DE835170C - Vorrichtung zum Entfernen von elektrostatischen Ladungen, insbesondere von bewegten Gegenstaenden bzw. Stoffen, die bei ihrer maschinellen Bearbeitung eine elektrostatische Ladung erhalten - Google Patents
Vorrichtung zum Entfernen von elektrostatischen Ladungen, insbesondere von bewegten Gegenstaenden bzw. Stoffen, die bei ihrer maschinellen Bearbeitung eine elektrostatische Ladung erhaltenInfo
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- H05F—STATIC ELECTRICITY; NATURALLY-OCCURRING ELECTRICITY
- H05F3/00—Carrying-off electrostatic charges
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Description
- Vorrichtung zum Entfernen von elektrostatischen Ladungen, insbesondere von bewegten Gegenständen bzw. Stoffen, die bei ihrer maschinellen Bearbeitung eine elektrostatische Ladung erhalten 1's ist bekannt, daß bei der maschinellen Bearbeitung von Gegenständen bzw. Stoffen, insbesondere bei Papierherstellungs- und Verarbeitungsmaschinen, Druckereimaschinen usw., die in Bearbeitung bcfitidlichen Gegenstände bzw. Stolte eine elektrostatische Ladung erhalten, %%-eiche, von einet) gewissctt Bearbeitungszeitpunkt ab der Weiterhcarbeitung sehr nachteilig sein können. Man hat daher schon Vorrichtungen zutn Entfernen dieser elektrostatischen Ladungen hergestellt, die itn wesentlichen aus einet) Tcsla-TCatiSfOYm2itor bestehen, dem noch ein I>cispielsttcise an die NetzspannLitig anztischliel.,ender Spannungswandler vorgeschaltet sein kann. Bei Vorrichtungen dieser Art ist das eine Ende der Sekundärspule des Tesla-Transformators geerdet, während an das andere Ende derselben ein im allgemeinen isolierter stabförmiger Leiter angeschlossen ist, welcher in gcringem Abstand von dein bewegten, elektrostatisch geladenen Gegenstand angeordnet wird. blierdurch wird erreicht, daß der Luftzwischenraum zt\ ischun dem stabförmigen Leiter und dem elektrostatisch geladenen Gegenstand ionisiert wird, so daß sich das statische Feld der bewegten Gegenstände od. dgl. fortlaufend über den Leiter zu der Erdungsstelle der Sekundärspule lein entladen kann. Bei den bisher bekanntest Vorrichtungen dieser Art ist der stabförmige Leiter durch ein Kabel all die Sekundärspule des Tesla-Transformators allgeschlossen. Dieses Verbindungskabel mül5 wegen des all dieser Stelle auftretenden hohen Spannungsabfalls verhältnismäßig kurz sein, so das) sich für die praktische Anwendung der Vorrichtung im Betrieb oft Schwierigkeiten ergaben, besonders dann. wenn mehrere stabförmige Leiter all die Hochfrequenzerzeugungsanlage angeschlossen werden sollten. Außerdem muß dieses Kabel als teures allgeschirmtes Hochfrequenzkabel ausgebildet und auf Isolatoren verlegt werden. Malt kann daher auch die Frequenz nicht beliebig erhöhen, obwohl eine hohe Frequenz vorteilhaft wäre.
- Die Erfindung ist dem Bekannten gegenüber dadurch gekennzeichnet, daß der Tesla-Transformator irlit dem genannten stabförmigen Leiter baulich vereinigt ist und diese Baueinheit durch ein Kabel an die Stromquelle angeschlossen ist.
- Hierdurch wird erreicht, daß in dem Anscilittl@-kabel die Netzspannung oder eilte normale Hochspannung mit der Netzfrequenz fließt, wobei der Spannungsabfall für die in Frage kommenden Längeil des Anschlußkabels praktisch bedeutungslos ist. Das Anschlußkabel kann daher beliebig lang ausgebildet werden, so daß auch der beschriebene stabförmige Leiter in beliebiger Entfernung voll der Stromduelle angeordnet werden kann. Aulicrdcm kann (las Kabel als einfaches normales Kabel ausgebildet sein und normal verlegt werden.
- Weitere Merkmale der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung und den Ansprüchen angegeben.
- Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Es zeigt: Abh. i ein elektrisches Schaltschema der Vorrichtung, Abb.2 die Baueinheit gemäß der Erfindung iin Längsschnitt und Abb. 3 einen Querschnitt nach Linie 111-11I der Abb. 2.
- Wie aus Abb. i ersichtlich ist, besteht die Vorrichtung aus einem. Spannungswandler i, dessen Primärspule 2 mit Kontakten 3 verbunden ist, die an die Netzspannung angeschlossen werden. Die Sekundärspule .I ist mit Atischlul-#kontaktcii 5 verbunden; zwischen diesen Anschlußkontakten 5 und den Enden der Sekundärspule :I sind in den Vcrl)indungsleitungen je eine Drosselspule 6, eine Funkei! strecke 7 und mehrere Kapazitäten 8 in dci- gczei@lineten Stellung angeordnet. Die beschriebenen Teiic sind zu einer Baueinheit vereinigt und in einem zur Abschirmung geeigneten Metallgehäuse 9 allgeordnet, welches mit der Erdungsleitung io dcrVllrrichtung verbunden ist.
- In einem weiteren, ebenfalls aus Metall bestellenden Gehäuse t t sind zwei als Primärspule 12 und Sekundärspule 13 ausgebildete Induktivitäten angeordnet, die zusammen mit der in dem anderen Gehäuse 9 angeordneten Funkenstrecke 7 und den Kapazitäten 8 einen Tesla-Transformator bilden. Die I'rinlärspule 12 ist mit Kontakteis 14 verbunden,
so eingestellt werden. dal3 er über, unter oder seitlich neben dem zii entladenden Körper angeordet werden kann.während das eilte Ende der Sekundärspule t 3 ass einen Erdungskontakt 1 5 angeschlossen ist, der auch mit dem Gehäuse i i verbunden ist. All das andere Ende der Sekundärspule 1 3 ist ein stab- förmiger Leiter 16 angeschlossen, der in geringem Abstand von einer durch eilte umlaufende Trommel C7 fortbewegten Papierbahn 18 angeordnet ist. Der stabförmige Leiter 16 mttl_i natürlich im Abstand vor oder hinter der Troltlmc 1 über der Papierbahn angeordnet sein, damit keine 1)tirchschlägc zti der metallischen Trommel auftreten ki>itncit. Die Kontakte 5 und 1 4 sowie die Erdlcituilgcn 10, 15 der beiden (:ehäusc 9 und i i werden durch ein nur in den Abb. 2 und ,; dargestelltes Kabel i t) von beliebiger Länge miteinander verbunden. Der Spannungswandler i und der "Ccs@a-Trans- formator sind beispiels\)-cise so abgestimmt, das) bei eingeschalteter Vorrichtung in der Sekundär- spule 13 des Tesla-Transfc»rinators eine Hoch- frequen7spannung vorn (,t\%;i i o ooo his 1 5 ooo Volt erzeugt wird. Der Stab 10 1)ctl irkt null, das) die Luft zwischen dem Stab 10 und, der bewegten Papierbahn 18 ionisiert \cii-d. Sobald die Papier- bahn elektrostatische Ladtinf;en eittli;ilt, kiimicii diese statischen Felder sich durch die ionisierte Luft zu dem stal)förmigcn Leiter t h lliii entladen. Bei der Vorrichtung nach Abh. 2 und 3 sind die mit der Abb. i iibereiiistiinnlc,iid(,n Teile finit gl(,i- chen Bezugszeichen versehen. Die konstruktive Liisung geinäU) Abh. 2 117)d _; l)" steht aus zwei in dein Metallgehäuse i i 1)efestigtcii Isolierstoffscheiben 20, = 1. Z\\ iscIlcII dellen Zwei k011- zentrisch ineinander eingeordnete lstilicrsttilfroin-c 22 und 23 eingespannt sind, wodurch eilte sehr ge- drängte und einfache Bauweise ci-ziclt wird. I>a-# äußere Rohr 23 trägt die I'rimürspule 1 2, deren Enden mit den Anschlußkoitt2tkt(,ii 1 4 vcrl)titideii sind. Das innere Rohr 22 trägt die S(-ktiiid.;irsi)ttic 13, deren eines Ende finit dein Erdungskontakt 15 verbunden ist. Aulkrdenl ist mit dein Erdungs- kontakt 15 noch eine Koilt@tktfedcl- 24 verbunden, deren umgebogenes Ende finit Spannung gegen die Innenwand des Gehäuses i i anlit-t. wodurch da; Gehäuse geerdet ist. Das andere haldc der Sekund@ir- spule 13 ist all eine Kontaktschraube 25 ange- schlossen. Gegen das kopfforinig ausgebildete eine, linde der Schraube 25 licht rill in dein stal)fii171lli- Ken Leiter 16 federnd il,lchgicl)ig geführter taktstift 26 all. Der stabfiirmige Leiter ist voll einer ausreichend starken lsc)lierlliillc 27 1t111(1( siel;. deren scheibeitfi>rinig ausgebildeter Flip 28 in d(11) Gehäuse i i befestigt ist. Diese 1)cfestigtnig ist d"-i-- l# daß der stabfiirnligc Leiter uni seine Lä ngsachse gedreht und Bach Drellen tinl cilicit ge\\isseii \@'iiikcl jeweils in einer anderen Stellung an l (@chäu se be- festigt werden kann. In dein stabfürmigen Lcitcl- i(, sind eine Anzahl in giciche r Ebene ailgeordiir#tc Stifte 29 befestigt, die in entsprechenden Lüchcnl der Isolierung 27 sitzen, jedoch 1ticht ül)eI- die Mantelfläche der Isolicruiig hinausragen. 1)icsc Spitzen 29 sind gegen dcii zu cntl:ideitden bewegten Kürper gerichtet. Durch DrcIien des stahfürmige)) Leiters 10 luit scilici- Iscilicrull,-,` kalll1 des- Stab - Durch die leicht ahnchmbare Anordnung des Stabes 16, 27 an dem Gehäuse i i können die Teile zum Prüfen oder Nachsehen leicht auseinandergenommen werden. Besonders vorteilhaft.beim Auseinandernehmen der Teile und beim Drehen des Stabes ist die selbsttätig wirksam werdende Kontaktverbindung.
- Die beschriebene Vorrichtung kann natürlich im einzelnen auch noch anders ausgebildet werden. So kann beispielsweise auch der ganze Tesla-Transformator, also die Funkenstrecke 7, die Kapazitäten 8 Und die Induktivitäten 12, 13 mit dem stabfürmigen Leiter 16, 27 zu einer Baueinheit vereinigt sein. Der stabförlnige Leiter 16, 27 muß nicht in der gleichen Achsrichtung an dem Gehäuse i i befestigt sein. In manchen Fällen kann es vorteilhaft sein, dal3 der stabförmige Leiter in einer gewissen Winkellage, beispielsweise im rechten Winkel zu dein Gehäuse i i, an diesem befestigt ist.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Entfernen von elektr;>-statischen Ladungen, insbesondere von bewegten Gegenständen bzw. Stoffen, die bei ihrer maschinellen Bearbeitung eine elektrostatische Ladung erhalten. welche für ihre Weiterbearbeitung nachteilig ist, lxcstehend aus einem beispielsweise an die Netzspannung anzuschließenden Tesla-Transformator, dessen Sekundärspule. :in einem Ende geerdet und an ihrem anderen Ende mit einem zweckmäßig isolierten Leiter verbunden ist, welcher in geringem Abstand über dem bewegten, elektrostatisch geladenen Gegenstand angeordnet ist und durch fonisierung des Luftzwischenraumes bewirkt, daß sich (his statische Feld durch die ionisierte Luft zu dem stabförmigen Leiter hin entlädt, dadurch gekennzeichnet, daß der Tesla-Transformator mit dem stabförmigen Leiter (16) zusammengebaut ist und diese Baueinheit durch ein Kabel (i 9) mit der Stromquelle ( i) verbunden ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nur die Induktionsspulen (12, 13) des Tesla-Transformators mit dem stabförmigen Leiter (16) zu einer Baueinheit vereinigt sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem stabförmigen Leiter zu verbindende Bauteil aus zwei von einem Metallgehäuse (i i) umgebenen, konzentrisch ineinander eingeordneten Isolierrohren (22, 23) besteht, von denen das äußere Rohr (23) die Primärspule (12) und das innere Rohr (22) die Sekundärspule (13) trägt. .f.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der stabförmige Leiter( 16, 27) lösbar mit dem Träger ( i i ) der Induktionsspulen (12, 13) verbunden ist.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der stabförmige Leiter (16, 27) in einer gewissen Winkellage zu dem anzuschließenden Bauteil (i i) an diesem befestigt ist.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Verbindung zwischen dem Leiter ( 16) und der Sekundärspule (13) durch eine beim Anschließen des Leiters an das Gehäuse (i i ) selbsttätig wirksam werdende Kontaktverbindung ( 25, 26) besteht. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dafi der stabförmige Leiter (16, 27) um seine Längsachse gedreht und in verschiedenen Stellungen am Gehäuse ( i t) befestigt werden kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEW911A DE835170C (de) | 1950-01-20 | 1950-01-20 | Vorrichtung zum Entfernen von elektrostatischen Ladungen, insbesondere von bewegten Gegenstaenden bzw. Stoffen, die bei ihrer maschinellen Bearbeitung eine elektrostatische Ladung erhalten |
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| DEW911A DE835170C (de) | 1950-01-20 | 1950-01-20 | Vorrichtung zum Entfernen von elektrostatischen Ladungen, insbesondere von bewegten Gegenstaenden bzw. Stoffen, die bei ihrer maschinellen Bearbeitung eine elektrostatische Ladung erhalten |
Publications (1)
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|---|---|
| DE835170C true DE835170C (de) | 1952-03-27 |
Family
ID=7590998
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW911A Expired DE835170C (de) | 1950-01-20 | 1950-01-20 | Vorrichtung zum Entfernen von elektrostatischen Ladungen, insbesondere von bewegten Gegenstaenden bzw. Stoffen, die bei ihrer maschinellen Bearbeitung eine elektrostatische Ladung erhalten |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE835170C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE939102C (de) * | 1953-06-25 | 1956-02-16 | Paul Hecht | Ionisierungseinrichtung, insbesondere zur Neutralisierung elektrostatischer Aufladungen auf Stoffbahnen |
| DE977106C (de) * | 1954-10-01 | 1965-02-11 | Paul Hecht | Ionisierungseinrichtung zur Neutralisierung elektrostatischer Aufladungen |
-
1950
- 1950-01-20 DE DEW911A patent/DE835170C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE939102C (de) * | 1953-06-25 | 1956-02-16 | Paul Hecht | Ionisierungseinrichtung, insbesondere zur Neutralisierung elektrostatischer Aufladungen auf Stoffbahnen |
| DE977106C (de) * | 1954-10-01 | 1965-02-11 | Paul Hecht | Ionisierungseinrichtung zur Neutralisierung elektrostatischer Aufladungen |
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