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DE862338C - Vorrichtung zum Fuehren und Behandeln von Faeden, insbesondere kuenstlichen Faeden - Google Patents

Vorrichtung zum Fuehren und Behandeln von Faeden, insbesondere kuenstlichen Faeden

Info

Publication number
DE862338C
DE862338C DEP1218D DEP0001218D DE862338C DE 862338 C DE862338 C DE 862338C DE P1218 D DEP1218 D DE P1218D DE P0001218 D DEP0001218 D DE P0001218D DE 862338 C DE862338 C DE 862338C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rollers
threads
roller
thread
strips
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP1218D
Other languages
English (en)
Inventor
S W Barker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Lustrafil Ltd
Original Assignee
Lustrafil Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lustrafil Ltd filed Critical Lustrafil Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE862338C publication Critical patent/DE862338C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D10/00Physical treatment of artificial filaments or the like during manufacture, i.e. during a continuous production process before the filaments have been collected
    • D01D10/04Supporting filaments or the like during their treatment
    • D01D10/0436Supporting filaments or the like during their treatment while in continuous movement
    • D01D10/0445Supporting filaments or the like during their treatment while in continuous movement using rollers with mutually inclined axes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 8. JANUAR 1953
ρ I2i8 VII129a B
künstlichen Fäden
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Führen und Behandeln von Fäden, insbesondere von künstlichen Fäden, mit Flüssigkeiten.
Es ist bekannt, bei der Herstellung von künstlichen Fäden den aus der Spinndüse austretenden Faden über ein Paar umlaufender Walzen zu führen, die mit Bezug aufeinander schräg angeordnet sind und von denen eine oder beide angetrieben sind. Der Faden wird, während er sich auf diesen Walzen befindet, einer Behandlung mit Flüssigkeiten, beispielsweise einer verdünnten Säure, wäßrigem Formaldehyd u. dgl., unterworfen zum Zweck, hierdurch eine Koagulierung oder Härtung der Fäden zu unterstützen. Nach dieser Behandlung ist es üblich, den Faden einer Waschbehandlung, beispielsweise mit Wasser, zu unterwerfen. Damit die Behandlung mit der Säure oder der anderen Behandlungsflüssigkeit auf einen bestimmten Teil der Walzen beschränkt ist und die Wirksamkeit der Waschbehandlung auf dem anschließenden Teil der Walzen nicht wieder aufgehoben wird, wurde bereits vorgeschlagen, die aufeinanderfolgenden Teile der Walzen durch sich vollkommen um diese herum erstreckende kreisförmige Leisten oder scheiben- oder ringförmige Flansche zu trennen. Bei diesem Vorschlag wurde wohl angegeben, daß ein solcher Ring weder beim Anspinnen noch während des Betriebes hinderlich sei. Es hat sich jedoch in der
Praxis herausgestellt, daß es bei einer solchen Anordnung beim Ingangsetzen der Vorrichtung bzw. nach einem Fadenbruch notwendig ist, den Faden von Hand über die vorspringenden Flansche zu legen. Diese Flansche müssen daher der die Maschine bedienenden Person zugänglich sein. . Dieses ist wohl möglich bei kurzen, nur einseitig gelagerten Walzen, und auch in diesem Fall ist eine besondere Sorgfalt und Aufmerksamkeit beim Einlegen des Fadens erforderlich. In dem Fall jedoch, wo lange Walzen vorgesehen sind, vergrößern sich diese Schwierigkeiten um ein Vielfaches. Es kommt noch hinzu, daß es bei Anwendung solcher ringförmiger Flansche nicht möglich ist, daß sich der Faden schraubenlinienförmig um die Walzen erstreckt und so auf diesen wandert.
Die Erfindung schlägt nunmehr eine Vorrichtung
vor, bei der der Faden die die aufeinanderfolgenden Teile jeder Walze trennenden Leisten überschreiten kann, ohne daß er über sie von Hand gehoben werden müßte.
Zu diesem Zweck tragen gemäß der Erfindung die Walzen, um die der zu behandelnde Faden geschlungen wird, eine oder mehrere Leisten, von denen jede durch eine Lücke unterbrochen ist. Gewünschtenfalls kann die untere Walze mit einer unterbrochenen Leiste, die an dem Ende der ■Säurebehandlungszone vorgesehen ist, und die obere Walze mit einer unterbrochenen Leiste, die in einem etwas weiteren Abstand angeordnet ist, versehen sein. Zweckmäßig sind die Leisten auf jeder Walze paarweise ungefähr 25 mm entfernt voneinander angeordnet, und zwar liegen die Unterbrechungen auf gegenüberliegenden Seiten, der Walzen. Die Unterbrechungen besitzen zweckmäßig eine Länge, die nicht geringer ist als Ve der Gesamtlänge der Leiste, d. h. des Umfanges der Walze, so daß ein Winkel von nicht weniger als 6001 auf der Walzenoberfläche frei gelassen ist.
Diese unterbrochenen Leisten können während der Herstellung der Walzen aus dem Vollen ausgedreht werden, oder sie können auch getrennt hergestellt und auf den Walzen angebracht werden. Sie können aber auch in Form eines gespaltenen Ringes aus einem federnden Werkstoff bestehen, der um die Walze gelegt ist.
In den Zeichnungen sind verschiedene Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht einer Aus-■ f ührungsform,
Fig. 2 eine entsprechende Seitenansicht einer etwas abgeänderten Ausf ührungsform,.
Fig. 3 und.4 zeigen in vergrößertem Maßstab als Teilansicht je eine weitere Ausführungsform.
In der Zeichnung ist nur eine der paarweise angeordneten Walzen dargestellt, und der Fadenverlauf ist in den Fig. 1 und 2 nur für die obere Walze angedeutet.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform sind die beiden mit Unterbrechungen versehenen Leisten 1 und 2 in einem Abstand voneinander auf der Führungswalze 3 angeordnet, und die Lücken 4 und 5. in diesen Leisten liegen nicht unmittelbar einander gegenüber, sondern sind etwas versetzt zueinander angeordnet.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungform ist eine einzige Leiste 6 mit einer Lücke 7 vorgesehen.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform sind zwei Leisten vorgesehen, deren Lücken 8 und 9 auf diametral gegenüberliegenden Seiten der Walze angeordnet sind. Die Leisten können ovalen oder prismatischen Querschnitt besitzen und sind vorzugsweise seitlich auf beiden Seiten oder mindestens auf einer Seite abgeschrägt, so daß der Faden glatt durch die Lücke hindurchgehen kann. , Bei einer vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung werden zwei unterbrochene Leisten oder zwei Paar unterbrochener Leisten vorgesehen, die derart auf den Walzen angeordnet sind, daß die erste das Ende der Zone begrenzt, in welcher ein mit saurer Flüssigkeit getränkter Fadem auf die Walze aufläuft, und die andere liegt ungefähr in 2/s des * Abstandes entlang der Waschwasserzone. Die Leisten sind an ihren Enden abgeschrägt, und der radiale Winkel zwischen den Mittelpunkten der Lücken-in den beiden Leisten beträgt ungefähr i8o°, und der Winkelabstand der Lücke selbst beträgt mindestens 6ö°. go
Beispiel
Viskosekunstseidefäden, weiche aus einer in ein Koagulierungsbad eintauchenden Spinndüse austreten, werden in an sich bekannter Weise auf das Paar der umlaufenden Schrägwalzen gebracht, von denen jede 114 cm lang ist und einen Durchmesser von 15 cm besitzt, wobei die beiden Walzen einen Abstand von etwa 60 cm haben. Die untere Walze ist mit einer Steigung von 1 : 80 nach unten gegen das Einlaßende geneigt, und die obere Walze liegt horizontal. Der Faden selbst umläuft die Walzen in Windungen, die etwa 8 mm voneinander entfernt sind. Auf die ersten 50 cm der unteren Walze wird verdünnte Säure aufgesprüht; damit verhindert wird, daß diese sich über die ganze Länge der Walze ausbreitet, sind zwei Leisten in einem Abstand von 25 mm voneinander angeordnet. Jede dieser Leisten besitzt eine Stärke von 1,6 mm und überragt die Oberfläche der Walze mit 3,2 mm. Die erste Leiste ist 60 cm von dem Auflaufende der Walze angeordnet, und jede Leiste ist mit einer Unterbrechung versehen, die 10 cm lang ist, wobei die Unterbrechungen dieser beiden Leisten versetzt zueinander angeordnet sind. Auf den sich an diese Leiste anschließenden Teil der Walze wird Waschwasser aufgebracht. Eine dritte ähnliche Leiste liegt ungefähr 35 cm von der zweiten Leiste entfernt, jedoch auf der oberen Walze, und ihre Lücke liegt auf der Seite der Walze, die entgegengesetzt ist der Lücke in der ersten Leiste. Hierdurch wird erreicht, daß zwei Waschzonen gebildet werden, von denen die erste noch etwas mit Säure verunreinigt ist, während die zweite kaum noch Säure enthält.
Beim Anspinnen bleibt der Faden, wenn er beim Fortschreiten auf der Walze eine Lücke erreicht, in
der Nähe der Leistenflanke, bis durch den Umlauf der Walze der Faden in die Nähe der Lücke gebracht wird. Dann springt der Faden plötzlich durch die Lücke auf die andere Seite der Leiste über. Nachdem der Faden sämtliche Leisten in dieser Weise durchlaufen hat und er sich dabei in schraubenlinienförmigen Windungen von etwa 8 mm Entfernung auf den Walzen verteilt hat, zeigt es sich, daß jede mit einer Lücke versehene Leiste
ίο zwischen zwei aufeinanderfolgenden schraubenlinienförmigen Windungen des Fadens zu liegen kommt.
Bei der beschriebenen Ausführungsform sind die mit Lücken versehenen Leisten kreisförmig angeordnet, und zwar rechtwinklig zur Achse der Walzen, auf denen sie angeordnet sind. Der Erfindungsgegenstand ist jedoch nicht auf die so kreisförmig angeordneten Leisten beschränkt. Gewünschtenfalls können diese Leisten auch schraubenlinienförmig auf den Walzen angeordnet sein, so daß sie schräg zur Achse derselben verlaufen (Fig. 4). In derartigen Fällen sollte jedoch ihre Steigung den natürlichen Abstand der Fadenwindungen beim Fortschreiten derselben auf der Länge der Walzenpaare nicht überschreiten.
Obwohl die Erfindung hauptsächlich bei der Herstellung und Behandlung von Kunstseidefäden Anwendung findet, kann diese aber auch naturgemäß für beliebige andere Zwecke der Behandlung von Fäden oder Gespinsten mit zwei oder mehr verschiedenen Flüssigkeiten in aufeinanderfolgenden Zonen verwendet werden, wenn die Fäden auf einem Paar zueinander geneigter Walzen in schraubenlinienförmigen Windungen entlang laufen.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Vorrichtung zur Führung von Fäden, insbesondere künstlichen Fäden, während der Behandlung mit Flüssigkeiten in Gestalt eines Paares umlaufender Walzen, die unter einem Winkel zueinander angeordnet sind, wobei der Faden auf diesen Walzen in aufeinanderfolgenden schraubenlinienförmigen Windungen auf der Länge der Walzen entlang läuft, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen mit mindestens einer sich um ihren Umfang herum erstreckenden Leiste versehen sind, die vorzugsweise abgeschrägte Kanten und Enden besitzt und durch eine Lücke unterbrochen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einer Lücke versehene Leiste in Form einer unterbrochenen Schraubenlinie um die Walze herum angeordnet ist, wobei die Steigung der Schraubenlinie im wesentlichen nicht größer ist als die Steigung der schraubenlinienförmigen Umschlingungen des' Fadens auf der Walze.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 711 207.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 5615 12.52
DEP1218D 1943-01-04 1949-01-01 Vorrichtung zum Fuehren und Behandeln von Faeden, insbesondere kuenstlichen Faeden Expired DE862338C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB270795X 1943-01-04

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE862338C true DE862338C (de) 1953-01-08

Family

ID=10253824

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP1218D Expired DE862338C (de) 1943-01-04 1949-01-01 Vorrichtung zum Fuehren und Behandeln von Faeden, insbesondere kuenstlichen Faeden

Country Status (6)

Country Link
US (1) US2596520A (de)
BE (1) BE476720A (de)
CH (1) CH270795A (de)
DE (1) DE862338C (de)
FR (1) FR954119A (de)
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