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DE826015C - Schaltungsanordnung zur Herstellung verschiedenwertiger Verbindungen ueber dieselben Verbindungseinrichtungen in Fernmeldeanlagen mit Waehlerbetrieb, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Herstellung verschiedenwertiger Verbindungen ueber dieselben Verbindungseinrichtungen in Fernmeldeanlagen mit Waehlerbetrieb, insbesondere Fernsprechanlagen

Info

Publication number
DE826015C
DE826015C DEP18245D DEP0018245D DE826015C DE 826015 C DE826015 C DE 826015C DE P18245 D DEP18245 D DE P18245D DE P0018245 D DEP0018245 D DE P0018245D DE 826015 C DE826015 C DE 826015C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
connection
circuit arrangement
surge
current
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP18245D
Other languages
English (en)
Inventor
Max Langer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Priority to DEP18245D priority Critical patent/DE826015C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE826015C publication Critical patent/DE826015C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements
    • H04Q3/0016Arrangements providing connection between exchanges

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung zur Herstellung verschiedenwertiger Verbindungen über dieselben Verbindungseinrichtungen in Fernmeldeanlagen mit Wählerbetrieb, insbesondere Fernsprechanlagen Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung verschiedenartiger Verbindungen, z. B. Ortsverbindungen als minderwertige und Fernverbindungen als hochwertige, in Fernsprech- oder Telegrafenanlagen mit Wählerbetrieb. Verlaufen derartige Verbindungen über dieselben Verbindungswege und -einrichtungen, so müssen bekanntlich hochwertige Verbindungen als solche besonders gekennzeichnet werden, da sie gegenüber minderwertigen Verbindungen bevorzugt zu behandeln sind. Sind nämlich alle Verbindungswege oder die gewünschte AnschluBleitung durch minderwertige Verbindungen belegt, so werden diese zugunsten einer hochwertigen Verbindung getrennt. Zu diesem Zweck müssen von der hochwertige Verbindungen aufbauenden Stelle gewisse Sonder-Schaltmaßnahmen ausgeführt werden, die als Aufschalten, Rückschalten, Trennen, Nachrufen bekannt sind. Solche Schaltvorgänge dürfen aber von den übrigen, nur zur Herstellung minderwertiger Verbindungen berechtigten Stellen nicht ausführbar sein.
  • Für die Kennzeichnung hochwertiger Verbindungen sind schon -verschiedene Anordnungen bekannt, denen jedoch der Mangel anhaftet, da13 sie einerseits nur bei Spezialstromstoßsendern, z. B. Zahlengebern, anwendbar sind und andererseits keine sofortige Kennzeichnung während der zur Einstellung der Wähler dienenden. StromstoBgabe ermöglichen. Auch. macht die Umsetzung dieser Kriterien in den im Verbinidungsweg liegenden Übertragungen erhebliche Schwierigkeiten, die bisher nur mit einem verhältnismäßig großen Aufwand, an Schaltmitteln überwunden werden konnten.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, diese Schwierigkeiten zu beseitigen, was dadurch erreicht wird, daß der erste oder letzte Stromstoß jeder nur von einer hochwertige Verbindungen aufbauenden Stelle ausgesandten Stromstoßreihe zur Einstellung der Wähler verlängert ist und den Verbindungseinrichtungen in gewissen, für den Aufbau verschiedenwertiger Verbindungen gemeinsam zu benutzenden Verbindungsstufen Schalteinrichtungen zugeordnet sind, welche durch den verlängerten Einstellstromstoß betätigt werden und eine sofortige Kennzeichnung der hochwertigen Verbindung an der gerade in Benutzung genommenen Verbindungseinrichtung bewirken.
  • Die Anordnung nach der Erfindung hat den Vorteil einer sofortigen Kennzeichnung und unter Umständen auch Sperrung hochwertiger Verbindungen an allen Stellen des benutzten Verbindungsweges bereits während der Stromstoßgabe zur Wählereinstellung. Außerdem können dabei die in den Leitungen liegenden Einrichtungen zur Übertragung der Nummernstromstöße gleichzeitig auch zur Übertragung der Kennzeichen für hochwertige Verbindungen mitbenutzt werden, so daß hierfür keine besonderen Übertragungsmittel mehr erforderlich sind.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung für Fernsprechanlagen dargestellt, wobei angenommen ist, daß verschiedenwertige Verbindungen über eine mit Wechselstrom betriebene Verbindungsleitung zwischen zwei Vermittlungsstellen und über -einen Gruppenwähler und Leitungswähler aufgebaut werden. 'Die Aufnahme des Fernkriteriums erfolgt sowohl in einer am ankommenden Ende der Verbindungsleitung angeordneten Übertragung als auch, in dem nachgeordneten Leitungswähler, der als Hebdrehwähler ausgebildet sein mag. Die Auswertung des Fernkriteriums zur ,Durchführung der Sonderschaltvorgänge für hochwertige Verbindungen (Aufschalten, Rückschalten, Trennen, Nachrufen, Fernsperrung) findet im Leitungswähler statt. Für die Einleitung sämtlicher Schaltvorgänge werden in an sich bekannter Weise auf der Verbindungsleitung ausschließlich Wechselstromstöße gleicher Frequenz verwendet, und zwar für die Wählereinstellung, das Aufschalten, Rückschalten und Nachrufen hochwertiger Verbindungen kurze, für das Fernkriterium und das Trennen Stromstöße mittlerer Länge und für die Auslösung der Verbindung lange Stromstöße. Dargestellt sind der Übersichtlichkeit halber nur diejenigen Stromkreise und Schalteinrichtungen, die zum Verständnis der Erfindung unbedingt erforderlich sind-.
  • Mit FL ist die Fernl$itung, .mit Ue die an deren ankommendem Ende angeordnete Leitungsübertragung, mit GW der Gruppenwähler und mit LW der Leitungswähler bezeichnet. Wird zwecks Herstellung einer hochwertigen Versbindung, z. B. einer Fernverbindung, die erste zur Einsstellung des Gruppenwählers GW dienernde Stromstoßreihe über die Fernleitung FL übertragen, so spricht das Wechselstromrelais W der Übertragung Ue bei jedem Stromstoß vorübergehend an. Beim ersten Stromstoß wird über die Kontakte i zu und 2 n und über den Widerstand Wi das Belegungsrelais C .der Übertragung Ue erregt. Eis schließt mit seinem Kontakt 3 c einen eigenen Haltestromkreis unabhängig von den Kontakten i w und 2 n und schaltet über seinen Kontakt .4 c das verzögert abfallende Relais M ein. Über den Kontakt 5 m wird beirrt Ansprechen des Relais M ein Stromkreis für das Relais IV geschlossen, das mit seinem Kontakt 6 n. einen Kurzschluß für die Wicklung des Relais C herstellt, solange der Kontakt i zu geschlossen ist. Infolge der dadurch hervorgerufenen Abfallverzögerung seines Ankers bleiben die Kontakte des Relais C für die Dauer der kurzen Einstellstromstöße umgelegt. Da es sich jedoch im vorliegenden Fall um eine Fernverbindung handelt, ist gemäß der Erfindung der erste oder letzte Stromstoß jeder Reihe verlängert, so daß dann das Relais C abfällt und durch Schließen seines Kontaktes 7 c über den Kontakt 8 m das Kennzeichnungsrelais F einschaltet. Dieses Relais spricht daher an und stellt durch Schließen seines Kontaktes 9 f über den Kontakt io n einen Haltestromkreis für seine Wicklung her. Mit dem Ansprechen des Relais F ist die Verbindung als hochwertige gekennzeichnet worden. Eine Beeinflussung des Relais F durch von einer nur zur Herstellung minderwertiger Verbindungen berechtigten Stelle ausgesandte Stromstöße ist nicht möglich, da diese Stellen nur kurze Stromstöße aussenden können. Sollte eine solche Stelle versuchen, einen verlängerten Stromstoß künstlich zu erzeugen, z. B. durch vorübergehende Betätigung des Häkenumscha:lters nach dem letzten Nummernstromstoß, so würde die Verbindung ausgelöst werden, bevor des Relais F angesprochen hat. Beim Abfall des Relais C wurde auch .durch Öffnen des Kontaktes .4 c der Stromkreis für das Relais 111 unterbrochen, dessen Abfallzeit jedoch so lang bemessen ist, daß es für die Dauer eines Stromstoßes mittlerer Länge angesprochen bleibt. Ist der Kennzeichnungsstromstoß beendet, so wird das Relais C über die Kontakte 57 w und i i f wieder eingeschaltet. Die vom Relais W aufgenommenen Stromstöße werden gleichzeitig in bekannter, in der Zeichnung nicht dargestellter Weise auf den Antriebsmagneten des Gruppenwählers GW übertragen und stellen dessen Schaltarme auf die mit den Leitungswählern der gewünschten Gruppe verbundene Kontaktreihe ein, worauf die Auswahl eines freien Leitungswählers, z. B. des Wählers LW, erfolgt.
  • Bei seiner Belegung kommt folgender Prüfstromkreis zustande: + -Pol der Batterie, Kontakt 12 c, Wicklungen I und 1I des Relais P, Kopfkontakt 1q. k des Leitungswählers 1-W, Belegungsrelais C i, Widerstand Wi i. --Pol der Batterie. Die Relais P und -C i sprechen an. Über die Kontakte 15 p und 16 p werden die Sprechadern des Gruppenwählers GW zum Leitungswähler LW durchgeschaltet, während der Kontakt 17 p die hochohmige Wicklung I des Relais P kurzschließt und damit den Leitungswähler LW gegen weitere Belegung sperrt.
  • Beim Eintreffen der nächsten Stromstoßreihe wird nun über die Kontakte 18w und 68w sowie über Widerstand Wi 4 das Relais A des Leitungswählers LW impulsweise betätigt und bewirkt in bekannter, hier nicht dargestellter Weise das schrittweise erfolgende Ansprechen des Hubmagnets dieses Wählers. Durch den verlängerten ersten oder letzten Stromstoß der ankommenden Reihe wird das Relais C i über die Kontakte i9 a And 20 f i lange genug kurzgeschlossen, um 'seinen Anker abfallen zu lassen. Es hebt durch Öffnen seines Kontaktes 21 c i den Kurzschluß über die Wicklung I des Relais F i auf, das über den Kontakt 22 a anspricht und mit seinem Kontakt 20 f i den Kurzschlußkreis für das Relais C i wieder unterbricht. Das Relais C i spricht daraufhin wieder an, während das Relais F i über seinen Kontakt 23 f i einen parallel zum Relais C i verlaufenden Haltestromkreis für seine WicklungII herstellt. Über den Kontakt 24a wurde heim ersten Ansprechen des Relais A das verzögert abfallende Relais h eingeschaltet, das während jeder Stromstoßreihe seinen Anker angezogen hält! Ist die erste Stromistoßreihe beendet, so fällt nach kurzer Zeit das Relais V ab und schaltet über 55 v den beim ersten Drehschritt des Wählers öffnenden Wellenkontakt 25 a)k und über den beim ersten Hubschritt geschlossenen Kontakt 26k das Verzögerungsrelais U ein, das den Stromkreis für den ebenfalls nicht dargestellten Drehmagnet vorbereitet. Bei Aufnahme der nächsten und letzten Stromstoßreihe durch das Relais A wird der Drehmagnet impulsweise betätigt und bringt die Schaltarme des Leitungswählers LW auf die Anschlußkontakte der verlangten Teilnehmerleitung. Über Kontakt 24 a spricht wieder das h-Relais an und schließt mit Kontakt 27 v über 28 u einen Haltestromkreis für das Relais U.
  • Ist der Leitungswähler LW auf die verlangte Leitung eingestellt, so kommt nach dem Abfall des Relais V während der Abfallzeit des Relais U, dessen Haltestromkreis am Kontakt 27 v unterbrochen wurde, über die Kontakte 29 c i, 30v, 31 u der Prüfstromkreis für die Wicklungen I und II des Relais P i zustande. Bei freier Leitung spricht dieses Relais an und schließt mit seinem Kontakt 32 p i seine hochohmige Wicklung I kurz, wodurch die belegte Leitung in bekannter Weise gegen anderweitige Belegung durch eine minderwertige Verbindung gesperrt ist. Da es sich jedoch im vorliegenden Fall um eine hochwertige Verbindung handelt und das Kennzeichnungsrelais F i angesprochen hat, wird jetzt auch die niederohmige Wicklung des Relais P i über die Kontakte 33y, 34 p i und 35 f i kurzgeschlossen und gleichzeitig über die Kontakte 29 c i, 38 f i, 39 z und 4o p i ein Haltestromkreis für die Wicklung III des Prüfrelais P i hergestellt, wodurch sowohl das Aufschalten auf die über den Leitungswähler LW bestehende Fernverbindung als auch das Auftrennen dieser Verbindung durch eine andere hochwertige Verbindungen aufbauende Stelle, wie aus der weiteren Beschreibung hervorgeht, verhindert ist. Beim Ansprechen des Relais P i wurden außerdem die Sprechadern über die Kontakte 36 p i und 37 p i zur belegten Teilnehmerleitung durchgeschaltet.
  • Wird die verlangte Leitung dagegen beim Aufprüfen des Leitungswählers LW besetzt gefunden, so kann das Prüfrelais P i nicht ansprechen und die Fernbeamtin erhält in bekannter Weise ein Besetztzeichen.. Um den besetzten Teilnehmer von dem Vorliegen einer.. Fernverbindung für ihn unterrichten zu können, muß sich die Beamtin auf die bestehende Verbindung aufschalten. Dies geschieht durch Aussendung eines kurzen Stromstoßes, der das vorübergehende Ansprechen des Relais W in der Leitungsübertragung Ue bewirkt. Über den Kontakt 18 w wird das Relais A im Leitungswähler LW erregt, das jetzt über die Kontakte 41 wk, 42 u, 43 f i , 44 d, 45.Y und 46 p i das Relais X einschaltet. Fällt das Relais A nach Aufnahme des kurzen Stromstoßes wieder ab, so kommt folgender Haltestromkreis für das X-Relais zustande: + -Pol der Batterie, Kontakte 41 wk, 42 u, 43 f i, 47 d und 48 x, Wicklung II des Relais X, Wicklung I des Relais Y, --Pol der Batterie. Das in diesem Stromkreis liegende Relais Y spricht an und legt die niederohmige Wicklung II des Prüfrelais P i über den Kontakt 49 y an den Prüfkontakt der besetzten Leitung an. Ist dieser Anschluß fernbesetzt, so liegt, wie vorher beschrieben, an .dem Prüfkontakt unmittelbar ein + -Potential, so daß das Relais P i nicht ansprechen kann und der Fernbeamtin in bekannter Weise ein Fernbesetztzeichen übermittelt. Ist die Leitung dagegen durch eine minderwertige Verbindung besetzt, so wird das Relais P i parallel zur Sperrwicklung des Prüfrelais im besetzt haltenden Leitungswähler erregt und bewirkt über seine Kontakte 36 p i und 37 p i die Aufschaltung auf die besetzte Leitung. Es sei noch erwähnt, daß beim Ansprechen des Relais X über den Kontakt 5o x auch das Relais Z eingeschaltet wurde, das durch Öffnen seines Kontaktes 51 z die Anschaltung des + -Pols der Batterie an den Prüfschaltarm zur Zeit verhindert. Außerdem wurde beim Ansprechen des Relais Y mit den Kontakten 52 y und 53 y das Speisebrückenrelais S von den Sprechadern abgeschaltet. Die Fernbeamtin fordert nun den Teilnehmer auf, die bestehende Verbindung auszulösen. Kommt er dieser Forderung nicht noch, so wird das Gespräch zwangsweise getrennt. Zu diesem , Zweck sendet die Beamtin einen Stromstoß mittlerer Länge über die Fernleitung aus, der vom Kontakt i8w auf das Relais A des Leitungswählers LW übertragen wird. Beim Ansprechen des Relais A wird der Kontakt 47a geöffnet und der Kontakt 44d geschlossen, so daß das Relais X abfällt, das Relais Y dagegen über seinen Kontakt 54 y erregt bleibt. Außerdem schließt das; Relais A über seinen Kontakt 55 a das Z-Relais, ,das sich beim Abfall des Relais X über 56 z und 57 y zunächst noch erregt hält, so lange kurz, daß es seinen Anker abwirft und den + -Pol der Batterie über die Wicklung Il des Relais Y und über die Kontakte 58 z, 59x und 6oy an die obere Sprechader und über die Kontakte 51 z und 6i/62 y an die Prüfader legt. Hierdurch erfolgt in bekannter Weise die Auslösung derbestehenden minderwertigen Verbindung. Das Relais Y hält sich mit seiner Wicklung 11 bis zur Auslösung der bestehenden minderwertigen Verbindung unabhängig von dem Stromstoß mittlerer Länge und dem Abfall des Relais A. Bei der Aberregung des Relais Z wurde außerdem folgender 1-Ialtestromkreis für die Wicklung 111 des Relais P i geschlossen: +, 29 c 1, 38 f 1, 39 z, 40 p i, P 1 111, -, so daß die hochwertige Verbindung über die Kontakte 36 p i und 37 p i durchgeschaltet bleibt.
  • Sollte es aus irgendeinem Grunde erforderlich sein, die Aufschaltung vor der Zwangstrennung wieder aufzuheben, so sendet die Beamtin einen kurzen Stromstoß über die Fernleitung FL aus, der auf das Relais A im Leitungswähler LW übertragen wird, das kurzzeitig anspricht und durch Öffnen seines Kontaktes 47 a den Haltestromkreis für das Relais X unterbricht, während das Relais Y über den Kontakt 44a für die Dauer des Stromstoßes erregt gehalten wird. Fällt das Relais Y bei Beendigung des kurzen Stromstoßes ab, so wird durch Öffnen des Kontaktes 57 y auch das Relais Z ausgeschaltet, das aber verzögert abfällt. Hierdurch ist einerseits die Wicklung 11 des Relais P i über die Kontakte 33 y, 34 p i und 35 f i kurzgeschlossen und andererseits der Stromkreis für die Wicklung 111 von P i am Kontakt 39 z unterbrochen, so daß das Relais P i seinen Anker abwirft und an seinen Kontakten 36 p i und 37 p 1 die Aufschaltung aufhebt.
  • Hat der verlangte Teilnehmer seinen Hörer während der Zwangstrennung aufgelegt, so muß das Nachrufen erfolgen. Zu diesem Zweck sendet die Fernbeamtin kurze Stromstöße aus, durch die im Leitungswähler LW das Relais A erregt wird, welches über seinen Kontakt 44a und den beim Ansprechen des Relais P i geschlossenen Kontakt 63 p i das Rufrelais R betätigt. Dieses legt über seine Kontakte 64 r und 65 r Rufstrom an die belegte Leitung an, der beim Melden des Teilnehmers durch Ansprechen des im Rufkreis liegenden, Relais S abgeschaltet wird, das den Stromkreis für das Relais R am Kontakt 66 s unterbricht. Die Auslösung der Verbindung wird, wie oben, schon erwähnt, durch Aussendung eines langen Stromstoßes über .die Leitung FL herbeigeführt. Trifft dieser in der Leitungsübertragung Ue ein, so wird das Relais C über die Kontakte i w und 6 n kurzgeschlossen und fällt ab. Am Kontakt 4 c erfolgt die Unterbrechung des Stromkreises für das Relais 31, das seinen Anker nach Ablauf der Verzögerungszeit fallen läßt und am Kontakt 5 m das Relais N ausschaltet. Die Abfallzeiten der Relais C, .1T und N sind so bemessen, daß das Relais N seinen Anker nur beim Eintreffen eines langen Stromstoßes abwirft, so daß jetzt der Kontakt 56n geöffnet und damit der Stromkreis für die Relais P, C i und F i unterbrochen wird. Die Relais C i und F i fallen ebenfalls ab und bewirken in bekannter Weise die Auslösung des Leitungswählers LW. Der Gruppenwähler GW wurde beim Abfall des Relais P in seine Ruhestellung zurückgebracht.
  • Wie aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich, ist durch die Verlängerung des ersten oder letzten Stromstoßes jeder zur Wählereinstellung dienenden Stromstoßreihe erfindungsgemäß ein sehr einfaches Mittel zur sofortigen Kennzeichnung einer hochwertigen Verbindung bereits während der Stromstoßgabe geschaffen worden. Diese Verlängerung des ersten oder letzten Stromitoßes einer Reihe läßt sich bei jedem gewöhnlichen Nummernschalter leicht ausführen. Die Erfindung ist nicht auf dasdargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, sie läßt sich vielmehr in allen Fernmeldeanlagen mit Wählerbetrieb, in denen verschiedenwertige Verbindungen über die gleichen Verbindungseinrichtungen verlaufen, ohne weiteres verwenden. Sie kann auch jedem System dieser Art mit Leichtigkeit angepaßt werden.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltungsanordnung zur Herstellung verschiedenwertiger Verbindungen über dieselben Verbindungseinrichtungen in Fernmeldeanlagen mit Wählerbetrieb, insbesondere Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß der erste oder letzte Stromstoß jeder nur von einer hochwertige Verbindungen aufbauenden Stelle ausgesandten Stromstoßreihe zur Einstellung der Wähler verlängert ist und den Verbindungseinrichtungen (Ue, LW) in gewissen, für den Aufbau verschiedenwertiger Verbindungen gemeinsam zu benutzenden Verbindungsstufen Schalteinrichtungen (F, F i) zugeordnet sind, welche durch den verlängerten Einstellstromstoß betätigt werden und eine sofortige Kennzeichnung der hochwertigen Verbindung an der gerade in Benutzung genommenen Verbindungseinrichtung bewirken.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtungen (F i) bei ihrer Betätigung durch den verlängerten Einstellstromstoß die zur Ausführung der Sonderschaltvorgänge (Aufschalten, Trennen, Rückschalter, Nachrufen) für hochwertge Verbindungen erforderlichen Stromkreise vorbereiten.
  3. 3. Schaitungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schailteinrichtungen (F, F i) durch das Stromstoßempfangsrelais (W, A) in Zusammenwirken mit dem Belegungsrelais (C, C i) bei Aufnahme eines verlängerten Einstellstromstoßes betätigt werden.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Belegungsrelais (C, C i) bei Aufnahme jedes Stromstoßes durch das Stromstoßempfangsrelais (W, A) kurzgeschlossen, aller infolge seiner durch den Kurzschluß bedingten Abfallverzögerung nur durch einen verlängerten Stromstoß zum Abfäll gebracht wird.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Kennzeichnung einer hochwertigen Verbindung dienende Schalteinrichtung aus einem im Belegungsstromkreis der Verbindungseinrichtung (LW) liegenden Relais (F i) besteht, das durch einen Kontakt (2i c i) des Bdlegungsrelais (C i) kurzgeschlossen ist, bei vorübergehendem Abfall dieses Relais (C i) betätigt wird und sich in einen vom Stromstoßempfangsrelais (A) unabhängigen Haltestromkreis legt.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Kennzeichnungsrelais (F i) bei seinem Ansprechen den durch das Stromstoßempfangsrelais (A) bewirkten Kurzschluß des Belegungsrelais (C i) aufhebt, so daß dieses Relais (C i) nach Aufnahme eines verlängerten Stromstoßes durch die weiteren vom Stromstoßempfangsrelais (A) aufgenommenen Stromstöße nicht mehr beeinflußt wird.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkreis des zur Kennzeichnung einer hochwertigen Verbindung dienenden Relais (F) über einen Arbeitskontakt (8 yn) eines vom Belegungsrelais (C) gesteuerten Hilfsrelais (M) vorbereitet und beim vorübergehenden Abfall des Belegungsrelais (C) über einen Ruhekontakt (7 c) desselben vollendet wird. B.
  8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung (F i) die Sperrung der belegten Leitung gegen eine Trennung seitens einer anderen hochwertigen Verbindung durch Kurzschluß des Prüfrelais (Y i) unter gleichzeitiger Einschaltung einer Haltewicklung (11I) dieses Relais herbeiführt.
  9. 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der eine hochwertige Verbindung kennzeichnende, verlängerte Einstellstromstoß länger ist als ein zur Auslösung einer minderwertigen Verbindung erforderlicher Stromstoß, so daß beim Versuch eines gewöhnlichen Teilnehmers, den, verlängerten Stromstoß künstlich, z. B. durch vorübergehende Betätigung des Hakenumschalters oder Bremsung des Nummernschalters, herbeizuführen, die Auslösung der Verbindung vor der Betätigung der eine hochwertige Verbindung kennzeichnenden Schalteinrichtungen (F, F i) erfolgt.
DEP18245D 1948-10-15 1948-10-15 Schaltungsanordnung zur Herstellung verschiedenwertiger Verbindungen ueber dieselben Verbindungseinrichtungen in Fernmeldeanlagen mit Waehlerbetrieb, insbesondere Fernsprechanlagen Expired DE826015C (de)

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