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DE835812C - Vorrichtung zum Daempfen von Erde - Google Patents

Vorrichtung zum Daempfen von Erde

Info

Publication number
DE835812C
DE835812C DEM5867A DEM0005867A DE835812C DE 835812 C DE835812 C DE 835812C DE M5867 A DEM5867 A DE M5867A DE M0005867 A DEM0005867 A DE M0005867A DE 835812 C DE835812 C DE 835812C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steam
boiler
steaming
earth
space
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM5867A
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Moeschle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEM5867A priority Critical patent/DE835812C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE835812C publication Critical patent/DE835812C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G11/00Sterilising soil by steam

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Commercial Cooking Devices (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Dämpfen von Erde. Es sind bereits Vorrichtungen zum Dämpfen von Erde bekannt, in denen die Dämpfung in der Weise durchgeführt wird, daß der zur Verwendung kommende Wasserdampf hauptsächlich in waagerechter Richtung durch die Dämpfvorrichtung hindurchströmt. Diese Vorrichtungen weisen den Nachteil auf, daß das Erdreich nicht gleichmäßig gedämpft wird und daß auch keine ausreichende Kontrolle darüber gegeben ist, wann der Dämpfprozeß ausreichend durchgeführt und beendet ist. Es sind ferner Dämpfvorrichtungen bekanntgeworden, bei denen ein unzulässig groUer Teil des zur Dämpfung zur Verwendung kommenden Dampfes in die zu dämpfende Erde hinein-
gelangt und dort verbleibt. Es sind schließlich Einrichtungen zum Dämpfen von Erde bekanntgeworden, bei denen das Dämpfen in einem beliebigen Dampfbehälter unter Verwendung eines auswechselbaren Behältereinsatzes vorgenommen wird. Diese Einrichtungen bestehen aus einer Dampfsammel'kammer und davon ausgehenden, die Erde durchsetzenden Verteilungsröhren. Hierbei werden in der Hauptsache schräg liegende Dämpfkessel verwendet. Die Mängel dieser Einreichungen sind nicht geringer als die der vorbeschriebenen Dämpfkessel, denn der untere Teil der schrägliegenden Dämpfkessel ist der kalten Außenluft ausgesetzt, so daß ein großer Teil des Dampfes sich kondensiert und mit der Erde vermischt. Die in
solchen Dämpfeinrichtungen gedämpfte Erde kann demzufolge nicht bereits alsbald nach Durchführung des Dämpfprozesses zur Verwendung gelangen.
Gemäß der Erfindung werden die festgestellten Mangel der bekannten Dätnpfvorriehtungen in einfacher Weise dadurch behoben, daß in einem beliebigen, an sich bekannten kippbaren Dampfkessel ein Einsatzkessel mit einem Zwischenraum zwischen l>eiden befestigt ist, wobei der Zwischenraum zur
to Dampferzeugung bestimmt ist. In den Einsatzkessel ist ein auswechselbarer Siebboden am unteren Ende eines oben geschlossenen, etwa bis unter den Verschlußdeckel des Dampfkessels reichenden Rohres l>efestigt, in das untere Ende des Rohres ist ein aus dem Dampferzeugungsraum abgeleitetes, durch den Boden des Einsatzkessels hindurchgehendes Dampfzuführungsrohr eingeführt. Das in das Rohr eingeführte geschlossene Ende des Dampfzuführungsrohres weist eine in Kipprichtung· angeordnete
ao seitliche Dampfaustrittsöffnung auf. Das Dampf-
• zuführungsrohr ist im Dampferzeugungsraum derart angeordnet, daß dessen Dampfeintrittsöffnung· bei gekippter Stellung der Vorrichtung im höchsten Punkt des Dampferzeugungsraumes liegt. Weitere erfindungsgemäße Merkmale ergeben sich aus den Zeichnungen und der unten folgenden Beschreibung. In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Äusführungsform der erfindungsgemäßen Dämpfvorrichtung dargestellt.
Fig. ι zeigt, teilweise im Schnitt, eine Seitenansicht der Dämpfvorrichtung mit strichpunktierter Darstellung der Entleerungsstellung des Dämpfkessels ;
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig. 1;
Fig. 3 zeigt eine Vorderansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1;
Fig. 4 zeigt ein Einzelteil.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Dämpfen von Erde besteht aus einem mit Schamottesteinen ausgekleideten Untersatz 1, in dem die Feuerung 2 angeordnet ist. An der Vorderseite des Untersatzes 1 befindet sich eine Ausnehmung 3, die durch eine Schürze 4 verdeckt ist. Die Schürze 4 ist mit dem Untersatz ι durch zwei Schwenkgelenkes beweglich verbunden. Auf dem oberen Rand 6 des Untersatzes ι ist ein Dämpfkessel 7 lose aufgesetzt. Der vordere Teil des Dämpfkessels ist mit der Schürze4 durch Feststellschrauben 8 lösbar verbunden. Der Dampfkessel 7 ist mit einem Deckel 9 versehen, der durch einen, mit einer Spannschraube 10 ausgerüsteten Spannbügel 11 an den Dampfkessel 7 angepreßt wird. Ein Thermometer 12 und ein Sicherheitsventil 13 vervollständigen die Armatur des Dämpfkessels 7. Im Innern des Dämpfkessels 7 ist ein Einsatzkessel 14 angeschweißt. Zwischen teiden Kesseln befindet sich ein Dampf raum 15. An der höchsten Stelle des Dampfraumes 15, und zwar an dem der schwenkbaren Schürze 4 gegenüberliegenden Teil des Dämpfkessels7 bzw. des Einsatzkessels 14, befindet sich das obere Ende 16 eines Dampfeiniitbrungsroiires 17, dessen unteres Ende 18 durch den Boden des Einsatzkessels 14 hindurchgefühlt ist. Das nach oben aufgebogene Ende 18 des Rohres 17 ist geschlossen; es weist aber eine nach vorn zur Schürze 4 hin gerichtete Seitenöffnung 20 auf. Der Dampfkessel 7 ist mit einem mit Hahn und Trichter auegerüsteten Wasserfüllstutzen 21 sowie mit einem Wasserstandskontrollhahn 22 versehen. An der Vorderseite des Dämpfkessels 7 ist gegenüber dem oberen Ende 16 des Dampfeinführungsrohres 17 ein Entleerungshahn 23 angeordnet. In das Innere des Dampfkessels 7 ist ein Rohr 24 lose eingesetzt. Um das untere linde des Rohres 24 ist ein Siebboden 25 gelegt, der mit dem Außenumfang des Rohres 24 fest verbunden ist. Das obere Ende des Rohres 24 ist geschlossen und mit einem Außengewinde versehen. Der untere Teil des Rohres 24 ist über das aufgebogene Ende 18 des Rohres 17 gestützt. Die Dämpfvorrichtung ist durch am Untersatz ι angebrachte Griffe 26 transportal>el gemacht. Zum Aufstecken eines abnehmbaren Rauchrohres dient ein Stutzen 27. Zur Durchführung des Kippens des Dämpfkessels 7 sind Kipphebel 28 an den, Außenseiten des Kessels 7 angebracht. Zum Herausziehen der gedämpften Erde ist ein auf das Außengewinde des Rohres 24 aufschraubbarer Ausziehgriff 29 vorhanden.
Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist folgende: Durch den Einfüllstutzen 21 wird so viel Wasser in den Raum zwischen dem Dampfkessel 7 und dem Einsatzkessel 14 gefüllt, bis das Wasser aus dem geöffneten Kontrollhahn 22 ausläuft. Nachdem dies geschehen ist, werden die Wasserhähne 21, 22 und 23 geschlossen. Sodann wird das Rohr 24 mit dem' Siebboden 25 auf den Boden 19 des Einsatzkessels 14 derart gestellt, daß das untere Ende 18 des Rohres 17 verdeckt ist. Hierauf wird die zu dämpfende Erde in den Einsatzkessel 14 bis hinauf zum obersten Rande des Dämpfkessels 7 gefüllt. Dann wird der Deckel 9 auf den Dampfkessel 7 aufgesetzt und mit dem Spannbügel 10 fest verschlossen. Sodann wird die Feuerung 2 in Gang gesetzt.
Der sich im Dämpf raum 15 in Höhe des Einsatzkesseis 14 bildende Wasserdampf tritt in das obere Ende 16 des Rohres 17 ein und fließt am unteren Ende 18 durch die Seitenöffnung 20 in das Rohr 24 hinein. Der im Rohr 24 zuerst hochsteigende, dann aber wieder herabsinkende Wasserdampf gelangt in den unter dem Siebboden 25 liegenden Raum. Von dort wird der Dampf durch den Siebboden 25 nach oben in die in den Einsatzkessel 14 und in den Dämpfkessel 7 eingefüllte Erde geführt, wodurch ein Erhitzen bzw. Durchdämpfen der Erde erreicht wird. Die Hauptmenge des sich im Dampfraum 15 bildenden Wasserdampfes tritt jedoch aus der Seitenöffnung 20 im unteren Ende 18 des Rohres 17 nach unten heraus und gelangt unmittelbar durch die öffnungen im Siebboden 25 nach oben in die zu dämpfende Erde. Der sich im Rohr 24 kondensierende Wasserdampf wird nach Abfließen in demselben und nach Auftreffen auf die Wandung des Bodens 19 des Einsatzkessels 14 erneut verdampft. Der Dämpfvorgang ist beendet, wenn die zu dämpfende Erde an der Oberfläche eine Temperatur
von 95 bis ioo° C an dem durch den Deckel g in die zu dämpfende Erde hineinragenden Thermometer 12 anzeigt. Von der zum Dämpfen verwendeten Wassermenge verdampft etwa ein Drittel.
Nach Beendigung des Dämpfprozesses wird die Spannschraube io am Deckel g gelöst. Der Deckel g wird abgenommen. Sodann wird auf das oben mit einem Außengewinde versehene Rohr 24 der Ausziehgriff 29 geschraubt und der Dampfkessel 7 sowie der Einsatzkessel 14 mit Hilfe beider Kipphebel 28 nach vorn um die Schwenkgelenke 5 gekippt. Darauf wird am Ausziehgriff 29 gezogen, wodurch die gedämpfte Erde, zusammen mit dem Rohr 24 und dem Siebboden 25, aus dem Einsatz-
'5 kessel 14 und dem Dampfkessel 7 herausgezogen ist. Allein mittels desselben Griffes 29, des Rohres 24 und des Siebbodens 25 werden auch noch die nach dem ersten Herausziehen verbleibenden Erdreste aus dem Dämpfkessel 7, ohne Zuhilfenahme anderer Geräte, entfernt. Da der vorzugsweise aus Holz gefertigte Ausziehgriff 29 während des Vorgangs des Entleerens des Dämpfkessels 7 kalt bleibt, kann die Arbeit des Entleerens sofort nach Beendigung des Dämpfprozesses durchgeführt werden. Nach erfoligter Entfernung und Reinigung des Dämpfkessels 7 und Einsatzkessels 14 wird der vorgeschriebene Vorgang wiederholt.
Mit Hilfe des erfindungsigemäßen Verfahrens und der dazu dienenden Vorrichtung wird erreicht, daß die zu dämpfende Erde einwandfrei bis aui eine Temperatur von etwa ioo° C durchgedämpft wird. Dank dem sich immer wieder aus dem Kondensationswasser neu bildenden Wasserdampf gelangt keine unnötige Feuchtigkeit in die zu dämpfende Erde. Die Erde befindet sich nach dem Dämpfvorgang in einem, praktisch gesehen, völlig trockenen Zustande.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Dämpfen von Erde, dadurch gekennzeichnet, daß in einem an sich bekannten kippbaren Dampfkessel (7) ein Einsatzkessel (14) mit Zwischenraum (15) befestigt ist, wobei der Zwischenraum (15) der Dampferzeugung zu dienen bestimmt ist. .
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein in dem Einsatzkessel (14) vorgesehener auswechselbarer Siebboden (25) am unteren Ende eines oben geschlossenen, etwa bis unter den Verschlußdeckel (9) des Dämpfkesseis (7) reichenden Rohres (24) befestigt ist.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in das untere Ende des Rohres (24) ein aus dem Dampferzeugungsraum (15) abgeleitetes, durch den Boden des Einsatzkessels (14) hirtdurchgehendes Dampfzuführungsrohr (17) eingeführt ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das in das Rohr (24)' eingeführte geschlossene Ende (18) des Dampfzuführungsrohres (17) eine in Kipprichtung angeordnete seitliche Dampfaustrittsöffnung (20) aufweist.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Dampfzuführungsrohr (17) im Dampferzeugungsraum (15) derart angeordnet ist, daß dessen Dampfeintrittsöffnung (16) bei gekippter Stellung der Vorrichtung im höchsten Punkt des Dampferzeugungsraumes (15) liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
0 J674 3.K
DEM5867A 1950-09-06 1950-09-06 Vorrichtung zum Daempfen von Erde Expired DE835812C (de)

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DE835812C true DE835812C (de) 1952-04-03

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