DE8230168U1 - Vorrichtung zum Coextrudieren einer einen Farbkeil aufweisenden Folie aus einem ungefärbten thermoplastischen Kunststoff - Google Patents
Vorrichtung zum Coextrudieren einer einen Farbkeil aufweisenden Folie aus einem ungefärbten thermoplastischen KunststoffInfo
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Description
Troisdorf, den 15. Okt. 19Θ5
DZ 82Q7D üJu/Bd
DYNAMIT NGBEL AKTIENGESELLSCHAFT T^oisdorf Bez. Köln
Vorrichtung zum Coextrudieren einer einen Farbkeil aufweisenden Folie aus einem ungefärbten thermoplastischen Kunststoff
Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zur Extrusion einer Endlasfolie
mit einem farbigen Randstreifen aus einem thermoplastischen Kunststoff,
— mit zwei, untereinander verbundenen Breitschlitzwerkzeugen,
wobei
— dem einen Breitschlitzuierkzeug eine farbige und dem anderen
Breitschlitzwerkzeug eine ungefärbte Kunststoffschmslze zuführbar
ist,
1 - mit - für jedes Breitschlit^uerkzeug -
— einem Anschlu3 für die Zufuhr der Kunststoffschmelze,
— einem Verteilerkanal
— und ggf. einem Staubalken
— und einem gemeinsamen, verstellbaren Düsünaustrittsspalt,
; — sowie einer Einrichtung zum Einspritzen eines Teils der
einen Kunststoffsohmelze in den Strom der anderen Kunststoff
schmelze,
— wobei das Einspritzen an einer Stelle erfolgt, an dsr sich
die Schmelzeströme bereits vollständig in Richtung quer
? zur ExtfUsiansrichtufig ausgebreitet haben.
Il I I I I II,
Eine solche Vorrichtung zum Coextrudieren einer Kunststofffolie
mit einem Farbkeil ist in der nicht vorväföffentlichteh
DE-OS 31 32 SÜ9 bereits Vorgeschlagen worden.
Nach der US-PS 3 354 025 soll eine Folie mit einem keilförmigen Farbband extrudiert werden, wobei die gefärbte Masse durch eine
entsprechend geformte Öffnung in den übrigen Massestrom eingespritzt
wird und zusammen mit dieser zu der Folie geformt wird.
Aus der DE-OS 20 35 578 ist ein Verfahren zum Herstellen einer
einen Farbstreifen mit unterschiedlicher Farbintensität aufweisenden
Folie bekannt, bei dem der Strom gefärbten Kunststoffes zu einem Zeitpunkt eingespritzt wird, bei dem sich der
Hauptstram noch in Querrichtung ausbreitet. Das Einspritzen des gefärbten Schmelzestrcmes erfolgt dabei im Bereich des Verteile:
kanals, wodurch der gefärbte Schmelzestrom ebenfalls noch in Querrichtung zur Extrusionsrichtung mit ausgebreitet und verteilt
wird.
Beim Herstellen von in Teilbereichen gefärbten durchsichtigen Folien, wie sie beispielsweise als Zwischenfolien für Sicherheitsglas
für Kraftfahrzeuge benutzt werden, wird ein genau definierter und dimensionierter Übergangsbereich van einem farblosen
Teil in einen gefärbten Teil mit kontinuierlichem Übergani der Farbintensität gefordert, wobei solche Folien in gleicher
Qualität, reproduzierbar herstellbar sein sollen. Ein Nachteil des Verfahrens nach der DE-DS 20 35 578 ist darin zu sehen, daß
es setir schwierig ist, den gewünschten Farbstreifen in Querschnitt,
Ausbreitung, Dimensianierung und Farbintensität exakt zu steuern, da die gefärbte Masse im Verteilerkanal eingespritzt
wird und noch nachfolgend einerAusbreitung quer zur
Extrusionsrichtung unterliegt.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der es möglich ist, auf einfache Weise reproduzierbar
in gleicher Qualität und Dimensionsgenauigkeit Folien
mit einem Fäfbstreifen mit unterschiedlicher Farbintansität
d.h. Farbkeil herzustellen, ω,ίε sie beispielsweise als gefärbte
Sicherheitsglasfolien aus Polyvinylbutyral bekannt sind.
Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß dadurch gelöst, daß bei einer Vorrichtung gemäß dem Dberbegriff des 1. Schutzanspruches
= die Einspritzeinrichtung als zusätzliche, kleinere Breitschlitzdüse
ausgebildet ist, mit
- einem sich keilförmig über seine Länge verengenden Austrittsspalt,
- wobei die zusätzliche Breitschlitzdüse so angeordnet ist, daß der Austrittsspalt der zusätzlichen Breitschlitzdüse
quer zur Extrusionsrichtung ausgerichtet ist und
- sich keilförmig in den Fluß des einen Schmelzestromes und
senkrecht zu dessen Flußrichtung ersteckt.
Die neuerungsgemäße Einspeisung des zusätzlichen Schmelzestromes erfolgt also nach dem Verteilerkanal, d.
>. also nachdem der Hauptschmelzestrom vollständig in Querrichtung auf die gesam
*Β gewünschte Folienbreite ausgebreitet ist und.im Bereich des
Staubalkens bereits parallel auf der gesamten Breite in Extrusionsrichtung fließt. Die vordere Kante des Staubalkens wird
erfindungsgemäß gleichzeitig als Düsenaustrittsspaltkante für
den zusätzlichen Schmelzestram benutzt und durch Vorsatz einer die eingebarbeitete Gestalt der gewünschten Düse aufweisenden
Düsenplatte entsprechend der Größe der Düsenplatte in diesem Bereich zu einer kleinen Breitschlitzdüse innerhalb des gesamten
Breitschlitzwerkzeuges umgebildet. Die neuerungsgemäße Vorrichtung
hat gegenüber den bekannten Injektionsdüsen, Torpedos,
oder sonstigen im wesentlichen runden oder ovalen rohrförmigen Einspritzvorrichtungen den wesentlichen Vorteil, daß auch für
die einzuspritzende Schmelze eine fluBgerechte Verteilung der
Masse so auf einen gewünschten Querschnitt in der Weise erfolgt, daß bei Beendigung des Verteilvorganges die Austrittsgeschwindig
keit des zusätzlichen Schmelzestromes an jedem Punkt des Aus-
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-αtrittsspaltes gleich ist durch Einsatz eiries entsprechend
gss'ualteten üJsrkzauges, so daß ein reibungsloses Verschmelzen
mit dem bereite vorhandenen Massestram stattfindet.
Gemäß der Neuerung ist nach einer weiteren Ausbildung die zusätzliche Breitschlitzdüse zum Einstellen des Austrittsspaltes
Verstellbar ausgebildet, z.B* mittels Schrauben ader Beilegescheiben.
Die Ausbildung der Zuführeinrichtung als Breitschlitzdüse ermöglicht
entsprechend der Länge bzw. Breite des Austrittsspaltes einen entsprechend im Querschnitt dimensionierten,exakten,gefärb·
ten Bereich herzustellen, wobei durch die Gestalt der Breitschlitzdüse die gleiche Austrittsgeschwindigkeit der gefärbten
Schmelze über die ganze Breite des gewünschten Farbstreifens auch bei unterschiedlicher Dicke desselben ermöglicht ist. Damit
ist aber die gewünschte exakte Steuerung des Farbkeils möglich.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung dient vorzugsweise dem Herstellen
von Folien aus Polvinylbutyral, die als Zwischenfällen
für Sicherheitsglas im Kraftfahzeugwesen und Bauwesen benutzt werden.
Die Vorrichtung nach der Erfindung wird anhand der Zeichnung
eines Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigt
Figur 1 eine schematische Draufsicht auf eine Vorrichtung
zum Coextrudieren einer einen Farbkeil aufweisenden Folie,
Figur 2 einen Querschnitt durch die Farbkeilfalie nach
Figur 1 entlang der Linie II-II,
Figur 3 ein° Einzelheit der Vorrichtung nach Figur 1 teilweise
geöffnet in größerer Darstellung,
Figur k einen Längsschnitt der Vorrichtung nach Figur 3
entlano der Linie IV-IV mit einer Breitschlitzdüse.
■ a«·· a·»·· 4«i«*
Figur 5 den Längsschnitt der Breitschlitzdüse nach Figur k
in größerer Darstellung,
Figur 6 eine Ansicht auf die Breitschlitzdüse nach Figur 5 entlang der Linie UI-VI,
Figur 7 eine Draufsicht der Breitschlitzdüse in Richtung X
nach Figur 5 und
Figur θ die Ansicht der Breitschlitzdüse in Richtung E
nach Figur 5.
Zwei größe Breitschlitzwerkzeuge U-ά und ^b sind so aneinandergekcppelt,
daß eine überbreite Folie 2Π aus Kunststoff herstellbar
Ij^ ist. Wesentlich ist hierbei, daß die Breitschlitzwerkzeuge ^a um
kh die gleiche Geometrie in Bezug auf die FlieBquerschnittgestaltung
aufweisen, jedoch unterschiedliche Breite Ba bzu. Bb der Folienbereiche 2Da, 20b. Zur Ausbildung eines Farbkeils 2Dc
in der Folie 20 ist sine Breitschlitzdüse 21 in dem Breitschlitz
werkzeug ka im Übergangsbereich zum BreitschlitzuierkzEug hb vorgesehen.
Dadurch ist im Übergangsbereich des gefärbten Fcilienbereiches
2Db zum ungefärbten Fnlienbereich 2Ga der Farbkeil 2Dc über eine
Breite Bc mit in Richtung auf den Falienbereich 2Da abnehmender
Farbintensität keilförmig unter einem Winkel cC von bevorzugt 3
bis 2D angeordnet.
Ein farbloser Schmelzestrom 1 wird dazu mittels eines Extruders
I** plastifiziert und dem Breitschlitzuerkzeug ka zugeführt. Von
einem zweiten Extruder 15 wird ein farbiger Schmelzestrom 2 über
einen Zufuhrkanal 3b dem Breitschlitzuierkzeug ^b zugeführt. VOn
dem Schmelzestrom 2 uiird ein TeilschmelzestrDm 2c für den Farbstreifen
über die Leitung 3c abgezweigt und mittels einer Schmelzepumpe 17 der Breitschlitzdüse 21 zugeführt.
-G-
Die Breitschlitzdüse 21 meist einen Stauhaiken 6a auf, der mit
einer Ausnehmung 28 ausgebildet ist, in welche eine Düsenplatte 22 unter Ausbildung des FlieBquerschnittes für die Breitschlitzdüse
21 eingesetzt ist. Der Schmelzestrom 1 kommt van einem Verteilerkanai
5a und uird über das Drosselfeld 1Ga gleichmäßig ver
teilt, so daß bei Eintritt in eine Vorlaufzone 11a im Bereich
des Staubalkens Sa der Schmelzestram 1 auf voller gewünschter
Folienbreite parallel in Extrusionsrichtung P läuft (Fig. k).
An der Uorderkante des Staubalkens 6a ist auf der gewünschten
Breite ein Austrittsspalt Zk für den Teilschmelzestrom 2c aus
der Breitschlitzdüse 21 ausgebildet. Der Teilschmelzestrom 2c
uird durch eine Ausnehmung in dem Staubalken 6a dem Fließquerschnitt
der Breitschlitzdüse 21 zugeführt. Der Fließquerschnitt
der Breitschlitzdüse 21 wird durch eine Düsenplatte 22 ausgebildet,
die an der V/orderseite des Staubalkens 6a unter entsprechender
Belassung uon Fließquerschnitten befestigt ist.
Der Staubalken 6a weist eine Ausnahmeöffnung 30 für die Zuführung
des Teilschmelzestromes 2c und eine Durchtrittsöffnung 23 in den
Fließquerschnitt der Breitschlitzdüse 21 auf. Der Fließquerschnitt
der Breitschlitzdüse 21 wird zwischen der V/orderseite des
Staubalkens Ga und der davor angebrachten Düsenplatte 22 gebildei
(Fig. 5). Die Oüsenpiatte 22 ist in eine Ausnehmung 28 des Staubalkens
6a eingesetzt. Der Fließquerschnitt der Breitschlitz-
2^ düse 21 weist im wesentlichen einen Verteilkanal 211, einen
Drosseldamm 210 mit der Funktion eines Drosselfeldes und den
Austrittsspalt 2k auf. Die Länge L des Austrittsspaltes 2k wird
gewählt je nach der gewünschten Breite des Farbkeils 20c.
Der Austrittsspalt Zk ist keilfrrmig von der größten Breite ZkI
bis auf 0 an dem entgegengesetzten Ende 2^0 ausgebildet. Bei
einer solchen Gestaltung des AustritSBpaltes Zk ist eine ein«
seitige Einspeisung angeordnet (Fig. 7).
Il ItII Il
Il III
I I I
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I I
f«
Claims (2)
1. V/arrichtung zur Extrusion einer Endlasfalie mit einem
farbigen Randstreifen aus einem thermoplastischen Kunststoff,
— mit zuiei, untereinander verbundenen Breitschlitzuierkzeugen,
-^ Ljabei
— dem einen Breitschlitzuierkzeug eine farbige und dem anderen
Breitschlitzuerkzeug eine ungefärbte Kunsts-tcffschmelze zuführbar
ist,
— ml';, - für jedes Breitschlitzuierkzeug -
— einem Anschluß für die Zufuhr der Kunststoffschmelze,
— einem Uerteilerkanal
— und ggf. einem Staubalken
— und einem gemeinsamen, verstellbaren Düsenaustrittsspalt,
— sowie einer Einrichtung zum Einspritzen eines Teils der
e'nen Kunststoffschmelze in den Strom der anderen Kunststoff
schmelz",
- Luobei das Einspritzen an einer Stelle erfolgt, an der sich
die Schmelzeströme bereits vollständig in Richtung quer zur Extrusionsrichtung ausgebreitet haben,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Einspritzeinrichtung als zusätzliche, kleinere Breitschlitzdüse ausgebildet ist, mit
- einem sich keilförmig über seine Länge verengenden Austrittsspalt,
- wobei die zusätzliche Breitschlitzdüse so angeordnet ist,
daß der Austrittsspalt der zusätzlichen Breitschlitzdüse quer zur Extrusionsrichtung ausgerichtet ist und
- sich keilförmig in den Fluß des einsn Schmelzestromes und
senkrecht zu dessen Flußrichtung erstreckt.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Austrittsspalt der zusätzlichen Breitschlitzdüse verstellbar
ausgebildet ist.
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Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE8230168U DE8230168U1 (de) | 1982-10-27 | 1982-10-27 | Vorrichtung zum Coextrudieren einer einen Farbkeil aufweisenden Folie aus einem ungefärbten thermoplastischen Kunststoff |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE8230168U1 true DE8230168U1 (de) | 1985-11-28 |
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| DE8230168U Expired DE8230168U1 (de) | 1982-10-27 | 1982-10-27 | Vorrichtung zum Coextrudieren einer einen Farbkeil aufweisenden Folie aus einem ungefärbten thermoplastischen Kunststoff |
Country Status (1)
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1982
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