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Steuerung von Brennschneidmaschinen nach Anriß auf dem Werkstück Auslegerhretinschneidmaschinen
werden heute im allgenieinett nach Zeichnung oder Schablone geführt. 13ei der Steuerung
nach Anriß auf dem Werkstück ist bei den bekannten Maschinen die Einrichtung zum
Schneiden nach Zeichnung benutzbar, wobei der lkclietiungstnatin den Lauf des Brenners
iilrer dein Werkstück beobachten muß. 1>a sich bei den Maschinen im allgemeinen
das Werkstück nel>eit der Tischplatte befindet, auf der die Führung des Antriebs
erfolgt, kann diese Art des Steuerns nach Anriß nur für verhältnismäßig kleine Werkstücke
in Frage kommen.
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Durch die deutsche Patentschrift 727 195 ist eine 13rennschneidniaschine
mit Kreuzwagen 1>ekanntgeworden, :1>ei der sich das Handrad für die Steuerung nach
Anriß stets in der Nähe des Brenners befindet. Diese Anordnung stellt eine Erleichterung
für das Steuern nach Anriß auf dem Werkstück (lar, die jedoch auch noch nicht als
vollkommen angesprochen werden kann. Wenn nämlich das Werkstück eine größere Breite
besitzt und der Brenner sich nahe an der Maschine befindet, kann der Bedienungsmann,
der den Lauf des Brenners über dem Anriß dauernd genau verfolgen muß, das Handrad
für die Steuerung nicht mehr erreichen. Es liegt der Gedanke nahe, die Steuerung
-1)ei einer Auslegermaschine nicht in die Nähe des Brenners zu legen, sondern an
das Ende des festete Auslegers. Dies bedingt aber die Verwendung von Nut-oder Teleskopwellen,
da das Steuerrad in diesem Fall feststeht und der Querwagen des Kreuzwagens hin
und her gehen muß. Eine solche Verbindung zwischen dem beweglichen 0berwiagee des
Kreuzwagens und dem feststehenden Handrad am Ende des Auslegers ist aber kostspielig
und dann nicht zu verwenden, wenn mit einer Magnetrollenschablone gearbeitet werden
soll, da Nut- oder Teleskopwellen oder sonstige mechanische Vl>ertragungsteile
zwischen
einem beweglichen und einem festen Teil .besonders im rauhen Betrieb solche Reibungswiderstände
ergeben, daß ein sicherer, ruck- und rutschfreier Transport der Maschine durch den
Magnetrollenantrieb nicht mehr möglich ist. Außerdem hat diese Einrichtung den Nachteil,
daß bei sehr breiten Maschinen der Bedienungsmann immer am Ende des festen Auslegers
stehen muß und unter Umständen, beispielsweise bei einer Breite des Werkstückes
von 21u, den Brenner nicht mehr einwandfrei beobachten kann.
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Die Erfindung beseitigt diese Schwierigkeiten und gestattet dem Bedienungsmann,
den Ort, von dem aus die Steuerung erfolgen soll, frei zu wählen und zu verändern.
Erfindungsgemäß wird die Steuerung der Maschine mit Hilfe einer an sich bekannten,
sog. elektrischen Welle vorgenommen. Derartige elektrische Wellen bestehen beispielsweise
aus zwei Schleifringankerinduktionsmotoren, deren Anker durch Leitungen verbunden
sind und deren Ständer mit dreiphasigem Drehstrom gespeist werden. Bei Einschaltung
des Drehstroms stellen sich beide Anker in dieselbe Bezugrichtung ein. Bei Drehung
des einen Ankers (des Gebermotors) mittels Handrades aus dieser Bezugrichtung treten
Ausgleichströme auf, die eine Nachführung des anderen Ankers (des Steuermotors)
um den gleichen Winkel bewirken.
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Der Aufbau der Maschine gemäß der Erfindung ist in der Abbildung schematisch
dargestellt. Der Steuermotor i ist am beweglichen Antriebsteil 2 der :Maschine angebracht,
und zwar derart, daß er über Zahnräder o. dgl. mit dem Steuerkopf 3 der Maschine
gekuppelt ist. Der Steuerkopf 3 der Maschine besteht in bekannter Weise aus einem
fein gezahnten Rad mit waagerechter Achse, das durch Federkraft oder Gewicht auf
eine Tischplatte :4 gedrückt wird und um die Senkrechte durch seinen Berührungspunkt
mit der Tischplatte schwenkbar ist. Es wird um seine waagerechte Achse durch einen
Motor 5 angetrieben und bewegt damit die gesamte Maschine in der Richtung, in die
es um die Senkrechte durch seinen Berührungspunkt mit der Tischplatte geschwenkt
wird. Der Gebermotor6 ist mit dem Steuermotor i durch drei elektrische Leitungen
7 verbunden. `Wird die Welle 8 des Gebermotors um einen bestimmten Winkel gedreht,
so folgt der Steuermotor i diesem Impuls und dreht ebenfalls im gleichen Sinne über
die erwähnten Zahnräder den Steuerkopf 3. Auf diese Weise wird die gesamte Steuerung
der \laschine bewirkt. Der Bedienungsmann kann bei einer Einrichtung gemäß der Erfindung
den Gebermotor entweder irgendwo an der Maschine oder an einer sonstigen beliebigen
Stelle anordnen, die ihm für die Beobachtung des Brenners 9 günstig erscheint,
oder seinen Standort ,vährend des Sclimei.dens ohne weiteres wechseln. Es ist auch
möglich, die Maschine mittels einer 11aglietrolleneinrichtung zu betreiben, da für
die Bewegung der flexiblen elektrischen Leitungen zwischen Gebermotor und Steuermotor
kein nennenswerter Kräfteaufwand erforderlich ist. Durch diese Einrichtung ,wird
also erstmalig das maschinelle Schneiden hAiebig großer Werkstücke nach Anriß möglich.
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Zur Verstärkung der Richtkraft des Steuermotors kann in besonderen
Fällen zwischen den Anker des Steuermotors und das Schwenkrad der Steuerrolk° ein
Servomotor .bekannter Bauart geschaltet werden. Die beschriebene Steuerung mittels
elektrischer Welle bietet noch den besonderen `'orteil, daß zwei oder mehrere Brennschneidmaschinen
mit gleichem Arbeitsvorgang durch einen einzigen Geber, also nuir einen Arbeiter,
gesteuert werden können.