Die Erfindung betrifft sogenannte Glaserblechecken und Verfahren zu
deren Herstellung sowie ein Schnittwerkzeug hierfür. Die Glaserblechecken werden
z. B. zum Befestigen von Glasscheiben in den Fensterrahmen vor dem Verkitten benötigt.
Fig. i zeigt ihre herkömmliche Form. Seit Jahrzehnten sind auch die sogenannten
Glaserpistolen bekannt, mit denen die Glaserblechecken in die Holzrahmen geschossen
werden. Um die Glaserblechecken wirtschaftlich herzustellen, ist es erforderlich,
eine möglichst abfallose Aufteilung des Stanzstreifens zu wählen und als Stanzstreifen
Bandmaterial zu verwenden. Damit die Ecken ohne weiteres in den Glaserpistolen verwendet
werden können, ist es weiterhin erforderlich, daß sie in irgendeiner geeigneten
Form paketiert, meist zu etwa ioo Stück übereinanderliegend und durch einen Sammelstreifen
aus Metallfolie zusammengehalten, in den Handel kommen.The invention relates to so-called glazed sheets and methods
their production and a cutting tool for this. The sheets of glass are
z. B. needed to fix glass panes in the window frame prior to cementing.
Fig. I shows its conventional form. For decades the so-called
Glazier pistols are known with which the sheets of glass are shot into the wooden frame
will. In order to manufacture the sheet glass economically, it is necessary to
to choose a waste-free division of the punched strip and as a punched strip
To use tape material. So that the corners can easily be used in the glazier guns
it is further necessary that they be in some suitable
Packaged form, usually about 100 pieces on top of each other and through a collective strip
held together from metal foil, go on sale.
Der Forderung nach abfalloser Streifenaufteilung wurden die bisher
gebräuchlichen Streifenaufteilungen nach den Fig. 3 und 4 gerecht. Sie waren zwar
abfallos, hatten aber den großen Nachteil, daß bei jedem Hub des erzeugenden Schnittwerkzeuges
eine bestimmte Anzahl von Glaserblecheckeii entstand, die nur sehr umständlich oder
überhaupt nicht in entsprechende Kanäle im Unter-oder Oberteil des Schnittwerkzeuges
einzuführen waren, sondern lose, gewissermaßen als Abfall, anfielen. Sie konnten
daher nicht automatisch paketiert und dadurch nicht in den Glaserpistolen verschossen,
sondern nur einzeln in zeitraubender Weise mit dem Hammer eingeschlagen werden:
Die erfindungsgemäße Form der Glaserblechecken stellt die Fig. 2 dar. Diese Glaserblechecken,
künftighin wegen ihrer charakteristischen Form kurz V-Ecken genannt, gestatten eine
Aufteilung des Stanzstreifens nach Fig. 5. Hiernach sind die auszustanzenden Ecken
jeder Längsreihe unmittelbar aneinanderliegend ineinandergeschachtelt. In der Längsrichtung
ist die Lage der Spitzen -der 1?cken abwechselnd nach vorn und nach hinten .gerichtet
derart, daß jeweils die Ecken einer Reihe sich mit den Ecken der beiden Nachbarreihen
mit den Enden der V-Schenkel berühren. Durch diese Streifenaufteilung, gegeben durch
die besondere Form der V-Ecken, werden gegenüber den bisher bekannten Herstellungsverfahren
erhebliche Vorteile erzielt. Trotz eines geringen Randabfalls, der bei der in Fig.
5 gezeigten Streifenaufteilung z. B. 3,15 °/o beträgt, fallen je Streifeneinheit
i i % mehr V-Ecken als Glaserblechecken der bisherigen Form an, was einer ebenso
großen Materialersparnis gleichkommt. Außerdem kann der Randabfall als Schrott wieder
verwendet werden. Ferner werden sämtliche entstehenden V-Ecken einwandfrei und ohne
Schwierigkeit durch die erzeugenden Schnittstempel im Schnittwerkzeug in Kanäle
in dessen @'nterte,il eingeführt und so leicht und vollautomatisch paketiert. Weiterhin
sind die V-Ecken im Gebrauch elastischer, und Aussplitterungen der Glasscheiben
oder deren Zerspringen werden weitgehend vermieden.The previously customary strip divisions according to FIGS. 3 and 4 met the requirement for waste-free strip division. Although they were waste-free, they had the major disadvantage that with each stroke of the generating cutting tool a certain number of glass sheet metal pieces were created, which could only be inserted very laboriously or not at all into corresponding channels in the lower or upper part of the cutting tool, but loosely, as it were as Waste incurred. They could therefore not be automatically packaged and therefore not fired in the glazier pistols, but only hammered in individually in a time-consuming manner with a hammer: FIG. 2 shows the shape of the glazed sheets according to the invention allow a division of the punched strip according to FIG. 5. According to this, the corners to be punched out of each longitudinal row are nested in one another directly adjacent to one another. In the longitudinal direction, the position of the tips of the 1? Corners is alternately directed forwards and backwards in such a way that the corners of a row touch the corners of the two neighboring rows with the ends of the V-legs. This division of strips, given by the special shape of the V-corners, results in considerable advantages over the previously known manufacturing processes. In spite of a small edge drop, which in the strip division shown in FIG. B. 3.15 %, there are ii% more V-corners per strip unit than glazed sheets of the previous form, which equates to an equally large saving in material. In addition, the edge waste can be reused as scrap. Furthermore, all of the resulting V-corners are properly and without difficulty introduced into channels in the cutting tool by the generating punch in the cutting tool and thus packaged easily and fully automatically. Furthermore, the V-corners are more elastic in use, and splintering of the glass panes or their shattering are largely avoided.
Gemäß weiterer Erfindung werden die Glaserblec.hecken aus einem in
der vorstehend lyeschriebenen Weise aufgeteilten Blechstreifen derart ausgestanzt
und ist das hierzu dienende Schnittwerkzeug 'derart ausgebildet, daß gleichzeitig
an den einander entsprechenden Längsreihen die in gleicher Höhe liegenden Ecken
ausgeschnitten werden, wobei jedoch mit Bezug auf die nebeneinanderliegenden Längsreihen
die sich berührenden Ecken ausgelassen werden.According to a further invention, the Glaserblec.hecken are made from an in
punched out the sheet metal strips divided up in the manner described above
and the cutting tool used for this purpose is designed in such a way that at the same time
the corners at the same height on the corresponding longitudinal rows
be cut out, but with reference to the adjacent longitudinal rows
the touching corners are left out.
Zur Erläuterung des Herstellungsverfahrens sind in der Zeichnung die
einzelnen Arbeitshübe des Schnittwerkzeuges an Hand der Abbildungen der jeweiligen
Stanzstreifenausschnitte dargestellt. Die schraffierten Flächen stellen den Anschneida.bfall
dar, der nur beim Einführen eines neuen Streifens auftritt und bei Verwendung von
Bandmaterial nicht ins Gewicht fällt. Die schwarz angelegten Flächen stellen den
bei jedem Hub entstehenden Randabfall dar. Die Fig. 6 zeigt den Stanzstreifen nach
dem Einführen und dem ersten Hub des Schnittwerkzeuges. Es fallen nur fünf kleine
Anschneidabfälle an. Fig. 7 stellt den Streifen nach dem zweiten Hub dar. Es entstehen
bereits fünf fertiggeschnittene V-Ecken. Nach Fig. 8 entstehen beim dritten Hub
wieder fünf fertige V-Ecken, während beim vierten Hub nach Fig.9 ebenfalls wieder
fünf fertige V-Ecken und außerdem noch fünf Anschnei-dabfälle zustande kommen. In
Fig. io ist gezeigt, daß beim fünften und allen weiteren Hüben des Schnittwerkzeuges
jeweils zehn fertige V-Ecken entstehen.To explain the manufacturing process are in the drawing
individual working strokes of the cutting tool on the basis of the illustrations of the respective
Die cut strips shown. The hatched areas represent the cutting waste
which only occurs when inserting a new strip and when using
Belt material does not matter. The black areas represent the
represents edge waste occurring with each stroke. FIG. 6 shows the punched strip
the insertion and the first stroke of the cutting tool. Only five small ones fall
Cutting waste. Fig. 7 shows the strip after the second stroke
already five fully cut V-corners. According to Fig. 8 arise at the third stroke
again five finished V-corners, while again with the fourth stroke according to FIG. 9 again
five finished V-corners and also five trimmings are created. In
Fig. 10 shows that the fifth and all subsequent strokes of the cutting tool
ten finished V-corners are created each time.