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DE1289031B - Verfahren zur Trennung und Gewinnung mehrerer Komponenten aus einem Gasgemisch - Google Patents

Verfahren zur Trennung und Gewinnung mehrerer Komponenten aus einem Gasgemisch

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DE1289031B
DE1289031B DEB64224A DEB0064224A DE1289031B DE 1289031 B DE1289031 B DE 1289031B DE B64224 A DEB64224 A DE B64224A DE B0064224 A DEB0064224 A DE B0064224A DE 1289031 B DE1289031 B DE 1289031B
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DE
Germany
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solvent
component
gas
absorption
desorption
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DEB64224A
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Lorenz
Dr Lothar
Dr Michael
Schunck
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • C07C7/11Purification; Separation; Use of additives by absorption, i.e. purification or separation of gaseous hydrocarbons with the aid of liquids
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/14Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols by absorption

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  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Bei den verschiedenen Verfahren zur Spaltung von Kohlenwasserstoffen fallen im allgemeinen Gemische von ungesättigten gasförmigen Kohlenwasserstoffen an, aus welchen die gewünschten Komponenten durch besondere Trennverfahren gewonnen werden müssen.
  • Es ist bekannt, eine Trennung der gasförmigen Komponenten durch Destillation bei erhöhtem Druck oder tiefer Temperatur durchzuführen. In zahlreichen Fällen ist jedoch eine Destillation unter den genannten Bedingungen nicht möglich. So können beispielsweise Acetylen und Äthylen wegen der besonderen Eigenschaften des Acetylens nicht durch Destillation voneinander getrennt werden, während bei den C4-Olefinen die Trennung der einzelnen Komponenten wegen der nahe beieinanderliegenden Siedepunkte mittels Destillation außerordentlich schwierig ist. Hier kann eine Trennung der einzelnen Komponenten dadurch herbeigeführt werden, daß man zwei oder mehrere Methoden miteinander kombiniert. Um z. B. Acetylen und Äthylen aus einem Gasgemisch rein zu erhalten, absorbiert man zunächst das Acetylen in einem selektiven Lösungsmittel und gewinnt anschließend das Äthylen aus dem restlichen Gas auf destillativem Wege. Ähnlich geht man auch bei der Gewinnung von Butadien und Butylenen aus einem diese Komponenten enthaltenden Gasgemisch vor. Solche Kombinationen unterschiedlicher Verfahrensschritte bedingen wegen der dazu erforderlichen verschiedenartigen Anlagen hohe Investierungskosten und wegen der erschwerten Betriebsführung einen hohen Bedienungsaufwand, wobei zudem der Energieverbrauch verhältnismäßig hoch ist.
  • Aus den genannten und ähnlichen Gemischen lassen sich auch durch reine Absorptionsverfahren mehrere Komponenten abtrennen und für sich gewinnen, wobei mit mehreren Lösungsmitteln oder mit mehreren Kreisläufen des gleichen Lösungsmittels gearbeitet werden kann. Der apparative Aufwand und der Energieverbrauch sind aber auch bei diesen Verfahren noch verhältnismäßig hoch. Wegen der Einheitlichkeit der verwendeten Apparaturen sind jedoch Investierungskosten und Bedienungsaufwand niedriger als bei Verfahren, bei denen eine Absorption mit einer Destillation kombiniert ist.
  • In der USA.-Patentschrift 1 768 521 ist ein Verfahren zur Abtrennung von Benzin aus Erdgasen beschrieben. Das Gas wird mit einem Absorptionsmittel in mehreren Absorptionsstufen in Berührung gebracht, wobei das Absorptionsmittel zwischen den einzelnen Absorptionsstufen durch Druckerniedrigung teilweise entgast wird. Das Lösungsmittel durchläuft die einzelnen Absorptionsstufen, in denen jeweils der gleiche Druck und die gleiche Temperatur eingehalten werden, in einem einzigen Kreislauf. Nach Verlassen der Absorptionsstufe für die am schwersten lösliche Komponente wird das Lösungsmittel durch Druckerniedrigung von den in ihm gelösten Gasen befreit. Nach diesem Verfahren gelingt es zwar, das Benzin von den gasförmigen Bestandteilen abzutrennen, es gelingt jedoch nicht, die einzelnen Bestandteile des Gasgemisches in reine Fraktionen zu trennen.
  • In der britischen Patentschrift 692 804 ist ein Verfahren zum Reinigen von Gasen von störenden gasförmigen Komponenten, wie Schwefelwasserstoff, Kohlendioxyd und anderen Verbindungen, beschrieben, wobei diese Gase bei Temperaturen unterhalb von 0°C bei erhöhtem Druck mit einem polaren Lösungsmittel gewaschen werden. Wird diese Behandlung in mehreren hintereinandergeschalteten Absorptionszonen vorge- nommen, so wird in diesen die Temperatur so eingestellt, daß die Absorptionszone, in die die frischen Gase eingeführt werden, die höchste Temperatur aufweist, während in der letzten Absorptionszone die niedrigste Temperatur herrscht. Aus dieser letzten Zone wird das gereinigte Gas entnommen. Die aus diesem Gas entfernten Verunreinigungen werden aus den einzelnen Absorptionszonen durch Ausgasen des Lösungsmittels in Separatoren durch Erhitzen in Freiheit gesetzt und das so regenerierte Lösungsmittel in die Absorptionszone mit der nächstniederen Temperatur eingeführt. Bei diesem Verfahren wird nicht das Ziel angestrebt, mehrere Komponenten aus einem Gasgemisch zu isolieren und in reiner Form zu gewinnen, sondern vielmehr ein Gas von seinen Verunreinigungen zu befreien, wobei diese Verunreinigungen jedoch nicht in reiner Form gewonnen werden sollen.
  • In der französischen Patentschrift 1 157 455 ist schließlich ein Verfahren zur Entfernung von sauren Bestadteilen, insbesondere Kohlendioxid, aus Gasgemischen beschrieben, das darin besteht, daß man das Gas in mehreren Stufen mit mehreren Lösungsmittelkreisläufen unterschiedlicher Konzentration behandelt.
  • Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, mit dessen Hilfe ein Gasgemisch durch fraktionierte Absorption und Desorption mit einem in einem geschlossenen Kreislauf geführten Lösungsmittel in seine Komponenten unter Gewinnung dieser Komponenten getrennt werden kann.
  • Es wurde gefunden, daß mehrere Komponenten aus einem Gasgemisch durch fraktionierte Absorption in einem Lösungsmittel und anschließende Desorption getrennt und gewonnen werden können, wobei das Lösungsmittel in einem geschlossenen Kreislauf je eine Absorptionszone und eine daran anschließende Desorptionszone für jede abzutrennende und zu gewinnende Komponente durchläuft, indem das regenerierte Lösungsmittel in die Absorptionszone, in der die am schwersten lösliche Komponente absorbiert wird, eintritt, in den zwischen den einzelnen Absorptionszonen liegenden Desorptionszonen teilweise entgast wird und nach Verlassen der Desorptionszone für die am leichtesten lösliche Komponente völlig entgast wird, wenn erfindungsgemäß das Lösungsmittel in den einzelnen Desorptionszonen in einer ersten Stufe mit einem Teil der in dieser Desorptionszone zu gewinnenden reinen Gaskomponente im Gegenstrom behandelt und das so behandelte Lösungsmittel jeweils in einer zweiten Stufe durch Druckminderung teilweise entgast wird und daß Temperatur und/oder Druck in den einzelnen Absorptionszonen so gewählt werden, daß unter den jeweilig eingestellten Bedingungen eine mit der in der jeweiligen Absorptionszone zu absorbierenden Komponente nahezu gesättigte Lösung entsteht.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wird an Hand der Figur, in der beispielsweise und schematisch eine Apparatur mit je drei Absorptions- und Desorptionsstufen zwecks Trennung und Gewinnung dreierKomponenten aus einem Gasgemisch dargestellt ist, näher erläutert.
  • Das bei 1 ankommende Rohgas, das neben den zu trennenden Komponenten A, B und C weitere Gase, wie z. B. Intergase, im folgenden kurz als Restgas bezeichnet, enthält, wird bei 2 mit einem weiter unten noch zu erläuternden Rückgas vermischt und anschließend im Verdichter3 komprimiert. Das komprimierte Gasgemisch wird im Wärmeaustauscher 4, gegebenenfalls mit dem den Prozeß verlassenden kälteren Restgas, abgekühlt und tritt dann in den Absorber 5 der ersten Absorptionsstufe ein, wo die am besten lösliche Komponente A bei einer Temperatur tA und einem DruckpA mit dem Lösungsmittel, das an dieser Stelle schon eine gewisse Menge der Komponente B enthält, vollständig ausgewaschen wird.
  • Der nicht absorbierte Teil des Gases verläßt den Absorber 5, wird im Wärmeaustauscher 6, gegebenenfalls mit kaltem Restgas, weiter abgekühlt und tritt in den Absorber 7 der zweiten Absorptionsstufe ein. Hier wird B als nächstleichterlösliche Komponente bei einer Temperatur tB (im allgemeinen tB < tA) und einem Druck PB mit dem Lösungsmittel, das an dieser Stelle schon eine gewisse Menge der Komponente C enthält, vollständig ausgewaschen.
  • Das nicht absorbierte Gas, das nur noch Komponente C und Restgas enthält, verläßt den Absorber 7, wird im Wärmeaustauscher 8, gegebenenfalls mit kaltem Restgas, weiter abgekühlt und tritt in den Ab-Absorber 9 der dritten und in diesem Beispiel letzten Absorptionsstufe ein. Hier wird die Komponente C bei einer Temperatur tc (im allgemeinen tc < tB) und einem Druck pc mit dem zuvor vollständig ausgegasten Lösungsmittel ausgewaschen. Das aus dem Absorber 9 entweichende Restgas weist praktisch die Temperatur des in dieser Stufe eingesetzten Lösungsmittels auf und dient, wie oben beschrieben, dazu, um in den Wärmeaustauschern 8, 6 und 4 das in die jeweils nachgeschalteten Absorptionskolonnen eintretende Gas stufenweise abzukühlen.
  • Die Lösung verläßt den Absorber 9 und wird in dem Gegenstromwäscher 10 von einem zusammen mit Komponente C zwangläufig gelösten Restgasantell befreit. Das aus dem:Gegenstromwäscher 10 entweichende, als Rückgas bezeichnete Abgas wird zusammen mit den aus den analog arbeitenden Gegenstromwäschern 15 und 20 entweichenden Abgasen bei 2 mit frisch ankommendem Rohgas vermischt und dem Prozeß wieder zugeführt. Die den Gegenstromwäscher 10 verlassende Lösung wird in den Vakuumentgaser 11 eingeführt; hier wird die Komponente C bei vermindertem Druck desorbiert. Das desorbierte Gas wird anschließend im Kompressor 12 auf den im Gegenstromwäscher 10 herrschenden Druck komprimiert und wird von dort teilweise wieder in den Gegenstromwäscher eingeführt, während der Rest über Leitung 13 als Produkt abgezogen wird. Das hier abgezogene Produkt entspricht in seiner Menge bis auf geringe Verluste von etwa 10/o der bei 1 mit dem Rohgas eingebrachten Menge.
  • Darüber hinaus kreisen weitere Mengen von C in der Anlage, ohne nach außen hin in Erscheinung zu treten, z. B. im Rückgas und in dem unvollständig ausgegasten Lösungsmittel.
  • Das noch etwas Komponente C enthaltende Lösungsmittel fließt vom Vakuumentgaser 11 über den Wärmeaustauscher 14, in dem es einen Teil seiner Kälte an das völlig ausgegaste Lösungsmittel abgibt, zum Absorber 7, wo es bei der Temperatur tB die Komponente B auswäscht. Aus dem Absorber 7 fließt die Lösung in den Gegenstromwäscher 15, wo sie von zusammen mit der Komponente B gelösten Anteilen von Komponente C und Restgas befreit wird. Im Vakuumentgaser 16 wird Komponente B zum größten Teil desorbiert und nach Verdichtung im Kompressor 17 wieder zum Teil dem Gegenstromwäscher 15 zu- geleitet, während der Rest über Leitung 18 als Produkt B abgezogen werden kann.
  • Das noch etwas Komponente B enthaltende Lösungsmittel durchläuft dann entsprechend, wie oben beschrieben, den Wärmeaustauscher 19, den Absorber 5, den Gegenstromwäscher 20 und den Vakuumentgasr 21. Nach Verdichtung im Vakuumverdichter 22 wird die durch teilweise Entgasung im Vakuumentgaser 21 erhaltene Menge der Komponente A mit der aus dem Austreiber 25 kommenden Menge der Komponente A gemischt und zum Teil dem Gegenstromwäscher 20 zugeleitet, während der Rest als Produkt A abgezogen werden kann.
  • Das noch etwas Komponente A enthaltende Lösungsmittel wird in einem weiteren Wärmeaustauscher 24 zur Abkühlung des entgasten Lösungsmittels verwendet und dann in einen mit Dampf beheizten Austreiber 25 geleitet, wo es unter teilweiser Verdampfung des Lösungsmittels vollständig ausgegast wird.
  • Das im Austreiber 25 ausgetriebene und nach oben steigende Gas-Lösungsmitteldampf-Gemisch wird im oberen Teil durch Gegenstromwäsche mit kaltem Lösungsmittel vom Lösungsmitteldampf befreit. Das Gas, das aus reiner Komponente A besteht, wird mit dem aus dem Vakuumverdichter 22 kommenden Teil der Komponente A vermischt.
  • Das aus dem Austreiber 25 ablaufende warme Lösungsmittel wird im Kühler 26 mit Kühlwasser gekühlt und dann stufenweise in den Wärmeaustauschern 24, 19 und 14 auf die Temperatur tc in der dritten Absorptionsstufe gekühlt. Die mit 27, 28 und 29 bezeichneten Wärmeaustauscher sind dabei zusätzlich notwendig, um die durch irreversible Prozesse entstandenen Kälteverluste zu decken.
  • Der Energiebedarf bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, der sich aus den Posten Verdichterarbeit (einschließlich Vakuumverdichter), Kälte, Heizdampf, Hilfsantriebe (Pumpen usw.) zusammensetzt, ist wesentlich geringer als bei den bisher bekannten Verfahren.
  • Die Betriebsbedingungen, wie z. B. Druck und Temperatur in den einzelnen Absorbern, richten sich nach der Zusammensetzung des zu trennenden Gasgemisches und dem jeweils verwendeten Lösungsmittel.
  • Beispiel 1 Bei der Gewinnung von Acetylen und Äthylen aus einem Spaltgas mit der Zusammensetzung Komponente Volumprozent Acetylen ................. A 8 Kohlendioxyd B 4 Äthylen ...... C 8
    Methan -----------i Restgas 6
    Inertgas ....... Restgas 74
    mit Aceton als Lösungsmittel werden in den einzelnen Stufen folgende Bedingungen eingestellt: Druck in den Absorbern (5) (7) und (9): 15 ata, Druck in den Gegenströmern (10) (15) und (20):1,2 ata, Tempraturen:tA = +25°C, tB - -150C, tc = -60"C, Lösungsmittelkreislauf 400 kg je 100 Nm3 Spaltgas.
  • Das Verfahren muß in drei Stufen ausgeführt werden, weil Kohlendioxyd in seiner Löslichkeit zwischen Acetylen und Äthylen liegt, so daß es zur Vermeidung von Verlusten ebenfalls möglichst rein gewonnen werden muß.
  • Beispiel 2 Bei der Gewinnung von Äthylen, Propylen und höheren Kohlenwasserstoffen aus einem durch Kracken von Propan erzeugten Gasgemisch mit der Zusammen setzung Komponente Volumprozent Höhere Kohlenwasserstoffe ................... A 9 Propylen ................. B 28,5 Äthylen ................. ... C 25,5
    Methan ...................... 25
    # Restgas
    Wasserstoff ................. 12
    mit Dimethylformamid als Lösungsmittel werden in den einzelnen Stufen folgende Bedingungen eingestellt: Druck in den Absorbern (5) (7) und (9): 10,0 ata, Druck im Gegenströmer (10) :7,5 ata, Druck im Gegenströmer (15): 4,5 ata, Druck im Gegenströmer (20) :2,0 ata, Temperaturen : ts = -7"C, tB = -22"C, tc = -54"C, Lösungsmittelkreislauf:1,15 m8 je 100 Nm3 Krackgas.
  • Beispiel 3 Bei der Gewinnung von Butadien 1-3 (KomponenteA), Buten-2 (KomponenteB), Buten-1 (Komponente C) und Methylpropen (Komponente D) aus einem Gasgemisch mit der Zusammensetzung Volumprozent Komponente A ................. 22 Komponente B ... ................. 13 Komponente C ................. 8,5 Komponente D .... ................. 5,5 Inertgas ................. 51,0 mit N-Methylpyrrolidon als Lösungsmittel werden in den einzelnen Stufen folgende Bedingungen eingestellt: Druck in den Waschern aller Stufen: 1,5 ata, Druck in den Gegenströmern aller Stufen: 1,25 ata, Temperaturen: tA = 12,30C, tB = 7,20C, tc = 7,5"C, tD = 16,6"C, Lösungsmittelkreislauf : 3 m3 je 100 Nm3 Rohgas.
  • Bei diesem Verfahren wird das Rückgas nicht gesammelt, sondern jeweils direkt vom Gegenströmer zum Gaseingang des zugehörigen Absorbers gefördert.
  • Da die in den einzelnen Absorbern einzuhaltenden Temperaturen ziemlich ähnlich sind, muß das Lösungsmittel nach der Desorption der schwererlöslichen Komponente ohne Wärmeaustausch mit der frischen Lösung in den Absorber für die nächstleichterlösliche Komponente übergeführt werden. Diese Abwandlungen gegenüber dem in der Figur dargestellten Aufbau der Anlage ergeben sich durch die geringen Unterschiede zwischen den Löslichkeiten der zu trennenden Komponenten.
  • Beispiel 4 Das aus einem Vergasungsprozeß stammende Gasgemisch hat die folgende Zusammensetzung: Volumprozent Nm3/h Wasserstoff, Kohlenoxyd, Stickstoff, Argon 82,0 10 250 Methan ...... ..... 0,2 25 Kohlendioxyd . . . . . . . . . 17,1 2 138 Schwefelwasserstoff . . . . . 0,7 87 100,0 12 500 Aus diesem Gasgemisch sollen durch Behandlung mit Aceton Kohlendioxyd und Schwefelwasserstoff abgetrennt und in jeweils reiner Form für sich gewonnen werden. Die hierfür eingesetzte Trennanlage unterscheidet sich von der in der Figur dargestellten Trennanlage dadurch, daß sie nur zwei Absorptionszonen mit daran angeschlossenen Desorptionszonen enthält. Als Lösungsmittel dient Aceton, das in einer Menge von 210 m3/h umgepumpt wird. Der Druck des in die Anlage eingefüllten Gasgemisches beträgt 3,2 ata. In den beiden Absorptionszonen, in denen der Schwefelwasserstoff bzw. das Kohlendioxyd ausgewaschen werden sollen, herrscht etwa der gleiche Druck. Das vollständig entgaste Lösungsmittel wird dem Absorber für die am schwersten lösliche Komponente, nämlich das Kohlendioxyd, mit einer Temperatur von32°C zugeleitet und läuft aus diesem mit einer Temperatur von 250 C ab. Das mit Kohlendioxyd beladene Lösungsmittel passiert dann den an den Kohlendioxyd-Absorber angeschlossenen Gegenstromwäscher, in dem ein Druck von 1,2 ata aufrechterhalten wird. Vom Kopf dieses Wäschers werden stündlich etwa 400 Nm3 eines Rückgases abgepumpt, das neben 85 Volumprozent Kohlendioxyd noch Wasserstoff, Kohlenoxyd, Stickstoff, Argon und Methan enthält. Das Lösungsmittel wird nach Verlassen des Gegenstromwäschers im Wärmeaustausch mit frischem abzukühlendem Lösungsmittel auf +25°C erwärmt und in einem Vakuumentgaser bei einem Druck von 0,5 ata entgast. Eine Vakuumpumpe saugt das desorbierte Gas aus dem Entgaser ab. Die aus dem Entgaser abgezogene Gasmenge besteht aus der Produktmenge, die praktisch der im Rohgas enthaltenen Kohlendioxydmenge entspricht, und der für den Betrieb des Gegenstromwäschers benötigten Rückgasmenge. Das aus dem Vakuumentgaser abgezogene Lösungsmittel besitzt noch einen Restgehalt an Kohlendioxyd von 5 Nm3/m3 Lösungsmittel und wird mit einer Temperatur von etwa 25° C auf den Schwefelwasserstoff-Absorber aufgegeben. Am Fuß des Absorbers wird das Lösungsmittel mit einer Temperatur von 29 C abgezogen und wird von dort in den Schwefelwasserstoff-Gegenstromwäscher, der bei einem Druck von etwa 1,2 ata betrieben wird, geleitet. Am oberen Teil dieses Wäschers werden stündlich 2000 Nm3 eines Rückgases abgezogen, das etwa 23 Volumprozent Schwefelwasserstoff, 76 Volumprozent Kohlendioxyd und 1 Volumprozent Inertgase enthält. Dieses Rückgas wird mit dem oben beschriebenen Rückgas gesammelt und, nachdem der in ihnen enthaltene Acetondampf durch Passieren einer Kühlfalle zurückgehalten worden ist, mit dem frisch ankommenden Gas vermischt. Das aus dem Schwefelwasserstoff-Gegenstromwäscher abgezogene Lösungsmittel wird durch Erniedrigung des Druckes auf 0,5 ata und durch teilweises Verdampfen des Lösungsmittels entgast. Der hierbei ausgetriebene Schwefelwasserstoff wird entsprechend der in den Gegenstromwäscher eingegebenen Schwefelwasserstoffmenge als Produkt angezogen, während der Rest als Rückgas in den Gegenstromwäscher zurückgeleitet wird. Der als Produkt abgezogene Schwefelwasserstoff wird durch Kühlung und anschließende Wäsche mit Wasser von seinem Acetongehalt befreit.
  • Die bei dem Verfahren erhaltenen Gase sind sehr rein. So enthält der als Produkt abgezogene Schwefelwasserstoff etwa 0,0003 bis 0,0015 Volumprozent Kohlendioxyd, während umgekehrt das abgetrennte Kohlendioxyd etwa 0,0005 bis 0,0020 Volumprozent Schwefelwasserstoff enthält.

Claims (1)

  1. Patentanspruch : Verfahren zur Trennung und Gewinnung mehrerer Komponenten aus einem Gasgemisch durch fraktionierte Absorption in einem Lösungsmittel und anschließende Desorption, wobei das Lösungsmittel in einem geschlossenen Kreislauf je eine Absorptionszone und eine daran anschließende Desorptionszone für jede abzutrennende und zu gewinnende Komponente durchläuft, indem das regenerierte Lösungsmittel in die Absorptionszone, in der die am schwersten lösliche Komponente absorbiert wird, eintritt, in den zwischen den einzelnen Absorptionszonen liegenden Desorptionszonen teilweise entgast wird und nach Verlassen der Desorptionszone für die am leichtesten lösliche Komponente völlig entgast wird, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t, daß das Lösungsmittel in den einzelnen Desorptionszonen in einer ersten Stufe mit einem Teil der in dieser Desorptionszone zu gewinnenden reinen Gaskomponente im Gegenstrom behandelt und das so behandelte Lösungsmittel jeweils in einer zweiten Stufe durch Druckminderung teilweise entgast wird und daß Temperatur und/oder Druck in den einzelnen Absorptionszonen so gewählt werden, daß unter den jeweilig eingestellten Bedingungen eine mit der in der jeweiligen Absorptionszone zu absorbierenden Komponente nahezu gesättigte Lösung entsteht
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