DE828901C - Spinntopf fuer haengende Spinnzentrifugen - Google Patents
Spinntopf fuer haengende SpinnzentrifugenInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
- D01D7/00—Collecting the newly-spun products
- D01D7/02—Collecting the newly-spun products in centrifugal spinning pots
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Description
- Spinntopf für hängende Spinnzentrifugen Die zur Kunstseideherstellung nach dem Zentrifugenverfahren bis jetzt verwendeten Spinntöpfe besitzen während des Betriebes stets einen geschlossenen Boden. Dieser ist entweder durch die übliche Topfform an sich geben oder er kommt beispielsweise dadurch zustande, daß auf einen rotierenden Rundteller in Form eines umgekehrten Topfes eine Blechhaube gesetzt wird.
- Einen geschlossenen, wenn gegebenenfalls auch mit Abflußöffnungen versehenen Spinntopfboden hält man mit Rücksicht auf den Anspinnvorgang bis jetzt für unbedingt erforderlich.. Bei hängend betriebenen Spinntöpfen, denen der anzuspinnende Faden mit Hilfe eines Luftstromes zugeführt wird, und zwar von unten her, liegt der für den Anspinnvorgang maßgebende Boden oben, da diese Art von Hängezentrifugen, bei denen der Faden nicht durch die hohlgebohrte Antriebswelle zuläuft, nur als umgekehrtes Analogon steherrd@er Spinnzentrifugen gelten-kann, denn auch hier liegt der Boden in Richtung des abnehmenden Spinntopfdurchmessers.
- Es wurde gefunden, daß man abweichend von allen bisherigen Spinntopfformem bei hängenden Spinnzentrifugen, denen der Faden durch eine Bohrung der senkrecht stehenden Antriebswelle von oben her zuläuft, als rotierenden Spinnraum (Spinntopf) glatte, an beiden Enden völlig offene Rohrstücke (Hülsen) verwenden kann, die auch während des Betriebes in Richtung des abnehmenden Durchmessers ohne Abschlußdeckel bleiben. Diese Spinnhülsen werden derart ausgeführt, daß ihr Durchmesser unten etwas kleiner ist als oben. An ihrem oberen Rande befindet sich außerdem eine ringförmige Nutung, mit deren Hilfe die Spinnhülse durch Federn oder Schleuderstücke an einem von der Zentrifugenwelle angetriebenen Teller befestigt wird.
- In der Zeichnung ist der neue Spinntopf in Form eines Ausführungsbeispiels dargestellt.
- Fig. i zeigt die Hängezentrifuge in Seitenansicht, während Fi.g.2 einen Längsschnitt des Spinntopfes und Fig. 3 eine Spi.nntopfdraufsicht veranschaulicht. Die Spinnzentrifuge ruht mit ihrem Antriebsmotor i auf einer Lagerpratze 2 und trägt unten den Spinntopf 3, dem der gesponnene Faden durch ein mit Hilfe der Leiste 4 innerhalb der Antriebswellenbohrung auf und ab bewegtes Trichterrohr 5 zuläuft. Wie Fig. 2 und 3 erkennen lassen, besteht der erfindungsgemäße Spinntopf aus einem beiderends offenen Rohrstück, dessen Durchmesser oben größer ist als unten und dessen Wandung mit Löchern zum Ausfluß des abgeschleuder.ten Spinnbades versehen. sein kann. Die Rohrenden 6 und 7 besitzen verstärkte Ränder. Etwas unterhalb des oberen Randes ist eine Ringnut eingepreßt, in welche Schleuderstücke eingreifen, die den Spinntopf mit einem auf der Zentrifugenwelle sitzenden Teller in Verbindung bringen.
- Der in die Spinnhülse eingeschleuderte Fadenkörper 8 kann infolge des nach unten abnehmenden Hülsendurchmessers während des Betriebes nicht herausfallen. Beim Spinntopfwechsel läßt er sich jedoch aus dem abgenommenen Topf .durch Umstürzen leicht entfernen.
- Die erfindungsgemäßen, hülsenförmigen Spinntöpfe besitzen zahlreiche Vorteile.
- Zunächst kommt trotz des fehlenden Bodens bei derartigen Spinnhülsen der Anspinnvorgang überraschend leicht zustande. Infolge des nach oben hin größer werdenden Durchmessers saugt die Spinnhülse bei ihrer Rotation von unten her, unmittelbar an der Hülseninnenwandung entlang, einen Luftstrom ein, der den durch die Spinnhülse zunächst frei durchfallenden Faden schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit mit der Hülseninnenwandung in Berührung bringt, worauf der Spinnvorgang in normaler Weise weiter läuft. Hierbei entsteht schließlich innerhalb der. Spinnhülse der übliche Spinnkuchen, dessen ringförmige Dicke man größer halten kann als in stehenden Spinntöpfen, weil das abgeschleuderte Spinnbad völlig frei nach unten ablaufen kann un' die Fadenlagen nicht zu passieren hat. -Man gewinnt auf diese Weise innenbewickelte Spulen, sogenannte Innenspulen, in denen sich das Fadenmaterial weit sicherer manipulieren und nachbehandeln läßt als in den heute üblichen Spinntöpfen oder mit den auf Spulenmaschinen erzeugten außenbewickelten Spulen (Außenspulen). Zu diesem Zweck kann man die gefüllten Innenspulen in größerer Zahl, axial aneinanderliegend in einen rohrförmigen, innen mit Längsnuten ausgestatteten Behälter einsetzen und durch zentral zugeführte Druckflüssigkeiten behandeln.
- Infolge des völlig fehlenden Bodens fließt die mit dem gesponnenen Faden eintretende Flüssigkeit zum allergrößten Teil unmittelbar nach unten ab, ohne daß sie, wie bereits erwähnt, durch den Fadenkuchen nach außen abgeschleudert werden muß. Aus diesem Grunde läßt sich bei Verwendung des erfindungsgemäßen Spinntopfes mit dem Spinnvorgang ohne dynamische Mehrbelastung des rotierenden Spinnraumes ein Waschvorgang oder eine Fadennachbehandlung dadurch verbinden, daß man in den Spinntrichter fortlaufend Wasser oder andere Flüssigkeiten einfließen läßt. Eine derartige Arbeitsweise war bisher nicht möglich, weil unten geschlossene Spinntöpfe hierbei derart viel Flüssigkeit aufnehmen, daß es zu gefährlichen Überlastungen der Spinnzentrifuge kommt.
- Im Gegensatz zu bisher üblichen Spinntöpfen, die des erforderlichen Fußes wegen eine ziemlich verwickelte Bauform aufweisen, läßt sich der erfindungsgemäße Spinntopf auch bei schwierig zu verarbeitenden Werkstoffen, z. B. Chromnickelmolybdänstahl, in vollem Umfang mit Hilfe von Walz- oder Ziehvorgängen herstellen.
- Zur Gewinnung von Acetatseide oder zur Zwirnung von Hanf-, Baumwoll-, Flachs-, Woll- und ähnlichen Garnen kann man Aluminiumlegierungen ohne Korrosionsschutz verwenden. Zur Herstellung von Viscoseseide sind Spinnhülsen aus Chromnickelmolybdänstahl, z. B. Handelsmarke V4A, gut geeignet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Spinntopf für hängende Spinnzentrifugen, bestehend aus einem zylinderförmigen, an beiden Enden offenen Rohrstück, das am unteren Ende auch während des Spinnbetriebes offen bleibt, dessen Lichtweite oben größer ist als unten ufid das in der Nähe des oberen Randes eine ringförmige Nutung oder andere Einrichtungen, z. B. Einkerbungen oder Öffnungen, besitzt, in die mitnehmende Schleuderkörper eingreifen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH2513A DE828901C (de) | 1943-09-23 | 1943-09-23 | Spinntopf fuer haengende Spinnzentrifugen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEH2513A DE828901C (de) | 1943-09-23 | 1943-09-23 | Spinntopf fuer haengende Spinnzentrifugen |
Publications (1)
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|---|---|
| DE828901C true DE828901C (de) | 1952-01-21 |
Family
ID=7143107
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEH2513A Expired DE828901C (de) | 1943-09-23 | 1943-09-23 | Spinntopf fuer haengende Spinnzentrifugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE828901C (de) |
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1943
- 1943-09-23 DE DEH2513A patent/DE828901C/de not_active Expired
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