DE821203B - Verfahren zur Herstellung von Phenylacetaldehyddiacetalen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von PhenylacetaldehyddiacetalenInfo
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 15. NOVEMBER 1951
p 39782 IVdI 120 D
Bekanntlich werden die Phenylacetaldehyddiacetale zur Herstellung von Riechstoff-Kompositionen verwendet.
Diese Acetale können z. B. durch Behandlung des Phenylacetaldehyds mit alkoholischer Salzsäure
erhalten werden, sind jedoch auf diese Weise nur schwierig zugänglich. Es ist auch. bekannt,
daß Phenylacetylen Alkohole bei mäßig erhöhten Temperaturen in Gegenwart von Ätzalkalien unter
Bildung von ω-Alkoxystyrolen anlagert.
Es wurde nun gefunden, daß man sehr vorteilhaft Phenylacetaldehyddiacetale herstellen kann, wenn
man Phenylacetylen mit Alkoholen in Gegenwart alkalischer Mittel bei Temperaturen oberhalb etwa
1400 kondensiert. Als Alkohole kommen sowohl die aliphatischen, wie Methanol, Äthanol, Propanol und
Butanol, in Betracht als auch cycloaliphatische, wie Cyclohexanol. Als alkalische Mittel kommen insbesondere
die Alkalialkoholate in Frage, doch kann man auch Lösungen oder Suspensionen von Ätzalkalien
in Alkoholen verwenden. Bei Verwendung von niedriger als 1400 siedenden Alkoholen empfiehlt es
sich, die Kondensation unter Druck auszuführen. Man kann das Verfahren sowohl diskontinuierlich als auch
kontinuierlich ausführen, letzteres, indem man beispielsweise das umzusetzende Gemisch durch ein auf
Reaktionstemperatur gehaltenes Rohr führt und den Austrag destilliert.
Es hat sich weiterhin gezeigt, daß das bei der Umsetzung von Phenylacetylen und Alkohol zwangsläufig
in größeren oder kleineren Mengen mitentstehende ro-Alkoxystyrol ein Zwischenprodukt für
die Herstellung der Phenylacetaldehyddiacetale ist und daß ω-Alkoxystyrol beim Erhitzen mit dem
gleichen oder einem anderen Alkohol in Gegenwart alkalischer Mittel auf Temperaturen oberhalb etwa
140° ebenfalls Phenylacetaldehyddiacetale liefert.
Es ist nicht erforderlich, vom reinen Phenylacetylen auszugehen, man kann auch phenylacetylenhaltige
Fraktionen, wie sie beispielsweise bei der Herstellung von Acetylen aus Kohlenwasserstoffen im Lichtbogenverfahren
als Nebenprodukt erhalten werden, verwenden. Ebenso kann man die bei der Kondensation
von Phenylacetylen mit Alkoholen entstehenden Gemische, falls sie neben Phenylacetaldehyddiacetalen
noch ω-Alkoxystyrol enthalten, statt sie durch Destillation
zu zerlegen, nach Zusatz alkalischer Mittel mit Alkoholen durch Erhitzen auf Temperaturen
oberhalb etwa 140° kondensieren, wodurch weitere ■ Mengen der entsprechenden Diacetale entstehen.
20 Gewichtsteile einer Phenylacetylenfraktion, wie sie bei der Herstellung von Acetylen nach dem
Lichtbogenverfahren anfällt, mit etwa 40% anderer Kohlenwasserstoffe werden mit einer Anschlämmung
von 3 Gewichtsteilen Ätzkali in 25 Gewichtsteilen Methanol gemischt und durch ein auf i6o° geheiztes
Rohr gepumpt. Das nach einer Verweilzeit von 6 Stunden abgezogene Reaktionsgemisch wird durch
Destillation von überschüssigem Methanol befreit, worauf der Rückstand nach dem Waschen mit
Wasser fraktioniert destilliert wird. Man erhält beim Kp20mm : 50 bis ioo° 9 Gewichtsteile Kohlenwasserstoffe
und beim Kp20mm : 110 bis 1300 8,6 Gewichtsteile eines Umsetzungsproduktes vom Brechungsindex
«f :1.551ο. Aus diesem Reaktionsgemisch
läßt sich durch fraktionierte Destillation ω-Methoxystyrol und Phenylacetaldehyddimethylacetal gewinnen.
500 Gewichtsteile eines durch Anlagerung von Methanol an Phenylacetylen gemäß Beispiel 1 erhaltenen
Gemisches, enthaltend 82% ω-Methoxystyrol und i8°/0 Phenylacetaldehyddimethylacetal,
werden mit 500 Gewichtsteilen Methanol und 40 Gewichtsteilen Ätzkali 7 Stunden lang unter Druck und
unter Rühren auf 1700 gehalten. Nach dem Abdestillieren
des Methanols wird der Rückstand mit Wasser neutral gewaschen und sodann fraktioniert
destilliert. Unter einem Druck* von 20 mm destilliert bei einer Temperatur von 110 bis 1200 alles über. Der
anfängliche Brechungsindex des Gemisches von nD '■ !-5475 fällt auf nf: 1.5150, entsprechend einem
Diacetalgehalt von 73%. Durch nochmaliges Fraktionieren läßt sich das Diacetal mit einem Kp2omm :
118 bis 120° und n%: 1.4930 isolieren.
250 Gewichtsteile Phenylacetylen werden mit 1000 Gewichtsteilen n-Butanol und 40 Gewichtsteilen
Ätzkali unter Druck und unter Rühren 8 Stunden lang auf 2000 erhitzt. Man erhält bei der Aufarbeitung
gemäß Beispiel 1 Phenylacetaldehyddibutylacetal, Kp2
108 bis in0 und n% : 1.4750, sowie
ω-Butoxystyrol, Kp2mm : 98 bis ioo°, das durch
Behandlung mit Butanol oder einem anderen Alkohol in der in Beispiel 2 angegebenen Weise weitere Mengen
Phenylacetaldehyddibutylacetal bzw. gemischte Phenylacetaldehyddiacetale liefert.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Phenylacetaldehyddiacetalen,
dadurch gekennzeichnet, daß man Phenylacetylen mit Alkoholen in Gegenwart alkalischer Mittel bei Temperaturen oberhalb
etwa 140° kondensiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man das bei der Kondensation aus Phenylacetylen und Alkohol zunächst entstehende,
co-Alkoxystyrol enthaltende Reaktionsgemisch unter erneutem Zusatz von Alkoholen in
Gegenwart alkalischer Mittel bei Temperaturen oberhalb etwa 140° kondensiert.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE821203B true DE821203B (de) | 1951-10-04 |
Family
ID=
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