DE835175C - Verfahren zum Auswaschen von Naphthalin aus Kokereigasen - Google Patents
Verfahren zum Auswaschen von Naphthalin aus KokereigasenInfo
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Description
- Verfahren zum Auswaschen von Naphthalin aus Kokereigasen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Auswaschen des Naphthalins aus Kokereigasen, aus denen bereit: die Hauptmengen an Teer, Ainrnoniak und Benzol (herausgenommen sind in einer Nehengewinnungsanlage, die auch eine Wäsche des Gases mit einem 01 umfaßt, dessen Siedebereich oberhalb desjenigen der Benzolprodukte liegt. Die Naphthalinwäsche kann unter geNvöhnlichem Druck oder unter erhöhtem Druck erfnlgen und wird mit einem Waschöl durchgeführt, dessen Bestandteile zum überwiegenden Teil höher sieden als das auszum-aschende Naphthalin, und das irn Kreislauf über einen Abtreiber geführt wird, bei dein das Naphthalin als Kopfprodukt abgeht, während die scli« erer siedenden Öle zur Naphtbalin-@@ äsche zurückgeführt werden. Um ein Verstopfen der zur Abtrennung des Naphthalins aus dem Öl dienenden Einrichtungen zu vermeiden, werden gemäß der Erfindung dem Naphfhalinwaschöl vor dem Abtreiben laufend Öle beigegeben, die mit dem NapJhthalin übergehen. Die so anfallende Mischung von Naphthalin und etwa im Bereich des Naphfhalins siedenden Ölen kann zwecks Aufarbeitung in die Benzolfa,brik gegeben und hier zusammen mit der aus dem Benzolvorprodukt abgeschiedenen Naphthalinölfraktion verarbeitet, insbesondere in Pfannen das Naphthalin zum erheblichen Teil daraus abgeschieden werden.
- Als C51, welches mit dem Naphtahalin bei dessen Abtreihen übergeht und in den Naphthalinwaschölkreislauf gegeben wird, kann auch laufend ein Teil des Waschöls dienen, welches aus dem Kreislauf der ßenzolwäsche entnommen wird und dessen leichter siedende Bestandteile zusammen mit dem abgetriebenen Naphthalin in den Benzolwaschölkreislauf zurückkehren. Wenn laufend zur Auffrischung des Benzolwaschöls frisches 01 zugegeben wird, so kann dieses gemäß der weiteren Erfindung, anstatt es unmittelbar in den Benzolwaschölkreislauf zu bringen, zuvor dem Naphthalinwaschöl zugesetzt werden; die niedriger siedenden Bestandteile des Öles gelangen dann zusammen mit dem gewonnenen Napthalin in den Benzolwasc hölkreislauf.
- Durch die Zugabe von Ölbestandteilen, die im Bereich des Naphthalins sieden und die daher ein hohes Lösungsvermögen für N aphtlialin haben, wird einerseits das auswaschen des Naphthalins erleichtert, anderseits <las Abtreiben des Naphthalins aus dem 01 erheblich verbessert; es wird also der \t'ascheffekt vergrößert, und man kommt mit einer kleinen Wasch- und Abtreibeapparatur aus. Durch die Verknüpfung der Naphthalinwäsche mit der Benzolwäsche erübrigt sich eine gesonderte Verarbeitung des bei der Auswaschung anfallenden N aplrthalins.
- Die Zeichnung stellt schematisch eine unter Druck arbeitende Naphthalinreinigungsanlage dar, die mit einer Kokereinebengewinnungsanlage zusammenarbeitet und bei der das neue Verfahren zur Durchführung gelangt. Das vom Kompressor kommende heiße Gas gelangt durch die Leitung i in ein Kühlaggregat 2. Dieses besteht aus liegenden Kesseln, in denen parallel zur Achse Kühlwasserrohre eingebaut sind, die an die Kühl-,%%-assersammelleitungen 3 über die Rohre 4 angeschlossen sind. Die einzelnen waagerechten Kessel sind durch über die Kessellänge gleichmäßig verteilte Stutzen miteinander verbunden.
- In dem Aggregat 2 wird das Gas nur bis nahe an den Naphtlialintaupunkt heruntergekühlt, der je nach der Art der Naphthalinauswaschung in den 13enzol-,vaschern und den angewandten Drücken gewöhnlich zwischen 30 und 40° liegt. Durch die Leitung 5 tritt das Gas alsdann in die erste Stufe 6 eines Waschers, der mit Füllkörpern oder Böden ausgestattet ist und dem das Waschöl durch die Leitung 7 zugeführt wird. Nach dem Passieren des @@'aschers 6 wird das Gas in dem Wärmeaustauscher 8 weiter gekühlt. Dieser Wärmeaus-221 besteht aus mehreren waagerechten Kesseln, in denen das zu kühlende Gas um Rohre geführt wird, durch die das fertig behandelte tiefgekühlte Gas geleitet und wieder etwas vorgewärmt wird, ehe es in die Leitung 9 abzieht. Vom Wärmeaustauscher 8 gelangt das Gas durch die Leitung io in die zweite Waschstufe 1i, die aus der gleichen Leitung 7 mit Waschöl gespeist wird. Die Wasch-<ilablätife beider Stufen 6 und i i werden in der Leit1111g 12 vereinigt.
- Als Umgang zu dem Schieber 13 ist eine Schwefelfeinreinigungsanlage 14 vorgesehen, an die sich der Tiefkühler 15 anschließt, der in ähnlicher Weise wie ciie Kühler 2 aus waagerechten Kesseln mit in der Achsrichtung darin eingebauten Kühlrohren und über die Länge verteilten Gasanschlußstutzen ausgebildet ist, mit dem -Unterschied jedoch, daß als Kühlflüssigkeit nicht Wasser von etwa .Außentemperatur, sondern Ammoniak benutzt wird, das im Kreislauf über die Leitungen 16 zti einer Kälteerzeugungsanlage geführt wird und vom Ammoniakabscheider 17 all- durch (las Leitungssystem 18 sowohl zu den Tiefkiililern 15 als auch zti der Tiefkühlstufe 1g gelanget, die in die Leitung 7 für das Waschöl eingeschaltet ist. und zwar -hinter einer ersten Kühlstufe 20, deren Kühleinrichtung vom Kühlwassersvstem 3 aus gespeist wird. Im Tiefkühler wird das Gas beispielsweise auf eine Temperatur von -#- 5 ' gebracht, um den Wassergehalt herabzusetzen. Die in dein \'\'ärmeatistauscher 8 und dein Tiefkühler 1 5 gebildeten Kondetisate gelangen ebenfalls iii die Sammelleitung 12 für das ablaufende \N'a>cliöl. welches in dem Behälter 21 aufgefangen wird. Non wo eine Pumpe 22 es über den Wärnieaustauscher 23 und nach Erhitzung in einem RülirenOfeii 24, der von der Gasleitung 25 gespeist wird. in die Kolonne 26 drückt. Der Kühler 27 ain hopf der Kolonne wird so eingestellt, daß et@@ a die <gleiche Nlenge solcher Bestandteile, die stiinclig im ,(51 @-erlileil@en, bei der Destillation übergeht wie Iciclitc@ Bestandteile, die gewonnen werden sollcii. Die überdestillicrendeii Dämpfe werden iii clen Kühlern 28 niedergeschlagen und durch die 1.citting 29 zur Benzolfabrik gegeben, wo sie (lern angereicherten Waschöl des N iederdruckl)enzol\\ ascliers zugesetzt werden. Neben den mitgeführten Waschölbestandteilen besteht das Kondensat aus Naphthalin und je nach den Verhältnissen aus einer etwa zehnfachen Menge an Benzol'kohlenwasserstoffen. Die erhöhte Benzolausbeute aus dem Gas gestaltet die für den Zweck der Fernleitung an sich erforderliche Feinreinigung und Trocknung des Gases wirtschaftlich.
- Der Ölanteil, der durch die Leitung 29 abgeht, wird ersetzt durch einen gleichhohen Ölstrom, der durch die Leitung 30 in den Sammelbehälter 21 ständig oder absatzweise eingeführt wird. Hierbei handelt es sich entweder um einen Teil des bereits in Betrieb befindlichen Waschöls oder um Frischöl für die Benzolwäsche oder ein anderes Ü1, welches ebenfalls die Bedingung erfüllt, daß darin Bestandteile enthalten sind, die etwa im Siedebereich des Naphthalins liegen. Da diese Öle ini allgemeinen noch zu naphthalinlialtig sind, uni für die Naphthalinwäsche des Gases benutzt zu werden, «-erden sie zunächst mit dein umlaufenden ÖL der Destillation unterworfen, um (las N aplitlialiif in hinreichendem lfaße daraus zu entferricn.
- Das aus der Kolonne 26 unten abfließende Waschöl gelangt durch die Leitung 31 über den Wärmeaustauscher 23 in den Sammelbehälter 32. aus dem eine T'tunpe 33 es zur Speisung der «lascher 6 und i i entnimmt.
Claims (3)
- PATE \TAN11'RCC11E: i. Verfahren zum Atis"N-asclien des Naphthalins aus Kokereigasen, die bereits einer Benzöl- Wäsche unterworfen wurden, mittels eines im Kreislauf über einen Naphthalinabtreiber geführten Waschöles, dadurch gekennzeichnet, daß dem Waschöl vor dem Abtreiben laufend Öle beigegeben werden. die mit dem Naphthalin übergehen.
- 2. Verfahren zum :\us«-aschen des Naphthalins aus Kokereigasen nach =lnspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Ben.zol-Nvaschöls laufend dessen Kreislauf entnommen und in das Naphthalinwaschöl gegeben wird, während das abgetriebene Naphthalin zusammen mit den leichter siedenden Ölanteilen in den Benzolwaschölkreislauf geht.
- 3. Verfahren zum Auswaschen des Naphthalins aus Kokereigasen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein zur Auffrischung dem Benzolwaschöl ständig beigegebenes Ölgemisch zuvor dem Na.phthalinwaschöl zugefügt und dessen niedriger siedende Bestandteile zusammen mit dem gewonnenen Naphthalin in den Benzolwaschölkreislauf gelangen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB835175X | 1948-08-05 |
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ID=10554121
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|---|---|---|---|
| DEP7946A Expired DE835175C (de) | 1948-08-05 | 1948-10-02 | Verfahren zum Auswaschen von Naphthalin aus Kokereigasen |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE835175C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1064189B (de) * | 1956-06-08 | 1959-08-27 | Allied Chem | Verfahren und Vorrichtung zur Endkuehlung und zur Gewinnung von Leichtoel und Naphthalin aus Koksofengas |
-
1948
- 1948-10-02 DE DEP7946A patent/DE835175C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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