesehenen Schrägflächen 25 derart zusammenwirkt, daß das
Sperrglied nach oben angehoben werden kann, wodurch jeweils die Verriegelungsvorsprünge
oder Sperrzinken 17 aus ihrer Eingreifstellung an den Verschlußgliedern
freigesetzt
oder zurückgenommen werden, wenn der Verschlußschieber längs der Verschlußgliederreihe
geführt wird.
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Weiterhin ist bei dein Verschlußschieber gemäß vorstehender Erfindung
eine längliche Blattfeder 26 (s. speziell Fig. 6) mit vorgesehen, an der nächst
ihrem einen Ende eine rechteckige AussparungsöffnUng 2; ausgeschnitten ist, wobei
beiderseits chese Aussparungsöffnung, in Längsrichtung der Blattfeder gesehen, ein
vorderer Vorsprung 28 und ein hintererVorsprung29 ausgebildet ist. DieBlattfeder26
ist vorzugsweise aus relativdünnemFederstahl hergestellt, und dieselbe ist an dem
Kernstück des Verschlußschiebers derart in Einbaulage gebracht, daß der hintere
Ansatz io der oberen Gleitwange 5 des Verschlußschie bers durch die Aussparungsöffnung
27 der Blattfeder hindurchgehst; auf diese Weise ist die Blattfeder 27 rund um den
Ansatz io angeordnet, wobei der vordere Vorsprung 28 der Blattfeder in dein zwischen
den Ansitzen 9 und io vorgesehenen Aussparungsraum i2 untergebracht ist, wie (lies
am deutlichsten in Fig.4 und 5 der Zeichnungen zu sehen ist. An der oberen Gleitwange
5 des Verschlußschiebers ist für die Unterbringung der Blattfeder 26 vorzugsweise
eine entsprechende Rinne oder Einlassung 30 (siehe l" ig. 3) mit vorgesehen. Zweckmäßigerweise
ist bei der Blattfeder 26 der in Fig. 6 mit d bezeichnete Abstand zwischen dem äußersten
vorderen Ende des Vorsprunges 28 und dem vorderen Ende der Aussparungsöffnung 27
etwas größer als der Abstand zwischen den Ansätzen 9 und io, so daß auf diese Weise
der vordere Vorsprung 28 in knapper Paßlage zwischen diesen Ansätzen einsitzt. Jeder
der Ansätze 9 und io ist, wie unter 31 gezeigt, über die Oberseite des vorderen
Vorsprunges 28 der Blattfeder etwas nach auswärts und unten ausgetrieben oder breitgeschlagen,
so daß auf diese Weise die Blattfeder an dem Verschlußschieberkernstück zuverlässig
festgehalten wird. Wenn die Blattfeder 26 in der beschriebenen Weise in ihre Einsitzlage
gepreßt wird, dann biegt sicherfahrungsg em.i ß der hintere Vorsprung 29 derselben
nach oben, wie dies am deutlichsten in Fig. 2 zu sehen ist, wobei der Vorsprung
29, wie unter 32 gezeigt, an der Unterseite der hinteren Wandung 15 des Sperrgliedes
13 widerlagert. Da andererseits die in der Blattfeder 26 vorgesehene AussparungsöffnUng27
eineKleinigkeit größer ist alsder hintere Ansatz io, wird, wie unter 33 in Fig.
5 zu sehen, zwischen dem hinteren Vorsprung 29 der Blattfeder und dem Ansatz io
ein gewisser Spielrauen frei gelassen, wodurch eine freie Verschiebebewegung diesesEndes
der Blattfeder gegenüberdemAnsatzio und damit gegenüber dem Verschlußschieberkernstück
möglich ist.
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Beim Zusammenbau des Verschlußschiebers wird natürlich die Blattfeder
26 zuerst an demselben in der beschriebenen Weise aufgebracht, worauf dann das Sperrglied
13 zusammen mit dem Zugglied 23 an dem Verschlußschieber zum Einbau kommt; llicrl>ei
wird der Drehzapfentei124 desZuggliedes23 in (lein zwischen (1(i Ansätzen g und
(o frei bleibenden Aussparungsraum 12 sowie zwischen dem vorderen Vorsprung 28 der
Blattfeder 26 und den Schrägflächen 25 an den Seitenwandungen 16 des Sperrgliedes
13 in Einbaulage gebracht.
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Wenn der . Verschlußschieber durch, das Zugglied 23 derart betätigt
wird, daß dabei der Reißverschluß geöffnet wird, dann wirkt, wie zu ersehen, der
Drehzapfenteil 24 des Zuggliedes 23 mit den an den Seitenwandungen des Sperrgliedes
13 vorgesehenen Schrägflächen 25 derart zusammen, daß das Sperrglied 13 um seine
Drehzapfenverbindung i9 geschwenkt wird, wodurch die Verriegelungsvorsprünge oder
Sperrzinken 17 aus ihrer Eingreifstellung an den Verschlußgliedern des Reißverschlusses
in dem Durchgangskanal des Verschlußschiebers herausgeführt werden. Wenn andererseits
das Zugglied 23 wieder freigegeben wird, dann wird umgekehrt das Sperrglied 13 unter
Schwenkung um seine Drehzapfenverbindung i9 dadurch wieder in seine Sperrstellung
zurückgeführt, daß nunmehr der stets an der Unterseite der hinteren Wandung 15 des
Sperrgliedes widerlagernde hintere Vorsprung 29 der Blattfeder 26 in Tätigkeit tritt,
der den Verriegelungsvorsprung oder Sperrzinken 17 in dem Durchgangskanal des Verschlußschiebers'normalerweise
in Sperrstellung festhält.
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In Fig. 7 der Zeichnungen ist eine leichte Abänderungsform des gemäß
Erfindung entwickelten selbstsperrenden Reißverschlußschiebers gezeigt. Bei dieser
Konstruktionsanordnung ruht die Blattfeder 26 einfach an der oberen Auflagerfläche
der oberen Gleitwange 5 des Verschlußschiebers auf, anstatt daß dieselbe in einer
an dieser Auflagerfläche vorgesehenen Rinne oder Einlassung untergebracht ist, wie
dies bei der zuerst beschriebenen und bevorzugten Ausführungsform der Fall ist.
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Zusammenfassend kann sonach gesagt werden, daß gemäß vorstehender
Erfindung ein verbesserter automatisch sperrenderVerschlußschieber fürReißverschliisse
entwickelt wurde, der eine Federanordnung aufweist, die leicht und bequem an dem
Verschlußschieberkernstück aufgebracht werden kann. Hierbei ist außerdem zu ersehen,
daß bei dieser Konstruktionsanordnung die Gesamtdicke des Verschlußschiebers auf
ein Minimum reduziert bleibt, was in erster Linie auf die geeignete Unterbringung
der Blattfeder zurüc'kzufü'hren ist, wodurch ein entschiedener Vorteil speziell
für den Zusammenbau und die Funktionsweise relativ kleiner Reißverschlüsse erreicht
wird.
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Während im vorausgehenden zwei verschiedene Ausführungsformen der
Erfindung beschrieben worden sind, die lediglich als Beispiele gelten sollen, ist
es durchaus denkbar, daß im Rahmen des Erfindungsgedankens noch weitere Änderungen
und Abwandlungen möglich sind, die jedoch von der Erfindung mit erfaßt werden und
dementsprechend in den Patentansprüchen mit einbezogen sind.