DE827723C - Rohrpruefpresse fuer das selbsttaetige Abpressen von Rohren - Google Patents
Rohrpruefpresse fuer das selbsttaetige Abpressen von RohrenInfo
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Description
- Rohrprüfpresse für das selbsttätige Abpressen von Rohren Die Erfindung l>ezieht sich auf das selbsttätige Abpressen von Rohren, beispielsweise kontinuierlich anfallender geschweißter Rohre, und insonderheit auf eine hierzu dienende Ròhrprüfpresse. bei der die von der Schweißanlage anfallenden und abzupressenden Rohre zweiteiligen, auf überein anderliegenden und umlaufenden Raupenketten angeordneten Gummischalen zulaufen und von diesen erfaßt und für den Abpreßvorgang vorübergehen abgedichtet werden. Dabei faßt ein in seiner umlaufenden Rewegung derZulaufgeschwindigkeit der Rohre angepaßter Füllwasserverteilungsstern in die die Rohre erfassenden und abdichtenden Gummi schalen ein und füllt die Rohre mit Wasser, die dann nach Freigabe der Gummischalen durch den Wasserfüllstern und Abschluß des Rohrwasserin, halts nach außen dem Prüfpreßdruck unterworfen werden, um alsdann durch die Gummischalen wieder freigegeben zu werden und von der Presse abrollen.
- Bekanntlich müssen Rohre einem Abpreßdruck unterworfen werden, um sie auf Dichtigkeit zu prüfen. Dieses Abpressen der Rohre geschie'ht in der Regel durch Preßwasser oder Preßluft mittels der verschiedensten Abpreßeinrichtungen, wobei das Abpressen durch Preßwasser wohl das gebräuchlichste ist. Bei kontinuierlich anfallenden Rohren gleicher oder annähernd gleicher Länge ist man, um das Abpressen der Rohre in rhythmischen Einklang mit dem Rohranfall zu bringen, hekanntlich dazu übergegangen, das Abpressen auf automatischen Rohrprüfpressen vorzunehmen. Auf derartigen Pressen muß das abzupressende Rohr gegen seitliches Ausweichen gehalten werden, was mittels Haltemagnete, Zangen oder ähnlicher Haltevorrichtungen erfolgt. Dabei muß zum Aus- gleich kleiner Langenunterschiede wenigstens eine der das Rohr stirnseitig erfassenden Flächen verstellbar angeordnet sein, wobei Dichtungsringe oder sonstige das Abdichten des Rohres bewirkende Mittel vorgesehen werden müssen, in die das Rohr eingeführt oder die über das Rohr gestülpt werden.
- Durch die hierdurch notwendige axiale Verschiebung der Rohre oder der die Dichtungen tragenden Pressenteile treten leicht Hemmungen im Lauf der Anlage ein, zu deren Behebung die Anlage stillgesetzt werden muß, was eine unliebsame Unterhrechung in der Rohrherstellung bedeutet.
- Um nun bei Rohrprüfpressen zum selbsttätigen Abpressen von Rohren die den bisher gebräuchlichen Pressen anhaftenden Nachteile auszuschalten, um also eine hemmungslos arbeitende Rohrprüfpresse zu schaffen, bei der für das Einspannen und Abdichten der Rohre keine umständ lichen Vorkehrungen in form von Haltemagneten, besonderen Abdichtungsvorkehrungen und ähnlichem getroffen zu werden brauchen und bei der für die. \bdiclltung geringe Längenunterschiede der Rohre keine Rolle spielen, schlägt die vorliegende Erfindung vor, die anfallenden Rohre im Zuge ihres Anfallens mittels zweiteiliger Gummischalen zu erfassen. die auf übereinanderliegenden und umlaufenden Rauperketten angeordnet sind und die nach ihrer Schließung die in ihnen lagernden Rohre einspannen und abdichten. Dabei faßt während des Erfassens und Abdichtens ein mit dem Rohranfall in rhythmischem Einklang umlaufender Füllwasserverteilungsstern in die die Rohre abdichtenden Gummischalen ein und füllt die Rohre mit Wasser, das dann nach Entfernen des Füllsternes und Abschluß des eingefüllten Wassers nach außen durch zusätzliche Mittel in Form von zwangsläufig gesteuerten Kolben, Rückschlagventilen o. dgl. unter Preßdruck gesetzt wird, um nach erfolgten Abpressen von den Gummischalen freigegeben zu werden und abzurollen.
- In der Zeichnung ist die erfindungsgemäße Rohrprüfpresse in einem Ausführungsbeispiel schematisch veranschaulicht, und zwar in Abb. I in Seitenansicht und in Abb 2 in Draufsicht, während Abt. 3 einen Schnitt nach der Linie A-B der Abb. I darstellt.
- ;2uf zwei übereinander angeordneten Raupenketten I sind in einem der Länge der abzupressenden Rohre 2 entsprechenden Abstand voneinander und der Rohrabmessung entsprechend bemessene (, ummischalen 3 aufgebracht. Von der Rohrzulaufseite 4 fällt das Rohr 2 über eine Gleitfläche 5 hinweg in die untere Hälfte der Gummischale 3 und wird bei der Fortbewegung der Ráupenketten I und damit der von ihnen getragenen Gummischalen 3 zwischen untere und obere Gummischalenhälfte eingespannt. Gleichzeitig greift ein an einer Seite der Presse in zweckentsprechendem Abstand drehbar gelagerter Füllwasserverteilungsstern 6, dessen Umdrehungsgeschwindigkeit der Bewegung der Raupenketten 1 angepaßt ist, jeweils mit einem seiner biegsamen Nippel 7 in die vor ihm liegende Schalenöffnung8 ein und füllt dabei das bereits in den beiden Hälften der Gummischale 3 eingespannte Rohr 2 mit Wasser, indem sich der Nippel 7 fest und dicht schließend gegen die Füllöffnung 8 der Schale 3 drückt. Das Wasser kann nunmehr in das Rohrinnere eindringen, wobei durch entsprechende Innenbohrung im Füllwasserstern 6 dem Wasser nur in der Stellung des eingespannten Rohres der Zutritt zum Rohr freigegeben ist. Während der Zeit der Füllung des Rohres 2 mit Wasser entweicht die im Rohr 2 befindliche Luft durch die Öffnung 9, die in der am anderen Rohrende befindlichen Gummischale 3 vorgesehen ist. Beim weiteren Fortbewegen der Rohre 2 löst sich nach Füllung des Rohres mit Wasser der Nippel 7 des Füllsternes 6 von der Schale 3, wobei sich gleichzeitig auf der Wasserzufuhrseite ein Rückschlagventil 10 schließt. Ebenso schließt gleichzeitig auf der der Wasserzufuhr entgegengesetzten Seite ein Kolben 11 die Offnung 9. durch die die Luft beim Auffüllen des Rohres mit Wasser entweicht, so daß nunmehr das im Rohr 2 eingefüllte Wasser für den Preßdruck im Rohr abgeschlossen ist. Alsdann wird das im Rohr befindliche Wasser durch Vorhewegen des Kolbens 1 1 in Achsrichtung des Rohres unter Preßdruck gesetzt. Zu diesem Zwecke ist der Kolben II an seiner Kolhenstange mit einer Glietrolle 12 versehen, die an einer einstellbaren schrägen Druckleiste I3 entlang gleitet und die dem Kolben lr seine Vorwärtsbewegung erteilt. Je nach der Höhe des gewünschten Preßdruckes wird die Druckleiste I3 mehr oder weniger hoch eingestellt, wodurch der Kolben ihr mehr oder weniger vorgedrückt wird und ein mehr oder welliger hoher Abpreßdruck sich im Rohr einstellt. I) alei sind oberhalb und unterhalb der zusammengebrachten Gummischalen 3 Führungsleisten 14 vorgesehels. die die Gummischalen 3 während der Aufnahme der Rohre und während des Al) preßvorganges in ihrer Lage zueinander halten, Da die Abdichtung der Rohre 2 über die Gummi schalen 3 erfolgt und unabhängig von der Stirnseite der Rohre vor sich geht, können mittels der Einrichtung verschieden lange Rohre abgepreßt werden, soweit deren Länge im Aufnhmebereich der Gummischalen 3 liegt.
- Manometer 15 an der Rohrauffüllseite lassen die Drukhöhe des jeweils abgepreßten Rohres erkennen. Nach Ablauf einer bestimmten Priifdruckzeit, innerhalb deren die Kolben 1 1 an einer konstanten Fläche der Druckleiste 13 vorbeigleiten, werden die Kolben 11 durch eine entsprechende Form der Druckleiste I3 wieder in ihre Ausgangsstellung gebracht, in der sie die öffnung 8 für das Entweichen des Preßwassers freigeben, so daß nunmehr das Wasser allmählich aus dem abgepreßten Rohr 2 abfließt. Die Rohre werden alsdann an der Rohrablaufseite selbsttätig durch Öffnen der zweiteiligen Gummischalen 3 wieder freigegeben und laufen über die geneigte Fläche i6 von der Presse dem Rohrstapel zu. Dieser Vorgang wiederholt sich bei jedem Rohr.
- Nehen der sicheren Wirkung der Ahpreßvor- richtung, die zu Hemmungen keinen Anlaß gibt, liegt der Vorteil vor allem noch darin, daß auf ihr auch Rohre geringen Längenunterschiedes einwandfrei abgepreßt werden können und daß die Rohre durch ihr festes Einklemmen in den Gummischalen nicht ausweichen könnew so daß sich die bisher zu Störungen führenden Haltemagnete oder sonstige Haltevorrichtungen erübrigen.
Claims (8)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Rohrprüfpresse für das selbsttätige Abpressen von Rohren, dadurch gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen aus zwei übereinanderliegenden und umlaufenden Raupenketten (i) mit hierauf angeordneten zweiteiligen Gummischalen (3) besteht, denen im geöffneten Zustand die anfallenden Rohre (2) zurollen und die bei ihrem Schließen die Rohre (2) erfassen und für den Preßvorgang festhalten, um sie nach erfolgtem Abpressen bei ihrem Wiederöffnen für das Abrollen von der Presse freizugeben wobei das Schließen und Öffnen der Gummischalen (3) zwangsläufig durch die Bewiegung der Raupenketten (i) erfolgt.
- 2. Rohrprüfpresse nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß neben der Presse ein die eingespannten Rohre (2) mit Wasser füllender, in rhythnischem Einklang mit der Bewegung der Raupenketten (X) umlaufender Füllwasserverteilungsstern (6) angeordnet ist, dessen Wasserzufiih rungsnippel (,) bei geschlossenen, die Rohre (2) aufgenommen habenden Gummischalen (3) in die Schalenöffnungen (8) fest und dicht schließend einfassen und dabei dem Wasser zu dem Rohrinnern den Weg freigeben.
- 3. Rohrpriifl) resse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der dem Wasserzufluß gegenüberliegenden Gummischale (3) eine Öffnung (9) für das Entweichen der Luft während der Wasserfüllung vorgesehen ist.
- 4. Rohrprüfpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Wassenzuflußgummischale (3) ein Rückschlagventil(10) für denAbschluß der Schalenöffnung bei deren Freigabe durch die Wasserfüllnippel (7) vorgesehen ist.
- 5.. Rohrprüfstelle nach einem der Ansprüche I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterdrucksetzung des im Rohr (2) befindlichen Wassers durch einen in der Gummischale (3) sich hin und her bewegenden Kolben (ii) erfolgt, der während des Abpreßvorganges bei seinem Vorbewegen die Öffnung (g) für die Luftentweichung abschließt.
- 6. Rohrprüfpresse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hinundherbewegung des Preßkolbens (ii) zwangsläufig durch eine Druckschiene (I3) gesteuert wird, an der der Kolben (I I) mittels einer Laufrolle (12) gleitet.
- 7. Rohrprüfpresse nach Anspruch 6., dadurch gekennzeichnet, daß die die Bewegung des Kolbens (11) steuernde Druokschiene (13) in Richtung gegen die Gummischalen (3) verstellbar ist.
- 8. Rohrprüfpresse nach einem der Ansprüche I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die die Rohre (2) aufnehmenden Gummischalen (3) in Führungsschienen (14) gelagert sind und durch diese in ihrer Lage während der Rohraufnahme und während deren Abpressens gehalten werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER3342A DE827723C (de) | 1950-08-20 | 1950-08-20 | Rohrpruefpresse fuer das selbsttaetige Abpressen von Rohren |
Applications Claiming Priority (1)
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| DER3342A DE827723C (de) | 1950-08-20 | 1950-08-20 | Rohrpruefpresse fuer das selbsttaetige Abpressen von Rohren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE827723C true DE827723C (de) | 1952-01-14 |
Family
ID=7396333
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER3342A Expired DE827723C (de) | 1950-08-20 | 1950-08-20 | Rohrpruefpresse fuer das selbsttaetige Abpressen von Rohren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE827723C (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2909988A (en) * | 1955-10-27 | 1959-10-27 | Int Harvester Co | Reciprocating conveyor hay crusher |
| DE1159182B (de) * | 1955-11-25 | 1963-12-12 | Hydraulik Gmbh | Rohrpruefpresse |
| DE1185399B (de) * | 1962-06-12 | 1965-01-14 | Pelikan Werke Wagner Guenther | Vorrichtung zum Pruefen der Dichtigkeit der Bodenschweissnaht und des Verschlusses von Tintenpatronen |
| US3191522A (en) * | 1962-09-26 | 1965-06-29 | Theodore R Drake | Continuous press |
| US3463299A (en) * | 1967-03-03 | 1969-08-26 | Potlatch Forests Inc | Laminating press feeder |
| DE1773160B1 (de) * | 1968-04-09 | 1972-05-04 | Schloemann Ag | Rotierende rohrpruefpresse zum kontinuierlichen pruefen von rohren unter innendruck mit hoechsten druecken |
-
1950
- 1950-08-20 DE DER3342A patent/DE827723C/de not_active Expired
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