DE822801C - Sohle, insbesondere Einlegesohle fuer Schuhe zum Temperieren bzw. Insolieren - Google Patents
Sohle, insbesondere Einlegesohle fuer Schuhe zum Temperieren bzw. InsolierenInfo
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Description
- Sohle, insbesondere Einlegesohle für Schuhe zum Temperieren bzw. Isolieren Die Erfindung bezieht sich auf eine Sohle zum Temperieren bzw. zum Wärmeisolieren gegen Kälte, insbesondere als Einlegesohle für Schuhe u. dgl.
- Fiele 'Menschen leiden im Winter an kalten Füßen oder haben in heißen Jahreszeiten Schweißfüße. Man hat schon versucht, durch Einlegesohlen diesem Übelstand abzuhelfen. Die üblichen Einlagen aus Filz, Pelz oder sonstigen wärmenden Stoffen zur Behebung der kalten Füße erfüllen nur bedingt ihren Zweck, d. h. solange die Einlagen neu bzw. gut porös sind. Nach einer gewissen Benutzungsdauer setzen sich die Poren mit Schweiß und Schmutzteilchen zu und die Isolierfähigkeit hat eine starke Einbuße erlitten. Bei Schweißfüßen gibt es kaum eine Sohle, die das Unerträgliche dieses Leidens beheben kann. Selbst die siebartigen Sohlen vermögen nicht die genügende Lüftung herbeizuführen bzw. zu bewahren.
- Die Sohle gemäß der Erfindung benutzt den besten Isolator gegen Kälte und Wärme, nämlich die Luft, und bedient sich ihrer sowohl zum Warmhalten als auch zum Lüften mit Hilfe einer besonderen Anordnung für eine Sohle bzw. eine Einlegesohle für Schuhe. Die Erfindung zeichnet sich im wesentlichen dadurch aus"daß die Sohle aus einem in sich geschlossenen elastischen Körper mit Luftfüllung gebildet wird, d. h. aus einem luftkissenartigen Körper besteht, bei dem durch die beim Gehen erfolgenden Druckverschiebungen des Fußes die Luft in dem Körper bewegt werden kann.
- Zur Erzielung einer Sohle mit Lüftung bzw. entsprechender Kühlung wird erfindungsgemäß eine ständige Zufuhr von Frischluft in der Sohle ermöglicht, indem frische Luft an dem einen Ende einstreichen und an dem anderen Ende austreten kann. Ein oder mehrere Einlaßventile werden vorzugsweise am Fersenende angeordnet, während sich die Auslaßv entile iri der Zehengegend befinden. Durch die ständige Druckverschiebung * des Fußes beim Gehen findet ein dauerndes Nachströmen von Frischluft in die Sohle statt. Es ist zweckmäßig, die Lüftung regulierbar zu gestalten. Dazu werden erfindungsgemäß lediglich die Auslaßventile regulierbar gemacht, indem die Austrittsöffnungen durch verstellbare Schieber mehr oder weniger abgeschlossen werden. Die Schieber können durch ein Hebelsystem gelenkt werden, .das durch im Schuh befindliche Zugseile bedient werden kann.
- Damit die Luftsohle der Erfindung als Wärmesohle benutzbar ist, wird der luftkissenartige Körper erfindungsgemäß in zwei oder sogar noch mehr Kammern unterteilt, die voneinander abgeschlossen gehalten werden und bei denen jedoch die Luft infolge des wechselseitigen Gehdrucks von einer Kammer zur anderen hin und her gepreßt werden kann, was vorzugsweise mit Hilfe von stauartigen Ventilen o. dgl. ermöglicht wird. Das Hindurahpressen durch die Stauorgane verursacht eine erhebliche Reibung, was eine Erwärmung der Luft zur Folge hat. Durch die Bewegung des abrollenden Fußes findet ein ständiges Pressen durch ,die Stauorgane statt und damit zugleich eine Wärmeentwicklung. Auf diese Weise wird erfindungsgemäß eine elastische Sohle erhalten, die beim Gehen eine ständige Wärmewirkung ausübt. Da die Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, so übt die ruhende Sohle auch eine wärmende Funktion aus. Es wurde weiterhin gefunden, das eine beachtliche Temperaturerhöhung beim Durchpressen der Luft von der eineu Kammer zur anderen erzielt werden kann, wenn das Ventilloch mit Stoff, vorzugsweise mit einem Leinenstoff abgedeckt wird. Durch die Reibung der Luft, die zwischen zwei sich pressende, durcheine Stoffund eine weicheLeder-oder Gummizwischenlage voneinander getrennte Metallplatten hindurchgedrückt wird, entsteht eine erhebliche Wärmeentwicklung. Außerdem können die Durchgangslöcher in der Größe einstellbar gemacht werden. Diese Regulierung bietet die Möglichkeit, die Reibung der hindurchgepreßten Luft zu erhöhen bzw. zu vermindern, wodurch die Wärmeentwicklung gesteuert werden kann.
- Die Sohle gemäß der Erfindung wird im einzelnen zweckmäßig so ausgebildet, das die Ventile sich in der Diagonalwand eines Hülsenkörpers vorzugsweise aus. Metall befinden, an den sich beiderseits die elastischen Luftpolster anschließen. Die elastischen Körper bestehen vorteilhaft aus Gummi o. dgl. Die Elastizität kann durch eine eingelegte doppelseitige Blattfederung erhöht werden. Die ganze Sdhle gemäß der Erfindung wird zweckmäßig mit eurer Schutzhülle umgeben, z. B. mit Decksohlen aus Presspan, worauf das Ganze mit einem Leinenstoff umspannt werden kann. Die Sohle bleibt dabei biegsam genug, um sie aus dem Schuh leicht herausnehmen zu können. Bei der Erwärmungssohle, -die in sich abgeschlossen ist, ist es in gegebenen Fällen möglich, statt Luft ein anderes Gas mit besonderen Eigenschaften einzuschließen, um den Wärtne- oder Kühleffekt zu verbessern. Da die Sohle gemäß Tier Erfindung einen gewissen Raum beansprucht, ist es vorteilhaft, den Schuh entsprechend größer zu wählen bzw. von Anfang an dieser Einlage entsprechend mit etwas erhöhtem Oberschuh herzustellen. Bei Nichtgebrauch der Funktionssohlen der Erfindung ist der Rauin durch eitle einfache Einlage aus Kork o. dgl. auszufüllen.
- Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung im einzelnen veranschaulicht.
- Fig. i zeigt die Sohle zur Wärmeentwicklung in Draufsicht; Fig. 2 stellt die Sohle der Fig. i im Querschnitt dar; Fig. 3 und .4 veranschaulichen die Ventilanordnung im Längsschnitt und in Draufsicht lief vergrößertem Maßstab; Fig. 5 und 6 zeigen die Verbindung zwischen Mittelstück und elastischem Körper in der Draufsicht und im Schnitt; Fig. 7 und 8 stellen die Lüftungssohle in der Draufsicht und im Querschnitt dar, während Fig. 9 einen Schnitt durch die im Schuh eingelegte Sohle zeigt.
- Die Sohle mit regulierbarer Erwärmung gemäß der Erfindung besteht im wesentlichen aus zwei abgeschlossenen elastischen Luftkörpern i, die an einem Mittelteil e angeschlossen sind. Der Mittelteil ist durch eine Wand 3 vorteilhaft in Diagonalrichtung getrennt, so das zwei für sich abgeschlossene Lufträume entstehen. In der Wand 3 befinden sich Durchgangslöcher 1, die ventilartig geschlossen werden. Die Öffnungen «-erden wechselseitig von Federn 5 zugehalten, die mit besonderen Ventilplatten ausgerüstet sind. Die Plattet bestehen vorzugsweise aus einem Deckplättchen 6 aus Metall, einem Zwischenplättchen 7 aus Weichleder o. dgl. und einer Stoffauflage 8, z. B. aus Leinen. Die Durchgangslöcher können durch einen Hebel 9 mehr oder weniger zugesperrt werden, wobei dieser Hebel durch Zugseile io von außen am Schuh bedienbar gemacht werden kann.
- Die Verbindung der elastischen Luftkörper i, die vorzugsweise aus Gummi bestehen, mit dein Mittelteil eerfolgt zweckmäßig mit Hilfe eines Klemmkernes i i, der etwas konisch sein kann. Zwischen dem Kern i i und dem hülsenartigen Mittelteil 2 wird der Gummi des Luftkörpers i eingeklemmt und gegebenenfalls eingeleimt gehalten. Der Kern besitzt Luftdurchgangslöcher 12. Zur Erhöhung der Elastizität der Luftkörper i kann zusätzlich eine Federung, z. B. in Form einer doppelseitigen Blattfeder 13 angeordnet werden. Die ganze Sohle wird zweckmäßig von zwei Decksohlen 14, zweckmäßig aus Presspan umgeben und kann mit Leinenstoff umspannt «-erden.
- Durch die Bewegung beim Gehen werden nacheinander die Luftkammern zusammengepreßt. Hierbei wird jeweils die Luft durch die @"entillöcher in die andere Kammer geprellt. Es entsteht durch das Hindurchpressen der Luft durch den weich anliegenden Leinenstoff eine starke Reibung und als Folge davon eine Temperaturerhöhung. Bei dein weiteren Abrollen des Fußes tritt dieselbe Wirkung in umgekehrter Richtung ein. Bei jedem Schritt wird somit ein zweimaliges Pressen und Erwärmen erreicht. Nach und nach erwärmt sich der ganze Metallmittelteil und die in den Kammern verweilende abgeschlossene Luftmenge.
- Wenn keine Erwärmung, sondern nur eine einfache Lüftung der Sohle gewünscht wird, so kann die Sohle aus einer einzigen Luftkammer bestehen (Feg. 7 bis 9). Air der Ferse des in sich geschlossenen, elastischen Luftkörpers 15 befindet sich hierbei ein Einlaßventil 16 und in der Zehengegend ein oder mehrere Auslaßventile 17. Als Gegenfederung wird ungefähr in der Mitte der Sohle vorteilhaft eine breite, doppelseitige Blattfeder 18 angeordnet, die mit der oberen Decksohle vernietet sein kann.
- Zur Regulierung der Frischluftzufuhr dient ein im Innern Gier Sohle sich befindendes, einfaches Hebelsystem 1g, durch das die Austrittsöffnungen geschlossen bzw. geöffnet werden können. Mit Hilfe von Zugseilen 20 o. dgl., die an dem Hebelsystem angreifen, können die Ventile an der Sohle im Schule 21 bedient werden.
- Die Sohle erhält vorteilhaft Deckblätter aus l'reßspan o. dgl., wobei die obere Decksohle an den Stellen, wo sich Ventile befinden, entsprechende Ausschnitte fier den Luftdurchgang besitzt. Die komplette Sohle wird dann noch mit einem Leinenüberzug versehen und bildet so ein biegsames, herausnehmbares Ganzes.
Claims (7)
- PATENTAVSPRt1CHE: i. Sohle zum Temperieren bzw. Isolieren, insbesondere Einlegesohle für Schuhe, dadurch gekennzeichnet, claß die Sohle aus einem in sich geschlossenen elastischen Körper mit Luftfüllung, d.11. einem luftkissenartigen Körper besteht, bei dem durch die heim Gehen erfolgenden Druckverschiebungen des Fußes die Luft in dem Körper bewegt wird.
- 2. Sohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kühlung der Sohle ständige Zufuhr von Frischluft ermöglicht ist, indem an einem Ende, vorzugsweise an der Ferse, ein oder mehrere Einlaßventile angeordnet sind und in der Zehengegend sich Auslaßventile befinden, die mittels eines Hebelsystems o. dgl. reguliert werden können.
- 3. Sohle nach Anspruch 1, .dadurch gekennzeichnet, daß der luftkissenartige Körper in zwei oder mehrere Kammern unterteilt ist, zwischen denen die Luft infolge des wechselseitigen Gehdruckes über stauartige Ventile o. dgl. hin und her gepreßt wird. .
- Sohle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventillöcher mit Stoff, vorzugsweise Leinenstoff, federnd abgedeckt sind, durch den die Luft hindurchgepreßt wird.
- 5. Sohle nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilanordnung sich in der Diagonalwand einer Hülse o. dgl. vorzugsweise aus Metall befindet, an die sich beidseitig die elastischen Luftpolster anschließen.
- 6. Sohle nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventillöcher im Querschnitt regulierbar sind.
- 7. Sohle nach den Ansprüchen 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der elastische Luftkörper, vornehmlich aus Gummi, mit Hilfe von vorzugsweise konischen Klemmkörpern mit dem Mittelteil luftdicht verbunden ist. B. Sohle nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, @daß der Luftkörper zur Erhöhung der Elastizität durch eine Federung, z. B. eine doppelseitige Blattfeder, verstärkt ist. g. Sohle nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Sohle als Einlegesohle mit einer Deckauflage, z. B. aus Preßspan, umgeben und mit Leinen o. dgl. umspannt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEP5482A DE822801C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Sohle, insbesondere Einlegesohle fuer Schuhe zum Temperieren bzw. Insolieren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEP5482A DE822801C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Sohle, insbesondere Einlegesohle fuer Schuhe zum Temperieren bzw. Insolieren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE822801C true DE822801C (de) | 1951-11-29 |
Family
ID=7360035
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP5482A Expired DE822801C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Sohle, insbesondere Einlegesohle fuer Schuhe zum Temperieren bzw. Insolieren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE822801C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO2004098337A1 (de) * | 2003-05-05 | 2004-11-18 | Propat Ag | Schuh mit wärmespendender sohle bzw. wärmespendende schuhsohle |
-
1948
- 1948-10-02 DE DEP5482A patent/DE822801C/de not_active Expired
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