DE813821C - Druckwalze fuer Streckwerke an Spinnmaschinen - Google Patents
Druckwalze fuer Streckwerke an SpinnmaschinenInfo
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 17. SEPTEMBER 1951
P37724VIIl76cD
Die Erfindung betrifft eine Druckwalze für Streckwerke an Spinnmaschinen, die einen von
seinem Wälzlager abstreifbaren Druckmantel aufweist.
Derartige Druckwalzen bestehen in der Regel aus einer Achse, auf der links und rechts Wälzlager
sitzen, welche Hülsen mit einem nachgiebigen Überzug aus Tuch und Leder, Kautschuk oder einem
anderen Stoff mit ähnlichen Eigenschaften tragen. Dieser Überzug ist der Abnutzung unterworfen.
Das Garn verursacht Unebenheiten auf der Oberfläche des Überzuges, weshalb, je nach der Inanspruchnahme,
im kürzeren oder längeren Zeiträumen ein Überschleifen notwendig wird. Ferner bedürfen
auch die Wälzlager der Hülsen der Wartung. Die mit dem Überzug versehenen Hülsen müssen darum
hin und wieder von ihren Lagerstellen entfernt werden. Dies soll ohne große Umstände erfolgen
können, und ohne daß der Halt der Hülse auf dem Wälzlager leidet.
Man hat deshalb vorgeschlagen, in der Mitte der Hülse eine Rille auszudrehen, damit für das Wälzlager
axiale Anschläge entstehen.
Wenn im Betrieb der eine Druckmantei wickelt,
wird bei dieser Ausbildung das Wälzlager des zweiten Druckmantels schräg gestellt und die Hülse
verliert sehr leicht ihren axialen Halt. Sie wandert
dann seitlich ab; der Überzug wird beschädigt. Solche Hülsen fallen heim Entfernen der Druckwalze
aus dem Streckwerk leicht auf den Boden, was die Bedienungsarbeit vermehrt, Zeitverluste
ergibt und mitunter zu ernsthaften Betriebsstörungen! führt. Auch tritt zufolge des verhältnismäßig
großen Spielraumes zwischen der Lagerpartie der Hülse und dem Wälzlager eine merkliche seitliche
Abnutzung der Ringnut in der Hülse ein, so daß diese nach einiger Betriebszeit zu ersetzen ist.
Hülsen dieser Ausführungsart sind in der Herstellung teuer, da sie «ine möglichst genaue Bearbeitung
verlangen.
Zwecks Beseitigung der erwähnten Nachteile, ist bei der Druckwalze gemäß der Erfindung dieMantel-
hülse auf dem Außenring des Wälzlagers durch radiale Druckwirkung festgehalten, die durch Ausnutzung
der Elastizität des Werkstoffes des Mantels erzeugt wird. Vorteilhaft erfolgt das Festhalten des
Mantels auf dem Außenring des Wälzlagers durch die Elastizität und Spannkraft des von der Mantelhül'se
getragenen Überzuges. Jedoch können an der Mantelhülse auch die radiale Druckwirkung erzeugende
elastische Teile, z. B. federnde Längsstege,
ίο vorgesehen sein.
Die Erfindung wird an Hand der in der Zeichnung enthaltenen Ausführungsbeispielen von Druckwalzen
näher erläutert. Es zeigt
Fig. ι als erstes Beispiel eine Druckwalze, deren einer Druckmantel im Längsschnitt dargestellt ist, Fig. 2 einen zugehörigen Querschnitt durch einen Druckmantel,
Fig. ι als erstes Beispiel eine Druckwalze, deren einer Druckmantel im Längsschnitt dargestellt ist, Fig. 2 einen zugehörigen Querschnitt durch einen Druckmantel,
Fig. 3 und 4 als zweites Beispiel eine Druckwalze im Längsschnitt im Zustand des Gebrauches und
ao während des Aufstecken« eines Druckmantels auf das Wälzlager,
Fig. 5 und 6 je einen Querschnitt zu Fig. 4, wobei in Fig. 5 der Überzug weggelassen ist,
Fig. 7 und 8 je ein weiteres Beispiel der Druckes walze im Längsschnitt,
Fig. 9 eine Mantelhülse im Längsschnitt zur Erklärung eines anderen Beispiels, und
Fig. 10 als weiteres Beispiel eine Druckwalze im Längsschnitt.
Beim ersten Beispiel (Fig. I und 2) dient gemäß Fig. ι als Verbindungsglied der beiden Druckmäntel
ι die Achse 2, die beiderends auf in der Schnittdarstellung zum Teil gestrichelt gezeichnetem
Zapfen 3 ein Wälzlager 4 trägt, das mit seinem inneren Laufring auf dom Zapfen 3 festsitzt.
Die Druckwalze 1 weist eine aus Metall bestehende dünnwandige Hülse 6 auf, welche an der der Achse 2
abgekehrten Seite durch eine Stirnwand geschlossen ist. In ihrem mittleren· Teil sind axiale Schlitze 5
angebracht. Die Hülse 6 trägt einen geeigneten elastischen Überzug 7. Der Innendurchmesser des
Überzuges 7 ist kleiner als der Außendurchmesser der Mantelhülse, 6, so daß der aufgezogene Belag 7
im Sinne der in Fig. 2 eingezeichneten Pfeile auf die Mantelhülse 6 einen radialen Druck ausübt. Demgemäß
werden die zwischen den Längsschlitzen 5 der Mantelhülse 6 vorhandenen federnden Stege 8 nach
innen gedrückt und klemmen dadurch den äußeren Laufring des Wälzlagers 4 zwischen sich fest. Der
Innendurchmesser der Mantelhülse; 6 ist im Vergleich zum Außendurchmesser des Wälzlagers 4 nur
wenig größer, was die inFig. 1 gestreckt gezeichnete
Form der Stege 8 erklärt. An einem Ende der Längsschlitze 5 bilden einwärts gerichtete! Vorsprünge 9
axiale Anschläge für den äußeren Laufring des Wälzlagers 4.
Zum Schutz gegen Verstauben ist der Hohlraum der Mantelhülse 6 auf ihrer der Achse 2 zugekehrten
Sehe durch eine auf die feststehende Achse 2 aufgeschrumpfte Scheibe 10 abgeschlossen. Wenn als
Wälzlager 4 einreihige Kugellager dienen, so ist zufolge des Spiels im Kugellager den Druckwalzen 1
entsprechende Bewegungsmöglichkeit gegeben, was sich in spinntechnischer Hinsicht sehr vorteilhaft
auswirkt.
Beim zweiten Beispiel (Fig. 3 bis 6) sind an der Mantelhülse 6 auf deren Umfang verteilte axiale
Schlitze vorgesehen, in die je ein Druckkörper 12 eingreift, der Nasen 13 hat. Unter der radialen
Druckwirkung des Überzuges 7 werden die Druckkörper 12 einwärts gegen, die eine Seite des Wälzlagers
4 gepreßt und' bilden gemäß Fig. 3 axiale Anschläge, wogegen sie beim Einführen der Lager
in die Hülse ausweichen. Dem gleichen Zwecke dienen, auf der gegenüberliegenden Seite des Wälzlagers
4, in der Mantelhülse 6 angebrachte, einwärts gerichtete Einkerbungen 14.
Eine gewisse Flexibilität der Druckwalze wird wieder durch die, Wahl eines Wälzlagers 4 mit Spiel
oder, bei Verwendung praktisch spielloser Wälzlager 4, durch Vergrößern des Spiels zwischen der
Mantelhülse 6 und dem Wälzlager 4 erreicht.
Beim dritten Beispiel (Fig. 7) sind in Ausschnitte der Mantelhülse 6 Lamellen 15 eingesetzt mit einwärts
gebogenen Enden und mit zwischen den Enden vorgesehenen halbrunden Buckeln. Die so an jeder
Lamelle 15 gebildeten zwei Vorsprünge; dienen dem gestrichelt eingezeichneten Wälzlager 4 als links-
bzw. rechtsseitiger axialer Anschlag. Der rechtsseitige Anschlag wird baim Montieren der Druckwalze
vorübergehend radial nach außen gedrängt.
Beim Beispiel gemäß Fig. 8 werden durch entsprechende Einschnitte in der Mantelhülse 6 axial
ve-rlaufende Zungen 16 gebildet, deren freie Enden
einwärts gebogen sind. Beim Aufstecken der Druckwalze auf die Achse 2 werden die Zungen 16 zufolge
der bauchigen Form der einen Hälfte des Wälzlagers 17 vorübergehend in den Belagring 7 eingepreßt.
Im aufgeschobenenZustandderDruckwalze haken die freien Endschenkel der Zungen 16 in der
Ringnut 18 des Wälzlagers 17 ein., das dadurch axial
in seiner Lage gesichert ist.
Bei allen beschriebenen Ausführungsarten der Druckwalzen wird die Spannkraft bzw. die Elastizität
des Überzuges 7 auf der Mantelhülse, 6 ausgenutzt. Als Material für den Überzug 7 eignen sich
besonders Tuch und Leder, Kork, Kautschuk und andere ähnliche Eigenschaften aufweisende, synthetisch
hergestellte Stoffe.
Es ist aber auch möglich, die Druckwalze nur mittels der Elastizität der Mantelhülse auf dem
Wälzlager zu halten.
Zu diesem Zweck ist beim Beispiel gemäß Fig. 9 die Mantelhülse 19 mit in deren Längsrichtung verlaufenden
Stegen 20 versehen, die durch in der Mantelhülse 19 angebrachte Einschnitte erzeugt
sind und an beiden Enden in das Hülsenmaterial übergehen. Diese Stege 20 sind in ihrem Längsschnitt
etwas nach innen ausgebaucht. Die Anordnung ist so getroffen, daß die Stege 20 beim Einführen des iao
Wälzlagers 4 innerhalb der elastischen Grenze des Hülsenmaterials gestaucht werden, so daß sie bei ganz
aufgeschobener Druckwalze, wieder ihre ursprüngliche Form annehmen und auf der einen Seite des
Wälzlagers 4 Anschläge bilden. Auf der zweiten 1*5
Seite findet das Wälzlager 4 an einwärts gerichteten
Einkerbungen der Mantelhülse 19 einen Anschlag.
Es ist ferner möglich, im Sinne des Beispiels gemäß Fig. 10 die Mantelhülse 19 mittels der
Elastizität ihres Materials auf dem Außenring des Wälzlagers 21 festzuklemmen. Hierzu sind in die
Mantelhülse 19 im Bereich des Wälzlagers 21 mehrere Ringwulste 22 eingepreßt, die zusammen
im Schnitt in axialer Richtung der Mantelhülse 19 eine Wellenlinie darstellen. Die Ausführung kann
aber auch so sein, daß die Wulste 22 sich nicht unmittelbar aneinanderreihen, sondern durch voneinander
getrennte Einpressungen gebildet sind. Über die Wulste 22 gemessen, ist der Innendurchmesser
der Mantelhülse 19 etwas kleiner als der Außendurchmesser des Wälzlagers 21, so daß die Wulste 22
im aufgesteckten Zustand der einen Überzug 23 tragenden Mantelhülse 19 eine entsprechende Klemmwirkung
auf das Wälzlager 21 ausüben. Als axialer Anschlag zwischen Wälzlager 21 und Mantelhülse 19
dient ein am äußeren Laufring des Wälzlagers vorgesehener Bund 24.
Bei Ausführungen im Sinne der Fig. 9 und 10 ist die Verwendung eines aus elastischem Material bestehenden
Überzuges nicht erforderlich.
Gemäß der Erfindung ausgebildete Druckwalzen zeichnen sich durch denkbar einfache Handhabung
bei der Reinigung aus. Sie sitzen einwandfrei auf dem Wälzlager, so daß ein Abwandern der Druckwalze
im Betrieb nicht eintritt. Auch bleibt ein gewisses, in spinntechnischer Hinsicht erwünschtes
Spiel der Druckwalze gegenüber der Achse 2 erhalten. Besonders vorteilhaft ist, daß jede gleitendeReibung
zwischfen feststehenden und drehenden Teilen vermieden
wird. Der nach außen vollständige Abschluß des Wälzlagers garantiert höchste Betriebssicherheit.
Da kein Lagerfett mit den Dichtungselementen in Berührung kommt, setzt sich dort auch kein Flug
ab; die Dichtungsstellen bleiben stets sauber. Durch die Dichtungsstellen hindurch etwa eingedrungener
Staub lagert sich im Räume zwischen· Wälzlager und Dichtung ab, ohne dem Lager zu schaden.
Die erfindungsgemäß vorgesehene Ausbildung der Druckwalzen ist einfach und billig in der Herstellung.
Dabei lassen sich solche Druckwalzen gleich gut, jedenfalls ohne nennenswerten Unterschied
sowohl für in der Mitte geführte als auch für an ihren Enden geführte Druckwalzenachsen verwenden.
Claims (15)
- PATENTANSPRÜCHE:!.Druckwalze für Streckwerke an Spinnmaschinen, die einen von seinem Wälzlager abstreifbaren Druckmantel aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelhülse (6 bzw. 19) auf dem Außenring des Wälzlagers (4 bzw. 17 bzw. 21) durch radiale Druckwirkung festgehalten ist, die durch Ausnutzung der Elastizität des Werkstoffes des Mantels (1) erzeugt wird.
- 2. Druckwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elastizität und Spannkraft des von der Mantelhülse (6) getragenen. Überzuges (7) den Mantel (1) auf dem Außenring des Wälzlagers festhält.
- 3. Druckwalze nach den Ansprüchen 1 und 2, 6g dadurch gekennzeichnet, daß an der Mantelhülse (6) in radialer Richtung bewegliche Teile (8 bzw. 12 bzw. 15 bzw. 16) vorgesehen sind, auf die der elastische Überzug einwirkt.
- 4. Druckwalze nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die radial beweglichen Teile (12 bzw. 15 bzw. 16) zugleich seitliche Anschläge für das Wälzlager (4) bilden.
- 5. Druckwalze nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Umfanges des Wälzlagers (4) an der Mantelhülse (6) elastische Teile (8) vorgesehen sind.
- 6. Druckwalze nach den Ansprüchen 1 bis 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelhülse (6) Ausschnitte aufweist zwecks Bildung von federnden Längsstegen (8).
- 7. Druckwalze nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Mantelhülse (6) durch Einschnitte gebildete, axial verlaufende Zungen (16) vorgesehen sind, die eimen einwärts gerichteten. Schenkel für den Eingriff in eine Ringnut (18) des Wälzlagers (17) aufweisen.
- 8. Druckwalze nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Längsrichtung der Mantelhülse (6) verlaufende, in Einschnitten derselben geführte äußere Lamellen (15) vorgesehen sind, die unter dem Einfluß des Überzuges (7) radial einwärts gedrückt werden.
- 9. Druckwalze nach den Ansprüchen 1, 2, und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (15) zwei einwärts gerichtete Vorsprünge aufweisen, welche seitliche Anschläge für das Wälzlager (4) bilden.
- 10. Druckwalze nach den Ansprüchen 1, 2, 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge durch entsprechende Verformungen der Lamellen (15) gebildet sind.
- 11. Druckwalze nach den Ansprüchen 1 und 2, · dadurch gekennzeichnet, daß an der Mantelhülse(6) vorgesehene Einpressungen; (9 bzw. 14) seitliehe Anschläge für das Wälzlager (4) bilden.
- 12. Druckwalzenach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Mantelhülse (19 bzw. 19') die radiale Druckwirkung erzeugende elastische Teile (20 bzw. 22) vorgesehen sind.
- 13. Druckwalze nach den Ansprüchen 1 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Teile (22) der Mantelhülse (19') sich im Bereich des Umfanges des Wälzlagers (21) befinden.
- 14. Druckwalze nach Ansprüchen 1,12 und 13, "5 dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelhülse (19') Ringwulste (22) aufweist, die mit dem Umfang des Wälzlagers (21) zusammenwirken.
- 15. Druckwalze nach den Ansprüchen 1, 12,13 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß die iao Ringwulste (22) zusammen in axialer Richtung der Mantelhülse (19') eine Wellenlinie bilden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1477 9.
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