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Schaltung zur Feststellung von Unregelmäßigkeiten in einer Zahlenfolge
Für automatische Berechnungen, z. B. mittels Lochkarten- oder Buchungsmaschinen,
ist es wichtig, Unregelmäßigkeiten in der Nummernfolge der verwendeten Unterlagen,
z. B. der Lochkarten, festzustellen, und zwar das Fehlen oder mehrfache Vorhandensein
einzelner Nummern oder das Vorliegen falscher Nummern infolge von Sortierfehlern.
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Für diesen Zweck sind bereits Vergleichsvorrichtungen an druckenden
Lochkartentabelliermaschinen bekannt, bei denen um den beliebigen Sollwert des Nummernschrittes
versetzte getrennte Abfühlorgane gleichzeitig zwei aufeinanderfolgende Lochkarten
nach Art der bekannten Gruppenkontrolle abfühlen. Infolgedessen werden Abweichungen
von der normalen Kartennummernfolge mittels eines neben den zugehörigen registrierten
Zahlenwerten gedruckten Merkzeichens oder durch einen abweichenden Zeilenabstand
gekennzeichnet. Richtung und Betrag der Nummernabweichung werden hierbei nicht unmittelbar
kenntlich gemacht, sondern sind an Hand der gegebenenfalls mitgedruckten Nummern
feststellbar. Zur Vermeidung des besonderen mechanisch verstellbaren Abfühlorgans
für die Einerstelle der Kartennummern wurde ferner vorgeschlagen, in jede Karte
außer ihrer eigenen Nummer noch die folgende Nummer in einer oder mehreren besonderen
Kontrollspalten zu lochen und mittels der normalen Abfühlorgane jeweils die eigene
Nummer der einen Karte mit der im Normalfall gleichen Kontrollnummer der vorhergehenden
Karte zu vergleichen.
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Die vorliegende Erfindung vermeidet sowohl besondere verstellbare
Abfühlorgane als auch zusätzliche Kontrollspalten auf den Karten, verwendet vielmehr
bei druckenden Lochkartenauswertmaschinen (Tabelliermaschinen) üblicher Bauart eine
einfache besondere Prüfschaltung zur Nummernkontrolle
der Lochkarten,
und zwar gleichzeitig mit anderen, davon unabhängigen (z. B. Abstimm-) Arbeiten.
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Erfindungsgemäß erfolgt die Prüfung einer arithmetischen Zahlenfolge
dadurch, daß durch Addition des Neuner-Komplementwertes einer Zahl dieser Folge
zu dem regulären Wert der folgenden größeren Zahl ein resultierender Differenzwert
gebildet wird. Die Abweichung der Differenz vom normalen Vorzeichen und Betrag ist
dann ein Maß für die Art und Größe der Unregelmäßigkeit in der Zahlenfolge. Diese
Fehler können durch die Kontrollvorrichtung auf verschiedene Weise kenntlich gemacht
werden, z. B. durch Stillsetzen der Maschine oder durch Druck der fehlerhaften oder
ihnen benachbarten Nummern bzw. auch ihrer Differenzen.
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Die Differenz zweier aufeinanderfolgender Lochkartenmimmern wird mit
Hilfe eines Subtraktionszählers üblicher Bauart gebildet. Anschließend werden Wert
bzw. Vorzeichen der Differenz geprüft und im Fehlerfall weiter ausgewertet.
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Bei dem Kontrollverfahren gemäß der Erfindung sind bei dem Arbeitsgang
der zur Auswertung dienenden Maschine jeweils folgende Abschnitte zu unterscheiden:
i. Abfühlung einer Lochkarte und komplementäre (subtraktive) Aufnahme ihrer Nummer
in einem Subtraktionszählwerk; 2. reguläre (additive) Aufnahme der Nummer der nachfolgenden
Karte in dem gleichen Zählwerk; 3. Prüfung des Wertes bzw. Vorzeichens der resultierenden
Differenz; 4. gegebenenfalls Kennzeichnung einer Abweichung des Differenzwertes
vom Sollbetrag.
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Die Abschnitte i und 2 finden während je eines Kartenabfühlmaschinenspiels
statt. Entsprechend der verwendeten Type der Lochkartenmaschine bzw. der darin enthaltenen
Subtraktionszählwerke erfolgt die Auswertung der voraufgegangenen Subtraktion gemäß
Abschnitt 3 entweder in unmittelbarem Anschluß an die Abfühlung der zweiten Karte
noch im gleichen (zweiten) Maschinenspiel, oder sie kann erst während der Abfühlung
der dritten Karte im nächsten (dritten) Maschinenspiel vor sich gehen. Die Kennzeichnung
einer etwa auftretenden Unregelmäßigkeit der Zahlenfolge gemäß Abschnitt 4 erfordert
in beiden Fällen ein besonderes Arbeitsspiel (Schreibung) oder besteht im Stillsetzen
der Maschine.
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Die vollständige Kontrolle je zweier aufeinanderfolgender Lochkarten
mit richtiger Nummernfolge erfordert demgemäß entweder zwei oder drei aufeinanderfolgende
bfaschinenarbeitsspiele. Da jede Lochkarte gleichzeitig zweite und erste Karte zweier
aufeinanderfolgender Kartenpaare ist, bei einem wirtschaftlichen Kontrollverfahren
jedoch nur eine einmalige Abfühlung jeder Karte stattfinden darf und höchstens in
den verhältnismäßig seltenen Fehlerfällen ein zusätzliches Maschinenspiel zugelassen
werden kann, sind die zur Kontrolle je zweier Karten notwendigen Teile zwei- bzw.
dreimal vorgesehen und werden abwechselnd nacheinander im Abstand je eines Maschinenspiels
in Betrieb gesetzt. Es laufen demnach immer gleichzeitig zwei bzw. drei zeitlich
um je einen Schritt gegeneinander versetzte vollständige Prüfvorgänge ab. Im folgenden
wird die dreiteilige und die zweiteilige Kontrolleinrichtung an je einem Ausführungsbeispiel
a bzw. b näher beschrieben.
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Beispiel a Fig. i zeigt die Kontrollschaltung in dreiteiliger Anordnung
einer in ihren übrigen Teilen nicht dargestellten elektrischen Tabelliermaschine
bekannter Bauart, Fig.2 das Kontaktzeitdiagramm der dafür maßgeblichen, durch die
Maschine mechanisch gesteuerten Nockenkontakte J i bis J 13 bzw. K, K i bis Kii.
Die drei gleichartigen Schaltungsteile bestehen aus den bekannten elektromagnetisch
gesteuerten, mechanisch angetriebenen drei Subtraktionszählwerken Zi bis Z3 mit
den Summenwerken SW i bis Sll'3 sowie den zugehörigen Steuerrelais für Subtraktion
(S i bis S 3), Vorzeichenbestimmung (DSRi bis DSR3) und Löschung (L i bis
L3) mit gleichzeitiger Komplementbildung (Ui bis U3).
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Diese drei Schaltungsteile werden in ihrer abwechselnden zeitlichen
Aufeinanderfolge durch die Relais G i, G 2, H i und H 2 gesteuert.
Die Ergebnisse, d. h. die Nummerndifferenzen, werden durch das Relais G 3 geprüft.
Die Auswertung des Prüfungsergebnisses erfolgt durch das Fehlerrelais R und gegebenenfalls
noch durch die Relais V i bis 4, 0 2 und P i sowie zwei Druckwerke DW i und DW
2.
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Jeder der drei gleichartigen Schaltungsteile führt nacheinander die
genannten drei Abschnitte des Kontrollvorganges aus. Nachstehend wird zunächst die
Arbeitsweise eines Schaltungsteiles 3, dann die der übrigen im zeitlichen Verhältnis
dazu erläutert.
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i. Ist beispielsweise die erste von einem Schaltungsteil zu prüfende
Zahl der maximal 9stelligen Nummernfolge 000 000 007, so wird im ersten Arbeitsgang
diese Nummer aus der Lochkarte abgefühlt und zugleich der unechte Komplementwert
(Ergänzung zu 999 999 999) dieser Zahl von dem betreffenden vorher auf den Stellenwert
9 gelöschten i i stelligen Subtraktionszählwerk, z. B. Z3, aufgenommen. Das geschieht
um eine Stelle nach links in die Stellen 2 bis io versetzt als 9 999 999 992 9,
um eine von der Zahlenaufnahme unabhängige gleichzeitige Korrektur (vgl. den folgenden
Abschnitt), beispielsweise in der i. Zählerstelle, zu ermöglichen.
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Zu dieser komplementären Aufnahme wird das Subtraktionsrelais S3 nach
Fig. i in folgendem Stromkreis erregt: +, K i i, Ruhekontakte h2111, h I
III, v4XII und v4XIII, S3, -. Dadurch werden über die Kontakte s3XII bis XXII die
Additionsmagnete AM
des Zählers Z3 zu Beginn der Kartenabfühlung in der Maschinenstellung
9 (s. Fig.2) wie folgt betätigt (Fig. i): -;-,AMI bis II, s3XII bis XXII, K9, -.
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Die Auskupplung der Zählerstellen in den den unechten Komplementen
der Kartenlochungen entsprechenden Stellungen erfolgt durch die Subtraktionsmagnete
SM bei Kontaktgabe der Abfühlbürsten B mit der Kontaktwalze W durch die Lochungen
der sich darüber bewegenden Lochkarte hindurch in folgendem Stromkreis: ',-, SM2
bis io, s311 bis X, 1311 bis X, B, W, Impulsbegrenzer K, -.
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Das Vorzeichen des im Zähler stehenden Wertes wird in bekannter Weise
durch das Zweischrittrelais
DSR3 überwacht, das zweimal umgeschaltet
wird, und zwar zunächst während der Kartenabfühlung im Stromkreis: +, DSR 3,
L 3 XII I, s 3 XXI II, J13, -, dann nach dem in allen Zählerstellen
wirksamen mechanischen Zehnerübertrag auf folgendem Wege: +, DSR3, ÜKZ3 (Zehnerübertragkontakt
der ii. Stelle), J12, -. Das Vorzeichenrelais DSR3 wird also aus seiner Minusgrundstellung
wieder in Minusstellung geschaltet.
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Unmittelbar nach der Kartenabfühlung wird zur Umsteuerung des Zählers
Z3 von Subtraktion auf die im nächsten Arbeitsgang erfolgende Addition zunächst
bei i (Fig. 2) das Relais Gi wie folgt erregt (Fig. i): +, G i,
h i I I, h 2 I I, K i, -. Es hält sich über g i
I und Jio. Dann spricht bei ii das Relais Hi in folgendem Stromkreis an:
+, K io, g 1 11, H i, -; H i hält sich über h
i I und K i i. Infolgedessen schaltet der Kontakt h i I I1 das Subtraktionsrelais
S 3 ab.
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2. Im zweiten Arbeitsgang erfolgt bei der Abfühlung der folgenden
Karte, beispielsweise mit der Nummer ooo ooo oo8, deren additive Aufnahme in denselben
Zähler Z 3, so daß zu der vom ersten Arbeitsgang herrührenden Einstellung
| 9.999 999 992 9 (i. Zahl, komplementär) folgender |
| Wert addiert wird: |
| + 0 000 000 008 0 (2. Zahl, regulär) |
| 0 000 000 000 9 Infolge des durchlaufenden |
| Zehnerübertrages wird addiert |
| + i so daß sich als Endbetrag ergibt |
| o ooo ooo ooi o (reguläre Differenz). |
Ist die zweite Zahl jedoch z. B. ooo ooo oo9, so ergibt sich entsprechend die Differenz
o 000 000 002 0.
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Ist die zweite Zahl gleich der ersten, also ooo ooo oo7, so beträgt
die Differenz 9 999 999 999 9, ist also komplementär, da kein Zehnerübertrag stattfindet.
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Wenn die zweite Zahl kleiner ist als die erste, beispielsweise gleich
ooo ooo oo6 ist, so erhält man ebenfalls eine komplementäre Differenz 9 999 999
998 9.
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Bei dieser regulären Zahlenaufnahme werden die Zählerstellen durch
die Additionsmagnete AM in folgendem Abfühlstromkreis eingekuppelt: +, AM2 bis io,
s311 bis X, 1311 bis X, B, W, K, -; die Auskupplung erfolgt gemeinsam
mechanisch bei o. Der jeweilige Differenzwert ist im Zähler nach dem Zehnerübertrag
enthalten. Ferner wird nach dem letzteren das Vorzeichenrelais DSR3 in die Plusstellung
umgeschaltet, wenn ein durchlaufender Zehnerübertrag der höchsten Zählerstelle stattgefunden
hat, d. h. wenn eine fehlerfreie Zahlenfolge und damit ein regulärer (positiver)
Differenzwert vorliegt, und zwar auf dem bekannten Wege über ÜKZ3. Im Falle eines
komplementären, also negativen Differenzwertes, d. h. einer fehlerhaften Zahlenfolge,
bleibt das Relais DSR3 in Minusstellung. Diese Minusstellung des Vorzeichenrelais
wird daher als Fehlerkriterium ausgenutzt.
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Eine zu große zweite Zahl wird durch das beschriebene, lediglich als
Vorzeichen, jedoch nicht den Betrag der Nummerndifferenz prüfende Kontrollverfahren
nicht als falsch, sondern auf Grund der regulären Differenz ebenfalls als fehlerfrei
ermittelt. Handelt es sich jedoch um eine einzelne falsch einsortierte Karte, so
wird diese ja beim Vergleich mit der folgenden richtigen Kartennummer als fehlerhaft
festgestellt.
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Soll abweichend von der Annahme des vorstehenden Zahlenbeispiels die
Aufeinanderfolge gleicher Nummern nicht als Fehler gewertet werden, so muß durch
Vergrößerung der jeweils zweiten regulären Zahl mittels einer gleichzeitig mit der
Zahlenaufnahme stattfindenden Korrektur ein regulärer Differenzwert an Stelle des
komplementären erreicht werden. Diese Korrektur besteht in der unabhängig von der
zweiten Nummernaufnahme durchführbaren Addition des Wertes i in der ersten Zählerstelle,
also rechts neben der niedrigsten Nummernstelle (2. Zählerstelle), in die dann durch
Zehnerübertrag die erforderliche zusätzliche i eingeführt wird. Für das vorstehende
Beispiel ergibt sich also ein regulärer Differenzwert wie folgt
| 9 999 999 992 9 i. Zahl, komplementär |
| + 0 000 000 007 0 2. Zahl, regulär |
| i zusätzliche i |
| 0 000 000 000 0 |
| + i durchlaufender Zehnerübertrag |
| o ooo ooo ooo i reguläre Differenz. |
In diesem Korrekturfalle wird das Vorzeichenrelais DSR3 durch den durchlaufenden
Zehnerübertrag bei ii in Plusstellung geschaltet und dadurch die Aufeinanderfolge
gleicher Nummern als fehlerfrei gekennzeichnet.
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Für die Korrektur wird der Additionsmagnet der i. Zählerstelle durch
den Impulskontakt K i bei i in folgendem Stromkreis eingekuppelt: +, AMI, s31,
13
I, h I II, h 2 1I, K i, -. Parallel zum Magnet AM i spricht das Relais
G2 im gleichen Stromkreis an. Über seinen Kontakt g211 wird anschließend bei Stellung
ii das Relais H 2 zur Umsteuerung des Zählers Z 3 auf die im nächsten (dritten)
Arbeitsgang stattfindende Prüfung und Löschung des Differenzwertes folgendermaßen
eingeschaltet: +, K io, g211, H2, -. G 2 und H 2 halten
sich über eigene Kontakte g21 bzw. h21 und J io bzw. K ii. Über die Kontakte h2111
und v4X wird infolgedessen das Löschrelais L3 und über 13X11 das Umkehrrelais
U3 erregt, und ferner wird über h2IV der Prüfstromkreis des Prüfrelais G3
vorbereitet.
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3. Die gegebenenfalls vorhandene Minusstellung des Vorzeichenrelais
DSR3 wird im dritten Arbeitsgang als Kriterium einer Unregelmäßigkeit der Zahlenfolge
mittels des Prüfrelais G 3 festgestellt, das seinerseits die Fehlerkennzeichnung
durch das Fehlerrelais R einleitet. Sofort zu Beginn des dritten Arbeitsganges bei
9 kommt nämlich über die gezeichnete Minusstellung des Kontaktes dsr31II folgender
Prüfstromkreis für das Relais G 3 zustande: +, G3, dsr 3 I
I I, h 2 IV, Kg, -. Dadurch wird über den Relaiskontakt 9311 am Schluß
des Arbeitsspiels das sich selbst haltende Fehlerrelais R eingeschaltet: +, R, 9311,
J 12, -. Bei fehlerfreier Zahlenfolge, also Plusstellung von DSR3, bleiben Prüf-
und Fehlerrelais in Ruhe.
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Nach Auswertung der Nummerndifferenz erfolgt ab Stellung 9 im dritten
Arbeitsgang sofort die Löschung des Zählers Z3 in bekannter Weise durch Addition
des
Komplementwertes in folgendem Löschstromkreis +, AMi bis 1i,
s31 bis XI, 131 bis XI, Zuleitungen und Kontakte des Summenwerks SM3, Umkehrrelaiskontakte
u3, Kontakte v41 bis IX, Impulskontakte K i bis K g, -. Bei Fehlerfreiheit
wird gleichzeitig das Vorzeichenrelais DSR3 in seine Minusgrundstellung geschaltet
in dem Stromkreis: -)-, DSR3, 13X111, dsr 3 I, J13, -. Da das Relais H 2
sich über K i i bis zum Ende des Impulses i hält, bleiben die G- und H-Relais bis
zum Ende der nächsten Kartenabfühlung in Ruhe. Dadurch wird bei ii des dritten Arbeitsganges
des Subtraktionsrelais S3 (s. Abschnitt i) erneut erregt, d. h. die komplementäre
Nummernaufnahme als erster Abschnitt eines weiteren vollständigen Kontrollvorganges
vorbereitet.
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4. Im Falle fehlerfreier Nummernfolge schließt sich die neue komplementäre
Zahlenaufnahme entsprechend Abschnitt i automatisch unmittelbar an den dritten Arbeitsgang
des ersten Kontrollvorganges an.
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Im Falle eines Fehlers dagegen kann einerseits dessen unmittelbare
Kennzeichnung durch Stillsetzen der Maschine nach Ablauf des dritten Arbeitsganges
mittels des dann mit dem Stopprelais der Maschine identischen Fehlerrelais R erfolgen,
so daß die Kartenfolge berichtigt werden kann und der Haltekreis von R beim Wiederanlassen
durch den Kontakt Z unterbrochen wird.
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Andererseits ist zum Zwecke der wirtschaftlichen Korrektur der Kartenfolge
eine Fehlerregistrierung möglich durch Druck der Nummern der beiden auf die falsche
Karte folgenden Karten nach Unterbrechung der Kartenabfühlung in einem zusätzlichen
Zwischenarbeitsspiel bzw. während der daran anschließenden Kartenabfühlung.
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Das zusätzliche Arbeitsspiel wird durch das Fehlerrelais R eingeleitet,
das in diesem Fall die bekannte Funktion der Gruppentrennung ausübt. Während des
zusätzlichen Druckarbeitsspiels wird die Parallelschaltung der Impulskontakte für
Kartenabfühlung (K i bis K 9) und Druck (J i bis J 9) aufgehoben 'durch
das Relais V 4, das durch das Fehlerrelais eingeschaltet wird: -f-, r II, V 4, -.
Die Steuerung der Druckwerksmagnete DW2 wird vorbereitet mit Hilfe des parallel
zum Relais V4 erregten Summendruckrelais 0 2 sowie des über Kontakt v 4 XII wie
folgt eingeschalteten Zählerwählrelais V2: +, K ii, h 2 111,
h i III, v 4 XII, V2, -. Der Summendruckstromlauf ist dann folgender:
+, Magnete DW 2 (2 bis io), Kontakte 0 2, v 2 I bis IX, Zuleitungen
und Kontakte 2 bis io des Summenwerks S W 2, Kontakte u 2, J i bis J9, -,
da das Umkehrrelais U 2 auf folgendem Wege erregt wurde: +, J ii, dsr
2 1I, v 2 X, 12 XII, U 2, -.
Infolgedessen wird die komplementär
im Zähler 2 stehende Nummer der auf die falsche folgenden Lochkarte durch das Druckwerk
DW 2 aus dem Summenwerk SW 2 regulär in der dafür vorgesehenen Listenspalte
niedergeschrieben.
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Am Schluß des zusätzlichen Arbeitsspiels wird durch einen geeigneten
vorhandenen Kontakt Z das Fehlerrelais R abgeschaltet und damit sämtliche Summendrucksteuerungen
rückgängig gemacht, so daß die Kartenabfühlung automatisch mit der komplementären
Zahlenaufnahme gemäß Abschnitt i fortgesetzt wird. Mittels eines in der Maschine
vorhandenen Kontaktes KG i wird jedoch während der auf den Druckvorgang (Gruppentrennung)
folgenden ersten Kartenabfühlung das Postendruckrelais P i erregt +, KG i,
Pi, -, wodurch die Magnete 2 bis io des Druckwerks DW i parallel zum aufnehmenden
Zählwerk Z2 an die Abfühlbürsten gcsclia!tet «-erden: +, Magnete DW i 2 bis io,
Kontakte f i, 13iiisten h,
W, K, -. Infolgedessen wird die Nummer der
abgefühlten Lochkarte, der zweiten nach der fehlerhaften, ebenfalls zum Abdruck
gebracht, und zwar neben der vorhergehenden.
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Die entsprechenden vorstehend beschriebenen Prüfvorgänge werden auch
von den beiden anderen Subtraktiofiszählwerlccn Z i und Z 2 mit den zugehörigen
Steuerorganen (S, I_,
U, DSR, CKZ) ausgeführt, jedoch für je ein anderes
Nummernpaar derart, daß jede Lochkartennumnier sowohl einem Schaltungsteil, z. B.
Z 3, in dessen ersten Kontrollabschnitt komplementär, als auch gleichzeitig dem
nächsten Schaltungsteil, z. B. Z 2, in dessen zweiten Arbeitsgang regulär zugeführt
wird, während ini dritten Schaltungsteil, z. B. Z i, zu gleicher Zeit keine Wertaufnahme,
sondern die Löschung des Ergebnisses als dritter Abschnitt des dort ablaufenden
Kontrollvorganges stattfindet. Die einzelnen Abschnitte der drei parallelen Nummernkontrollvorgänge
sind also im dargestellten Ausführungsbeispiel entsprechend folgender Aufstellung
gegeneinander versetzt, wodurch eine lückenlose Prüfung sämtlicher Lochkarten, d.
h. aller Zahlen der Nummernfolge, gewährleistet ist:
| Z3 I Z- Zi |
| Kontrollabschnitt |
| 2@ 3 |
| i j 2 3 |
| 3 1 2l |
| 2 3 i1 |
| 3 il 2@ |
| I |
Die Versetzung der drei Arbeitsgänge der drei Schaltungsteile gegeneinander wird
durch entsprechende schaltungsmäßige Zusammen fassung der Steuerorgane erreicht,
und zwar durch gleichzeitige Betätigung der Relais S 3,
L i, L.' i oder L'
2 bzw. S i,
L 2,
U 2 oder V 3 bzw. S 2, L 3, U 3 oder 1' i (Fig. i). Die angegebene
Reihenfolge der wirksamen Relaisgruppen wird durch den jeweiligen Arbeitszustand
der Relais
H i und
H 2 festgelegt, und zwar steuern sich diese, wie
beschrieben, mit Hilfe der Relais G i und G 2 gegenseitig in dem feststehenden Turnus:
i. H i und
H 2 in Ruhe, 2.
H i erregt,
H 2 in Ruhe, 3. H.2
erregt, H i in Ruhe. Beispiel b In Fig.3 ist die Schaltung der zweiteiligen Kontrolleinrichtung
einer neueren elektrischen Tabelliermaschinentype dargestellt, in Fig. ,l das Kontaktzeitdiagramm
der zugehörigen ständig bzw. während der Kartenabfühlung bzw. während des Druckens
arbeitenden
N ockenkontakte
D i bis D4 bzw.
K i bis K8 bzw. S i, S 2. Die beiden
gleichartigen, der Fehlerermittlung dienenden Schaltungsteile bestehen aus je einem
z. B. 6stelligen, wahlweise addierenden oder subtrahierenden elektromagnetisch gesteuerten
Zählwerk mit mechanischem Antrieb Z i' und Z 2', den zugehörigen Summenwerken S
W i', i
a', 2', 2 a'
sowie den Steuerrelais für Addition AR 1, 2 und Subtraktion
SR 1, 2; hierzu kommt das Eliminationsrelais t' i'.
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Zur abwechselnden gegenseitigen Funktionssteuerung beider Schaltungsteile
dient das Zweischrittrelais DSR. Die Prüfung der Nummerndifferenzen geschieht mittels
des Nullrelais N. Der Auswertung des Prüfungsergebnisses, d. h. der Fehlerkennzeichnung,
dienen das Fehlerrelais U, die Vielfachrelais V 2', V 3' und gegebenenfalls
V 4', das Eliminationsrelais E, ein oder gegebenenfalls zwei weitere Zählwerke
Z 3' bzw. Z 4' mit ihrer Aufnahmesteuerung (Relais A R 3, A R 4, SR 4) sowie zwei,
gegebenenfalls drei Druckwerke DW i' bis 3'.
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Die Wirkungsweise eines Schaltungsteils, z. B, von Z 2', bei der abweichend
vom ersten Ausführungsbeispiel die Abschnitte 2 und 3 des Kontrollvorganges gemeinsam
während des zweiten Arbeitsganges ablaufen, ist folgende: i. Angenommen, die erste
Zahl der jetzt 6stelligen zu prüfenden Nummernfolge sei wiederum 000 007.
Im ersten Arbeitsgang erfolgt dann als erster Abschnitt des Kontrollvorganges entsprechend
die Aufnahme des zugehörigen unechten Komplementwertes in dem auf Null gelöschten
Zählwerk Z 2' als 999 992.
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Diese subtraktive Aufnahme wird vorbereitet durch Erregung des Subtraktionsrelais
SR 2 in dem Stromkreis (Fig. 3) : +, SR 2, entweder dsr III, v 1 11 2', oder
v i II i', Kartenhebelkontakt UH II, K 7, -. Die Subtraktion wird
eingeleitet durch Einkupplung der Zählerstellen i bis 6 von Z 2' bei Maschinenstellung
1° (9) mittels der Additionsmagnete M 2' im Kreis: +, AM 2' 1 bis 6, Schreibkontakte
SK 2 I bis VI 2, 1J`bertragkontakte ÜK 2 1 bis VI, sr 2 1 bis VI, K 3, -. Der Stromlauf
über die Kartenlochungen für die Auskupplung der Zählerstellen mittels der Subtraktionsmagnete
SM' ist dann folgender: +, SM 2'1 bis 6, Löschkontakte ZK 2 I bis V1 2, Additionsrelaiskontakte
ar 21 bis VI, Abfühlbürsten B, Kontaktwalze W, K i, -. Anschließend
wird bei 252° das Zweischrittrelais DSR weitergeschaltet: -+, DSR, Kartentransportkontakt
KK, K 8, - und dadurch mittels des Additionsrelais AR 2 der Zähler Z 2' auf
reguläre Nummernaufnahme wie folgt umgeschaltet +, AR 2, dsy III, v i II',
UH 11, K 7, -.
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2. Ist die nächste Zahl der Nummernfolge ooo oo8, d. h. um i größer,
also richtig, so ergibt sich durch ihre Addition im zweiten Arbeitsgang die Differenz
Null
| 999 992 1. Zahl, komplementär |
| + 000 008 2. Zahl, regulär |
| (i) ooo ooo Differenz. |
Eine der ersten gleiche oder kleinere, also falsche zweite Zahl, z. B. 7 oder 6,
hat eine komplementäre Differenz 999 999 oder 999 998 zur Folge. Ist die zweite
Zahl gegenüber der ersten um mehr als i größer, d. h. ebenfalls fehlerhaft, beträgt
sie also beispielsweise 9, so erhält man die reguläre Differenz (i) oooooi.
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Das Kriterium für eine fehlerfreie Nummernfolge ist demnach der Differenzwert
Null, für eine negative oder positive Abweichung einer Zahl vom Sollwert dagegen
ein komplementärer oder regulärer Differenzwert. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
wird daher eine Abweichung der Nummerndifferenzen von Null als Fehlerkennzeichen
benützt. , Die vorstehende reguläre Nummernaufnahme und gleichzeitige Differenzbildung
vollzieht sich in dem Additionsstromkreis: +, AM 2' 1 bis 6, SK 21 bis VI
2, ÜK 2 I bis VI, ar 2 1 bis V1, B, W, K 1, -.
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Da bei der vorliegenden Maschinentype der vollständige Differenzwert
nach dem Zehnerübertrag schon bei 252° im Zählwerk gebildet ist, erfolgt seine Prüfung,
d. h. der Abschnitt 3 des Kontrollvorganges, bereits anschließend am Schluß des
zweiten Maschinenarbeitsganges mit Hilfe des zu dem betreffenden Zähler gehörenden
Summenwerks SW 2 k' bzw. SW i a'. Die Nullkontakte sämtlicher
Summenwerkstellen sind zu diesem Zweck hintereinander und in den Stromkreis eines
Prüfrelais, des Nullrelais N, geschaltet, so daß dieses im Fall der fehlerfreien
Nummernfolge (Differenz = o) anspricht, bei fehlerhaften Abweichungen derselben
jedoch in Ruhe bleibt: +, Reihenschaltung der Nullkontakte von SW 2 k' und
dazu parallel entsprechende Reihenschaltung der SW i a'-Kontakte, N, K 6, -. Bei
Vorliegen eines (richtigen) Nummernschrittes größer als i, z. B. 2 oder io, und
demnach einer im Zählwerk gebildeten entsprechenden Nummerndifferenz größer als
o, z. B. i oder 9, kann durch Einschaltung z. B. des Kontaktes i oder 9 der ersten
Summenwerkstelle an Stelle des Nullkontaktes im Stromkreis des Prüfrelais N die
Prüfung auf Fehlerfreiheit auch bei einem von o abweichenden gewünschten Differenzwert,
z. B. i oder 9, erfolgen. Gleichzeitig mit der Differenzprüfung wird das Zweischrittrelais
DSR wiederum weitergeschaltet, also in Grundstellung, dadurch über dsr III und v
i II' erneut das Subtraktionsrelais SR 2 erregt und somit das Zählwerk Z 2' für
eine neue subtraktive Nummernaufnahme, also den ersten Abschnitt eines weiteren
Kontrollvorganges, vorbereitet.
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Bei Fehlerfreiheit schließt sich diese komplementäre Aufnahme unmittelbar
an die reguläre an. Im Fehlerfalle wird dagegen über den geschlossen bleibenden
Kontakt n das mit dem üblichen Untergruppenkontrollrelais identische Fehlerrelais
U erregt: +, U,
n, K 5, S i, -, das in üblicher Weise
für eine Unterbrechung der Kartenabfühlung und den Ablauf eines zusätzlichen Arbeitsspieles
zur Fehlerkennzeichnung sorgt.
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3. Von einer falschen Karte der Folge werden Lage und Fehlerart festgehalten
durch Druck der benachbarten richtigen Kartennummer bzw. der fehlerhaften Nummerndifferenz.
Gleichzeitig erfolgt die Löschung der Zählwerke, z. B. Z 2' und Z 3', aus denen
diese Werte in die Druckwerke DW i' oder DW 2' sowie DW 3' übernommen
werden. Die der falschen Nummer vorangehende richtige wird im
Fehlerfall
aus einem besonderen Zählwerk Z 3' zum Abdruck gebracht, in welchem gegenüber der
jeweils abgefühlten Nummer die nächstkleinere Zahl enthalten ist. Diese kleinere
Zahl entsteht dadurch, daß die nach jedem zusätzlichen Druck- und Löscharbeitsspiel
abgefühlte Kartennummer mittels des Relais V 2' auch in den Zähler Z 3' geleitet
wird, der während der darauffolgenden Kartenabfühlung mit Hilfe des Eliminationsrelais
E unverändert bleibt und erst bei jeder folgenden richtigen Kartenabfühlung um den
Betrag i vergrößert wird. Da eine einzelne falsch eingeordnete Karte sowohl mit
der vorhergehenden als- auch der nachfolgenden richtigen je ein fehlerhaftes Nummernpaar
bildet und daher nacheinander zwei Fehlerregistrierungen veranlaßt, wird die zwischen
beiden Druckvorgängen abgefühlte, der fehlerhaften nachfolgende richtige Nummer
beim zweiten Fehler abgedruckt.
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Die Stromkreise für den Nummerndruck verlaufen: für Relais
V 2': +, V 2', UH III, u III, D 4, - mit dem Haltekreis
über v 2 X' und K 7 ; für das Eliminationsrelais E: -f-, v 2 VIII', E, -
mit Haltekreis über e I und K 4; für die Nummernaufnahme im ZählerZ3' : +, AM 3'1
bis 6, SK 3 I bisVI, UK 3 I bisVI, ar 3 I bis VI, v 2 I bis VI',
B, W, K i, -;für die Fortschaltung um i : +, AM 3' i, SK 3
12, ÜK 3 I,
ar 3 I, v 2 I', e II, K 2, UH I, -;für die
Auslösung von Druck und Löschung: -+-, AM 3' i bis 6, SK 3 IbisVI i, u I
I, D 3, -;für den Nummerndruck: -r--, DW 3' i bis 6 von Relais Uabhängige
Druckkontakte DK 3 I bis VI, Zähler-Nullkontakte ZK 3 I bis VI o,
D 2,- und für die gleichzeitige Löschung: +, SM 3' i bis 6, LK 3 I bis VI i, ZK
3 I bis VI o, D 2, -.
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Die vorstehend erläuterte verschiedene Lage der fehlerhaften Karte
hinter oder vor der registrierten richtigen Nachbarkarte kann noch besonders gekennzeichnet
werden durch wahlweisen Abdruck der falschen Nummerndifferenz mit Hilfe eines von
zwei verschiedenen Druckwerken (DW i' bzw. DW 2').
Der Druck der Differenz
durch DW 2' bedeutet beispielsweise, daß die falsche Karte hinter der angegebenen
richtigen liegt; beim Druck durch DW i' liegt die falsche Karte vor der gedruckten
richtigen 'Nummer. Für diese Steuerung ist ein besonderes Zählwerk Z 4' erforderlich,
welches bei jedem Druck ebenfalls auf o gelöscht, während der anschließenden Kartenabfühlung
in bekannter Art subtraktiv auf das Komplement 9 in allen Stellen eingestellt und
während jeder folgenden Kartenabfühlung in der ersten Stelle additiv mit einer Eins
beschickt wird. Demzufolge kommt nach der ersten Kartenabfühlung nach jedem Fehler
über die Neunerstellung der Zählerkontakte ZK 4 I bis VI vor dem nächsten Kartentransport
eine Erregung des Umsteuerrelais V 4' und damit eine Umschaltung vom Druckwerk DW
2' auf DW i'
zustande, die dann wirksam wird, wenn auf die erste Kartenabfühlung
unmittelbar wieder ein Druckvorgang, z. B. die zweite Registrierung der gleichen
falschen Karte, folgt.
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Die entsprechenden Stromkreise sind für die Einstellungvon Z4' auf
9: +, AM4' ibis6,SK4 IbisVI 2, ÜK 4 I bis VI, sr 4 I bisVI, K 3, -;für die Addition
von i : +, AM 4' i, SK 4 I 2, ÜK 4 I, ay 4 I, v 2 VII',
K 2, UH I, -;für die Erregung von V 4': +, V 4', abwechselnd Neunerkontakte
von ZK 4 VI bis I und Arbeitskontakte ÜK 4 VI bis II, D i, - mit Haltekreis über
v 4 VII' und K 7; für die Auslösung von Druck und Löschung: +,
AM 2' i bis 6, SK 2 I bis V I i, dsr 1I, u II, D 3, -; für
den Differenzdruck: +, DW i' i bis 6, DK i I bis VI, bzw. DW 2' i
bis 6, DK 2
I bis VI, v 4 I bis VI', v 3 I bis VI', o-Kontakte von ZK 2 I
bis VI, D 2, - und für die Löschung: +, SM 2' i bis 6, LK 2 I bis VI i,
ZK 2 I bis VI o, D 2, -.
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Der Druck falscher Differenzwerte kann bei Verzicht auf die genaue
Lagekennzeichnung der falschen Karten in bezug auf die richtigen benachbarten Karten,
d. h. unter Fortfall von Z 4' und V 4 auch allein vom Druckwerk DW i ausgeführt
werden (über die gestrichelte Verbindung zwischen DW i' i bis 6 und v 3 I
bis VI').
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Zur Erfassung der ganzen Nummernfolge laufen in der gleichen beim
Zählwerk Z 2' beschriebenen Weise die drei Abschnitte eines vollständigen Prüfvorganges
auch im Zähler Z i' während zweier Maschinenarbeitsgänge ab, jedoch um einen Arbeitsgang
später versetzt, wie die folgende Tabelle zeigt
| Z i' I Z 2' |
| Kontroll- |
| abschnitt |
| i 2,3 |
| 2,J i |
| i 2,3@ |
| 2,J i |
| I |
Jede abgefühlte Kartennummer wird also gleichzeitig von dem einen Zähler subtraktiv,
vom andern additiv aufgenommen bei abwechselnder Vertauschung der Funktionen beider
Zähler. Das Relais DSR bewirkt diese Vertauschung bei jeder Kartenabfühlung durch
abwechselnde Einschaltung der beiden Gruppen von parallel geschalteten Additions-
bzw. Subtraktionsrelais AR i und SR 2 oder SR i und AR 2 (Fig. 3) und verbindet
im Fehlerfall unter Mitwirkung des relais V 3' das jeweils die fehlerhafte Nummerndifferenz
enthaltende Zählwerk mit den Druckwerken.
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Da jeder Prüfvorgang mit der komplementären Aufnahme der niedrigeren
Nummer beginnen muß, wird zu Beginn jeder Prüfarbeit, vor der das nichtdargestellte
GruppentrennungsrelaisH anspricht, während der subtraktiven Nummernaufnahme im Zähler
Z 2' die gleichzeitige additive Aufnahme im Zähler Z i' unterdrückt (s. vorstehende
Tabelle). Dazu dient das wie folgt erregte und nur während des ersten Arbeitsganges
sich haltende Relais V i': +, V i', H, u III, D 4, -, welches das
Additionsrelais AR i mittels v i III' abschaltet und das Subtraktionsrelais SR 2
über den Arbeitskontakt v i III' allein erregt.
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Das zweite Ausführungsbeispiel erfordert demnach zur eigentlichen
Fehlerermittlung durch Differenzbildung nur zwei Subtraktionszählwerke. Bei weniger
exakter
Lagekennzeichnung der fehlerhaften Karten und Inkaufnahme etwas längerer Aussucharbeit
könnten weitere Zählwerke (Z 3', Z 4') eingespart werden, z. B. durch Registrierung
der nach jedem Druck eines falschen Differenzwertes abgefühlten Nummer.